Offenstallhaltung und mehr

  • Januar, 2018
  • entmutigt....und neue Hoffnung gefunden

    Heute genau vor einer Woche war ich ziemlich am Boden zerstört. Ich wollte mit Tina zusammen ausreiten und unterwegs bekam ich wieder mal richtig Angst auf Lia.
    Bereits seit meinen beiden Abflügen letztes Jahr hat mein Mut ja doch ziemlich gelitten.
    Als sie dann am Sonntag an einer Weggabelung nicht weitergehen wollte und begann sich mir zu wiedersetzen, bekam ich Panik.
    Der Boden war matschig und ich hatte Angst, daß Lia dort Theater machen würde und wir uns dann womöglich gemeinsam auf die Schnauze legen würden. Meine Angst fesselte mein Gehirn dermaßen, daß ich nicht in der Lage war logische klare Gedanken zu fassen. Das machte mich wütend. Also stieg ich ab und stürmte mit Lia am Zügel zurück in Richtung Stall. Dabei schimpfte ich vor mich hin (voller Enttäuschung über mein eigenes Versagen), daß ich einfach nicht mehr weitermachen wollte und Lia verkaufen würde. Und in diesem Moment war ich mir sicher, daß das die beste Lösung sei. Vor allem für Lia, denn ich war ja offensichtlich nicht der richtige Mensch für sie. Ich hatte mich wohl doch mit dem Jungpferd und Selbsteinreiten übernommen.

    Die arme Tina ritt schweigend hinter mir her und ließ mich meine Tiraden vor mir her schimpfen. Lia war sichtlich verwirrt durch mein Verhalten, folgte mir jedoch brav. Das gab mir Zeit mich zu beruhigen. Langsam aber sicher kam ich wieder an den Punkt, an dem realistische Gedanken möglich waren und ich schlug vor zu Fuß noch etwas weiter zu gehen. Immer noch war ich sicher, daß ich mit Lia versagt hätte und einfach nicht fähig genug bin, sie zu einem verläßlichen Freizeitpferd auszubilden.
    Doch wurde mir die Verantwortung bewußt, daß ich sie ja nun auch nicht von heute auf morgen einfach rumstehen lassen kann, bis ich einen Käufer finden würde.

    Mit jedem Meter mehr schwand allerdings auch meine Sicherheit, daß der Verkauf die richtige Entscheidung sein würde.
    Tina ließ mich mit meinen Gedanken allein und erst als eine ganze Weile vergangen war, begannen wir wieder ein Gespräch. Über etwas ganz anderes unverfängliches.
    Und als wir schließlich am Stall zurück waren, hatte sich mein Gemüt doch deutlich beruhigt und Tina und ich konnten über den Vorfall sprechen.
    Mein Verkaufsvorhaben war schon so gut wie vom Tisch und wir schmiedeten Pläne, wie es vielleicht für Lia und mich weitergehen könnte.

    Nach ein paar Minuten stand der Plan: Ich würde diese Woche mal eine Runde mit Jackson ausreiten, damit ich noch mal einfach nur reiten würde. Damit ich mich erinnern könnte, wie schön das ist und warum ich das eigentlich alles mache.
    Und am nächsten Wochenende würde Tina mich und Lia im Gelände führen, damit ich bei einem Ausritt mit Lia noch mal mehr Sicherheit fühlen könnte.
    Soweit der Plan.
    Ich fuhr dann deutlich beruhigter nach Hause und nahm diese Gedanken mit, um noch weiter darüber nachzudenken.

    Tatsächlich sind wir nun doch deutlich vom Plan abgewischen, dennoch kann ich jetzt über einige positive Entwicklungen berichten.
    Der Ausritt mit Jackson fand auch Zeitmangel meinerseits nicht statt. Doch meine Gedanken um das ganze Thema "Lia" hatte nicht stillgestanden.
    Und so entstand in meinem Kopf ein neuer Plan: Ich gehe wieder ein paar Schritte zurück und mache erst mal Dinge mit Lia, von denen ich weiß, daß sie klappen. So bekommen wir beide wieder mehr Sicherheit und Vertrauen zueinander. Klappt etwas nicht, gehe ich auch da einen Schritt zurück. Ich versuche die "Schritte zurück" für mich nicht als Versagen meinerseits, sonder als notwendige Aktion zu sehen.
    Außerdem muß ich Lia wieder mehr auslasten. Aufgrund der sehr nassen letzten Wochen und Zeitmangel meinerseits, hatte Lia doch sehr viel frei und hat sich auch im Offenstall nicht soviel bewegt, da einfach alles naß und matschig war.

    Diesen Plan begann ich am Mittwoch umzusetzen.
    Ich longierte Lia seit langem wieder, da der Platz endlich ein bißchen abgetrocknet war.
    Dabei achtete ich wie ein Luchs auf sie und versuchte ihre Aktionen vorauszuahnen. Das klappte auch meistens und so mußte sie sich meinen Wünschen fügen und ohne Theater Kreise laufen. Ich ließ mich nicht auf einen Kampf ein, wenn ich doch mal zu langsam reagiert hatte und sie doch ausgebrochen war. Dann sammelte ich sie kommentarlos wieder ein und das Training ging weiter.
    Nach acht Minuten traben war sie dann auch deutlich kooperativer, denn so langsam wurde sie müde.
    Danach gingen wir noch eine Runde spazieren und auch unterwegs trabten wir einige Strecken.

    Am Donnerstag wollte ich mit ihr spazieren gehen. Zur Übung und um es für mich mehr zur Routine werden zu lassen, wollte ich über den Hof bis ins Feld reiten.
    Also sattelte ich und stieg auf.
    Wir ritten ruhig und entspannd über den Hof und wollte gerade aus dem Hof heraus, als wir uns einer ausgebüxten Kuh gegenüber vorfanden. Auf den ersten Blick verwechselte ich sie mit dem Bullen und mir wurde mulmig. Das merkte auch Lia und machte kehrt. In diesem Fall hatte sie ja Recht mit der Einschätzung der Situation und daher bremste ich sie lediglich ab und erlaubte ihr in die entgegengesetzte Richtung weiter zu gehen.
    Wir fanden uns also auf dem Hof wieder und ich überlegte, was ich nun machen sollte.
    Ich entschied, daß ich einige Runden über den Hof reiten würde. Denn auf die Art könnte ich noch etwas reiten und Lia und ich würden uns dennoch sicher fühlen.

    Gestern machten wir mit Tina und Jackson einen großen Spaziergang im Dunkeln.
    So hatte Lia in dieser Woche doch schon mal wieder deutlich mehr Beschäftigung als vorher.

    Heute wäre dann eigentlich der geführte Ausritt geplant gewesen. Doch aufgrund der ganzen Gedanken, die ich mir gemacht hatte und der erfolgreichen Aktionen der letzten Tage, traute ich mich doch wieder allein.
    Wir wählten wieder die Dorfstrecke, denn die klappt in der Regel gut und ich fühle mich sicher mit Lia.
    Das klappte heute auch bestens. Wir trabten sogar ein Stück und das war sehr entspannt.
    Ich fühlte mich so gut und sicher mit Lia, daß ich noch weitere Schlenker zuließ und letztlich ritten wir sogar noch einen Bogen durch's Feld und trabten noch einmal eine länger Strecke.
    Nach über einer Stunde waren wir zurück und ich war sehr sehr zufrieden mit mir und meinem Pony.
    So möchte ich nun weitermachen. Kleine Schritte und immer nur soviel machen, solange wir uns sicher fühlen.
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  • Dezember, 2017
  • Jahresabschluß-Potpourri

    Zum Ende des Jahres 2017 möchte ich mich nun aber doch endlich noch einmal zu Wort melden.
    Es gibt nicht wirklich viel zu berichten: Aufgrund des dauerhaft miesen Wetters passiert nicht allzu viel mit den Pferden.
    Wir gehen - wann immer wir die Möglichkeit haben - spazieren und am letzten Wochenende waren wir sogar ein bißchen ausreiten.

    Der erste Ausritt mit Lia seit längerm am Heilig Abend verlief für mich sehr zufriedenstellend. Ich hatte mir eine Runde ums und durchs Dorf gewünscht, da Lia - das Stadtkind - dort immer ruhiger ist als im freien Feld oder im Wald.
    Der Ritt war gut und unspektakulär, so daß ich mich am nächsten Tag noch einmal in den Sattel schwang. Tina lief dieses Mal zu Fuß mit Jackson mit, was sich im Nachhinein als sehr vorteilhaft erwies.

    Zunächst war alles gut, doch merkte ich von Beginn an, daß Lia angespannter war als am Tag zuvor. Dann kam es wie es kommen mußte. An einer für Lia typischen Stelle (ich weiß nicht, warum sie dort von der einen Seite aus immer Probleme hat. Aus der anderen Richtung geht es meist problemlos) machte sie eine 180° Wendung, rannte kurz los und bockte einmal ordentlich ab. Dieses Mal verlor sie mich dabei aber nicht und ich konnte sie danach wieder anhalten.
    Doch direkt nach dem Umdrehen in die von mir gewünschte Richtung spannte sie sich schon wieder zum Rückzug bereit an.
    Also bat ich Tina uns zu führen. Absteigen wollte ich wenn irgendmöglich vermeiden, damit Lia nicht lernt, daß nach Theater immer eine Erleichterung erfolgt.
    Tina hielt ordentlich fest und ich trieb und leitete mit den Zügeln, denn Lia wäre am liebsten gleich wieder davon gebraust.
    Doch so schafften wir es vorbei und danach war alles wieder etwas entspannter.
    Ich ritt die gesamte Strecke weiter, auch wenn mir manchmal etwas mulmig war.
    Insgesamt verbuche ich aber auch diesen Ritt als Erfolg.

    Am zweiten Weihnachtstag waren wir seit längerem mal wieder zusammen mit Kathi, Ribanna und Maja unterwegs. Da es wieder mal sehr usselig war, schlugen wir die Waldrunde ein. Nach den beiden Ritten war für mich klar, daß ich dieses Mal zu Fuß laufen würde. So stiefelten Tina und mit den Pferden, während Kathi sich von Ribanna tragen ließ.

    Am Silvester-Wochenende war immer noch keine Wetterbesserung in Sicht. Die Temperaturen waren zwar mit 11 °C fast frühlingshaft, doch blies ein starker Wind, der manchen Nieselregen mitbrachte.
    Dennoch waren wir sowohl gestern als auch heute je eine große Runde spazieren.
    Heute hatten wir sogar Begleitung von unserer Miteinstellerin und ihrem Pony Melody.

    Nun geht es mit großen Schritten auf das neue Jahr zu und wir möchten allen unseren Lesern einen guten Rutsch und alles gute für 2018 wünschen.
    Ich hänge noch ein paar gemischte Bilder aus den letzten Wochen an:

    Es hat im Dezember sogar mal kurz geschneit.


    Ludwig mag den Schnee gern.


    Wir waren quasi im Schneesturm unterwegs.


    Lia nutzt die matschige Jahreszeit gut aus.


    Ludwig mußte einmal am Stall baden, nachdem er sich in Schafmist gewälzt hatte.


    mal im Wald unterwegs


    Lia


    die Stallkatzen fühlen sich im Heu wohl


    "Stör mich bloß nicht!"


    Mami schläft neuerdings gern in einem Karton


    oder in Ludwigs Körbchen


    oder eingekuschelt auf der Couch
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  • Es war eine Ehre...

    Es war eine Ehre ihn kennengelernt zu haben und in den letzten vier Jahren soviel meiner Freizeit mit ihm zusammen verbringen zu dürfen.
    Am letzten Donnerstag hat Spikey leider seine Augen für immer geschlossen und obwohl er nun schon ein stattliches Alter erlangt hatte und auch schon länger krank war, war die Nachricht dennoch ein Schock für mich.

    Nun möchte ich hier einfach mit einem kleinen Bilder-Video an ihn erinnern. Wir werden ihn ganz sicher nie vergessen.
    Er war eine echte Hunde-Persönlichkeit und vor allem ein Freund.

    Farewell Spikey !

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  • viel nix

    Diese Woche gab es von einem ziemlich viel und dabei handelt es sich um "Nichtstun". Der Winter ist einfach eine schwierige Zeit. Ich habe Job-bedingt im Dezember immer wenig Zeit und dann ist es auch immerzu dunkel und/oder naß. Das hält einfach noch zusätzlich auf: Ständig umziehen, Lampen benutzen und dann natürlich auch noch die unvermeidbare Erkältung !

    Daher hatte Lia diese Woche einfach mal komplett Pause. Naja, sie lebt ja glücklich und zufrieden im Offenstall und Pausen sind ja auch wichtig.

    Heute aber schafften wir endlich einen Spaziergang zusammen mit Tina und Jackson.
    Es war durch den scharfen Wind eisig kalt und wir schlugen wieder die Waldrunde ein, wo es doch deutlich geschützter war.

    Lia im Wald


    Ludwig besser sichtbar mit seiner Leucht-Jacke


    Tina und Jackson voraus
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  • nicht geschafft

    In diesem Jahr wird es leider zum ersten Mal seit langem keinen Adventskalender von den Nebelreitern geben. :-(
    Ich habe es zeitlich einfach nicht geschafft, da ich arbeitstechnisch ziemlich eingespannt bin im Moment. Und die wenige freie Zeit verbringe ich dann lieber mit Hund und Pony als vor dem PC.
    Daher hoffe ich auf das Verständnis unserer Leser und versuche es für 2018 wieder zu schaffen !
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  • Schnee !

    Der neue Winter hat den ersten Schnee direkt zu Beginn des Dezembers in die Voreifel gebracht.
    Heute Morgen fielen dicke Flocken vom Himmel in ordentlicher Menge.
    Ich ging mit Lia und Ludwig eine kleine Runde spazieren, damit das gelangweilte kranke Pony keinen Lagerkoller bekommt.
    Viel Schnee blieb zunächst noch nicht liegen, doch im Laufe des Tages wurde es mehr.
    Der Winter kommt !

    heute morgen


    Lia mit den ersten Schneeflocken im Fell


    Tina machte nachmittags einen Ausritt mit mehr Schnee !
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  • angekratzt

    Am letzten Sonntag tränte Lia´s rechtes Auge. Allerdings hat sie immer mal wieder etwas tränende Augen, so daß ich mir zunächst keine Sorgen machte.
    Nach unserem Ausritt mit Kathi zusammen, war das Auge allerdings ein richtiges Kletschauge. Es tränte wie ein Wasserhahn und war auch geschwollen.
    Ich tat ihr etwas desinfizierende Augensalbe rein und wollte mal bis Montag abwarten.
    Montag sah es besser aus, tränte aber immer noch sehr.
    Dienstag sollte der Tierarzt sowieso zum Impfen kommen, also sollte er mal auf das Auge schauen.

    Und er stellte fest, daß Lia dort eine Hornhautverletztung hat.
    Das muß natürlich unbedingt behandelt werden, damit sie nicht nachher noch weniger sieht auf diesem Auge.
    Also bekonnt sie nun seit Dienstag Abend dreierlei Augenmedikamente und zwei mal täglich Schmerzmittel, da diese Hornhautverletztungen lt. Tierarzt sehr schmerzhaft sind.

    Seit gestern schon sieht das Auge viel besser aus. Es tränt gar nicht mehr und ist auch nicht mehr geschwollen.
    Ca. eine Woche lang soll sie die Medis bekommen und danach sollte eigentlich alles wieder heile sein.

    Das ist eine ganz schöne logistische Meisterleistung, vier mal täglich das Auge versorgen. Aber dank Tinas Hilfe bekomme ich es irgendwie hin.
    Hauptsache das Auge wird wieder heil.


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