• Februar, 2017
  • Fühlt sich so gut an !

    Gestern Mittag, als ich noch auf der Arbeit war, schrieb ich Tina eine Nachricht: "Gehen wir nachher reiten ?"
    Das war schon ein cooles Gefühl, das jetzt wieder so schreiben zu können. Klar, "reiten gehen" ist noch relativ, aber es stimmt ja irgendwie.

    Um drei Uhr waren wir dann am Stall und kratzten erst mal einigen Dreck von den Ponies.
    Jackson inhalierte währenddessen schon mal. Leider hustete der arme Kerl diese Woche mal wieder. Die ersten Pollen fliegen also schon.

    Als ich mein Pony sattelte, meinte Tina so: "Wir können ja jetzt eh nur noch ne kleine Runde gehen, da kannste dann ja auch ganz reiten!"
    "Stimmt!" und schon war es beschlossene Sache.

    Dieses Mal stiegen wir beide direkt auf und Tina klinkte den Handpferdestrick an Lia´s Equizaum.
    Dann ritten wir vom Hof und raus ins Gelände.
    Ich überlegte, welche Mini-Runde wir nehmen sollten, da ich erst mal noch - so weit möglich - auf viel Steigung und vor allem Gefälle verzichten möchte.
    Mein Vorschlag war bis zum Wald und dann wieder zurück. Tina war einverstanden.

    Es war so schön ! Das Wetter hätte ehrlich nicht besser sein können. Die Sonne schien und es war absolut windstill.
    Einige kleinere Gefälle meisterte Lia gut. Sie ging sehr sehr vorsichtig und ich versuchte, sie so wenig wie möglich zu stören.
    Bergab war auch ohne Reiter schon immer eine kleine Schwäche von ihr gewesen und nun mit Reiter ist es wieder wie bei ihren ersten Abstiegen vor einem Jahr.
    Aber sie lernt sehr schnell und auch ihre Balance wird von Ritt zu Ritt schon besser.

    Kurz bevor wir den Rückweg einschlugen, ging es dann ein Stück bergauf.
    Da merkte man ihr an, daß das nun anstrengender für sie war.
    Doch sie gab sich wirklich viel Mühe und ich setzte mich in den leichten Sitz, um es ihr so angenehm wie möglich zu machen.
    Als wir oben waren machten wir eine kurze Verschnaufpause, in der das obige Foto entstand.
    Tina und ich waren tatsächlich wieder zusammen ausreiten...mit unseren eigenen Pferden. Das fühlt sich richtig gut an !

    Dann ging es auch schon wieder zum Stall zurück.
    Nach 50 Minuten war unser Mini-Ausritt beendet und ich war sehr sehr stolz auf mein Pony. Und ein klitzekleines bißchen stolz auf mich, daß ich es mit ihr bis hierhin geschafft habe und alle meine Befürchtungen und Ängste bisher überwunden habe.

    Mein erster kompletter Ausritt mit Lia. 3,5 km


    Heute sollte unsere Runde insgesamt etwas größer werden.
    Wie gestern ritten wir beide vom Hof. Dieses Mal wieder in die andere Richtung.
    Ich hatte mir vorgenommen 30 Minuten zu reiten und dann zu Fuß weiter zu gehen.
    Es klappte alles problemlos und wir kamen gut voran.
    Lia läuft fleißig neben Jackson her und wir sind definitiv schneller, als mit mir lahmen Schnecke zu Fuß ;-)

    Nach etwas über einer halben Stunde zu Fuß - auch Tina war ein gutes Stück mit uns gelaufen -, erreichten wir eine Autowerkstatt, an der es einige Aufstiegsmöglichkeiten gab.
    Ich entschied mich für ein Mäuerchen, daß hoch genug war.
    Als dabei war Lia dort zu parken, hat sie mich wohl mißverstanden.
    Auf einmal stand Lia mit beiden Vorderhufen auf der Erhöhung als wäre sie ein Podest. Ich mußte lachen und bugsierte dann mein Pony wieder nach unten.
    Dann konnte ich aufsteigen und mich wieder von Tina anleinen lassen.

    Die nächste halbe Stunde verbrachte ich wieder im Sattel.
    Einen Aufstieg meisterten wir noch. Wir hatten die Wahl zwischen steiler und trockener oder nicht ganz so steil dafür matschiger.
    Wir entschieden uns für den trockeneren Weg. Lia stapfte tapfer mit mir den Berg hinauf.
    Auch hier konnte ich schon jetzt merken, wie es ihr mit jedem Mal leichter fällt.

    Das letzte Wegstück war dann wieder für alle ein Fußmarsch.
    Insgesamt ist es aber schon gefühlt was anderes, wenn man zwischendurch auch mal reitet.
    In der kommenden Woche nun soll das Wetter ziemlich widerlich werden. Da werden die Ponies wohl viel frei haben.
    Aber warten wir ab, was kommt.
    Übersetze nach en fr
  • sunny afternoon

    Freiheit ! Das ist, was ich empfinde, wenn es die ersten Tage im Jahr so mild ist, daß man wieder nur in Jeans und Pullover draußen rumlaufen kann; ohne Mütze, Schal und Handschuhe oder dicke Jacke.
    Man ist so viel beweglicher und fühlt sich einfach freier. Ich mag das sehr !

    Heute hatte ich mit meinem Kollegen den Dienst getauscht und war daher erst nachmittags am Stall.
    Das war auch sehr gut so, denn heute Morgen hat es fies geregnet.

    Als ich am Stall ankam, strahlte dagegen die Sonne vom Himmel.
    So machte ich mich gut gelaunt an´s Misten. Schnell entledigte ich mich schon mal noch einer Jacke.

    lazy afternoon


    "gähn"


    Als alles blitzeblank war, mußte auch Lia noch geschrubbt werden.
    Sie hatte sich ordentlich mit Dreck bedeckt. Aber alles war trocken und mit Federstriegel, Magicbrush und Bürste waren wir den Matsch schnell los.

    Sattel drauf, eine Runde über den Hof führen, nachgurten und rauf auf das Pony.
    Das ist jetzt schon Routine für Lia. Sie lernt echt schnell und ich merke, wie sie jeden Tag schon etwas besser verstanden hat, wie es läuft.
    Heute wollte ich den Hof auf der anderen Seite verlassen, also ritten wir nicht die Einfahrt raus, wie die letzten Tage, sondern einmal über den Hof.
    Es ging in Etappen aber insgesamt war Lia immer bereit weiter zu gehen, nachdem sie sich alles genau angeschaut hatte.
    Wir ritten bis zum Reitplatz. Dort stieg ich wieder ab und wir gingen zu Fuß ins Gelände.

    mit meinen Beiden unterwegs


    "Was machst Du denn da?"


    herrlich in der Sonne


    Nach dem Spaziergang parkte ich Lia nochmal und stieg auf.
    Diesmal ritten wir dann doch noch die Einfahrt raus.
    Doch als wir sie zur Hälfte geschafft hatten, kam Tina gerade auf dem Parkplatz an. Da war Lia abgelenkt und verunsichert und wollte nicht mehr weiter.
    Als Tina sich zu erkennen gegeben hatte, konnten wir zusammen noch bis zum Ausgang kommen.
    Dort stieg ich ab und damit war die Einheit heute beendet.

    Sattel ab und zurück in den Stall. Dann begleiteten Ludwig und ich Tina, Jackson und Spikey noch auf ihrem Spaziergang.
    Es ist ja inzwischen doch schon recht lange hell, so daß wir noch eine schön Runde drehen konnten.
    Übersetze nach en fr
  • Der Frühling zeigt sich

    In den letzten Tagen ist es nun deutlich milder geworden. Die Sonne zeigt sich, Vögel zwitschern und heute habe ich den ersten Schmetterling gesehen !
    Der Frühling begrüßt uns schon mal vorsichtig in 2017.

    Nach unseren erfolgreichen Ritten am Wochenende habe ich Lia am Montag auf dem Platz longiert.
    Da konnte sie sich im Trab und Galopp mal wieder die Beine richtig vertreten.

    Am Dienstag gab es - wie letzte Woche - dann wieder unser Allein-Reiten-Training.
    Diesmal bestand ich aber darauf, daß Lia ein Stückchen vom Stall weggeht.

    Die schlaue Maus wollte natürlich nach dem Aufsteigen (das ist jetzt wirklich überhaupt kein Problem mehr für sie, genau wie das Absteigen) direkt in Richtung Stall/Futter losgehen.
    Doch ich war vorbereitet und lenkte sie in Richtung Ausfahrt.
    Mit vielen Pausen und einigem Treiben und Überzeugen ritten wir tatsächlich die Einfahrt entlang und auf den Parkplatz bis zu meinem Auto.
    Dort lobte ich sie ausgiebig und stieg ab. Dann gingen ich zu Fuß mit ihr weiter auf einen Spaziergang.

    Heute das gleiche doch ritten wir noch ein Stückchen weiter. Die Pausen und das Treiben waren heute schon etwas weniger.
    Wir ritten bis aus dem Hof heraus bis vor den Nachbarhof.
    Dort machten wir uns mit einer Mülltonne vertraut und dann stieg ich wieder ab und lobte Lia erneut ausgiebig, bevor wir unseren Spaziergang machten.

    Es macht viel Spaß mit ihr....Sie ist so unaufgeregt bei der ganzen Sache.

    die drei Ponys knabbern Stroh


    Jackson frühstückt in der Sonne auf dem Balkon


    Lia frißt Heu
    Übersetze nach en fr
  • Endlich, endlich, endlich...

    .... darf das Pony sich wieder bewegen.

    Seit dem 01.11.2016 hat Luna nun wegen dem Bein in der Box stehen müssen und es war für uns beide eine harte Zeit. Ich hatte immer mehr ein Bündel gespannter und platzender Energie, mit dem man verständlicherweise immer weniger in Ruhe machen konnte. Hatte ich den Kopf vorne noch ruhig, hüpfte das Hinterteil um mich herum und das dürfte wegen dem verletzten Bein ja nicht passieren. Also musste Luna immer mehr nur noch in der Box stehen, damit das Bein endlich abheilen konnte.
    Aber seit letzter Woche haben wir endlich das okay vom Tierarzt. Das Bein ist jetzt stabil verheilt und wir dürfen langsam anfangen zu belasten.
    Dazu bekomme ich GsD kompetente Hilfe, denn ich glaube mir würde es alleine nicht gut gelingen ihr klar zumachen, dass sie auch jetzt nur langsam starten darf und erst wieder Muskeln aufbauen muss, bevor sie richtig Gas geben darf.
    Bei den ersten beiden Einheiten diese Woche hat die Hummel dann auch stark angetestet, ob sie es nicht doch schafft sich zu entziehen und mit steigen oder bocken ihren Willen zu bekommen. Aber Jutta bleibt bei so etwas ja völlig locker und zeigt ihr deutlich, dass sie mit diesem Verhalten gar nicht weiter kommt.

    Die Nachuntersuchung der Zysten ergab leider, dass diese noch nicht wirklich kleiner geworden sind. Deshalb bekommt sie nun die Hormone weiter, erst mal bis zum Frühjahr. Mal sehen, wie es dann aussieht.

    Eine kleine lustige Situation am Rande: Für den Ultraschall der Zysten wird Luna sediert. Nun stand sie sediert nach der Untersuchung im Stall und war noch seeeehr müde. Eine andere Besitzerin, deren Stute ebenfalls Hormone bekommt, kam vorbei und meinte:"Die Hormone wirken aber gut, die ist ja total brav!" Als ich ihr erklärte, dass Luna noch sediert ist, mussten wir beide sehr über mein "braves" Pony lachen.
    Übersetze nach en fr
  • Jetzt geht´s los !

    Gestern konnten wir also nun den Equizaum nutzen für unsere Reiteinheit mit Lia.
    Ich stieg allein auf und dann klinkte Tina ihren Führstrick unten ein. Der Equizaum ist ideal für unser Training, denn wir können so wunderbar Führen vom Boden und Zügelführung von oben kombinieren. Und das, ohne daß wir dafür mit nem zusätzlichen Halfter drüber oder sowas hantieren müssen.

    Tina führte uns wieder eine Runde über den Hof, doch dieses Mal war ich nicht mehr nur noch Passagier, sondern begann Zügel und Schenkel mit einzusetzen. Das klappte ziemlich gut und auf der Rückrunde lief Lia sogar flüssig (klar, ging ja zurück zum Stall ;-) ).
    Danach sattelte ich wieder ab, da es zu schneien begonnen hatte und ich den Sattel nicht unnötig naß werden lassen wollte.
    Doch schon wenige Minuten, nachdem wir losgelaufen waren, hörte der Schneefall wieder auf.

    Wir schlugen dennoch die Waldrunde ein, falls es doch nochmal naß von oben werden sollte.

    Lia war im Wald wieder etwas guckig und deshalb unkooperativ. Diesmal wurde ich etwas deutlicher, daß ich ihr rumgehampel nicht dulde und von ihr erwarte, daß sie auch wenn sie guckig ist, ihre Freundlichkeit und ihren Respekt mir und den anderen gegenüber bewahrt.

    Danach verlief der Spaziergang dann ruhiger und wir konnten gesittet weiter gehen.

    Lia mit ihrem neuen Equizaum


    von der Seite


    Tina macht mit Jackson noch ein paar Kletterübungen auf dem Rückweg:

    ab in den Graben


    Jackson ganz unten


    Zurück am Stall durften die Beiden noch ein bißchen auf den Platz, um sich die Beine zu vertreten.
    Faul wie sie sind, laufen sie natürlich nicht von allein, sondern Tina und ich mußten mit ein bißchen Scheuchen nachhelfen.

    laufen auf dem verschneiten Reitplatz


    Heute war es dann soweit: Lia und ich ritten zum ersten Mal zusammen in´s Gelände.
    Ich stieg am Stall auf und Tina nahm uns an den Führzügel. Jackson führte sie mit der anderen Hand.

    Zunächst war Lia kurz unsicher, als wir vom Hof ritten, doch das dauerte nur wenige Meter.
    Dann lief sie brav und entspannt.
    Das Tempo war noch recht gering, aber das ist ja erst mal völlig ok.
    Sie reagierte sowohl auf Tina als mich gut genug und schnaubte nach einigen hundert Metern sogar ab.
    Ich hatte ein riesiges Grinsen im Gesicht (jedenfalls fühlte es sich für mich so an). Ich war tatsächlich zum ersten Mal auf einem Ausritt mit Lia !
    Nach fast einem Jahr Vorbereitung war es endlich soweit.
    Zwanzig Minuten ritt ich, bevor ich abstieg und zu Fuß weiter ging.

    Tina stieg dann auf und ritt neben uns her.
    So ging es eine ganze Weile weiter.
    Nach etwas über einer halben Stunde später fanden wir eine gute Stelle, an der ich noch einmal aufsteigen wollte.
    Dort liegt ein dicker Baumstamm auf der Seite, der hoch genug ist.
    Als ich Lia und mich wieder für´s Reiten vorbereitete, sprangen zwei Katzen durch´s Unterholz in der Nähe vom Baumstamm.
    Davon ließ Lia sich etwas verunsichern und gleichzeitig gingen in der Nähe auch noch Menschen spazieren.
    Kurz überkam mich wieder meine übliche Unsicherheit und ich überlegte, ob ich nicht doch zu Fuß weiter gehen sollte.
    Doch dann entschied ich mich einfach aufzusteigen. Die Welt um uns herum wird nicht einfach immer stehen bleiben, nur weil wir reiten wollen und ich dachte, daß es besser ist, sich gleich daran zu gewöhnen.

    So parkte ich Lia am Baum und stieg auf. Das klappte super und ich war total stolz auf das erste Mal aufsteigen im Gelände.
    Tina bekam wieder den Führzügel und los ging´s.
    Wir ritten am Bach ein Stückchen durch den Wald. Der Weg ist in der Mitte geschottert und Lia wollte dort nicht gehen. Also durfte sie hinter Jackson gehen.
    Das Handpferd-sein kennt sie ja noch vom Sommer mit Benji.
    Als der Weg besser wurde, ritt ich sie neben Jackson. Inzwischen reagierte sie schon ziemlich gut auf die Zügel und Schenkel und ich war sehr stolz auf Lia.
    Kurz darauf ging es das erste Stück leicht bergauf.
    Sie merkte, daß das mit Reiter anstrengender ist, und wollte lostraben. Doch sie ließ sich sofort wieder durchparieren und blieb dann im Schritt.
    Ich ritt wieder zwanzig Minuten, und da Tina ja auch im Sattel saß, war es unser erster Ausritt zusammen !
    Nachdem wir dann noch mit bravem Warten die Strasse überquert hatten, stieg ich wieder ab und lief den Rest des Weges zu Fuß.

    Wir waren insgesamt zwei Stunden unterwegs.
    Es war so schön mit so einem lieben Pferdchen zum ersten Mal im Sattel unterwegs sein zu dürfen.
    Ich hatte keinerlei Angst und konnte ihr wirklich vertrauen, daß sie keinen Mist macht.
    Dabei hilft natürlich wieder, daß Tina und Jackson uns mit soviel Ruhe und Souveränität begleiten und helfen.
    Also, es geht jetzt wirklich los: Lia wird ein Reitpferd !
    Übersetze nach en fr
  • Stillgestanden !

    Nachdem der Montag so gut gelaufen war, wollte ich daran jetzt weiter anknüpfen.
    Am Dienstag sattelte ich Lia also nach dem Misten wieder und stand gerade auf der Aufstieghilfe, als ein Kleinlaster mit rappelndem Anhänger auf den Hof fuhr.
    Alle Pferde im Stall spurteten los und Lia versteifte sich in Panik.
    Ich hüpfte schnell runter und hielt sie fest.
    Als sich alle wieder soweit beruhigt hatten, merkte ich schnell, daß Lia mir zu abgelenkt war, um an diesem Tag aufzusteigen.

    Dennoch wollte ich die Übung nicht so doof beenden. Ich führte sie nochmal herum und wieder an die Aufstieghilfe.
    Dort war sie hibbelig und wollte nicht stehen bleiben.
    Ich korrigierte sie so lange, bis sie still stand und ich wenigstens noch mal raufkletterte und sie von oben am Sattel anfasste. Danach bekam sie Feierabend.

    Am Mittwoch war alles wieder ruhig und ich stieg auf.
    Dieses Mal waren wir eine ganze Weile neben der Aufstieghilfe "festgewachsen".
    Ich glaube schon, daß Lia verstanden hat, daß ich vorwärts gehen wollte (sie kennt ja das Stimmkommando), doch sie wollte nicht.
    Also blieb ich geduldig und ließ sie so lange stehen, bis ihr langweilig wurde und sie sich von allein in Richtung Stall in Bewegung setzte. Das lobte ich und als ich sie am Stall anhalten konnte, beendete ich die Übung.
    Das ist mir so auf jeden Fall lieber, als daß sie sofort losrennen würde, sobald ich aufgestiegen bin.

    Heute dann der nächste Versuch.
    Lia - wie immer schnell im Lernen - läßt mich aufsteigen, wartet kurz, dreht in Richtung Stall und läuft los. Hatte sie ja gestern kapiert, daß danach Feierabend ist.
    Das habe ich jetzt heute nochmal gelobt, da es ja immerhin ein viel zügigeres Losgehen war, als gestern.
    Ich weiß aber schon, daß ich da jetzt aufpassen muß, daß sie das nicht als Lösung für IHRE Wünsche ansieht und immer meint, daß dann wieder Feierabend ist. Sie ist ne schlaue faule Socke ;-)

    Die Natur hat sich in der letzten Woche verändert.
    Man hört mehr Vogelgezwitscher, und obwohl es immer noch kalt ist, fühlt es sich anders an.
    Auch die Pferde verhalten sich anders. Sie sind wieder mehr draußen und sind nicht mehr so winter-knallig.

    Gestern Morgen lagen Jackson und Lia morgens sogar beide zusammen draußen.
    Als Lia mich kommen sah, stand sie auf, streckte sich und kam in den Stall, um mich zu begrüßen.

    einmal strecken


    die Dreiergruppe wächst immer mehr zusammen


    Heute ist nun auch endlich Lia´s neuer Equizaum angekommen. Ich freue mich schon sehr ihn am Samstag an- und auszuprobieren.

    Lia´s Equizaum

    Übersetze nach en fr
  • Allein !

    So schnell kann es gehen. War Lia die letzten Wochen ja doch insgesamt recht anstrengend und zuweilen aufmüpfig gewesen, so ist sie seit dem Wochenende wieder die Ruhe selbst.
    Nach unserem langen Ausflug gestern, wollte ich heute nicht zu viel mit ihr machen.
    Daher nahm ich sie nach dem Misten mit auf den Reitplatz.

    Ich ließ sie eine Weile im Schritt um mich herum gehen und baute relativ viele Handwechsel ein. Als neues (zumindest an der Longe) Kommando begann ich mit ihr das Anhalten zu üben.

    Dann sollte sie traben.
    Da sie heute nicht mehr jeck und unausgelastet war, hatte sie dazu nicht allzu viel Bock.
    Aber das nützte ihr nix...laufen mußte sie dennoch jeweils ein paar Runden.

    Insgesamt hielt ich es aber kurz, da sie auch gut mitarbeitete.
    Nach 15 Minuten beendete ich die Einheit und brachte sie zurück zum Stall,
    Seit gestern ging mir der Gedanke im Kopf herum, daß ich nun langsam doch auch zwischendurch anfangen könnte, mich mal auf Lia zu setzen, wenn Tina nicht da ist.
    Denn zusammen sind wir ja nun nur noch am Wochenende am Stall.
    Und so könnte Lia das Auf- und Absteigen mehr als "Normalprogramm" verbuchen lernen. Das gehört halt an den meisten Tagen dann dazu.
    Ich konnte ja inzwischen oft genug merken, daß sie keine verrückten Sachen macht, wenn ich aufsteige oder dann auf ihr sitze.

    Da sie heute so entspannt und kooperativ war, wollte ich direkt anfangen.
    Also sattelte ich sie nach der kurzen Longeneinheit und brachte sie dann zur Aufstiegshilfe.
    Unser Hof-Chef arbeitete in der Nähe bei den Kühen, so daß ich "unter Beobachtung" stand.
    Normalerweise hätte mich das nervös gemacht, aber ich konnte es heute komplett ausblenden und konzentrierte mich völlig auf Lia.

    Parken an der Aufstiegshilfe war wie immer gar kein Problem.
    Dann stieg ich auf und bewegte mich ein bißchen leicht im Sattel hin und her, damit sie sich an das Gewicht und die Bewegung auf ihr gewöhnen konnte.
    Soweit wie erwartet alles gut.
    Und dann kam ebenfalls wie erwartet, das "Problem", daß sie nicht loslaufen wollte.
    So konnte ich aber auch nicht wieder absteigen, da wir zu nah an der Aufstiegshilfe standen.
    Ich kombinierte Stimmkommando mit treibenden Hilfen (Beckenvorschieben und leicht die Schenkel rannehmen). Diese kennt sie natürlich noch nicht richtig und außerdem ist sie ja eher faul, wenn sie ne Chance dazu hat.
    Mit dem Zügel versuchte ich sie dann von hinten leicht anzutreiben, doch auch darauf reagierte sie quasi nicht.

    Dann kam mir ein Gedanke: Futter und Feierabend zieht doch immer.
    Also zupfte ich leicht am Zügel nach rechts in Richtung Stall und Heu.
    Und dann marchierte die Maus los. Sie ist einfach zu leicht zu durchschauen ;-)

    Kurz vor dem Heu gab ich ihr das Stimmkommando "Whoa!" zum Anhalten und machte mich gleichzeitig schwerer im Sattel.
    So hielt sie dann auf meinen Wunsch hin an und nicht, weil sie angekommen war, wo sie wollte.
    Ich lobte sie und stieg ab.
    Damit war unser erste Ritt ganz allein beendet !
    War ja nichts großes und doch so groß für uns.

    Solche kleinen Übungen werde ich jetzt mehr und mehr einbauen, dann wir reiten in kleinen Schritten immer mehr zum Alltagsgeschäft für Lia !

    P.S.: Zum Foto: Dieses Halfter ist mein neuestes Knüpfwerk.
    Keine Angst, es ist nicht für Lia: Das Halfter ist ihr zu klein und außerdem sind das nun wirklich nicht ihre Farben.
    Übersetze nach en fr

Seite 1 von 428, insgesamt 2995 Einträge