Einträge für Unterricht

  • Oktober, 2010
  • zur Ruhe kommen

    Im Moment fällt es mir immer wieder sehr schwer in den verschiedensten Situationen ruhig zu bleiben. Viele kleine - eigentlich unbedeutende Dinge - nerven mich und bringen mich buchstäblich auf die Palme. Z.B. gestern Morgen am Stall bellte der Hofhund über eine länger Zeit ununterbrochen. Eigentlich nix dramatisches... aber es hat mich total hibbelig gemacht.
    Und so geht es mir leider zur Zeit mit vielen Dingen.

    So ging es mir heute auch beim Unterricht.
    Nachdem Michaela und ich mit den Pferden zum Warmreiten im Gelände waren, begannen wir auf der Weide mit der Arbeit.
    Ich ließ Joey relativ lange noch am langen Zügel gehen und auch traben.
    Dann erst begann ich die Zügel aufzunehmen.
    Doch wir kamen nicht so recht zusammen.
    Auf der rechten Hand ging es ganz gut, doch auf der linken Hand fiel er mir immer wieder auf die innere Schulter.
    Michaela gab mir Tipps, was ich dagegen tun sollte, doch es machte mich nervös und dann wütend, daß es nicht so klappte wie ich es wollte. Ich merkte das und parierte zum Schritt durch und ließ Joey wieder einige Runden am langen Zügel gehen.

    So kam ich zur Ruhe und ließ meine - unbegründete - Wut nicht an Joey aus.
    Nach 5 Minuten fühlte ich mich besser und begann erneut mit der Arbeit. Und dann ging es viel besser.
    Das hat mir gut getan, zu merken, wie es besser klappt, wenn ich mich beruhige und nicht so aufrege.

    Danach machte es wieder richtig Spaß.
    Joey machte gut und flott mit und wir begannen mit Schritt-Trab-Übergängen.
    Dabei lag unser Hauptaugenmerk darauf, daß er nach dem Durchparieren nicht gegen den Zügel arbeitete, sondern nachgab. Das fiel ihm erst sehr schwer, doch nach und nach schien er zu verstehen, was wir von ihm wollten und machte gut mit.

    Das werden wir nun weiter üben, bevor wir dann den Stand noch in die Übergänge mit einbauen.

    Michaela hat mit Jackson heute überwiegen daran gearbeitet, daß er die Hilfen besser annehmen lernt. Er tolerierte am Ende der Stunde das äußere Bein deutlich besser, wenn es zurück genommen wurde und wurde dann nicht mehr so eilig.
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  • Kulturschock

    Da Christian es zum einen zeitlich im Moment schwer schafft am Unterricht teilzunehmen und wir zum anderen mit Michaela besprochen haben, daß es auch sinnvoller ist, zunächst ENTWEDER Pferd ODER Mensch etwas beizubringen, hab ich mich also heute früh mit Michaela zum Unterricht getroffen.

    Ich hatte Joey und Jackson geputzt und gesattelt, so daß wir um 10 Uhr direkt zusammen zum warmreiten ins Gelände gehen konnten. Jackson war zu Beginn sehr entspannt und Michaela konnte mir gut zeigen, daß er nervöser wurde sobald sie die Zügel aufnahm (das muß ich mir merken, wenn ich mit ihm allein rausgehe).

    Was auch auffällig zu bemerken war, als sie mir sagte, daß er auf den unterschiedlichen Bodenbelägen ganz sich ganz anders verhielt: Solange wir Schotterwege gingen, war er ruhig und entspannt, doch sobald wir auf einen Grasweg abbogen begann er zu hibbeln und wollte laufen.

    Auf einem Weg trabten wir dann auch. Das war echt schön. Joey lief flott und Michaela hatte Jackson super im Griff. So konnten wir gut nebeneinander traben.
    DAS wünsche ich mir als Trabtempo für mich und Jackson auch.

    Zurück am Stall begann Michaela dann mit Jackson zu arbeiten und ich mit Joey. Doch Joey schnickte heute schon wieder so wie am Samstag. Ich denke, daß es entweder irgendeine Art Insekten oder Pollen sein muß, die ihn so stört.
    Ich versuchte ihn "darüberhinweg" zu arbeiten, doch so richtig gelang es mir nicht.
    Deshalb entschieden wir, daß ich ihn am langen Zügel reiten sollte und nochmal vermehrt die Gewichtshilfen üben sollte. Das ging auch ganz gut.
    Michaela war sehr zufrieden mit Jackson´s Kooperation. Sie stellte fest, daß er sich nach rechts hin etwas schlechter biegen kann. Das sollen wir vom Boden aus in der nächsten Zeit vermehrt üben.

    Um 11 Uhr war Jackson im wahrsten Sinne des Wortes "fix und alle". Er hatte viel geleistet und war ordentlich geschwitzt. Wir tauschten die Pferde: Ich ritt Jackson im Schritt trocken (wahnsinn wie ruhig und entspannt der lief....ich mußte ihn fast antreiben !!) und Michaela ritt Joey. Ich wollte doch wissen, ob er wirklich etwas hatte, was ihn störte, oder ob er mich "veräppeln" wollte.
    Das erste was Michaela nach ein paar Runden auf Joey sagte war: "Kulturschock!" Und das kann ich nur bestätigen: Joey und Jackson könnten vom Bewegungsablauf wirklich nicht unterschiedlicher sein ;-)
    Michaela stellte fest, daß er auch bei ihr immer noch schnickte, sie ihn aber mit der Arbeit besser davon ablenken konnte.

    So hatte auch Joey letztendlich genug getan und zur Belohnung gab es danach Äpfel und dann eine frische Weide.

    Soeben hab ich noch ein Vorgeschmacksbild vom Fotoshooting Ende September bekommen. Das möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Ich finde es wahnsinnig schön.

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  • Reitstunde mit Jackson

    Heute habe ich mich zum ersten Mal mit Jackson und Michaela auf die Wiese begeben, um mal zu schauen, was Jackson und ich noch lernen können.
    Ich hatte heute nur ein Trense mit seinem einfach gebrochenem Westerngebiss drauf.
    Während Michaela viel erzählte, drehte ich mit Jackson meine Runde. Erstmal wollten wir nur ein entspanntes Pferd am langen Zügel sehen. Das ging dann auch relativ schnell ziemlich gut.
    Achten reiten ging auch, bis ich die innere Hand öffnen wollte. Da regte sich Jackson wieder auf, weil er sich wieder angetrieben fühlte.
    Da er sich nicht anhalten liess, zogen wir ihm einen Sperrriemen an.

    Danach setzte sich Michaela auf Jackson. Zum einen hilft es mir, weil ich nicht die Worte habe um zu beschreiben, was mir da oben passiert und zum anderen kann sie sicherlich besser beurteilen, was das Pferd kann und mir besser erklären, was ich tun soll, um einige Dinge zu erreichen.

    Nach guten zwanzig Minuten war das Pferd ziemlich nassgeschwitzt, aber beide wirkten zufrieden und Jackson hatte was gelernt. Als ich ihn dann trockenritt, war er entspannt genug, um die innere Hand hinzunehmen.

    Nachher ging ich noch eine halbe Stunde mit ihm ins Gelände um etwas Entspannung zu haben. Und so hatten Kerstin und Joey auch genug Platz auf der Wiese.

    Dieser Ausritt war nicht ganz so entspannt, weil wir ja alleine unterwegs waren. Ein aus dem Feld auffliegendes Feldhuhn erschreckte uns beide. Aber Jackson sprang nur vorne knapp 35° nach links. Und dann war alles wieder in Ordnung.
    Den letzten Weg wollte ich dann führen. Aber so nervös wie er war, wollte er kaum Stehenbleiben. Aber als er stand und ich abgestiegen war, wurde er nach den ersten drei Schritten wieder ganz ruhig.

    Das waren für mich zwei wichtige Erfahrungen.
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  • September, 2010
  • Gewusst wie

    Gestern Morgen hatten Joey und ich unsere nächste Reitstunde. Michaela hatte mir letzte Woche den Tipp gegeben, daß ich doch, wenn es zeitlich möglich ist, vor dem Unterricht so ne halbe Stunde mit Joey ins Gelände gehen soll. Dabei kann ich ihn dann warm reiten und das macht ihm viel mehr Spaß als das Warmreiten auf der Weide.

    Und so hab ich es gestern auch gemacht.
    Zum ersten Mal blieb Jackson ganz allein (also auch ohne Christian) am Stall zurück.
    Er wieherte uns reichlich hinterher, doch sonst war er wohl relativ ruhig (es gab hinterher keine Renn- oder Bremsspuren auf der Wiese und er war auch nicht geschwitzt). Als Joey und ich zurück kamen, war er sogar im Stall und hat Heu gefressen. Also alles bestens.

    Ich ging mit Joey auf die Wiese und stieg wieder auf. Jackson war ebenfalls auf dieser Wiese. Ich band ihn nicht fest und nach ein paar Minuten ging er zum Stall stellte sich dort unter's Dach und schaute uns die ganze Zeit beim Unterricht zu. Fand ich witzig.

    Ich ritt meine Warm-Reit-Kringel für ein paar Minuten, dann kam auch schon Michaela. Wir besprachen kurz wie es so zur Zeit läuft und ich sagte ihr, daß ich in dieser Woche den Eindruck gehabt hätte, daß Joey mit seiner Westerntrense mit dem einfach gebrochenen Gebiss und ohne Sperrhalfter viel besser zu reiten war. Er gab viel besser und schneller nach. Und so testeten wir das gestern auch mal.
    Als erstes sollte nun Michaela auf Joey reiten.

    Sie war wirklich zufrieden mit ihm. Joey lief willig und machte super gut mit. Das Gelände-Aufwärmen hatte sich also wirklich gelohnt. Und auch Michaela hatte den Eindruck, daß Joey mit diesem Gebiss williger mitmachte.
    So werden wir ihn erst mal damit reiten und sollte er sich doch noch ans Sperren geben, können wir das Sperrhalfter ja auch noch in diese Trense schnallen.

    Nach ungefähr 20 Minuten tauschten wir und ich stieg wieder auf. Und dann war ich hellauf begeistert. Joey machte immer noch sehr gut mit und es fiel mir so viel leichter die ganzen Hilfen zu koordinieren.
    Wir übten wieder die Biegung auf dem Zirkel. Dabei wechselten wir öfter den Zirkel. Zwischendurch ließ ich Joey immer mal wieder auf der langen Seite der Bahn den Trab verstärken und, wenn es ganz gut lief, ließ ich ihn die Zügel aus der Hand kauen.

    Es hat wirklich tierisch Spaß gemacht und ich bin zur Zeit wirklich total motiviert weiter zu lernen.
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  • es fällt uns schwer

    Heute Morgen hatten Joey und ich wieder Unterricht. Als Michaela ankam hatte ich gerade begonnen Joey warmzureiten.
    Währenddessen überprüfte Michaela dann mal meinen Sitz genauer. Sie hatte den Eindruck, daß ich etwas zu weit rechts sitzen würde. Wir "rückten" mich "zurecht" und starteten dann mit der Trabarbeit.
    Wir begannen zunächst mit Trab am langen Zügel über die ganze Bahn und auf dem Zirkel, damit Joey sich noch etwas lockerer laufen konnte. Er schnaubte schnell ab.
    Danach nahm ich die Zügel auf und ich sollte im Wechsel 8ten und Schlangenlinien reiten. Nach einiger Zeit bauten wir dann noch Schritt-Trab-Übergänge (immer beim Wechsel des Zirkels) und Trab-Trabverstärkung-Wechsel (auf der langen Geraden) ein.
    Doch heute fiel es Joey recht schwer und er wollte nicht so recht nachgeben. Vor allem mußte ich ihn ziemlich bitten etwas mehr Tempo zu machen, denn er drohte immer wieder "auszugehen".
    Auch mir fallen all die Hilfen immer noch schwer. Aber wir bleiben dran und ich bin wirklich guter Dinge, daß das mit kontinuierlicher Übung besser werden wird.
    Die letzten 15 Minuten ritt Michaela dann auf Joey und es wurde zunehmend besser. Er gab mehr nach und lief dann auch etwas fleißiger.
    Ich glaube, er braucht einfach recht lange, bis er warm genug ist um nachzugeben.
    Michaela gab mit den Tipp in Zukunft erst mit ihm so ungefähr ne halbe Stunde locker ins Gelände zu gehen und danach auf den Platz.
    Das werden wir mal versuchen.
    Außerdem wollen wir nächste Woche im Unterricht mal versuchen, daß ich Joey mit den Dreieckszügeln reite. Vielleicht fällt es mir dann etwas leichter, wenn ich zumindest jetzt am Anfang nicht zuviele Dinge gleichzeitig beachten muß.
    Ich werde natürlich berichten.

    Christian war währenddessen mit Jackson joggen. Daher gibt es keine Bilder vom Unterricht heute.
    Aber damit Ihr nicht leer ausgeht zeige ich Euch noch eins vom Sonntag

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  • "Dressur-Pony"

    Da Christian und ich zur Zeit Urlaub haben (YEAH!) fand mein Reitunterricht heute schon vormittags statt. Als Michaela um 10 Uhr ankam, ritt ich Joey schon auf der Wiese warm.
    Gestern hatte ich mit Joey geübt, doch das war ziemlich mies gelaufen. So war ich zum dem Schluß gekommen, daß wir wohl weiter am Anfang der Lektionen beginnen sollten. Das teilte ich Michaela mit und sie war mit mir einer Meinung. Sie hatte sich das auch noch mal überlegt und wir entschieden, die Galopparbeit weiter nach hinten zu schieben und erst wieder zu versuchen, wenn Joey sich besser tragen kann und auch besser das Reiten in Anlehnung akzeptiert.
    So kamen wir also zu den Lektionen für heute:

    Trabarbeit: Drei Schlangenlinien durch die ganze Bahn und später "Achten" (also Zirkel reiten und immer aus dem Zirkel auf den anderen Zirkel wechseln)
    Dabei übten wir, daß Joey in Anlehnung lief und ich hatte auch einiges zu üben: Die Ellenbogen am Körper zu halten, beim Leichttraben an der richtigen Stelle umzusitzen und auch Joey's Stellung zu verändern. Das klappte nach einiger Zeit alles sehr gut und Joey lief schön und arbeitete gut mit. Michaela lobte uns und sagte sogar: "Da läuft ja ein Dressur-Pony!"
    Immer wieder ließ ich Joey auch die Zügel aus der Hand kauen und nahm sie dann wieder auf.
    Nach ein paar Runden Pause im Schritt, gingen wir die Übungen noch einmal durch und danach hatte Joey dann auch Feierabend, denn wer so gut mitarbeitet, soll auch schnell frei haben.
    Ich war richtig zufrieden nach der Stunde und es hat wirklich viel Spaß gemacht. Das werde ich nun bis nächste Woche noch ein bißchen üben.
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  • Geteiltes "Leid"

    ...ist halbes Leid !
    Aber es ist ja an sich gar kein Leid. Häh ? Ihr versteht mich nicht ? Ja ich sollte wohl mal vorn anfangen.
    Letzte Woche in meiner Reitstunde fühlte sich mein Kopf doch etwas überfordert. Soviele Hilfen und alles mußte gleichzeitig passieren. Da passiert es mir schnell, daß ich vor lauter Konzentration darauf alles richtig zu machen gar nix mehr hinbekomme.
    So hab ich mich auch seitdem nicht mehr zum Üben auf Joey gesetzt, sondern ihn statt dessen öfter ausgebunden longiert.

    Als Michaela heute kam fragte ich, ob sie nicht gleich zu Anfang selbst reiten wollte, weil sie das sicher viel besser mit Joey hinbekommen würde.
    Wir entschieden uns für ein "Zwischending": Ich ritt Joey zuerst einmal warm, danach begannen wir mit dem eigentlichen Training:
    Michaela stellte mir in jede Ecke des Platzes ein Hütchen. Immer genau am Hütchen sollte ich entweder antraben oder zum Schritt durchparieren und nacher zwischen Jog und Trab wechseln.
    Dadurch wurde Joey frisch und flott. Das klappte unter Zuhilfenahme der Stimmkommandos gut.
    Dann kam die "Königsdisziplin": Genau am Hütchen angaloppiern.
    Das ging auf seiner "Schokoladenseite" wie erwartet ganz schnell und gut, doch auf der anderen ging er sofort (wenn er denn überhaupt angaloppierte) in den Außengalopp. Das rief jedenfalls Michaela, denn ich totaler Anfänger in diesen Dingen merke sowas ja gar nicht. Dann ließ ich mir erst mal erklären, was das denn überhaupt ist:

    Außengalopp

    Beim Galopp des Pferdes unterscheidet man, je nachdem ob das rechte oder linke Beinpaar weiter vorgreift, zwischen Rechts- und Linksgalopp. Beim Reiten in der Reitbahn greift normalerweise das innere (das dem Bahninneren zugewandte) Beinpaar weiter vor. Diesen Galopp bezeichnet man als Handgalopp oder Innengalopp. Beim Vorgreifen des äußeren Beinpaares spricht man vom Außengalopp oder gelegentlich auch vom Kontergalopp.

    aus Wikipedia


    Um das zu erkennen, sollte ich einmal auf seiner "guten" Hand galoppieren und mit dabei die Beine anschauen. Das konnte ich und verstand, worauf ich achten muß.

    So kam nun der zweite Teil unserer Stunde: Ich übergab Joey samt einer Gerte an Michaela.
    Da sich die Beiden aber mit dem Galopp sehr schwer taten (Joey galoppiert bei Reitern, die er nicht kennt nicht gut an), arbeitete sie weiter mit ihm am Schenkelweichen und an seiner Nachgiebigkeit.
    So haben wir denke ich eine gute Lösung gefunden, die für alle Vorteile hat.

    Außerdem hat Michaela mir angeboten bald mal Ihren Miro zu reiten. Der ist viel besser ausgebildet als Joey und so könnte ich das, was wir versuchen Joey beizubringen, schon mal reiten. Denn dann wüßte ich wie es sich anfühlen muß, wenn es funktioniert. Das finde ich eine gute Idee und freue mich, daß sie mir diese Möglichkeit geben möchte.
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