Stallgeflüster

  • September, 2017
  • länger im Sattel

    Ich hab noch ein bißchen aufzuholen hier im Blog ! :-O

    In der vergangenen Woche hab ich recht viel mit Lia unternommen.
    Montag hatte sie frei und Dienstag haben wir nochmal an der Doppellonge gearbeitet.

    Auf dem Weg zum Reitplatz haben wir einen kurzen Zwischenstopp eingelegt.


    Mittwoch begann dann der erste Herbststurm diesen Jahres.
    Insgesamt haben wir hier noch wieder viel Glück mit dem Wetter gehabt, dennoch blies es schon ordentlich. Besonders am Stall kann man dem Wind kaum entfliehen, denn wir liegen ziemlich hoch oben.

    Dennoch trotzten wir dem Wetter und gingen mit den Pferden eine Runde spazieren.
    Wir entschieden uns für eine Waldrunde, nachdem wir das Risiko herunterfallender Äste gegen die Ungemütlichkeit des freien Feldes abgewogen hatten.
    Das war eine gute Entscheidung.
    Im Wald waren wir sehr geschützt, und da der Weg ins Tal und erst später wieder hinauf führt, war es auch nicht gefährlich.

    Für Lia war es ein gutes Training. Im Moment findet sie Wind und Wald beides nicht so dolle und nun konnten wir es sogar in Kombination üben.
    Sie war aber sehr entspannt an diesem Strum-Tag.

    beim Sturm im Wald


    alles erkunden


    Donnerstag war es immer noch stürmisch.
    Spikey war mit am Stall. Er hat leider altersbedingt mittlerweile ziemliche Rückenbeschwerden, so daß er uns auf den Ritten wohl eher nicht mehr begleiten kann.
    So machten wir uns alle zusammen auf zum Reitplatz. Tina diesmal mit Longiergurt und Doppellonge bewaffnet, während ich Kappzaum und einfache Longe wählte.
    Zum ersten Mal habe ich Lia longiert, während noch ein anderes Pferd ebenfalls auf dem Platz war.
    Das klappte problemlos.
    Sie war absolut kooperativ und lief sehr schön an der Longe.
    Danach machte ich noch ein paar Vorübungen zum Kompliment mit ihr und auch das klappte so fein, daß wir es damit gut sein ließen und statt dessen Tina und Jackson noch ein bißchen zusahen.

    Freitag machten wir einen Ausritt.
    Der Wind war endlich kein Thema mehr, dafür gab es immer noch unberechenbare Wolken, die immer mal wieder den ein oder anderen Schauer ausspuckten.
    Bewaffnet mit Regenausreitdecke bzw. Hommi wollten wir es aber riskieren.
    Und wir wurden belohnt. Anderthalb Stunden ritten wir fast gänzlich im Sonnenschein und konnten es wirklich genießen.
    Sogar einen Trab (für Lia und mich) bzw. Galopp (für Jackson und Tina) schafften wir.

    Sonnenschein !


    Auf dem Rückweg fiel Tina auf, daß sie wohl vermutlich ihr Handy verloren hatte.
    Es war jedenfalls nicht mehr in ihrer Jackentasche. Doch sie war sich auch nicht zu 100% sicher, daß sie es überhaupt eingepackt hatte.
    Also ritten wir zurück zum Stall und schauten erst einmal nach, ob es noch dort lag.
    Tat es natürlich nicht.
    Wir versorgten schnell die Pferde und dann fuhren wir das Handy suchen.
    Unsere Hoffnung war, daß es im Galopp aus der Tasche gefallen war.
    Daher fuhren wir zuerst zu diesem Teilstück der Strecke.
    Und Glück im Unglück: Da lag das Handy mitten auf dem Weg als wir noch kaum 100m gegangen waren.
    Unversehrt sprang es Tina direkt ins Auge.

    Am Samstag nahm Jackson sich frei, so daß Lia und ich allein mit Tina, Spikey und Ludwig unterwegs waren.
    Wiederum zu Trainingszwecken ritt ich. So war Lia dann zwar ohne Pferdebegleitung, aber immerhin war Tina noch als moralische Unterstützung dabei.
    Das klappte prima.
    Wir drehten eine kleine ruhige Runde durch die "City" und ich war sehr zufrieden mit meinem Pony.

    Heute gab es schon den nächsten Ausritt.
    Tina und Jackson waren wieder mit dabei.

    Jackson bergauf deutlich schneller als Lia


    Alles ging gut, bis wir an eine T-Kreuzung kamen, die rechts nach Hause und links weiter vom Stall wegführt.
    Und natürlich mußte Lia wieder einmal rumzicken, weil wir nicht den Heimweg einschlugen.
    Dann wurde ich sofort wieder unsicher. Doch nicht ganz so schlimm, als wenn ich allein gewesen wäre.
    So konnte ich mich beruhigen und Lia bestimmt durch die Zickerei durchtreiben.
    Danach hatten wir dann noch einen richtig schönen Ausritt.
    Ich konnte meine Unsicherheit wieder etwas ablegen und Lia lief brav sogar durch den Wald.
    Da muß ich wohl mit ihr jetzt mal durch, damit wir das Problemchen aus der Welt schaffen.
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  • Ausritt mit Larry

    Das Wetter ist inzwischen richtig herbstlich geworden. Seit letzter Woche gibt es immer wieder reichlich Regen, dazu Wind und insgesamt einfach Ussel !

    Alles ist naß ! Milow traut sich mittlerweile auch zusammen mit Chef Jackson rein.


    Gestern schaffte ich es zwischen den Regenschauern gerade mal für einen Minispaziergang mit Lia nach draußen.
    Für heute war dann "bestes Ausflugswetter" angesagt.
    Ja ...naja... schon... irgendwie... und doch nicht so ganz.
    Die Sonne schien, doch es blies ein frischer böiger Wind, der den Usselfaktor nicht so ganz verschwinden ließ.
    Ich hätte schon fast gekniffen und Lia gar nicht erst gesattelt, doch dann dachte ich mir: "absteigen geht ja immer".

    Tina sattelte Jackson auch und dann ging es um kurz nach eins ins Gelände.
    Zur Zeit ist Lia aus mir unerklärlichen Gründen ziemlich guckig und schreckhaft im Gelände und alleine nicht wirklich reitbar.
    Mit Jackson zusammen ging es heute ganz gut.
    Sie war wegen des Windes zwar etwas nervös, aber Jackson´s Gesellschaft gab ihr genug Sicherheit, um es aushalten zu können.
    So war mit mir zusammen zwar wieder auch der verkrampfte Frosch unterwegs, doch schaffte ich es ihn einigermaßen im Zaum zu halten.

    Der Ausritt wurde insgesamt ein guter Erfolg.
    Lia buckelte nicht, stieg nicht und war kooperativ.
    Sogar ein Stück im Trab schafften wir nahezu problemlos.
    Spätestens nach dem Trab war Jackson dann angeknipst und Tina sagte irgendwann zu ihm "Mußt ja jetzt nicht wieder den Larry machen!"
    Irgendwie paßte das gut zu ihm heute und ich nannte ihn danach nur noch Larry :-)

    Noch ein Stückchen Wald auf dem Rückweg, bevor wir nach anderthalb Stunden wieder zurück am Stall waren.
    Das hat mir gut getan nach meinem Sturz letztens noch mal für eine längere Zeit im Sattel zu sitzen.

    Jackson und Ludwig


    Lia
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  • Experimente

    Seit nun mehr oder weniger mehreren Jahren doktert die liebe Iris nun schon an Jacksons Hufen herum. Mal entwickelt es sich besser, mal schlechter.. Mittlerweile beschäftigt sich Iris jetzt auch mit Klebe-Hufeisen. Im Zuge dessen entstand bei ihr die Idee, Jacksons Hufe damit auszubessern. Und so war es nun Anfang letzter Woche so weit. Zunächst versuchen wir, nur mit dem dazugehörigen Kleber bzw. dem Kunsthorn Jacksons Hufe so auszubessern, dass sie danach schöner und gesünder nachwachsen. Das ganze erwies sich als sehr zeitintensiv: Iris war für Vorder- und Hinterhufe jeweils 2x für knapp 4 Std bei uns. Jetzt sind wir aber mit dem Ergebnis erstmal ganz zufrieden. Wie gut es hält und was es bringt wird sich zeigen.

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  • Ein ganzes Wochenende am Stall

    Nach drei Wochen hatte ich an diesem Wochenende endlich mal wieder den Samstag frei. Also ein volles Zwei-Tage-Wochenende !

    Samstag Vormittag trafen wir uns am Stall und sperrten die Pferde nach dem Misten erstmal auf die Paddocks: D.h. wir machten die Wiese zu.
    Das sorgte bei den Vierbeinern für Unzufriedenheit und Verwirrung. Lia und Jackson waren die vordersten am Tor und hofften, daß wir möglichst bald wieder aufmachen würden.

    Statt dessen werkelten wir zwei Stunden und bauten unseren Trail-Zaun ab. Die Weiden sind nun abgefressen und die Weidesaison neigt sich dem Ende. Bis sie endgültig "drinnen" bleiben müssen dauert es zwar noch etwas, aber solange können sie die Wiese komplett nutzen.

    Als die Litze aufgewickelt und die Pfähle gebündelt waren, durften die Pferde dann wieder raus. Sichtlich irritiert suchten sie erstmal den Zaun, doch dann flitzten sie ein klitzekleines bißchen rum, bevor sich alle ans Knabbern machten.

    Tina und ich machten Mittagspause mit leckerten Teigtaschen und Kuchen zum Nachtisch.
    Während die letzte Gabel Kuchen im Mund verschwand, fielen die ersten dicken Regentropfen vom Himmel.
    Wir schafften es gerade uns im Stall in Sicherheit zu bringen, als sich die Schleusen öffneten.
    Und das im wahrsten Sinne des Wortes !
    Es schüttete ! Und nicht zu knapp.
    Unsere Sicherheit war auch nicht von langer Dauer. Wir konnten zusehen, wie das Wasser von allen Seiten in den Stall lief. Zuerst Rinnsale, doch bald war der ganze Stall überschwemmt. Am Ende waren es ca. 5cm Wasser.

    erste Rinnsale


    es wird schnell mehr


    So haben wir die Wassermassen wieder entfernt.


    wieder trocken gelegt


    Das Wasser war überall. Sogar Heu und Stroh schwammen teilweise herum, da sie unterspült wurden.
    Als der Regen endlich wieder aufhörte, bewaffneten Tina und ich uns jede mit einem Mistboy und scheppten das ganze Wasser in eine Schubkarre und damit brachten wir es raus auf den Paddock.
    Der stand dann zwar bald unter Wasser, aber besser dort als im Stall. Dort konnte es immerhin wegsickern.

    Danach waren wir ganz schön genervt und auch k.o.
    Dennoch gingen wir noch ein kleines Ründchen mit den Ponies spazieren. Wir wollten irgendwie nicht nur gearbeitet haben!

    Heute ging es dann weiter: Wir zogen neue Zäune. Und zwar auf den Paddocks. Die haben wir jetzt soweit möglich abgesperrt, damit das Gras dort mal etwas zur Ruhe kommt. So haben die Pferde dort vielleicht demnächst noch etwas zu knabbern, wenn auf der Weide gar nichts mehr steht !

    Danach kam Kathi uns besuchen. Ribanna hatte heute frei, da sie eine physiotherapeutische Massage erhalten hatte.
    Daher begleitete Kathi uns mit Maja zu Fuß.

    Tina ging mit Jackson auch zu Fuß und ich hatte Lia gesattelt, da ich den Sattel gern nach dem Weiterstellen noch einmal testen wollte.
    Er liegt jetzt wirklich wieder viel besser und Lia war schon beim Satteln total entspannt, wie auch beim Gurten und Aufsteigen.
    Reiten und sogar von oben Nachgurten waren auch super.
    So soll das Pony unterm Sattel laufen.
    Dieses Mal hatte ich auch wieder das Glücksrad drauf. Damit läuft sie auch fein.

    zusammen unterwegs


    Zurück am Stall streuten wir noch ein und ließen es uns heute mit Keksen gut gehen, bevor wir dann nach einen langen Stall-Wochenende nach Hause fuhren.
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  • August, 2017
  • das Pony hatte Recht

    Heute habe ich mir dann also Lia´s Sattel noch einmal ganz genau angeschaut.
    Wie Sigi mir geraten hatten, legte ich den Sattel ohne Pad auf den Rücken.
    Ich schaute mir die Winkelung an und prüfte, wieviel Platz zwischen Fork und Schulterblättern war. Tatsächlich: das war zu eng da vorne.
    Dadurch steht der Sattel dann vorne hoch und kippt nach hinten ab.

    Das ist sicher unangenehm und Lia scheint da ganz besonders empfindlich zu sein. Ich vermute, daß mein Abflug auch mit dem Sattel zusammenhängt.

    Von meinem Papi hatte ich mir einen passenden Inbusschlüssel ausgeliehen und so konnte ich die Fork weiter stellen bis der Sattel wieder paßte.

    Dann sattelte ich komplett mit Pad und Kopfstück und machte die Probe auf´s Exempel: Ich stieg auf.
    Man merkte Lia deutlich die Unsicherheit an und dann, als ich im Sattel saß, die Entspannung, daß der unangenehme Druck ausblieb.
    Also hatte ich alles richtig gemacht, in dem ich auf Lia gehört hatte.

    Damit sie ein merken konnte, daß es wirklich nicht mehr drückte, ritt ich mit ihr für eine Mini-Runde ins Gelände.
    Zuerst hatte sie keine Lust, doch ich konnte sie überzeugen mit mir vom Hof zu gehen.

    Sie lief brav, ruhig und entspannt und schnaubte bald zufrieden ab. Sehr gut ! Ein glückliches Pony.
    Ein kleines Stück trabte ich sogar und auch dabei lief sie fleißig und entspannt.

    Zufrieden ritt ich zum Stall zurück und gab Lia ihr Frühstück und danach Feierabend.

    kleine Runde draußen


    Ludwig war natürlich dabei
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  • Nachtrag treppauf, treppab

    Es gibt auch ein paar Bilder von Lia bei ihren ersten Treppenversuchen:

    in Ruhe alles anschauen


    einen Schritt drauf zu machen


    mit Mut schon mal zwei Stufen erklettern
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  • Treppauf, treppab

    Es ist Wochenende: Logisch also, daß Tina und ich am Stall beschäftigt sind.
    Gestern gab es zuerst die kurze unspektakuläre Eingliederung des neuen Ponies in die Herde: Melody ist ungefähr 12 Jahre alt und hatte sich nachts schon mal selbst durch den Zaun gestohlen.
    Sie ist sehr selbstbewußt und gibt von daher auf Jackson´s Angriffe nix. Im Zweifel läßt sie mal kurz selbst die Hinterbeine sprechen und gut ist. Das nimmt ihm schnell den Wind aus den Segeln.
    Lia findet sie scheinbar super und folgt ihr auf Schritt und Tritt.
    Als ich Lia dann später zum Spaziergang holte, kam Melody auch wie selbstverständlich mit in den Stall.
    Wir machten uns dann auf eine Runde ins Gelände. Tina wieder ohne Sattel auf Jackson und ich zu Fuß mit Lia.

    Heute wollte ich dann eigentlich reiten.
    Doch schon beim Satteln fiel mir auf, daß Lia wieder sensibel reagierte, als ich den Sattel ganz vorsichtig auflegte
    Ich hatte mir ja im Frühjahr geschworen, daß ich zukünftig besser auf solche Dinge achten würde und so schaute ich mir den Sattel direkt genauer an.
    Mein Eindruck ist tatsächlich, daß der Sattel schon wieder enger geworden ist und leicht nach hinten abkippt.
    Nicht soviel wie im Frühjahr aber doch sichtbar.

    Ich führte sie zum Testen an die Aufsteighilfe und Lia lief los, sowie ich den Fuß im Steigbügel hatte (das macht sie ja sonst nicht).
    Ich korrigierte sie und stieg auf. Dann zeigte sie deutlich, daß sie unzufrieden war. Sie legte die Ohren an und warf den Kopf hoch.
    Also war klar, da paßt was nicht.
    Ich stieg sofort ab, denn das hatte ich Lia und mir versprochen, sollte ich solche Anzeichen bemerken.
    Sattel wieder runter und statt dessen eine Spaziergangsrunde machen.

    Wir entschieden uns, mal wieder bei den Windrädern vorbei zuschauen.
    Und da bot es sich natürlich an, auch die Treppen wieder in eine Übung einzubeziehen.
    Ich ging mit Lia zuerst dran.
    Beim letzten Mal, war sie ja nur bis dran gegangen, aber nicht rauf.
    Heute gab ich ihr richtig viel Zeit zum gucken und setzte mich einfach auf die Stufen.
    Mit der Zeit wurde Lia neugierig und stieg tatsächlich mit den Vorderhufen auf die Stufen.
    Ich lobte sie und damit wollte ich es zuerst bewenden lassen.
    Doch sie ging nochmal los und dann nahm sie Schwung und lief neben der Treppe auf dem Gras den Hügel hoch.
    Ich lobte sie, denn sie hatte sich ein Herz gefaßt und war sogar vor gegangen. Daß sie nicht die Treppe genommen hatte, ist dabei erst einmal völlig egal.

    Jackson folgte uns über die Treppe (ein Meister seines Fachs).
    Als Abstieg wollte ich die Treppe von Lia noch nicht verlangen, denn dafür verlangt es schon sehr viel Koordination und Körpergefühl. Das wollte ich jetzt nicht über´s Knie brechen.

    Jackson treppauf


    und bergab


    Am zweiten Windrad dann nochmal die gleiche Übung.
    Jackson ging vor und Lia war gleich mutiger. Dieses Mal nahm sie sogar die ersten zwei, drei Stufen der Treppe, bevor sie auf den Grashang wechselte. Ich war richtig stolz auf mein Mädchen.

    Hier könnt Ihr Jackson sogar in bewegten Bildern beim Klettern zuschauen:

    treppauf


    treppab


    Danach marschierten wir noch eine Weile weiter und zurück zum Stall bevor die Pferde in den Feierabend entlassen wurden.
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