Einträge für Die Nebelreiter

  • Oktober, 2015
  • Jubiläumsritt bei bestem Herbstwetter

    Am letzten Sonntag hatten Tina und Jackson ihr erstes Jubiläum: Vor einem Jahr wurde er ihr eigenes Pferd.
    Wahnsinn wie schnell dieses Jahr vergangen ist.

    Wir machten an diesem Tag einen sehr schönen Ritt zusammen.
    Das Wetter war so wunderbar herbstlich: Sonne und kühl. Dazu leuchteten die bunten Blätter wahnsinnig intensiv.
    Wir entschieden Richtung Abenden zu reiten und entdeckten unterwegs sogar noch mal wieder ein paar Wege, die wir noch nie genommen hatten.

    Jackson


    herrliches Gelände


    Es ist kalt geworden !


    Herbstleuchten


    unheimlich bunt


    Magic und Kerstin


    im Wald
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  • September, 2013
  • Abgestiegen?!

    Die folgenden Zeilen liegen hier schon knapp einen Monat und nun habe ich mich endlich dazu aufgerafft, den Artikel zuende zu schreiben....
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    Nun mal wieder ein Artikel um meine Gedanken zu sortieren.

    Nachdem eine Sache immer mal wieder unterschwellig bei mir und Kerstin zur Sprache kam, kam diese in der letzten Woche (Mitte Juli) nun mal offen auf den Tisch: Warum habe ich eigentlich ein Pferd?

    Wenn wir unsere Reitstatistiken ansehen, sind die KM die wir pro Jahr im Sattel sitzen immer weniger geworden. Mit den "großen" Pferden brauchen wir nun auch noch weniger Zeit für diese Strecken, und einen Großteil der KM die Jackson derzeit bewegt wird kommen nicht von mir.

    Ein Teil dieser Reduzierung ist natürlich zum einem dem Haus geschuldet, dass einfach mehr Zeit kostet als die Wohnung vorher und den Hunden, ob es nun Ronja war, die am Ende zusätzlich zu den Pferden (Wenn auch wenig) bewegt werden musste, weil sie nicht mitkonnte, oder dann die Zeit, die wir zuerst in Ludwigs und dann in Lillys Ausbildung gesteckt haben... Auch mein dreimonatiges Reitverbot anfang 2012 war so gesehen natürlich nicht hilfreich... Aber all dies ist nicht hauptausschlaggebend.

    Am Ende des Jahres werde ich vielleicht auf 300km im Sattel kommen, das sind vielleicht 50h also weniger als 1h/Woche...
    Auch die Frage was mir derzeit wichtiger ist: "Garten oder Pferd?" ist ganz einfach zu beantworten:" Der Garten..." (was auch daran liegt, dass ich die Arbeit, die ich dort sehen einfach nicht gerne liegen lasse...)

    Kerstin's Angebot mir bei deswegen bei den Pferden sämtliche Arbeiten außer dem Auffüllen des Wasserfasses und dem "Dabeisein" wenn der Hufpfleger kommt, abzunehmen, konnte ich natürlich nicht annehmen: Ich habe ein Pferd, also habe ich Verantwortung, die ich wenigstens in einem Mindestmaß wahrnehmen sollte, und dazu gehört, das ich mich wenigstens abends kurz blicken lasse. Wenn ich will, kann ich das derzeit in knapp 20 Minuten erledigen. (Messpunkt Abfahrt/Ankunft zuhause...)

    Kerstin und ich sind der Meinung, dass mir -im Gegensatz zu Ihr- der Komplettverzicht auf das Reiten nicht so schwer fallen würde, und mir in einem halben Jahr nicht mehr fehlt.

    Als vor einigen Wochen Sonja und Volker bei uns waren, meinte Kerstin, dass Sie gerne nochmal einen 6h-Ritt machen wollte.. Gut, am nächsten Tag konnte ich mich immerhin zu fast drei Stunden aufraffen. Aber mehr?

    Heute, wo ich den Artikel weiterschreibe, ist mein letzer Ritt fast acht Wochen her... Ich dachte, dass ich jetzt in unserem Urlaub Lust aufs Reiten hätte, aber auch ohne das Wetter als Ausrede zu nutzen... es reizt mich nicht. Gestern abend hatte ich kurz die Idee, dass wir doch noch mal zum Girbelsrather Wäldchen reiten könnten. Auf dem Rückweg geht es an einem langen Pappelweg entlang, wo einige Pappeln gefällt wurden.

    Aber die Vorstellung den Fuß in den Steigbügel zu stellen, um aufzusteigen.. da habe ich schon keine Lust mehr loszureiten...

    Eigentlich wollten wir Anfang Oktober wieder bei Julia am Herbstritt in der Eifel teilnehmen. Aber wenn wir ehrlich sind, hätte das keinen Zweck, wenn ich in den Tagen bis dahin nicht noch ein wenig reite... Derzeit brauche ich an keinen längeren Ritt denken. Wir werden da also absagen.

    Wo das Ganze hinführt? Ich weiß es noch nicht. Werde ich irgendwann wieder aufsteigen, oder bin ich jetzt auf Dauer zum Nichtreiter geworden?
    Wenn ich ehrlich bin, macht mich diese Entwicklung ziemlich traurig. Aber ich habe überhaupt keine Idee, wie ich etwas daran ändern könnte... Ich kann noch nicht einmal sagen, welche Ritte mir Spaß machen würden: Kurze Ritte "Lohnen" sich ja nicht.. Lange Ritte sind mir zu "zeitaufwendig"....

    Besonders schade finde ich, dass wir in noch keinem Urlaub so wenig Zeit gemeinsam verbracht haben... Die gemeinsamen Ritte sind ein wichtiger Teil unserer gemeinsamen Zeit, die aber nun nicht stattfinden... Das ganze Thema sorgt noch für einiges Chaos in meinem Inneren...
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  • Juli, 2013
  • Ausfall

    In den letzten Tagen habe ich mich hier etwas rar gemacht. Das Wetter war gut und so habe ich nicht soviel Zeit vor dem PC verbracht.
    Am vergangenen Donnerstag waren Michaela und ich noch eine schöne Runde mit den Pferden im Gelände. Jackson mußte wieder ordentlich lernen.
    Wir sind auch einige Wege schön getrabt.

    Am Sonntag konnten Christian und ich dann vormittags eine schöne Runde um Irresheim drehen. Christian beschrieb Jackson als etwas verunsichert, ob er denn heute schon wieder würde soviel lernen müssen.
    Doch heute sollte er sich einfach nur entspannen wie wir alle.

    Leider macht mir seit einiger Zeit mein Kreuzdarmbeingelenk zu schaffen und seit gestern ist es so, daß ich gar nicht mehr richtig damit hantieren kann.
    Deshalb war ich auch ein paar Mal beim Arzt und heute Morgen hat er dann entschieden, mich eine Woche komplett aus dem Verkehr zu ziehen.
    Nun soll ich mich eine Woche schonen und bekomme Cortison, damit die Entzündung abheilen kann.
    Daher werde ich nun auch eine Weile erst mal nicht zum Reiten kommen :-(
    Naja kann man nicht ändern und die Pferde müssen sich eben auf der Weide allein die Beine nach Lust und Laune vertreten.
    Ich hoffe, daß ich dann nächste Woche wieder fit bin.
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  • Juni, 2013
  • Gesundheit: Nachtrag

    Zwei Krankheitsgeschichten muss ich noch zuende erzählen:


    Im Oktober 2010 berichtete ich von Schmerzen in der Hüfte, mit denen mich mein Arzt zum Orthopäden schickte. Der dann zum CT und zur Krankengymnastik. Im Frühjahr 2011 gab es dann leider anderes, was die Fortsetzung der KG-Übungen zuhause erschwerte, bzw verhinderte.
    Meine Schmerzen blieben unspezifisch, mal schlechter mal besser.
    Und seit fast einem Jahr bin ich fast schmerzfrei. Wie es kommt? Magic! Meinem Hausarzt sagte ich letzte Woche:" Meine Hüftschmerzen bin ich übrigens los, seitdem meine Frau ein neues Pferd hat." Da war er ganz interessiert. Es ist so: Mit Joey musste ich Jackson massiv abbremsen und habe ihn in seinem Rhythmus gestört. Daher kam dieser eine für mich schwer zu beschreibende Schritt. Seit Magic da ist, darf er sein Tempo laufen und alles ist gut. Ich merke immer mal wieder, dass in der Hüfte mal was war, aber es ist eigentlich nicht der Rede wert.

    Und zum anderen: Als ich das erste Mal von der drohenden Herzklappen Operation schrieb, ging ich von einer künstlichen Herzklappe aus. Warum es dann doch eine biologische wurde, habe ich hier nie erzählt, und würde das gerne noch ganz kurz nachtragen:

    Es gibt biologische und künstliche Klappen:Die biologischen haben den Nachteil, dass sie eine begrenzte Haltbarkeit haben. Die Künstlichen haben den Nachteil, dass sie den Patienten dauerhaft zur Marcumareinnahme zwingen. (Damit gerinnt das Blut nicht auf der künstlichen Klappe). Dafür halten diese Klappen eigentlich ein Leben lang. Ansonsten hört man die künstlichen Klappen klicken, was Patienten schon dazu gebracht hat aus der Reha zurück auf den OP-Tisch zu gehen, um dann doch die biologische zu nehmen.

    Ging ich zuerst davon aus, das ich definitiv die künstliche Klappe bekomme, damit ich nie wieder in den OP muss, sind die Herzspezialisten in Lahr Fans der Bio-klappe. Mir als Laien kam die Wahl vor wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Derzeit sieht es technisch wohl so aus, dass die Bioklappe im nächsten Anlauf via Katheter ersetzt werden kann. Das wäre mit der künstlichen Klappe wohl nicht möglich aber auch nicht nötig gewesen.

    Die Marcumareinnahme verträgt sich wohl nicht nur in unseren Augen nicht mit dem Reiten. Von daher waren Kerstin und ich froh, daß es doch die biologische werden konnte.

    Aber der Wahrheit am nächsten kommt der folgende Satz:"Die Leute mit der Bioklappe kehren nach einem halben Jahr in ihr altes Leben zurück, die mit der künstlichen Klappe lassen Ihr Leben von den Gerinnungswerten bestimmen"

    Und für mich ist die Gewichtung klar: ca. 14,5 Jahre Ruhe für ein halbes Jahr Einschränkungen und Krankheit. Das ist es wert. Andere mögen da anders entscheiden.. (Manchmal meine ich den Countdown in meinem Kopf zu hören...aber auch damit komme ich klar.)

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  • Dezember, 2012
  • Nach einem Jahr

    Wer meine „Beiträge“ bei Facebook verfolgt, wird gelesen haben, dass ich vor einem Jahr mitten in der „Herz-Sache“ drinsteckte.Heute vor einem Jahr, lag ich noch nach der Herzkatheter-Untersuchung im Krankenhaus. Im Nachhinein bin ich überrascht,wie unbedarft ich in die Herzoperation gegangen bin. Das lag zum einen daran, daß ich einfach alle Energien brauchte, um schon diese erste Woche Krankenhaus zu schaffen. Und zum anderen war ich wirklich blauäugig und sah einfach kein Risiko.

    Zudem war die Zeit vom ersten Krankenhausaufenthalt bis zur Operation ja nicht allzu lange. Und es gab soviel zu erledigen, vorbereitende Arztbesuche, Tasche packen, Zeit mit der Familie verbringen, der Umzug meiner Mutter.
    Ja, mir war irgendwie klar, dass mir das Brustbein aufgesägt wird, aber mir wurde erst spät bewusst, dass es nicht wird wie vorher. Ich hatte wirklich die Vorstellung, daß das nicht mehr Aufwand ist wie beim Öffnen und Schließen eines Reißverschlusses.

    Und heute? Ich erlebe diese Wochen sehr bewusst und auch ein wenig nachdenklich. Wie sich die Prioritäten doch im letzten Jahr verschoben hatten: Ging es doch eine Zeitlang nur ums Überleben. Immer wieder wurde mir seitdem gesagt, dass ich soviel Glück hatte, ein neues Leben, eine zweite Chance zu bekommen.
    Für mich ist es etwas anderes: Ich durfte -nach einer Auszeit- mein Leben zurückhaben. Ich wollte kein neues Leben, ich wollte keine zweite Chance darauf, um alles besser zu machen und wie der geläuterte Held mein Leben umwerfen: Ich wollte mein Leben zurück. Und das habe ich bekommen.

    Jetzt freue ich mich darauf dieses Jahr Weihnachten wieder mit der Familie zu feiern und Silvester ganz befreit und hoffentlich gesund(!) zu feiern.
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  • Februar, 2012
  • Weiter Besserung

    Es geht mir immer besser. Letzte Woche bin ich zum ersten Mal auf dem Bauch liegend aufgewacht. Das ist keine große
    Sache, wenn man aber über sechs Wochen auf die favorisierte Schlafposition verzichten musste, freut man sich über so
    kleine Fortschritte.

    Ingesamt habe ich aber das Gefühl, dass es mir in den letzten Wochen wieder besser geht. Die Heilung schreitet einfach
    weiter voran, die Arme werden wieder beweglicher. Wobei fünf Teller zu schwer waren, um sie auf Kopfhöhe in den Schrank
    zu heben. AUA! Ich war wirklich erstaunt.

    Unser Hausarzt meinte heute, dass ich mir um meinen Brustkorb keine großen Sorgen mehr machen muss. Der ist jetzt gut
    verheilt und kann seinen Job wieder wahrnehmen. Hatten wir vor der Operation überlegt, ob ich im März erstmal mit
    Sicherheitsweste aufs Pferd steige, lässt mich diese Aussage davon wieder abrücken.

    Die Arbeit muss noch auf mich warten, aber das Autofahren wahrscheinlich nicht mehr. Da freue ich mich sehr drüber.
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  • Januar, 2012
  • Langsames Einleben

    Wir waren gegen halb zwölf wieder zuhause. Ludwig war zuerst schüchtern, freute sich dann aber sehr mich zu sehen, und
    liess sich auch ausführlich kraulen, nachdem er dann auch Kerstin begrüßt hatte.

    In der Küche fand ich einen "Schön dass du wieder da bist" Kuchen, den Kerstin noch am Vortag gebacken hatte und
    nachdem wir ausgepackt hatten, gab es auch noch ein leckeres Mittagessen.

    Anfangs wusste ich wirklich nichts mit mir anzufangen. Aber nachdem wir dann nachmittags direkt eine gute Stunde mit
    dem Hund gegangen waren, kam ich so langsam wieder an. Kerstin war natürlich besorgt, dass ich mir zuviel zumute, und
    wirklich wissen konnte ich auch nicht, ob ich eine Stunde durchhalte. Aber im Endeffekt war es kein Problem.

    Auch die Pferde waren nachher sehr neugierig auf mich. Und ich musste feststellen, dass die Wiesen jetzt wirklich
    nach Winter aussehen.

    Als wir schliesslich wieder zuhause waren, war ich schon ordentlich geschafft.

    Donnerstags ging es dann zum Hausarzt, der mit meinem ersten Eindruck sehr zufrieden war. Wir werden jetzt
    erstmal meinen Blutdruck medikamentös einstellen. (Das Herz musste ja in den letzten Monaten unheimlich viel Kraft
    aufwenden um seinen Job zu verrichten, das müssen wir ihm wieder abgewöhnen).
    Leider hat die Reha-Klinik nicht geschafft, mir direkt einen vollständigen Arztbrief mitzugeben, es gab nur eine
    Ultrakurzversion. Jetzt warten wir gemeinsam mit dem Hausarzt auf die lange Version, damit wir mal schauen können, wie
    es mir denn aus medizinischer Sicht so geht. Aber sonst machte der Hausarzt den Eindruck, als wenn ich schon bald
    wieder arbeiten gehen könne.
    Ein Problem ist hier noch das durch die OP-Klinik ausgesprochene Fahrverbot. Ich soll zwei Monate nicht Autofahren. Was
    es schwer macht zur Arbeit zu kommen. Nach Herzoperationen ist wohl allgemein ein Fahrverbot von 3 Monaten angezeigt.
    Der Arzt darf das verkürzen. Da müssen wir mal diskutieren.

    Um es einmal klar zu formulieren: ich bin ziemlich fit und schon in der Lage einiges an Belastungen zu stemmen. Gefühlt
    tritt mein Herz in den Hintergrund. Schlimmer sind die Störungen im Brustkorb und die Narbe.
    Seit gut einer Woche kann ich auch wieder auf der Seite schlafen. In eine entsprechende Schlafposition zu kommen ist
    noch ein wenig schmerzhaft, aber wenn ich dann einmal liege ist es gut.

    Natürlich sind viele Leute von meiner Fitness überrascht, am kommenden Dienstag ist die Operation gerade mal 6 Wochen
    her.

    Kerstin und ich merken, dass wir uns zwar freuen, wenn sich Leute nach meinem Befinden erkundigen, aber uns
    beschäftigt doch mehr, was dieser Eingriff und seine Folgen in unseren Gefühlen angerichtet hat.
    Gerade in der Reha gab es Zeiten, in denen mich der Eingriff viel mehr im Kopf als körperlich beschäftigte.
    Und das ist halt einfach kein Thema für zwischendurch.

    Für Aussenstehende ist die Operation natürlich eine ganz große Sache, die irgendwie "Eindruck macht" Für uns ist es mit
    der überstandenen Operation nicht vorbei: Nicht nur, dass ein großer Teil der Arbeit hier noch 6 bis 7 Wochen an
    Kerstin hängen bleiben wird, die Heilung des Brustkorb wird sich bis in den Sommer hinein ziehen.
    Und dann kommt natürlich die halbjährliche Kontrolle bei Kardiologen dazu. Bisher bin ich da ja nur jährlich gewesen,
    und es war ja immer alles in Ordnung. Jetzt wird aber die Frage, ob noch alles in Ordnung ist, bei jeder Kontrolle im
    Raum stehen.
    Das klingt jetzt vielleicht weinerlich, ist aber gar nicht so gemeint. Es geht hier nur um unsere Perspektive der
    ganzen Sache.
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