Einträge für Die Pferde

  • Januar, 2018
  • Safety first !

    Nach einer erneuten Woche mit usseligstem Naß-Wetter hatte ich gestern endlich wieder etwas Zeit für Lia.
    Das Wetter war jedoch kaum besser als die übrige Woche. Es schnee-regnete munter vor sich hin, als ich am Stall eintraf.
    Während ich mistete traf auch Tina ein.
    Lia zu putzen war nicht möglich, denn sie hatte eine 1-2 cm dicke frische Schlammschicht über den ganzen Körper verteilt.
    So blieb es beim Hufe auskratzen und dann starteten wir - trotz des Wetters - unseren Spaziergang.

    Alles war ruhig und entspannt - und dann: BANG!
    Lia hörte wohl irgendwas, das sie verunsicherte (ich glaube es war ein Vogel) und dann rastete sie aus.

    Sie lief los und keilte nach hinten aus...und knallte meinem rechten Oberschenkel eine. Glücklicherweise war es der Oberschenkel. Der kann das von all meinen Körperteilen wohl am besten verkraften.
    Doch mit der Ruhe war es nun vorbei. Sobald ich sie wieder einsammelte und in unsere gewünschte Richtung weiter gehen wollte, ging das Theater von vorn los. Ich wußte mir nicht mehr wirklich zu helfen und ließ Lia dann erst mal ihre Runden um mich herum drehen. Zum Glück hatte ich Kappzaum und Arbeitsseil für den Spaziergang gewählt.
    Lia spackte nun ordentlich ab: von Bocken, Auskeilen bis Steigen war alles dabei.
    Doch da sie nicht wirklich über Kondition verfügt, war nach einer Weile traben im tiefen matschigen Wiesenboden in Kombi mit der Abspackerei schon die meiste Luft raus.
    Doch nun war es an mir zu sagen:"Lauf!"
    Denn nur, weil Madam jetzt k.o. war, war die Longeneinheit noch nicht beendet. Ich schickte sie also noch einige Zeit im Trab um mich herum, bevor ich sie schließlich zu mir einlud und dann konnten wir endlich wieder weiter gehen.
    Danach war es dann auch gut für diesen Tag.

    Heute morgen erwarteten uns dann gleich drei Abspack-Ponies auf dem Paddock. Die Sonne (ja es hat tatsächlich die Sonne geschienen) ist ihnen wohl zu Kopf gestiegen.



    Bevor ich heute mit der Irren rausgehen würde, wollte ich mal testen, wie sie so drauf ist.
    Daher zog ich ihr den Kappzaum an und dann wollte ich sie etwas über den Hof longieren. Der Reitplatz ist aufgrund der Wetterumstände nicht zu gebrauchen. Da watet man einfach nur noch durch Matsch.
    Nach wenigen Runden war schon klar, daß Lia heute ebenfalls nicht kooperativ sein würde. Sie hatte keine Lust auf diese Art Arbeit und haute mir mehrmals in Richtung Stall ab.
    Ich habe gelernt, daß es keinen Sinn hat, sich mit ihr auf einen Kampf einzulassen. Deshalb sammele ich sie dann immer kommentarlos wieder ein und mache weiter.
    Als ich irgendwann mit ihrem Verhalten zufrieden war, beendete ich die Übung.
    Aus Sicherheitsgründen entschied ich mich, sie heute nicht mit auf den Spaziergang zu nehmen.
    Statt dessen brachte ich sie zurück in den Stall und begleitete Tina und Jackson mit Ludwig zu Fuß.

    im Wald untewegs


    So konnten wenigstens wir vier den "Sonn"tag genießen.
    Als wir nach dem Ausritt wieder zurück am Stall waren, schnappte ich mir Lia nochmal. Wieder den Kappzaum drauf und ab auf den Hof.
    Dieses Mal schaffte ich es, daß sie mir nur noch einmal ausbüxte.
    Ich paßte auf wie ein Luchs und hielt ihren Kopf immer in meiner Richtung.
    So schafften wir auf jeder Hand auch ein paar Trab-Runden. Da es insgesamt jetzt gut klappte, entließ ich sie nach 15 Minuten endgültig für heute.
    Mal sehen, wie es dann jetzt so weiter geht mit ihr und mir... ich versuche mich nicht unterkriegen zu lassen.
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  • entmutigt....und neue Hoffnung gefunden

    Heute genau vor einer Woche war ich ziemlich am Boden zerstört. Ich wollte mit Tina zusammen ausreiten und unterwegs bekam ich wieder mal richtig Angst auf Lia.
    Bereits seit meinen beiden Abflügen letztes Jahr hat mein Mut ja doch ziemlich gelitten.
    Als sie dann am Sonntag an einer Weggabelung nicht weitergehen wollte und begann sich mir zu wiedersetzen, bekam ich Panik.
    Der Boden war matschig und ich hatte Angst, daß Lia dort Theater machen würde und wir uns dann womöglich gemeinsam auf die Schnauze legen würden. Meine Angst fesselte mein Gehirn dermaßen, daß ich nicht in der Lage war logische klare Gedanken zu fassen. Das machte mich wütend. Also stieg ich ab und stürmte mit Lia am Zügel zurück in Richtung Stall. Dabei schimpfte ich vor mich hin (voller Enttäuschung über mein eigenes Versagen), daß ich einfach nicht mehr weitermachen wollte und Lia verkaufen würde. Und in diesem Moment war ich mir sicher, daß das die beste Lösung sei. Vor allem für Lia, denn ich war ja offensichtlich nicht der richtige Mensch für sie. Ich hatte mich wohl doch mit dem Jungpferd und Selbsteinreiten übernommen.

    Die arme Tina ritt schweigend hinter mir her und ließ mich meine Tiraden vor mir her schimpfen. Lia war sichtlich verwirrt durch mein Verhalten, folgte mir jedoch brav. Das gab mir Zeit mich zu beruhigen. Langsam aber sicher kam ich wieder an den Punkt, an dem realistische Gedanken möglich waren und ich schlug vor zu Fuß noch etwas weiter zu gehen. Immer noch war ich sicher, daß ich mit Lia versagt hätte und einfach nicht fähig genug bin, sie zu einem verläßlichen Freizeitpferd auszubilden.
    Doch wurde mir die Verantwortung bewußt, daß ich sie ja nun auch nicht von heute auf morgen einfach rumstehen lassen kann, bis ich einen Käufer finden würde.

    Mit jedem Meter mehr schwand allerdings auch meine Sicherheit, daß der Verkauf die richtige Entscheidung sein würde.
    Tina ließ mich mit meinen Gedanken allein und erst als eine ganze Weile vergangen war, begannen wir wieder ein Gespräch. Über etwas ganz anderes unverfängliches.
    Und als wir schließlich am Stall zurück waren, hatte sich mein Gemüt doch deutlich beruhigt und Tina und ich konnten über den Vorfall sprechen.
    Mein Verkaufsvorhaben war schon so gut wie vom Tisch und wir schmiedeten Pläne, wie es vielleicht für Lia und mich weitergehen könnte.

    Nach ein paar Minuten stand der Plan: Ich würde diese Woche mal eine Runde mit Jackson ausreiten, damit ich noch mal einfach nur reiten würde. Damit ich mich erinnern könnte, wie schön das ist und warum ich das eigentlich alles mache.
    Und am nächsten Wochenende würde Tina mich und Lia im Gelände führen, damit ich bei einem Ausritt mit Lia noch mal mehr Sicherheit fühlen könnte.
    Soweit der Plan.
    Ich fuhr dann deutlich beruhigter nach Hause und nahm diese Gedanken mit, um noch weiter darüber nachzudenken.

    Tatsächlich sind wir nun doch deutlich vom Plan abgewischen, dennoch kann ich jetzt über einige positive Entwicklungen berichten.
    Der Ausritt mit Jackson fand auch Zeitmangel meinerseits nicht statt. Doch meine Gedanken um das ganze Thema "Lia" hatte nicht stillgestanden.
    Und so entstand in meinem Kopf ein neuer Plan: Ich gehe wieder ein paar Schritte zurück und mache erst mal Dinge mit Lia, von denen ich weiß, daß sie klappen. So bekommen wir beide wieder mehr Sicherheit und Vertrauen zueinander. Klappt etwas nicht, gehe ich auch da einen Schritt zurück. Ich versuche die "Schritte zurück" für mich nicht als Versagen meinerseits, sonder als notwendige Aktion zu sehen.
    Außerdem muß ich Lia wieder mehr auslasten. Aufgrund der sehr nassen letzten Wochen und Zeitmangel meinerseits, hatte Lia doch sehr viel frei und hat sich auch im Offenstall nicht soviel bewegt, da einfach alles naß und matschig war.

    Diesen Plan begann ich am Mittwoch umzusetzen.
    Ich longierte Lia seit langem wieder, da der Platz endlich ein bißchen abgetrocknet war.
    Dabei achtete ich wie ein Luchs auf sie und versuchte ihre Aktionen vorauszuahnen. Das klappte auch meistens und so mußte sie sich meinen Wünschen fügen und ohne Theater Kreise laufen. Ich ließ mich nicht auf einen Kampf ein, wenn ich doch mal zu langsam reagiert hatte und sie doch ausgebrochen war. Dann sammelte ich sie kommentarlos wieder ein und das Training ging weiter.
    Nach acht Minuten traben war sie dann auch deutlich kooperativer, denn so langsam wurde sie müde.
    Danach gingen wir noch eine Runde spazieren und auch unterwegs trabten wir einige Strecken.

    Am Donnerstag wollte ich mit ihr spazieren gehen. Zur Übung und um es für mich mehr zur Routine werden zu lassen, wollte ich über den Hof bis ins Feld reiten.
    Also sattelte ich und stieg auf.
    Wir ritten ruhig und entspannd über den Hof und wollte gerade aus dem Hof heraus, als wir uns einer ausgebüxten Kuh gegenüber vorfanden. Auf den ersten Blick verwechselte ich sie mit dem Bullen und mir wurde mulmig. Das merkte auch Lia und machte kehrt. In diesem Fall hatte sie ja Recht mit der Einschätzung der Situation und daher bremste ich sie lediglich ab und erlaubte ihr in die entgegengesetzte Richtung weiter zu gehen.
    Wir fanden uns also auf dem Hof wieder und ich überlegte, was ich nun machen sollte.
    Ich entschied, daß ich einige Runden über den Hof reiten würde. Denn auf die Art könnte ich noch etwas reiten und Lia und ich würden uns dennoch sicher fühlen.

    Gestern machten wir mit Tina und Jackson einen großen Spaziergang im Dunkeln.
    So hatte Lia in dieser Woche doch schon mal wieder deutlich mehr Beschäftigung als vorher.

    Heute wäre dann eigentlich der geführte Ausritt geplant gewesen. Doch aufgrund der ganzen Gedanken, die ich mir gemacht hatte und der erfolgreichen Aktionen der letzten Tage, traute ich mich doch wieder allein.
    Wir wählten wieder die Dorfstrecke, denn die klappt in der Regel gut und ich fühle mich sicher mit Lia.
    Das klappte heute auch bestens. Wir trabten sogar ein Stück und das war sehr entspannt.
    Ich fühlte mich so gut und sicher mit Lia, daß ich noch weitere Schlenker zuließ und letztlich ritten wir sogar noch einen Bogen durch's Feld und trabten noch einmal eine länger Strecke.
    Nach über einer Stunde waren wir zurück und ich war sehr sehr zufrieden mit mir und meinem Pony.
    So möchte ich nun weitermachen. Kleine Schritte und immer nur soviel machen, solange wir uns sicher fühlen.
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  • Dezember, 2017
  • angekratzt

    Am letzten Sonntag tränte Lia´s rechtes Auge. Allerdings hat sie immer mal wieder etwas tränende Augen, so daß ich mir zunächst keine Sorgen machte.
    Nach unserem Ausritt mit Kathi zusammen, war das Auge allerdings ein richtiges Kletschauge. Es tränte wie ein Wasserhahn und war auch geschwollen.
    Ich tat ihr etwas desinfizierende Augensalbe rein und wollte mal bis Montag abwarten.
    Montag sah es besser aus, tränte aber immer noch sehr.
    Dienstag sollte der Tierarzt sowieso zum Impfen kommen, also sollte er mal auf das Auge schauen.

    Und er stellte fest, daß Lia dort eine Hornhautverletztung hat.
    Das muß natürlich unbedingt behandelt werden, damit sie nicht nachher noch weniger sieht auf diesem Auge.
    Also bekonnt sie nun seit Dienstag Abend dreierlei Augenmedikamente und zwei mal täglich Schmerzmittel, da diese Hornhautverletztungen lt. Tierarzt sehr schmerzhaft sind.

    Seit gestern schon sieht das Auge viel besser aus. Es tränt gar nicht mehr und ist auch nicht mehr geschwollen.
    Ca. eine Woche lang soll sie die Medis bekommen und danach sollte eigentlich alles wieder heile sein.

    Das ist eine ganz schöne logistische Meisterleistung, vier mal täglich das Auge versorgen. Aber dank Tinas Hilfe bekomme ich es irgendwie hin.
    Hauptsache das Auge wird wieder heil.


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  • August, 2017
  • das Pony hatte Recht

    Heute habe ich mir dann also Lia´s Sattel noch einmal ganz genau angeschaut.
    Wie Sigi mir geraten hatten, legte ich den Sattel ohne Pad auf den Rücken.
    Ich schaute mir die Winkelung an und prüfte, wieviel Platz zwischen Fork und Schulterblättern war. Tatsächlich: das war zu eng da vorne.
    Dadurch steht der Sattel dann vorne hoch und kippt nach hinten ab.

    Das ist sicher unangenehm und Lia scheint da ganz besonders empfindlich zu sein. Ich vermute, daß mein Abflug auch mit dem Sattel zusammenhängt.

    Von meinem Papi hatte ich mir einen passenden Inbusschlüssel ausgeliehen und so konnte ich die Fork weiter stellen bis der Sattel wieder paßte.

    Dann sattelte ich komplett mit Pad und Kopfstück und machte die Probe auf´s Exempel: Ich stieg auf.
    Man merkte Lia deutlich die Unsicherheit an und dann, als ich im Sattel saß, die Entspannung, daß der unangenehme Druck ausblieb.
    Also hatte ich alles richtig gemacht, in dem ich auf Lia gehört hatte.

    Damit sie ein merken konnte, daß es wirklich nicht mehr drückte, ritt ich mit ihr für eine Mini-Runde ins Gelände.
    Zuerst hatte sie keine Lust, doch ich konnte sie überzeugen mit mir vom Hof zu gehen.

    Sie lief brav, ruhig und entspannt und schnaubte bald zufrieden ab. Sehr gut ! Ein glückliches Pony.
    Ein kleines Stück trabte ich sogar und auch dabei lief sie fleißig und entspannt.

    Zufrieden ritt ich zum Stall zurück und gab Lia ihr Frühstück und danach Feierabend.

    kleine Runde draußen


    Ludwig war natürlich dabei
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  • Druck rausnehmen

    Seit dem Sturz am Dienstag habe ich mir natürlich meine Gedanken zu den Gründen gemacht.
    Gestern war ich nicht am Stall.
    Heute habe ich Lia wieder ganz normal geputzt und gesattelt und bin am Stall aufgestiegen und losgeritten.
    Alles wie immer.
    Kurz nachdem wir vom Hof geritten waren, stieg ich ab.
    Ich führte Lia die nächsten beiden Wege und parkte sie am Clemensstock an einer Bank.
    Dort stieg ich wieder auf und bis dahin war alles gut.
    Dann ritt ich los und bis zur Kreuzung war alles gut. Dort wollte ich geradeaus, wobei es linksrum schneller nach Hause ging.
    Lia zeigte mir deutlich, daß sie nur nach Hause wollte.
    Das wollte ich nicht. Ich bekam sie ein Stück in den Weg geradeaus geritten, dann drehte sie auf dem Absatz um und lief wieder zurück. Sie schlug mit dem Kopf und ich wußte, daß sie wieder steigen und bocken würde, wenn ich mehr Druck aufbauen würde.
    Ich parierte durch und stieg wieder ab, um den Druck aus der Situation zu nehmen. Dann führte ich Lia den von mir gewünschten Weg entlang.
    Nun mögen einige denken, daß ich Lia damit ihren Willen gelassen habe, aber ich sehe es als Kompromiß.
    Sie hat zwar "gewonnen", da ich abgestiegen bin, doch ich habe den Weg bestimmt.
    Letztlich habe ich mich nicht auf einen Kampf mit ihr eingelassen.

    Lia hat zwar einen starken Willen und man muß ihr schon immer selbstsicher und deutlich begegnen, doch glaube ich fest daran, daß Lia sich nicht aus Bosheit mit mir anlegen will.

    Meine Interpretation ist, daß ihr das Reiten im Moment offenbar zu viel ist.
    Daher habe ich mich entschieden wieder den Druck rauszunehmen und nochmal zwei Schritte zurück zu gehen.
    Reiten stellen wir erst mal wieder zurück und ich werde versuchen insgesamt etwas mehr Abwechslung ins Training einzubauen.

    Ich vermute, Lia hat mir schon vor Dienstag kleinere Signale gegeben, daß ihr das zuviel ist. Doch ich - als Mensch - bin ja so unsensibel, daß ich das vermutlich nicht gemerkt habe oder falsch interpretiert habe.
    Denn auch beim unpassenden Sattel hatte Lia ja Recht mit ihrem Verhalten gehabt - auch wenn man sicher darüber streiten kann, ob die Stärke ihrer Aktionen so notwendig war.

    Alternativ könnte ich natürlich jetzt eine schärfere Zäumung verwenden, doch das habe ich für mich ausgeschlossen.
    So wie ich Lia kenne, werde ich mit mehr Druck nichts anderes erreichen, als daß sie noch mehr Unmut zeigt.
    Deshalb heißt für mich die einzig mögliche Strategie: Druck rausnehmen !
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  • Juli, 2017
  • eingepackt

    Jackson´s Bein wird nun eingepackt !
    Die akute Entzündungsphase ist nun rum und morgen läuft auch das entzündungshemmende Medikament aus.
    Nun wird das Bein mit einer besonderen Stallgamsche gestützt und bei der Heilung unterstützt.
    Seit gestern trägt er sie und wir sind sehr positiv überrascht, wie gut sie auch bei Bewegung am Bein hält. Sie schränkt ihn in keinster Weise in seiner Bewegung ein.
    Nimmt man sie nach einer Weile ab, kann man sofort sehen, daß das Bein etwas abgeschwollen ist.
    Hoffen wir also das Beste und sind gespannt auf den ersten Kontrolltermin Ende Juli !
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  • Juni, 2017
  • Trainingsstrecke

    Jackson hat seit gestern die Sehne am linken Vorderbein etwas angelaufen, so daß wir an diesem Wochenende nicht geritten sind. Da er nicht lahmte, haben wir ihn dennoch zusammen mit Lia auf Spaziergänge genommen.
    Gestern waren wir wieder im Wald unterwegs, wo wir arg von Fliegen und Bremsen angegriffen wurden. Immer mehr mischt sich unter die "normalen" (oder vielleicht besser mir bisher bekannten) Pferdebremsen die sogenannte Goldaugenbremse. Diese Viecher sind noch aggressiver und hartnäckiger. Die Pferde finden die Bisse noch unerträglicher und werden richtig kirre, wenn sie auf ihnen sitzen.

    Heute hatte Tina eine gute Idee für unseren Ausflug.
    Wir wollten einmal bis zum Aussichtspunkt und zurücklaufen.
    Dieser ist nicht so weit entfernt und der Weg dorthin über die Felder war bei ein bißchen Wind heute gut zu ertragen.
    Das letzte Stück geht dann wieder durch den Wald und dort warteten natürlich wieder die beißenden Viecher auf uns.

    Der Waldweg ist kaum mehr als ein Trampelpfad, der zu Beginn noch von Gras und Ranken gesäumt wird. Je weiter man ihn geht, desto felsiger wird es.
    Nach und nach fällt das Gelände zu beiden Seiten immer steiler ab und der Weg selbst geht mal rauf und auch wieder runter.
    Das ist ein gutes Training für die Pferde, da sie zwischen Steinen, Wurzeln und dem Gefälle genau gucken müßen, wo sie laufen können.

    Beim letzten Mal als wir dort waren, war Lia (wegen des Sattels) nicht zur Kooperation zu bewegen. Daher war es gut, daß wir die Strecke heute nochmal zu Fuß in Angriff genommen haben.

    Zwischen einigen Felsbrocken entlang.


    Lia ging mit mir zusammen vorn. Zu Beginn des Abstiegs war sie noch etwas zögerlich und traute sich die Strecke nicht recht zu.
    Ich ließ sie schauen und schließlich ging sie weiter mit ein klein bißchen treibender Motivation.
    Mit jedem Schritt fasste sie mehr Vertrauen in ihr eigenes Können und lief ohne zu zögern weiter. Auch an Stellen, wo der Weg schwierig wurde, ließ sie sich gut dirigieren.
    Ich bin sehr stolz auf mein Pony, daß es dort heute so gut mitgearbeitet hatte. Fast wirkte es sogar, als habe ihr diese Strecke sogar ein bißchen Spaß gemacht.

    Lia


    Tina, Jackson und Spikey beim letzten Abstieg.


    Lia schaut sich die Aussicht an.


    Bis ganz an den Abgrund habe ich mich nicht getraut.


    Tina ist - wie immer - viel furchtloser als ich.


    Wir blieben lieber auf sicherem Terrain.


    Blick über die Eifel.


    Wirklich schön dort.


    Jackson durfte den Rückweg selbstständig antreten, damit Tina Spikey besser helfen konnte.
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