Freizeitreiter erzählen

  • November, 2017
  • gut weggekommen

    In der vergangen Woche war bei uns nicht viel los.
    Es ist nun eindeutig Winterzeit und da werden die Pausentage häufiger.
    Entweder ist es dunkel oder naß und usselig oder beides.

    Montag war Huftermin, Dienstag hab ich Lia longiert und am Mittwoch waren wir immerhin eine Stunde zusammen mit Ludwig spazieren.

    Ludwig


    Lia vorm Blumenfeld


    Donnerstag und Freitag habe ich es gar nicht zum Stall geschafft, so daß Lia frei hatte.
    Tina hat diese Woche wegen der Dunkelheit auch nicht viel geschafft.
    Also waren wir am Samstag natürlich entsprechend motiviert.
    Ich mußte vormittags arbeiten, daher konnten wir uns erst um halb drei treffen.

    Nachdem wir noch den Stall gesäubert hatten, kratzten wir den Dreck von den Pferden und um 16 Uhr ritten wir warm eingepackt vom Hof.
    Das Wetter war deutlich besser als angesagt. Es war trocken und lediglich windig.
    Wir entschieden uns für die kleine Waldrunde. Dort ist es windgeschützter als im freien Feld.

    Ich nahm also all meinen Mut zusammen und traute mich mit meinem Pony bei Wind in den "Gruselwald", obwohl sie so wenig getan hatte diese Woche.
    Mein Mut wurde belohnt. Lia war weitgehend entspannt.
    Kamen stärkere Windböen, merkte ich ihr zwar die Anspannung an, aber sie blieb für mich ansprechbar.

    Es gab zwei Situationen, in denen mein Adrenalinspiegel doch kurz in die Höhe schoß.
    Auf einem Bergabstück im Wald wollte Lia lieber am rechten Wegrand gehen. Das wollte ich nicht, wegen des Abhangs dort.
    Da ignorierte sie meine Einwände allerdings kurzer Hand und ging einfach geradeaus auf den Abhang zu. Da wurde mir kurz anders. Ich glaube zwar nicht ernsthaft, daß sie so blöd wäre, und da einfach runterlaufen würde, aber man weiß ja nie.
    Ich konnte sie stoppen und wieder an die linke Wegseite lenken. Tina ging mit Jackson netterweise nun auch da und Lia war nun überzeugt, daß der Weg dort gut genug war.
    Mir war heiß und ich mußte mich langsam wieder entspannen.

    Auf dem allerletzten Bergabstück dann gab es eine Pferdevollbremsung, da auf dem Weg von rechts zwei dunkelgekleidete Wanderer auf uns zu kamen.
    Die waren den Pferden unheimlich. Uns ehrlich gesagt auch ein bißchen. Zwei schwarz gekleidete Männer im Wald, die keine eindeutige Wanderausrüstung bei sich hatten, lassen mich auch etwas vorsichtiger sein.
    Wir ließen sie vorbei und dann waren Jackson und Lia auch gewillt wieder weiter zu gehen.
    Da wir zu Pferd natürlich schneller waren, überholten wir die Wanderer bald.
    Doch inzwischen hatten die Pferde sie genügend anschauen können und für harmlos befunden.
    Sie grüßten auch freundlich als wir überholten.
    Dann ging es nur noch aus dem Wald heraus und bald darauf waren wir wieder zu Hause.

    Als ich eine halbe Stunde später im Auto auf dem Heimweg war, begann es zu regnen. Hatten wir gut abgepaßt.

    Heute war das Wetter sogar noch viel besser.
    Der Wind war immer noch frisch, aber nicht so kalt und heftig wie gestern und es schien sogar meist die Sonne.
    Damit hatten wir gar nicht gerechnet.
    Also machten wir uns wieder auf den Weg.
    Tina mit Jackson diesmal zu Fuß. Ich hatte Lia wieder gesattelt, da sie in der kommenden Woche wahrscheinlich auch viel frei haben wird. Da wollte ich sie heute ein bißchen trainieren.
    Spikey hatte sich auch aus dem Haus getraut bei dem guten Wetter.
    Heute war es wirklich sehr entspannt unterwegs.
    Wir waren eine Stunde unterwegs und es gab keine Schrecksekunden.
    Wieder ein gutes Pferdewochenende, an dem wir mit dem Wetter wirklich gut weggekommen sind.
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  • nicht immer nach Lust und Laune

    Gestern hatten Lia und ich eine für uns ungewöhnliche Aufgabe: Wir ritten einen Fremdsattel zur Probe.
    Unsere Sattelfachfrau Sigi hatte mich gebeten einen ihrer Kundensättel zur Probe zu reiten, um zu testen, ob der Sattel beim Reiten verrutscht.

    Also sattelten wir Lia mit dem Sattel (ein Deuber Quantum Western short and light) und ab ging es auf den Reitplatz.
    Dieser Sattel ist zwar auch ein Westernsattel, aber dennoch ganz anders vom Gefühl des Sitzens für mich als mein klassischer Westernsattel.
    Doch ich konnte mich recht schnell gut "einsitzen" und ritt mit Lia Volten und Bahnen über den Platz.
    Nach einer Weile dann wollte ich auch antraben. Das war ja beim letzten Versuch nicht so glatt gelaufen und auch dieses Mal gefiel Lia der Gedanke ans Arbeiten nicht. Sie sperrte sich wieder gegen das Traben und versuchte sich mit dem Kopf zu entziehen.
    Doch ich gab nicht auf und nach einer Weile wurde es zumindest besser.
    Fazit: Der Sattel saß super und rutschte nicht (Lia kratzte sich mit mir im Sattel mit dem Hinterbein im Gesicht....einen besseren Test kann es für den Sattel kaum geben) und Lia und ich müssen weiter am Trab auf dem Platz arbeiten.

    Danach kam der Leih-Sattel wieder runter und ich sattelte Lia mit meinem Sattel. Da Sigi gerade da war, schaute sie sowohl bei Lia als auch bei Jackson mal nach, wie die Sättel sitzen. Wir bekamen beide ein "Thumbs up" und müssen uns im Moment um unsere Sättel keine Sorgen machen.

    Da das Wetter einladend war und unsere Ponies fünf Tage am Stück frei gehabt hatten, gingen wir danach noch ins Gelände.
    Wir ritten eine schöne Runde und sahen unterwegs von weitem sogar unsere früheren Stallkollegen angeführt von Kathi und Maja.
    Nach anderthalb Stunden waren wir zurück, gerade rechtzeitig als es zu regnen begann.

    Heute strahlte die Sonne vom blauen Himmel. Tina und ich hatten keinen Stalldienst heute und so konnten wir uns direkt ans Putzen der Ponies machen.
    Da sie von gestern noch ziemlich sauber waren, ging das schnell von statten.
    Wir entschieden, daß wir heute wieder etwas auf dem Platz arbeiten wollten.

    Tina nahm Jackson mit Halfter und Strick für Bodenarbeit mit und ich sattelte Lia.
    Dieses Mal nahm ich mir einen "Meinungsverstärker" in Form einer Gerte mit, damit ich beim Traben effektiver treiben könnte.
    Ich stieg am Platz auf und ritt erst einmal warm. Wieder ganze Bahn mit Volten und Wendungen im Wechsel.
    Als ich dann antrabte zeigte Lia mir wieder, daß sie keine Lust dazu hatte, doch dank der Gerte konnte ich leichter treiben und wir konnten uns schnell einig werden, daß Kooperation der weniger anstrengende Weg für Lia ist.
    Endlich trabte mein Pony und sogar ganze Runden durch.
    Nach einer knappen dreiviertel Stunde war Lia dann auch geistig platt und auch leicht verschwitzt dank der höheren Temperaturen heute.
    Tina war inzwischen ohne Sattel auf Jackson geklettert und hatte auch ein paar Runden gedreht, nachdem sie eine Weile am Boden gearbeitet hatte.
    Als ich vorschlug zum Trockenreiten noch einen kleine Runde ins Gelände zu gehen, war Tina einverstanden.
    Die Gerte ging mit und konnte mir auch im Gelände helfen, um Lia deutlich zu sagen, daß während der Arbeit nicht (auch nicht während des im Gelände bummelns) gegessen wird.
    Wir ritten einmal im Schritt um die Windräder und ich konnte unterwegs merken, wie Lia vom Kopf her wieder wacher wurde. Die Entspannungs-Gelände-Runde hat also ihren Zweck erfüllt.
    Das einzige was ich heute nicht zu bieten habe sind Fotos, denn die hab ich völlig vergessen zu machen.
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  • Oktober, 2017
  • Potpourri Oktober

    Viel zu lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Irgendwie konnte ich mich nicht so richtig aufraffen. Außerdem habe ich jetzt abends meistens eine Katze auf dem Schoß, die ungern ihren Platz für den Laptop räumt.

    Mami auf meinem Schoß


    Doch heute habe ich sie auf die Decke neben mir verbannt und mal ein paar Fotos hochgeladen.

    Sehr viel gibt es aber auch gar nicht zu berichten.
    Mittwoch vor einer Woche war das Wetter zum letzten Mal noch so richtig schön.
    Das kam mir schon fast sündhaft vor, hätte ich es nicht genutzt. Also sattelte ich Lia und traute mich seit längerem endlich wieder auf einen Ausritt ohne Begleitung.

    Ludwig, Lia und ich allein unterwegs


    An ein paar Stellen war Lia unsicher und guckig und ich merkte, wie ich ebenfalls unsicher und angespannt wurde.
    Doch ich versuchte mich aktiv zu entspannen und meine Angst im Zaum zu halten.
    So schafften Lia und ich eine kurze Runde und ich war zufrieden und ein bißchen stolz, daß ich mich gegen meine Angst gestellt hatte.

    In dieser Woche ist nicht soviel passiert.
    Montag hatte Lia frei.
    Dienstag waren wir etwas auf dem Reitplatz reiten. Das lief solala. Im Schritt gut, der Trab war - sagen wir mal - deutlich ausbaufähig. Lia tut sich damit noch schwer und Dinge mit denen sie sich schwer tut, tut sie dann eben lieber gar nicht und zeigt das auch deutlich. Wir konnten die Einheit aber immerhin noch mit einer Art Kompromiss beenden.
    Mittwoch machten wir einen schönen langen Spaziergang und seitdem hat Lia frei.
    Donnerstag war ich nicht am Stall und seit Freitag war es sehr usselig draußen, so daß ich entschied Lia ein paar Tage frei zu geben.
    Das gibt ihr auch hoffentlich neue Motivation wieder mal etwas zu erarbeiten, das ihr schwer fällt.

    am Freitag beim Frühstück


    gestern wurde sie immerhin ausgiebig geputzt


    heute Morgen erwartete mich Lia in Schlammpackung


    während Tina und ich sauber machten, machten die Ponies noch ein Nickerchen
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  • was für die Balance tun

    Endlich habe ich nun begonnen mit Lia Equikinetik zu machen.
    Ich hoffe, daß ihr das für die Balance helfen wird.
    Meine ersten Eindrücke sind auf jeden Fall, daß es sie kopfmäßig ziemlich anstrengt, denn sie ist danach immer ziemlich platt, kaut und gähnt viel.

    Zum lockern habe ich sie vorher noch etwas longiert.
    Ich habe heute sogar ein Video davon gemacht. Doch mit insgesamt 30 Minuten Filmmaterial war das doch etwas lang zum hochladen, deshalb habe ich es für Euch zusammengeschnitten.
    Schritt, Trab und Galopp gab es natürlich auf jeder Hand.

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  • Akkus aufladen

    Am vergangenen Wochenende war er endlich da: der langersehnte "goldene Oktober".
    Tagsüber warme 22-25°C, kein Wind und strahlender Sonnenschein ließen uns unsere Sonnenakkus wieder auftanken. In den letzten Wochen war es ja doch eher usselig, kalt und naß gewesen.

    Am Samstag hatte ich frei, so daß wir uns schon vormittags treffen konnten.
    Spikey war seit längerem mal wieder mit dabei, da er fit und motiviert war und die Schmerzmittel gut angeschlagen hatten.

    Wir entschieden uns für eine Runde von ca anderthalb Stunden. Wir ritten langsam im Schritt und warteten immer wieder auf Spikey, so daß er den Anschluß nicht verpaßte.
    Das war den Pferden auch sehr recht, denn sie haben ja schon den "Winterpulli" an und da ist es dann mit 25°C schon ziemlich warm.

    beim Abritt


    Spikey dabei


    Tina und Jackson


    Am Sonntag wiederholte sich das Ganze: Das Wetter war immer noch bombastisch und auch Spikey war wieder dabei. Er hatte den Samstag also gut verkraftet.
    Tina ging mit Jackson dieses Mal zu Fuß, während ich Lia wieder gesattelt hatte und ritt.
    Ein gutes Stündchen zogen wir um den Hof und genossen abermals das Wetter.
    So mag ich Herbst am liebsten.

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  • Kreislauf

    In der neuen Heukiste sammelt sich unten natürlich der "Heustaub" an. Dieser besteht zu einem Großteil aus Grassamen. Tina hatte im Netz in einer Offenstall-Gruppe eine gute Idee entdeckt, was man damit machen kann: Einfach auf die Wiese streuen. So kann sich dort wieder neues gutes Gras ausbreiten.

    Am vorletzten Wochenende war für uns Zeit die Heukiste zu säubern und da es auch recht windig war brauchten wir uns um die Verteilung gar keine Gedanken machen: Einfach auf der Wiese fliegen lassen. So kommt das Heu wieder dahin, wo es herkommt: Nämlich auf die Wiese.
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  • Party animals on the loose

    Wundert Ihr Euch über das Titelbild und die Überschrift dieses Beitrages ?
    Verstehe ich!
    Tina und ich haben heute wieder mal ein kleines Picknick am Stall gemacht (schlechtes Wetter kann uns nicht aufhalten...wir finden ein trockenes Eckchen). Tina hatte leckere griechische Teigtaschen mitgebracht und sogar Servietten. Und diese seht ihr im Titelbild. Tina wunderte sich, woher diese Servietten bei ihr zu Hause aufgetaucht waren und brachte sie daher mit zum Stall. Ich mußte ziemlich lachen über den Spruch und das Bild darauf. Daher wollte ich diesen Blogbeitrag unter das Motte dieser Servietten stellen :-D .

    Nun aber wieder zu den Themen mit mehr PS.
    Vom letzten Dienstag kann ich noch nachreichen, daß wir einen schönen Ausritt gemacht haben. Am Tag der deutschen Einheit war es ziemlich windig, aber trocken. Sogar die Sonne ließ sich immer mal wieder blicken.
    So konnte uns natürlich nichts aufhalten und wir ritten vom Hof unter den skeptischen vom Hofchef und Miteinstellern, die das Wetter offenbar nicht für ausreittauglich hielten.

    Tina führte uns zuerst in ein paar Schlangenlinien über die Felder bevor wir uns letztlich doch noch für eine kleine Waldrunde entschieden. Schon ziemlich herbstlich eingepackt mit Hommis und Mütze hatten wir eine gute Zeit unterwegs.
    Der Rückweg führt über ein längeres Stück immer etwas bergan.
    Einmal in der Mitte und schließlich das letzte Stück trabten wir. Am Ende konnte ich Lia deutlich anmerken, daß sie das körperlich gefordert hatte. Sie war doch etwas aus der Puste.
    So langsam ist sie aber soweit, daß wir sie mit so etwas auch mal konfrontieren können.

    Jackson und Tina unterwegs


    Lia und ich kommen hinterher


    Fast zu hause nochmal für ein Foto posen


    Gestern gab es dann nur einen kurzen Spaziergang durch´s Dorf. Der Wind hatte noch mehr aufgefrischt und man könnte schon sagen, daß es stürmisch war.
    Da für heute ähnliches Wetter und auch noch ordentlich Regen angesagt war, hatten wir keine wirklichen Pläne gemacht. Außer des Picknicks natürlich.

    Doch erstaunlicherweise kam während wir misteten sogar die Sonne raus.
    Spontan entschieden wir dann doch noch einen Ausritt zu machen.
    Das Wetter war erstaunlich gut und wir schafften fast anderthalb Stunden im Trockenen zu reiten.
    Auf dem letzten halben Kilometer begann es dann doch noch zu regnen, aber erstens war es nicht zu stark, zweitens war das nochmal ein gutes Training für Lia und drittens waren wir ja fast zu hause.
    Erst als wir gemütlich mit unserem Essen in der Sattelkammer saßen, wurde der Regen wieder fies. Also alles richtig gemacht !

    heute in der Nähe vom Badewald
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