Einträge für Ställe

  • September, 2017
  • Ein ganzes Wochenende am Stall

    Nach drei Wochen hatte ich an diesem Wochenende endlich mal wieder den Samstag frei. Also ein volles Zwei-Tage-Wochenende !

    Samstag Vormittag trafen wir uns am Stall und sperrten die Pferde nach dem Misten erstmal auf die Paddocks: D.h. wir machten die Wiese zu.
    Das sorgte bei den Vierbeinern für Unzufriedenheit und Verwirrung. Lia und Jackson waren die vordersten am Tor und hofften, daß wir möglichst bald wieder aufmachen würden.

    Statt dessen werkelten wir zwei Stunden und bauten unseren Trail-Zaun ab. Die Weiden sind nun abgefressen und die Weidesaison neigt sich dem Ende. Bis sie endgültig "drinnen" bleiben müssen dauert es zwar noch etwas, aber solange können sie die Wiese komplett nutzen.

    Als die Litze aufgewickelt und die Pfähle gebündelt waren, durften die Pferde dann wieder raus. Sichtlich irritiert suchten sie erstmal den Zaun, doch dann flitzten sie ein klitzekleines bißchen rum, bevor sich alle ans Knabbern machten.

    Tina und ich machten Mittagspause mit leckerten Teigtaschen und Kuchen zum Nachtisch.
    Während die letzte Gabel Kuchen im Mund verschwand, fielen die ersten dicken Regentropfen vom Himmel.
    Wir schafften es gerade uns im Stall in Sicherheit zu bringen, als sich die Schleusen öffneten.
    Und das im wahrsten Sinne des Wortes !
    Es schüttete ! Und nicht zu knapp.
    Unsere Sicherheit war auch nicht von langer Dauer. Wir konnten zusehen, wie das Wasser von allen Seiten in den Stall lief. Zuerst Rinnsale, doch bald war der ganze Stall überschwemmt. Am Ende waren es ca. 5cm Wasser.

    erste Rinnsale


    es wird schnell mehr


    So haben wir die Wassermassen wieder entfernt.


    wieder trocken gelegt


    Das Wasser war überall. Sogar Heu und Stroh schwammen teilweise herum, da sie unterspült wurden.
    Als der Regen endlich wieder aufhörte, bewaffneten Tina und ich uns jede mit einem Mistboy und scheppten das ganze Wasser in eine Schubkarre und damit brachten wir es raus auf den Paddock.
    Der stand dann zwar bald unter Wasser, aber besser dort als im Stall. Dort konnte es immerhin wegsickern.

    Danach waren wir ganz schön genervt und auch k.o.
    Dennoch gingen wir noch ein kleines Ründchen mit den Ponies spazieren. Wir wollten irgendwie nicht nur gearbeitet haben!

    Heute ging es dann weiter: Wir zogen neue Zäune. Und zwar auf den Paddocks. Die haben wir jetzt soweit möglich abgesperrt, damit das Gras dort mal etwas zur Ruhe kommt. So haben die Pferde dort vielleicht demnächst noch etwas zu knabbern, wenn auf der Weide gar nichts mehr steht !

    Danach kam Kathi uns besuchen. Ribanna hatte heute frei, da sie eine physiotherapeutische Massage erhalten hatte.
    Daher begleitete Kathi uns mit Maja zu Fuß.

    Tina ging mit Jackson auch zu Fuß und ich hatte Lia gesattelt, da ich den Sattel gern nach dem Weiterstellen noch einmal testen wollte.
    Er liegt jetzt wirklich wieder viel besser und Lia war schon beim Satteln total entspannt, wie auch beim Gurten und Aufsteigen.
    Reiten und sogar von oben Nachgurten waren auch super.
    So soll das Pony unterm Sattel laufen.
    Dieses Mal hatte ich auch wieder das Glücksrad drauf. Damit läuft sie auch fein.

    zusammen unterwegs


    Zurück am Stall streuten wir noch ein und ließen es uns heute mit Keksen gut gehen, bevor wir dann nach einen langen Stall-Wochenende nach Hause fuhren.
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  • August, 2017
  • Wasser marsch

    Die letzte Woche kurz zusammengefaßt: NASS !

    Besonders zum Ende der Woche kamen ordentliche Mengen Regen runter.
    Am Freitagmorgen stand Wasser im Stall, der Paddock war voller Matsche und sobald man an einer Stelle Wasser rausscheppte, floß es von der anderen wieder rein.
    So war es kaum möglich den Stall trocken zu legen.

    Beim Spaziergang mit Ludwig kam ich an diesem Graben vorbei. Der führt normalerweise gar kein Wasser:



    Zum Glück hat es seit Samstag deutlich nachgelassen und heute war der Stall auch wieder komplett trocken. Selbst die Böden beginnen schon wieder abzutrocknen.
    Für die kommende Woche ist generell besseres Wetter angesagt. Ich hoffe, daß das auch eintrifft.
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  • Mai, 2017
  • Mairegen

    Am Montag war der 1.Mai.
    Und pünktlich zum Mai begann es zu regnen. Und das mehr oder weniger dauerhaft. Zugegeben es war ein schöner ruhiger Landregen - meistens jedenfalls - und die Natur brachte das Wasser dringend. Dennoch war es naß.....und das überall und das ist für uns Outdoor-Menschen und Tiere doch immer etwas - na sagen wir mal anstrengender als trockenes Wetter.

    So ist diese Woche nicht viel passiert, worüber es sich lohnen würde zu berichten.
    Montag waren wir alle ne kleine Runde spazieren, denn da ja Feiertag war, hatten wir frei.

    Dienstag war ich mit Lia allein einmal um die Windräder spazieren.
    Mittwoch und Donnerstag hatte Lia frei.

    Heute war wieder Huftermin.
    Lia war zuerst dran und danach Jackson.
    Dann bekamen beide ihr Müsli und durften danach noch mal gehen, während ich die Wiese abäppelte.

    Als ich mit Misten fertig war, holte ich mir Lia von der Wiese. Sie war natürlich gaaaanz oben am letzten Ende :-)
    Aber wir wollen ja, daß sich die Pferde viel bewegen....also müssen wir das wohl oder über auch... ist ja auch nicht schädlich....

    Ein bißchen putzen und schon waren wir startklar.
    Ich wollte eine etwas größere Runde spazieren heute und lief erst mal in Richtung Wald los.
    Unterwegs überlegte ich mir dann, wo lang ich wollte.
    Ich entschied mich dann für die 1-Stunden-Runde mit relativ viel bergab. So könnte Lia nochmal ein bißchen bergab ohne Reiter üben.
    Diese Runde ist sehr schön und da heute weder Wind noch Regen dabei waren, war es total friedlich und still im Wald. Man hörte nur das dumpfe Aufsetzen von Lia´s Hufen, ihr Schnauben und die Vögel, die sehr enthusiastisch zwitscherten.
    Lia ist es in diesem Waldstück immer ein bißchen unheimlich, da dort oft Rehe unterwegs sind.

    Auch heute schaute sie sich immer wieder um und war leicht nervös. Doch sie hörte mir gut zu und ließ sich überzeugen, daß sie mir wohl bei der Wegwahl vertrauen konnte.
    So lange sie weiterlaufen durfte, war alles gut.
    Mitten drin hielt ich sie dann aber mal an. Das gefiel ihr nicht gut. Logisch, denn so als Fluchttier bleibt man ja nicht gern auf dem Präsentierteller stehen.
    Doch auch hier konnte ich sie überzeugen, daß nichts schlimmes passieren wird.
    So konnte ich ein Foto von uns dort machen.

    Lia und Kerstin im Wald


    Danach bekam sie ein Leckerli und dann ging es an den Abstieg.
    Sie ist heute sehr flüssig und zügig bergab gegangen und hat sich den Weg gut gesucht.
    Darüber hab ich mich auch ziemlich gefreut.

    Was kommt nach dem Abstieg ? Richtig... der Aufstieg !
    Auch dort marschierte sie motiviert weiter. Sie hat mir heute richtig Spaß gemacht unterwegs.

    Wieder am Stall durfte sie dann auch direkt in den Feierabend.
    Also zog sie mit Jackson und Merlin los auf die Weide.

    Jackson überlegt noch, ob er sich wälzen soll.


    Er entschied sich dagegen und ging lieber mal zu Lia in den Stall.


    Dann zogen alle drei gen Weide...


    ...den Trail entlang...


    ...
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  • April, 2017
  • Anweiden und Mitbewohner

    Das Anweiden ist jetzt in vollem Gange.
    Da Tina und ich ja praktischerweise zu unterschiedlichen Zeiten am Stall sind, können wir die Pferde sowohl morgens als auch abends mal zum grasen rauslassen.

    Zur Zeit sind wir schon bei jeweils etwas über zwei Stunden.
    Die Pferde genießen ihre Weidezeit.
    Momentan fressen sie den Gang zur Wiese ab. Dieser liegt hinter einer Birkenreihe.
    Dort können sie unter den Bäumen den Grasbestand kurz halten.

    Merlin sorgt für Ordnung


    Nebenan stehen die Kühe. Die sind teils sehr neugierig.


    Wenn der unheimliche Mensch aber zu nah kommt, dann lieber nix wie weg


    Heute Nachmittag hatten die Pferde einen neuen Mitbewohner. Dieses Kälbchen hat eine Rast auf unserem Paddock eingelegt.


    Die Hühner fühlen sich auch sehr wohl in der Heulage, der Nachbarpferde.
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  • Hochfrühling

    Gestern Nachmittag und heute den ganzen Tag hatten wir absolut bombastisches Frühlingswetter. Strahlend blauer Himmel, kein Wind und sich sehr warm anfühlende 22-25 °C.
    Die Pferde schwitzten schon einfach vom Rumstehen, da sie immer noch einiges an Winterfell mit sich herumschleppen.

    Gestern Nachmittag durften Jackson, Lia und Merlin dann zum ersten Mal den neuen Rundlauf auf der Weide erkunden.
    Zuerst mußten wir ihnen zeigen wo es lang geht. Dann trauten Lia und Merlin sich und flitzten gleich im Trab bis ganz oben.

    im Trab den Gang hinauf


    Jackson hatte irgendwie den Anschluß verpaßt und war auf dem Anweideviereck neben dem Stall gelandet.
    Und nun wußte der arme Kerl natürlich nicht, wie er da hinterher kommen sollte. Tina hatte Mitleid und zeigte im den Weg. Dann flitzte auch er hinterher.

    Jackson hatte sich verlaufen


    Auf dem Video kann man die drei dann mal in Action sehen. Die Lauferei war allerdings schnell vorbei. Das Gras lockt zur Zeit einfach zu sehr.



    Heute dann war es Merlin, der auf der "falschen" Wiese hängengeblieben war.
    Als die drei im Gang beim Grasen waren, schafften Tina und ich dieses Problem aus der Welt. Es gibt jetzt noch eine Tür, die verhindert, daß die Pferde temporär überhaupt auf diese Wiese laufen können.

    Sowohl gestern als auch heute ging es hinterher eine Runde ins Gelände.
    Heute entschied Lia allerdings, daß wir zuerst eine Mittagsrast einlegen würden.
    Sofort als sie von der Weide kam, warf sie sich ins neu gemachte Strohbett und hielt erst mal ein Nickerchen.
    Fressen ist ja auch wirklich anstrengend.
    Also packten Tina und ich unser Mittagessen aus und ließen es uns erst mal gut gehen.

    Mittagsruhe


    Jackson döste im Stehen neben uns. Nur Merlin war sehr interessiert an unserem Menü.
    Nach einer Stunde war Lia dann ausgeschlafen und wir konnten uns Fell rauskratzen machen.
    Punkt zwei saßen wir dann im Sattel und zogen los.
    Aufgrund der Temperaturen wollten wir keine zu große Runde machen. Das ist ja für die Pferde doch recht anstrengend mit dem Rest Winterfell und dann so plötzlichem Temperaturanstieg.

    Wir schlugen die Richtung des Badewaldes ein, denn dort würden wir auch Schatten finden.
    Allerdings gibt es dort meist nur Wege, die entweder bergauf oder -ab führen.
    Doch ich war heute mutig und wollte das als Training nutzen.
    Und es war genau der Ritt, denn ich nach letzter Woche brauchte.
    Lia war super und wir schafften viele Wege, die mich sonst geängstigt hätten.

    im Wald unterwegs


    Sowohl gestern als auch heute gab es wieder kleinere Trabstrecken.
    So langsam wird es wirklich richtiges Ausreiten mit Lia.
    Das letzte Stück lief ich dann wieder zu Fuß und nach dem Ritt gab es für beide Pferde ein Schwammbad mit lauwarmem Wasser. Anschließend natürlich auch das dazu passende Staub/Dreckbad und dann eine Portion Futter.
    Was will man mehr...

    Jemand hat allerdings an diesem Wochenende sehr gefehlt: Spikey hatte am Freitag eine größere Zahn-OP und ist nun noch krankgeschrieben.
    Er hat es gut überstanden, muß sich aber natürlich noch schonen.
    Ich freue mich schon, wenn er wieder mit zum Stall kommen darf ! Gute Besserung Spikey !
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  • Vertrauen und Entspannung

    Am Mittwoch hatte ich meinen Dienst getauscht. So kam es, daß ich erst nachmittags am Stall war.
    Tina wollte zum Spätnachmittag kommen, daher hatten wir uns für einen gemeinsamen Spaziergang verabredet.
    Ich war schon früher da, um die drei Ponies von der Weide runter zu holen.
    Gemistet war schon, also hatte ich noch Zeit. Ich schnappte mir Ludwig und wir drehten schon mal eine kürzere Runde im Feld.
    Als wir zurück zum Stall kamen, hatte Lia sich für ein Nachmittagsschläfchen ins frische Strohbett gelegt.

    Lia döst und läßt sich von Merlin nicht stören


    Ich setzte mich zu ihr und sie vertraute mir genug, daß sie sich daraufhin immer mehr entspannte.
    Nach kurzer Zeit hing die Unterlippe immer weiter runter und der ganze Kopf sank tiefer.

    Noch trägt sie den Kopf halbwegs...


    Beweisfoto: ich saß direkt neben ihr


    hier stützt sie den Kopf schon fast auf dem Boden auf


    Jackson und Merlin ließen es sich währenddessen schmecken


    Ich flüsterte Lia zu, daß sie sich doch richtig entspannen und ganz hinlegen sollte und tatsächlich machte sie sich kurz darauf ganz flach. War wohl Zufall :-D

    Entspannung


    Sie hatte den Kopf noch nicht ganz auf das Strohkissen gesenkt, da begann sie schon zu träumen. Sie zuckte mit Augen, Ohren, Maul und Beinen und wieherte sogar im Schlaf.
    Ich hatte vor ein paar Wochen noch diesen Artikel gelesen und mir Gedanken gemacht, ob unsere denn wohl genug REM-Schlaf bekämen.
    Dieses Mal konnte ich also Zeuge von Lia´s wichtiger Schlaf-Phase werden.
    Ich habe auch ein Video davon gemacht, denn in Ton und bewegtem Bild kommt das viel besser rüber.

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  • Bauernhofleben

    Gestern und heute ist mir mal wieder besonders aufgefallen, daß unsere Pferde nun auf einem richtigen Bauernhof leben. Mit so allerlei anderen Viechern um sie herum.

    Ein paar davon habe ich mit einem Foto einfangen können:

    dieses Huhn ist bei seinesgleichen ausgezogen und lebt nun vogelfrei im und um den Pferdestall herum


    Direkt angrenzend an unseren Stall beginnt die Weide der Kühe. Zur Zeit gibt es auch viele Kälber dort.


    Die Katzen toben über den ganzen Hof. Heute Morgen hatte ich Besuch von diesen Beiden.


    .


    .


    Kletterkünstler


    Die Pferder sind jetzt meist zweimal täglich für 20-30 Minuten auf der Weide und können sich schon mal etwas an´s frische Gras gewöhnen.
    Während sie draußen sind, kann man dann ganz in Ruhe misten und einstreuen.
    Nachdem ich sie heute Morgen wieder reingeholt hatte, putzte ich Lia noch etwas Fell raus und dann marschierten wir auf einen Aufwärmspaziergang los.
    Nur ein halbes Stündchen, denn ich wollte danach noch mit ihr auf den Reitplatz zum longieren.

    So hatte ich aber zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Ludwig war spazieren gewesen und Lia war schon warm, ohne langweilig ewig im Kreis laufen zu müssen.

    Als wir zurück waren, ließ ich sie dann nur ein paar Runden Schritt gehen und dann antraben.
    Sie machte zunächst gut mit und ließ sich auch von den anderen Pferden, die direkt nebenan auf der Wiese standen und sehr interessiert waren, nicht ablenken.
    Dann kam aber wieder der Punkt, wo ihr arbeiten zu anstrengend wird. Sie ist schon eher ne faule Motte manchmal und dann will sie manchmal ihren Kopf durchsetzen und früher Feierabend machen.
    Doch mit dem Equizaum kann sie mir jetzt ihren Kopf beim Longieren nicht mehr einfach so entziehen und schnell mußte sie einsehen, daß Mitarbeit am angenehmsten ist.
    Als ich ihr dann das Stimmkommando zum angaloppieren gab, war nix mehr mit faul.
    Da ging der Schweif hoch und sie rannte bockend los. Doch nach ein bißchen Korrektur und Beruhigung schafften wir auch noch zwei schöne ruhige Galopprunden.

    Zum Abschluß machte ich mit ihr noch die allerersten Miniübungen zum laufen in Stellung. Da machte sie sehr schön und vor allem konzentriert mit. Allerdings fiel ihr das noch sehr schwer, aber das ist ja auch völlig normal, da sie daß so wohl noch nie gemacht hat.
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