Einträge für Meinung

  • Mai, 2013
  • Wieviel Natur vertragen wir?

    Vor zwei Wochen oder so, war Hannes Jaenicke im Kölner Treff zu Besuch. Als Schauspieler kenne ich ihn nicht bewusst, und habe ihn nun schon mehrmals zum Thema Tier/Naturschutz in Talkshows gesehen.
    Er ist bei dem Thema wohl wirklich engagiert.
    Das Thema kam dann auch wieder auf Problembär Bruno, der ja schon 2006 in Bayern erschossen wurde. Hannes Jaenicke erzählte dann, dass im Rahmen seiner Arbeit in alten deutschen Archiven gesucht wurde, um zu gucken, ob es irgendwo Hinweise von Angriffen auf Menschen durch Bären gab. Aber es gab keinerlei Fundstellen.
    (Das kann man jetzt kritisch hinterfragen: Wieviel Bären gab es nach dem Jahr 1100 noch in Deutschland...)
    Er wies darauf hin, dass es in Südosteuropa eine relativ große Bärenpopulation gibt, in einem Land, das so groß wie Hessen ist.(Ich glaube es war Rumänien.)
    Dann kam der Satz, an dem ich hängen geblieben bin:"Wir spenden für Bären in Russland und Tiger in Indien. Sollen die doch da mit den Tieren klar kommen, aber Bären oder Wölfe wollen wir hier nicht haben, weil wir hier nicht mit ihnen leben wollen."

    Ich hatte die Diskussion anfang des Jahres auch mit unserem Hufschmied, der es nicht gut fand, dass wieder Wölfe in Deutschland angesiedelt werden. Seiner Meinung nach würden die nur angesiedelt, damit die Jäger eine weitere Trophäe jagen können.

    Persönlich habe ich mich immer gefreut, wenn ich irgendwo lesen konnte, dass Wölfe aus Polen nach Ostdeutschland eingewandert sind und dort heimisch werden und sie sich langsam immer weiter ausbreiten.

    Aber: Aufmerksame Leser haben sicherlich bemerkt, dass wir in den letzten Wochen immer wieder die kleine Gruppe Rehe erwähnen, die jetzt in Hofnähe über die Felder streifen. Und mit denen zu leben ist schon echt schwierig: Unser Hofjäger bat darum, dass wir darauf achten, sie nicht in Richtung Landstraße zu treiben. (Würden wir absichtlich nie tun, aber man muss halt schon schauen, dass man Ihnen Platz zum Ausweichen lässt.)
    Sowieso wollen wir den Tieren nicht zu nahe kommen: Zum einen wollen wir Ludwigs Jagdtrieb nicht zu sehr herausfordern und zum anderen findet Magic die Rehe seltsam.
    Ich fürchte aber, je mehr sie merken, dass wir ihnen nichts tun, desto geringer wird die Distanz zu uns werden.

    Und ich für mich merke: Meine Toleranz ggü. Natur und Wildtieren wird von diesen fünf Rehen schon massiv auf die Probe gestellt. Sie sind halt oft "im Weg". Seitdem mir das bewußt wird, hinterfrage ich mein Einstellung auch bzgl. der Wölfe und Bären...




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  • Februar, 2013
  • Offtopic: Vorsicht mit dem Teilen!

    Das SZ-Magazin hat einen ausführlichen Artikel über einen jungen veröffentlicht, der vor über 20 (!) Jahren Krebs hatte.
    Er wünschte sich damals möglichst viele Genesungswünsche aus aller Welt, um ins Guiness Buch der Rekorde zu kommen.

    Irgendwann kommt ein Milliardär, der meint, dass eine OP sinnvoller wäre als Karten. Er bezahlt das also und der Junge wird gesund.
    Und trotzdem kommt weiter Post. Irgendwann wird der Aufruf ins Internet gestellt. Bis 2007 kamen 350 Millionen Briefe.
    Eine aktuellere Schätzung gibt es nicht...
    Und es kommen weiter Briefe. Der Junge wohnt nicht mehr da, aber die Briefe werden weiter kommen. Und man wird es wohl nicht stoppen können..

    Ich kann nur sagen: Teilt nicht alles, egal wie schlimm es euch erscheint. Wir können nicht alle Hunde und Pferde retten. Ja, es ist schlimm, wenn Pferde zum Schlachter kommen, aber wissen wir oder der Zur-Rettung-Aufrufende denn, warum der Besitzer das Pferd zum Schlachter gebracht hat? Sollten wir nicht einfach hoffen, dass sich da jemand Gedanken gemacht hat und dass das schon irgendwie eine gute Entscheidung war?

    Über Karneval wurde bei uns in der Gegend ein Mädchen vermisst. Ja, das ist ganz Schlimm und für die Eltern sicherlich beängstigend...
    Aber: Den Aufruf, dass das Kind vermisst wird, fand ich sieben Mal in meinen Neuigkeiten. Der HInweis, dass das Kind wieder da ist, und die Eltern keine Freundschaftsanfragen mehr wollen, und keine Nachfragen und jetzt erstmal Ruhe brauchen, kam nur einmal...
    Merkt Ihr was?

    Und wenn ich schon dabei bin: Was muss man sich anpöbeln lassen, wenn man an irgendwelchen Onlinedemonstrationen nicht teilnehmen will. Schliesslich wäre das doch kein Aufwand, man müsste doch nur mal irgendwo klicken. Genau!
    Ich erinnere mich da noch an diese Sache für irgendwelche Tanzbären in Russland oder so. War das ein Aufschrei..
    Aber wieviel der "Demonstranten" haben sich denn nachher bemüht herauszubekommen, was aus den Tieren geworden ist?
    Da kam bei mir auch nichts mehr an... Vielleicht, ist das diesen Leuten dann doch gar nicht so wichtig, wie sie im ersten Augenblick dachten...

    Und wenn mir eine Sache noch nicht mal wert ist, mich aus meinem Sessel zu erheben, kann es mir doch soviel nicht wert sein..
    Irgendwie nehme ich da den Atomkraftgegner, der sich an irgendwelche Gleise kettet, ernster.
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  • Juli, 2012
  • Und wieder nur kleinklein: Waldnutzung in Hessen

    Mann-o-Mann. Derzeit stößt man im Netz wieder in allen möglichen Ecken auf die drohende Gesetzesänderung im Nutzungsrecht von Wäldern in Hessen.
    Es geht wohl darum, dass Mountainbiker und Reiter nur noch über Wege reiten dürfen, die breiter sind als 2m und von Geländewagen befahrbar sind.
    Angeblich wird es auch für Wanderer schwerer, den Wald zu nutzen.

    Ich habe nicht genug Details gelesen, um mir eine Meinung zu bilden. Aber:

    Der ADFC (Fahradclub) regt sich schon auf, Taunus zu Pferd (ja, genau wie Eifel zu Pferd) rühren sich auf Ihre Homepage noch nicht, wobei das doch deren Geschäftsmodell gefährdet. Beim VFD? Schweigen im Wald....

    Ob sich Wandervereine rühren, weiß ich nicht, da habe ich noch nicht gesucht.

    Aber was ich nicht verstehe: Warum hauen die nicht alle gemeinsam verdammt laut auf die Pauke? Die wollen alle, dass ihre Klientel den Taunus nutzen kann, warum tun die sich nicht zusammen?

    Der Taunusreiter hat die Problematik des Gesetzentwurfes schön zusammengestellt:Nachzulesen hier...Spannend.
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  • Preisfragen beim Pferdekauf

    Nun haben wir schon mehrmals Pferde gekauft und Sassico vor zwei Jahren verkauft.

    Immer wieder frage ich mich, wie ich bei Freizeitpferden, die ich mir so anschaue, denn einen fairen Preis ermitteln kann.
    Google und entsprechende Fundstücke sind da auch keine Hilfe.

    Die Anforderungen, die wir stellen sind ja weniger auf die Ausbildung und mehr auf den Charakter des Pferdes ausgerichtet. Daher würden wir ungern eine teure Dressurausbildung "mitbezahlen".
    Eine grundsätzliche Ausbildung ist mir schon wichtig. Ich finde es noch immer toll, wie ruhig Jackson irgendwo stehen bleiben kann. (Vielleicht ist das sogar die Norm, aber Sassico war da so ganz anders.)

    Unsere Sabine hat mal gesagt: Mit 20 Jahren kannst du ein Pferd zum Wanderreiten nicht mehr gebrauchen. Vielleicht hat sie recht.
    Dann könnte ich ja von der "Restlaufzeit" des Pferdes ausgehen,so wie beim Auto. Dann brauche ich mir nur noch überlegen, was ein Jahr Restlaufzeit wert ist und dann rechne ich das hoch. Sagen wir 1 Jahr= 300 Euro? dann wären das bei Magic 300*5 also 1500 Euro, abzüglich eines kleinen Rabattes weil er so mager war. Schlage ich auf den Preis noch das Geld für den Sattel drauf komme ich ungefähr bei unserem Kaufpreis an.

    (Wie ich auf die 300 Euro komme? Dass wäre weniger als 1€/Tag im Jahr. Mehr würde ich nicht ausgeben wollen, schließlich nutze ich das Tier ja nicht täglich...)

    Bei Jackson hätten wir dann 2400 Euro bezahlen müssen. Da stelle ich fest, dass er uns das nicht wert gewesen wäre.

    Ich habe es auch schonmal andersherum versucht, was mich aber auch nicht weiterbringt, weil das Ergebnis das gleiche ist: Ich reite im Jahr knapp 1000 km. Wenn ich wie beim Auto den km mit 0,3 Euro ansetze komme ich nicht weiter. dann bin ich nämlich auch bei 300 Euro im Jahr. (Und der Verkäufer könnte mir sagen: Dann reit halt mehr, dann kommst du auf 1500 km und ich krieg 450 Euro ;-) )

    Bei der Preisfrage nicht zu vergessen ist die Rasse. Haflinger und Traber bekommt man in Massen. Und da sind die Preise sicherlich eher niedrig. (Besser jetzt das Pferd für 200 Euro weniger weg, als nächsten Monat nochmal 250 Euro Boxenmiete...)

    oder kann man einfach sagen: das man für ein Freizeitpferd in unserer Preisklasse von 1500 Euro ausgeht und dann eher was drauf legt, wegen Unerschrockenheit, Verladefähigkeit usw usw.?
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  • Mai, 2012
  • "Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust!"

    Momentan befinde ich mich irgendwie in einem ziemlich großen Gefühls-Chaos.
    Ich empfinde Trauer, weil ich Joey nie wieder reiten werde und mich schon bald vielleicht von ihm verabschieden muß.
    Ich empfinde Mitleid mit ihm, weil ich fürchte, daß er Schmerzen oder zumindest ein größeres Unwohlsein im Kopfbereich ertragen muß.
    Ich empfinde Schuld, weil ich mich bereits auf die Suche nach einem neuen Pferd machen mußte.
    Ich empfinde dennoch Vorfreude, weil ich mich auf einen neuen Freizeitkumpel einlassen darf (was dann die Schuldgefühle noch verstärkt).
    Ungefähr so sieht es in mir aus.

    Gestern auf der Arbeit hatte ich eine Aufgabe, bei der ich viel Zeit zum Nachdenken hatte und da ging mir natürlich vieles durch den Kopf:
    Treffe ich die richtigen Entscheidungen ?
    Treffe ich die Entscheidungen zu rational oder zu emotional ?

    Letztendlich bin ich dann zu den folgenden Überlegungen gekommen:

    Ich kann nicht wissen, was Joey empfindet, aber ich muß davon ausgehen, daß er durch die Nervenreizung Schmerzen oder zumindest ein größeres Unwohlsein empfindet.
    Joey hat kein Bewußtsein dafür, daß er vermutlich bald sterben muß. Daher belastet ihn das nicht.
    Er hat ein zwanzig Jahre langes gutes Leben gehabt und hat nie leiden müssen.
    Das will ich auch in Zukunft nicht ändern.

    Desweiteren bin ich der Meinung, daß ich Joey nichts wegnehme, wenn ich mich bereits jetzt nach einen Nachfolger umschaue, zum einen, weil es sein muß, damit Jackson nicht allein bleibt, zum anderen, weil ich in meinem Leben einfach ein Pferd brauche.
    Das bedeutet, daß ich wegen der Vorfreude keine Schuldgefühle haben muß.

    Aber in mir drin ist trotzdem ein großes Chaos.
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  • August, 2011
  • netter Spruch

    Unser Huforthopäde hat heute etwas lustiges zu Jackson gesagt, was ich Euch hier nicht vorenthalten und woran ich mich auch später noch erinnern möchte:



    "Du mußt Dein Hirn nicht nur mit Dir herumtragen, Jung, sondern es auch benutzen!"



    Ist doch was wahres dran, gell ?!

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  • April, 2011
  • Wander oder Sternritt?

    Nach unserem Wanderritt muss ich für mich feststellen, dass für mich Wanderritte sinnvoller sind als Sternritte.
    (Zur Erläuterung: Wanderritte: Man reitet von Unterkunft zu Unterkunft und kommt irgendwann an seinem Ziel an. Bei Sternritten hat man eine feste Unterkunft und ist tagsüber mit dem Pferd unterwegs und kommt dann abends wieder zurück.)

    Warum das so ist? Ich konnte mich für die Ritte in der letzten Woche viel einfacher motivieren. Ich weiß morgens, dass ich abends woanders erwartet werde und bin bereit entsprechend früh aufzustehen und dann auch die 25km, die anstehen, zu reiten.
    Bei Sternritten könnte ich mir vorstellen, dass ich dann eher nicht ganz so früh aufstehen möchte und mich dann auch nur schwerlich für einen solchen Ritt aufraffen könnte. Da würden mir dann auch nur 10 bis 15 km reichen.
    Dieses Losmüssen half mir ungemein.
    Und ich fand es spannend, jeden Abend woanders anzukommen, mich auf neue Leute einzulassen, ein neues Bett, eine neue Umgebung.

    Was auch spannend war: Das Auskommen mit dem nötigsten. Dass unser Gepäck limitiert war, war eine spannende Erfahrung. Etwas, das man heutzutage nicht mehr oft erlebt.
    Was eigentlich nicht mehr zum ursprünglichen Thema passt, aber irgendwie zu meinen Ausführungen gehört:
    Es war auch komisch, irgendwie den ganzen Tag "aus der Welt zu sein" und zu zweit mit den Pferden die Natur zu geniessen. Und dann kommt man abends ins Hotel, schaltet den Fernseher ein, (Ja, das war vielleicht ein Fehler) und bekommt die aktuellsten Neuigkeiten mit: Guttenberg und seine Affäre, und natürlich Japan und das Atomunglück...
    Dieser Gegensatz war irgendwie sehr krass.
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