Einträge für Die Pferde

  • Mai, 2017
  • Spiegel ?!

    Man sagt ja "Dein Pferd ist Dein Spiegel".
    Nun war ich ja ein paar Wochen über ziemlich unsicher beim Reiten mit Lia.
    Da habe ich auch das ein oder andere Mal beim Aufsteigen etwas gezögert.

    Nun habe ich meine Angst überwunden, doch scheinbar hat Lia daraus abgeleitet, daß sie aus der Nummer raus kommt, wenn sie Terz macht, da ich dann ja vielleicht wieder unsicher werde.

    So gibt es zur Zeit, wie ich ja schon berichtet habe, Probleme beim Aufsteigen, da sie nicht stehen bleibt oder gar nicht erst bis an die Aufsteighilfe ran zu kriegen ist. Da gibt es dann nur noch den Rückwärtsgang.
    Baue ich dann Druck auf, reagiert sie mit Steigen und noch mehr Rückwärtsgerenne.
    Damit komme ich also absolut nicht weiter, wie ich letzten Sonntag beim Ausritt eindeutig festgestellt habe.

    Beim Reiten ist sie soweit brav wie immer, allerdings nur solange es so geht, wie sie möchte. Soll sie länger als sie will stehen bleiben, macht sie wieder Theater oder auch schon mal, wenn es nicht in die Richtung geht, die sie für die Richtige (Heimweg) hält.

    So habe ich mir vorgenommen einen Gang runterzuschalten und möglichst jeden Druck zu vermeiden, dafür aber beim ersten Anzeichen von "richtig" viel zu loben.
    Soweit so gut. Allerdings komme ich damit auch nur sooo weit.

    Ich hatte seitdem einige kleinere Erfolge, aber auch einige Situationen, die mir so nicht gefallen. Ich möchte jetzt hier auf keinen Fall etwas falsch machen und es mir mit Lia komplett unnötigerweise versauen.

    Natürlich beschäftigt mich die ganze Sache.
    So habe ich schon hin und her überlegt, wie ich weiter machen soll.

    Eben, nachdem ich vom Stall nach Hause kam, habe ich für mich einen Entschluß gefaßt.
    Zuerst wird nächste Woche der Sattel kontrolliert. Nicht, daß ihr doch irgendwie irgendwas drückt und sie sich daher so gar nicht mehr mit dem Aufsteigen und Reiten anfreunden kann.
    Außerdem werde ich ihr und mir eine Pause gönnen.
    Solange ich nicht weiß, wie ich genau weiter machen soll, macht es auch keinen Sinn mit ihr rumzudiskutieren. Das kostet uns beiden nur unnötig Nerven.
    Lieber arbeite ich dann nochmal vom Boden aus an unserer Kommunikation.
    Vielleicht ist es ihr ja jetzt doch einfach alles etwas zu schnell gegangen.
    Daher werde ich wieder einige Zeit zu Fuß laufen.
    Mal sehen wie lange. Das entscheide ich nach meinem Bauchgefühl.
    So haben wir aber beide die Chance diese unschönen Erlebnisse abzuhaken und in ein paar Wochen mit Ruhe neu anzufangen.

    Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus vielen Dingen, die uns an diese Stelle gebracht hat:
    vielleicht der Sattel...
    meine Unsicherheit...
    Lia´s Intelligenz (wenn ich ne Chance hab mich vor der Arbeit zu drücken, dann nutze ich die)...
    vielleicht zu viel zu schnell gemacht und Lia doch unbeabsichtig überfordert...

    Egal....wir schalten einen Gang zurück und dann schauen wir weiter !
    Denn bei einem bin ich mir ganz sicher: Es kann nicht die Lösung sein jetzt mit schärferen "Mitteln" (sprich Gebiss oder Anzüge oder oder oder) ranzugehen. Das möchte ich nicht und das halte ich auch definitiv für den falschen Weg.
    Ja Lia ist schlau und hat nicht immer Bock zu arbeiten und versucht sicher auch oft genug einfach ihren Kopf durchzusetzen.
    Dennoch möchte ich nicht übersehen, daß sie offensichtlich mit den aktuellen Geschehnissen unzufrieden ist.
    Daher werde ich sie ernst nehmen und nicht einfach so lange dran rumhantieren und zuschnüren, bis sie aufgibt. Denn ich möchte kein abgestumpftes Pferd haben, daß aufgegeben hat, sondern einen Partner, der mir vertraut, dem ich aber auch zuhöre, wenn er unzufrieden ist.
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  • Blockaden lösen

    Lia und Jackson hatten heute Besuch von der Osteopathin Nicole Maier. Sie war zuletzt vor einem Jahr bei uns gewesen, nachdem Jackson sich verletzt hatte (siehe Wieder fit).

    Bei Lia war sie noch gar nicht gewesen.
    Heute begannen wir die Untersuchung mit Lia.
    Ich berichtete Nicole von Lia´s Problemen:
    • das linke Knie und meine Vermutung, daß ihr daher das bergablaufen auch noch so schwer fällt
    • das Kopfschieflegen und dabei Kauen

    Dann ging Nicole an´s Werk. Lia wurde abgetastet und schnell hatte Nicole die Ursachen gefunden.
    Tatsächlich gab es eine Blockade am Atlas (das ist der erste Halswirbel), die für die Kopfhaltung verantwortlich sein kann.
    Das linke Knie ist noch nicht stabil genug (was, wie ich vermutet hatte, bei einem jungen Pferd nicht ungewöhnlich ist und durch weiteren Muskelaufbau und Wachstum von selbst mit der Zeit verschwinden sollte). Durch das instabile Knie gab es einige Blockaden in der Wirbelsäule.

    Als die Bestandsaufnahme abgeschlossen war, erfolgte die Behandlung.
    Zuerst wurden die Muskeln im Wirbelsäulenbereich mit Strom gelockert und dann die Blockaden mit einem kleinen Spezialgerät gelöst. Dann wurde - wie letztes Jahr bei Jackson - Lia´s Schweif gezogen.
    Lia gefiel die gesamte Prozedur sehr sehr gut.
    Sie fing schnell an zu dösen und war nach kurzer Zeit geradezu tiefenentspannt.
    Dann war sie auch schon entlassen. Ich entließ sie in den Stall, wo sie sich sofort wieder zum Dösen hinstellte.

    Danach war Jackson dran.
    Bei ihm war es dieses Mal die Schulterpartie, die eine Behandlung benötigte.
    Seine Hinterhand hat sich vollständig von letztjährigem Trauma erholt.
    Nicole löste bei ihm die Blockaden im Hals- und Schulterbereich und auch er bekam eine Strom-Muskel-Lockerung im Rücken.

    Lia döste während der ganzen Zeit, in der Jackson behandelt wurde, im Stall vor sich hin und ließ sich auch von Merlin nicht aufwecken.
    Erst als Jackson dann dazu kam, war sie gewillt mit den beiden Jungs zusammen auf die Weide zu gehen.

    Für die nächsten zwei Tage dürfen die Beiden nun nicht geritten werden, sondern sollen sich auf der Weide bewegen. Spaziergänge sind aber erlaubt.
    Und danach sollen wir weitermachen, denn beide Pferde sind ansonsten fit und in einem guten Zustand.

    Sehr steil bergab soll ich mit Lia noch eine Weile meiden und ansonsten bei bergab generell besser absteigen.
    Den nächsten Routinecheck wird es dann in einem Jahr geben. Hoffen wir mal, daß Nicole uns vorher keinen unplanmäßigen Besuch abstatten muß.
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  • April, 2017
  • Die jährliche Zahnbehandlung

    Ziemlich genau vor einem Jahr, kurz nachdem Lia zu uns gekommen war, fand die letzte Zahnkontrolle und -behandlung statt.
    Letztes Jahr hatten sowohl Lia als auch Jackson eine Behandlung nötig gehabt.
    Jackson kam heute mit ein bißchen Zahnstein wegkratzen davon; Lia hingegen brauchte eine Komplettbehandlung: beim allerletzten Milchzahn war die Kappe am neuen Zahn hängen geblieben und an den Backenzähnen gab es ein paar Haken.

    Also wurde sie sediert. Dieses Mal mit einer Paste, die über die Mundschleimhaut ins Blut aufgenommen wird.
    Das dauert etwas länger, als die Sedation per Spritze, wirkt aber genauso gut.

    Letztes Jahr hatte Lia ziemlich lange zum wach werden gebraucht, daher dosierten wir die Sedation heute etwas niedriger.
    Auf dem obigen Bild sieht man Lia, wie sie langsam müde wird.

    Sie war super brav und kooperativ und so ging die Behandlung zügig vorbei.
    Danach durfte sie ihren Rausch erst ein bißchen ausschlafen und nach einer Weile führte ich sie über den Hof, damit der Kreislauf langsam wieder in Schwung kam. Gut zwei Stunden später war sie wieder ganz wach und ich ließ sie zu Merlin und Jackson.
    Zuerst fand sie das Kauen nicht so angenehm und tat sich schwer. Doch sie wechselte zum feineren Heu und nach einer Weile ging es besser.
    Ich ging noch eine Runde mit Ludwig spazieren und schaute nochmal nach ihr, als wir zurück waren. Da war alles schon wieder normal und sie fraß zufrieden ihr Heu.
    Nun ist Lia komplett fertig mit dem Zahnwechsel. Langsam wird sie erwachsen :-)

    dort wurde Lia zur Behandlung "aufgehängt"


    Lia´s letzter Milchzahn
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  • Vertrauen und Entspannung

    Am Mittwoch hatte ich meinen Dienst getauscht. So kam es, daß ich erst nachmittags am Stall war.
    Tina wollte zum Spätnachmittag kommen, daher hatten wir uns für einen gemeinsamen Spaziergang verabredet.
    Ich war schon früher da, um die drei Ponies von der Weide runter zu holen.
    Gemistet war schon, also hatte ich noch Zeit. Ich schnappte mir Ludwig und wir drehten schon mal eine kürzere Runde im Feld.
    Als wir zurück zum Stall kamen, hatte Lia sich für ein Nachmittagsschläfchen ins frische Strohbett gelegt.

    Lia döst und läßt sich von Merlin nicht stören


    Ich setzte mich zu ihr und sie vertraute mir genug, daß sie sich daraufhin immer mehr entspannte.
    Nach kurzer Zeit hing die Unterlippe immer weiter runter und der ganze Kopf sank tiefer.

    Noch trägt sie den Kopf halbwegs...


    Beweisfoto: ich saß direkt neben ihr


    hier stützt sie den Kopf schon fast auf dem Boden auf


    Jackson und Merlin ließen es sich währenddessen schmecken


    Ich flüsterte Lia zu, daß sie sich doch richtig entspannen und ganz hinlegen sollte und tatsächlich machte sie sich kurz darauf ganz flach. War wohl Zufall :-D

    Entspannung


    Sie hatte den Kopf noch nicht ganz auf das Strohkissen gesenkt, da begann sie schon zu träumen. Sie zuckte mit Augen, Ohren, Maul und Beinen und wieherte sogar im Schlaf.
    Ich hatte vor ein paar Wochen noch diesen Artikel gelesen und mir Gedanken gemacht, ob unsere denn wohl genug REM-Schlaf bekämen.
    Dieses Mal konnte ich also Zeuge von Lia´s wichtiger Schlaf-Phase werden.
    Ich habe auch ein Video davon gemacht, denn in Ton und bewegtem Bild kommt das viel besser rüber.

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  • März, 2017
  • Glück gehabt

    Am Dienstag hatte Lia einen kleinen Unfall.
    Sowas in der Art von richtig blöd gelaufen und hätte so niemand jemals vorhergesehen.

    Ich hatte alle drei Pferde gefüttert.
    Lia stand mit dem Hintern in Richtung der Absperrung zum anderen Stall.
    Als eines der Pferde dort die Nase über den Zaun streckte und an Lia schnupperte, gefiel ihr das nicht und sie trat nach hinten aus. Aber ziemlich übertriebener Weise gleich mit BEIDEN Hinterbeinen.
    Mit diesen schaffte sie es dann auf dem Zaun hängen zu bleiben. Nun ja... ich denke jeder kann sich vorstellen, daß ein Pferd nur auf den Vorderbeinen nicht lange stehen bleibt.
    Also kippte sie schließlich um.
    Sie sprang direkt wieder auf und war sichtlich erschrocken. Sie humpelte sofort aus dem Stall nach draußen.
    Ich ging ihr nach und beruhigte sie. Sie hatte sich offensichtlich schon weh getan, aber auf den ersten Blick schien es nichts ernstes zu sein.
    Sie fraß dann erstmal auf und dann führte ich sie ein bißchen über den Paddock. Da lahmte sich schon nicht mehr.

    Ich beobachtete sie noch eine Weile, doch sie war wieder ganz sie selbst.
    Sie hatte nur ein paar Hautabschürfungen aber sonst konnte ich erst mal nichts erkennen.

    An den nächsten beiden Tagen war ein Hinterbein ein bißchen angelaufen, aber sie lief klar. Sie bekam direkt ab Dienstag MSM und Arnika und auf das angelaufene Bein gab´s ne Packung mit Heilerde.
    Bewegung tut ihr übriges dazu, daß jetzt alles wieder abgeschwollen ist.
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  • Februar, 2017
  • ...Tja, jetzt sind sie ab

    Nein, die Mähne liegt nicht auf der anderen Seite ! Schon eine ganze Weile hatte ich mir überlegt, Jackson mal die fusseligen Haare zu schneiden. Aber beim Schneiden der Spitzen entstehen dann immer nur diese peinlichen Frisuren à la Pottschnitt oder Prinz Eisenherz, was das ganze auch nicht wirklich verschönert. Irgendwann entstand daraus der Gedanke, die Zotteln einfach mal abzuschneiden und ne Stehmähne auszuprobieren. Diesen doch ziemlich drastischen Schritt musste ich aber natürlich erstmal noch lange vor mir her schieben. Samstag morgen war es dann aber so weit: Kurzerhand schnappte ich mir die Schere und los ging es.

    Da liegen sie, die schönen Haare - alle ab


    Nachdem der erste Schnitt gemacht und eh schon ein Drittel der Mähne fehlte, fiel es auch nicht mehr schwer, weiter zu schnippeln. Mit riesigem Loch in der Mähne konnte Jackson ja jetzt eh nicht mehr rumlaufen. Heute haben sich die Haare bereits ein bisschen aufgestellt und wurden mit Hilfe von Papas Haarschneider noch etwas getrimmt.

    Hier einmal das Ergebnis mit unserem tollen Equizaum


    Nach dem ersten Schock gefällt es mir sogar schon ganz gut, sogar Kerstin, die Stehmähnen eigentlich hässlich findet, kann damit leben. Auch Kathi war überrascht, dass es nicht hässlich aussieht. Sie hat sogar gemeint, Jackson sähe damit sportlich und frischer aus :-D Nun müssen die Haare erstmal wieder ein Stückchen wachsen, damit ich der Frisur den letzten Schliff geben kann.
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  • Januar, 2017
  • Bewegungsdrang

    Natürlich zogen wir heute wieder in die Eifeler-Winterlandschaft los.
    Es war bitterkalt als wir uns zum Misten trafen. Minus 13 °C....brrrr
    Dazu schien eine strahlende Sonne vom Himmel.
    Dick eingepackt ging es dann los. Ab in den Winterwald.

    Auf Lia hatte ich von Beginn an etwas mehr Augenmerk als üblich, doch sie benahm sich sehr gut (abgesehen davon, daß ich sie doch etwas motivieren mußte heute).

    Im Wald kamen wir an eine Stelle, an der es etwas steiler herunter geht.
    Diese Stelle mag Lia nie. Heute lag da nun auch noch Eisschnee und dadurch mußte sie noch vorsichtiger laufen als sonst.
    Hier kam dann nochmal kurz der Trotzkopf von gestern durch: "Ich will nicht ! Paß auf ich bin gefährlich und steige!"
    Doch auch heute reichte dann ein deutliches "Nein!" und korrigieren meinerseits.
    Danach gab es keine Spinnereien mehr.

    Als wir aus dem Wald raus waren, schlugen wir noch einen großen Schlenker über die Felder ein.
    Da bekam dann Jackson heute plötzlich etwas Bewegungsdrang und wollte unbedingt traben.
    Erstaunlicherweise läßt das Lia dann ja wieder völlig kalt.

    Tina ließ Jackson auf einem gefrorenen Feld ein paar Runden traben. Das reichte schon, daß Jackson sich toll fühlte und danach motiviert aber gesittet weiter Schritt laufen konnte.

    Zurück am Stall wollten wir unseren Beiden aber doch noch mehr Möglichkeit zum Austoben geben und brachten beide auf den Platz.
    Halfter runter und los ging´s.
    Natürlich mußten wir mit Stimme und Gesten etwas nachhelfen, doch immerhin liefen die Beiden ein paar Runden.
    Lia tobte herum und wollte auch Jackson zum Spielen animieren. Doch der verliert natürlich nie seine Contenance und mehr als ein bißchen Trab und Galopp ist nicht drin.
    Danach war er auch müde und gähnte sich einen zusammen.
    Lia war etwas naß geschwitzt mit ihrem Teddyplüsch und nahm ein Schneebad von allen Seiten.
    Dann gähnte auch sie und stellte sich neben ihr Halfter: "Ich bin fertig; Du kannst mich jetzt zu meinem Futter bringen!"
    Das taten wir dann auch und hatten zwei zufriedene Pferdchen.

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