Einträge für Training

  • Mai, 2017
  • Spiegel ?!

    Man sagt ja "Dein Pferd ist Dein Spiegel".
    Nun war ich ja ein paar Wochen über ziemlich unsicher beim Reiten mit Lia.
    Da habe ich auch das ein oder andere Mal beim Aufsteigen etwas gezögert.

    Nun habe ich meine Angst überwunden, doch scheinbar hat Lia daraus abgeleitet, daß sie aus der Nummer raus kommt, wenn sie Terz macht, da ich dann ja vielleicht wieder unsicher werde.

    So gibt es zur Zeit, wie ich ja schon berichtet habe, Probleme beim Aufsteigen, da sie nicht stehen bleibt oder gar nicht erst bis an die Aufsteighilfe ran zu kriegen ist. Da gibt es dann nur noch den Rückwärtsgang.
    Baue ich dann Druck auf, reagiert sie mit Steigen und noch mehr Rückwärtsgerenne.
    Damit komme ich also absolut nicht weiter, wie ich letzten Sonntag beim Ausritt eindeutig festgestellt habe.

    Beim Reiten ist sie soweit brav wie immer, allerdings nur solange es so geht, wie sie möchte. Soll sie länger als sie will stehen bleiben, macht sie wieder Theater oder auch schon mal, wenn es nicht in die Richtung geht, die sie für die Richtige (Heimweg) hält.

    So habe ich mir vorgenommen einen Gang runterzuschalten und möglichst jeden Druck zu vermeiden, dafür aber beim ersten Anzeichen von "richtig" viel zu loben.
    Soweit so gut. Allerdings komme ich damit auch nur sooo weit.

    Ich hatte seitdem einige kleinere Erfolge, aber auch einige Situationen, die mir so nicht gefallen. Ich möchte jetzt hier auf keinen Fall etwas falsch machen und es mir mit Lia komplett unnötigerweise versauen.

    Natürlich beschäftigt mich die ganze Sache.
    So habe ich schon hin und her überlegt, wie ich weiter machen soll.

    Eben, nachdem ich vom Stall nach Hause kam, habe ich für mich einen Entschluß gefaßt.
    Zuerst wird nächste Woche der Sattel kontrolliert. Nicht, daß ihr doch irgendwie irgendwas drückt und sie sich daher so gar nicht mehr mit dem Aufsteigen und Reiten anfreunden kann.
    Außerdem werde ich ihr und mir eine Pause gönnen.
    Solange ich nicht weiß, wie ich genau weiter machen soll, macht es auch keinen Sinn mit ihr rumzudiskutieren. Das kostet uns beiden nur unnötig Nerven.
    Lieber arbeite ich dann nochmal vom Boden aus an unserer Kommunikation.
    Vielleicht ist es ihr ja jetzt doch einfach alles etwas zu schnell gegangen.
    Daher werde ich wieder einige Zeit zu Fuß laufen.
    Mal sehen wie lange. Das entscheide ich nach meinem Bauchgefühl.
    So haben wir aber beide die Chance diese unschönen Erlebnisse abzuhaken und in ein paar Wochen mit Ruhe neu anzufangen.

    Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus vielen Dingen, die uns an diese Stelle gebracht hat:
    vielleicht der Sattel...
    meine Unsicherheit...
    Lia´s Intelligenz (wenn ich ne Chance hab mich vor der Arbeit zu drücken, dann nutze ich die)...
    vielleicht zu viel zu schnell gemacht und Lia doch unbeabsichtig überfordert...

    Egal....wir schalten einen Gang zurück und dann schauen wir weiter !
    Denn bei einem bin ich mir ganz sicher: Es kann nicht die Lösung sein jetzt mit schärferen "Mitteln" (sprich Gebiss oder Anzüge oder oder oder) ranzugehen. Das möchte ich nicht und das halte ich auch definitiv für den falschen Weg.
    Ja Lia ist schlau und hat nicht immer Bock zu arbeiten und versucht sicher auch oft genug einfach ihren Kopf durchzusetzen.
    Dennoch möchte ich nicht übersehen, daß sie offensichtlich mit den aktuellen Geschehnissen unzufrieden ist.
    Daher werde ich sie ernst nehmen und nicht einfach so lange dran rumhantieren und zuschnüren, bis sie aufgibt. Denn ich möchte kein abgestumpftes Pferd haben, daß aufgegeben hat, sondern einen Partner, der mir vertraut, dem ich aber auch zuhöre, wenn er unzufrieden ist.
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  • April, 2017
  • Höhen und Tiefen

    Nach letztem Sonntag habe ich Lia und mir eine Woche Pause gegönnt. Am Dienstag war der Tierarzt zum Impfen da und ansonsten gab es für sie nur Wiese, Futter und einmal täglich Hufe auskratzen.
    Das war - glaube ich - für uns beide ganz gut.

    Gestern begannen wir dann mit einem Spaziergang wieder das Training. Tina und Jackson gingen auch beide zu Fuß.
    Der arme Spikey war dieses Wochenende leider nicht mit von der Partie, denn ihn hat ein Magendarm-Virus erwischt.
    Heute geht es im zum Glück aber schon wieder besser.

    Lia war zuerst etwas unkooperativ: Sie war wohl der Meinung, daß ihr die Pausenzeit besser gefallen hat, und daß man auch draußen jetzt machen kann was man möchte. Aber mit ein bißchen Konsequenz ("Nein, fressen ist NICHT okay!") kamen wir beide schnell wieder klar.

    Auf dem Weg durch den Wald fanden wir noch ein paar schöne Hindernisse, um die Koordination zu trainieren: Gräben, Baumstämme und für Jackson ein natürliches Podest, das gar nicht so einfach zu erklettern war. Doch der passionierte Kletterkünstler schaffte es bravourös, wie Ihr auf dem Foto oben sehen könnt.

    Heute waren wir mit Kathi verabredet.
    Wir wollten sie abholen.
    Wir sattelten und ritten vom Hof.
    Ich habe mir für Lia einen Equizügel gekauft. Der soll uns beim Balance halten - besonders bergab - helfen.
    Den Equizügel hatte ich heute zum ersten Mal dabei und ich kann sagen, auf dem einen Bergab-Weg, den wir geritten sind, hat er mir schon ganz gut geholfen. Ich muß noch ein bißchen mit der Einstellung probieren, bin aber ganz optimistisch, daß uns das helfen kann.

    Als wir am Rand des Dorfes vorbeiritten, flatterten dort bei dem böigen Wind zuerst eine Plane und dann ein Absperrband ziemlich heftig herum.
    Das war Lia nicht geheuer und ich stieg ab. Geführt schafften wir die Monster zu passieren.

    Ich lief dann erst mal einen ganze Weile zu Fuß.
    Inzwischen hatten wir Kathi, Ribanna und Maja eingesammelt.

    Als wir dann eine Bank erreichten, die ich zum Aufsteigen nutzen wollte, erlebte ich leider doch mein heutiges Tief.
    Ich war nervös, daß diesmal wieder irgendwas beim Aufsteigen nicht klappen würde, und so ging ich schon falsch an die Sache ran. Außerdem machte ich mir Gedanken, daß die Bank nicht hoch genug sein würde.
    Dennoch - wider besseren Wissens - positionierte ich Lia und stellte den Fuß in den Bügel.
    Lia versuchte wieder nach dem Gras zu schnappen und wollte auch nicht richtig stehen bleiben. Meine Unsicherheit übertrug sich auf sie.
    Dann merkte ich, wie ich ärgerlich wurde. Ärgerlich auf mich selbst, doch leider ließ ich Lia das spüren und schickte sie unsanft und völlig unnötig rückwärts und schubste sie.
    Das einzig positive für mich, daß ich mich danach schnell genug wieder im Griff hatte und entschied, daß wir eben weiter zu Fuß gehen würden. Ich wollte nicht wieder so eine unnötige Aktion wie letzte Woche haben, die uns nur alle frustet.

    Weiter ging es also bis zu einer Mauer, von der ich schon einmal erfolgreich aufgestiegen war.
    Die half uns auch heute.
    Von dort an ritt ich mit den beiden zusammen und an und für sich war alles gut und ich konnte mich nach und nach entspannen. Sogar auftraben klappte problemlos.

    Erst als Kathi sich von uns verabschiedete, wurde ich wieder unsicher. Lia schaute Ribanna - verständlicherweise - hinterher. Das ließ mich schon wieder - unsinnigerweise - schlimme Dinge fürchten, obwohl Lia wirklich außer gucken gar nichts machte.
    Als wir den Berg geschafft hatten, fragte Tina ob ich ein Stückchen traben wollte. Puuhh.. ja ich wollte und doch ... eigentlich traute ich mich nicht.... aber ich wollte über meinen eigenen Schatten springen. So stimmte ich doch zu und es war auch gar nicht schlimm. Lia war lieb und lief brav neben Jackson her.

    Kurz darauf stieg ich wieder ab, weil eine Imkerin gerade an ihren Bienenstöcken hantierte und ich da lieber nichts riskieren wollte.
    Doch letztlich konnte ich den ganzen Ausflug positiv abschließen.
    Ich stieg nochmal auf, als wir eine passende Bank passierten, und dieses Mal konnte ich mit Lia an den ganzen Flattersachen vorbeireiten.
    Also ein Ritt mit Höhen und Tiefen, aber einer positiven Tendenz zum Ende für mich.
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  • Zuviel gewollt ?!?

    Gestern hatten Tina und ich einen schönen recht entspannten Ausritt. Die Pferde waren motiviert und das Wetter hielt mit.
    Heute hatte ich dann mit Lia irgendwie nicht den richtigen Draht....

    Im Nachhinein betrachtet, habe ich vielleicht doch ein bißchen zuviel gewollt und bin da bei ihr auf Gegenwehr gestoßen.
    Deshalb habe ich entschieden, daß wir nochmal einen Schritt zurück gehen und mindestens diese Woche eine (Reit-)Pause einlegen.
    So haben wir beide Zeit uns miteinander wieder zu entspannen und die gemeinsame Zeit zu genießen. Wir werden sicher ein bißchen spazieren gehen, aber ansonsten gibt es viel Freizeit in dieser Woche. Ein Cut wird uns denke ich beiden ganz gut tun und dann sehen wir mal, wo wir wieder ansetzen. Vielleicht reicht eine Woche, vielleicht verlängern wir es auch noch etwas. Wir werden sehen.

    Nun fragt ihr Euch sicher, was denn überhaupt "passiert" ist.
    Gestern auf dem Rückweg hat Lia eine neue "Unart" ausprobiert. Wir mußten mehrmals auf Spikey warten, was Lia auf dem Heimweg nicht gefiel und sie ungeduldig wurde.
    Da probierte sie dann aus, was denn passiert, wenn sie sich meinen Hilfen widersetzt. Besonders unschön war dabei, daß sie den Kopf sehr hoch nahm, um sich den Zügeln zu entziehen. Das hatte ich an und für sich schnell im Griff, denn ich habe dann immer eine Volte geritten und erneut Hilfen zum Anhalten gegeben.

    Heute hat sie das weiter ab und an probiert, doch auch da konnte ich es erstmal unterbinden.
    Dann kam ein Wegstück, das ihr wohl zu schwierig war. Es war schmal, es gab Wurzeln, es ging mal bergauf, mal bergab. Kurzum sie mußte sich konzentrieren und war damit scheinbar überfordert.
    An dieser Stelle ging dann das Gehampel los und der Kopf war wieder in den Wolken. Hier war nun aus Platzgründen aber kaum eine Volte möglich, denn rechts uns links ging es bergab.
    Da ich ja auch immer etwas ängstlich bei Höhen bin, half mir der Weg auch nicht dabei ruhig und selbstsicher zu bleiben.
    Im Nachhinein hätte ich schon weit vorher absteigen sollen und nicht zuviel von Lia verlagen. Doch natürlich ist man hinterher immer schlauer.
    Ich stieg dann ab und wir gingen zu Fuß weiter.

    Als ich dann eine halbe Stunde später wieder aufsteigen wollte, klappte auch das nicht.
    Allerdings ganz allein, weil ich es nicht gebacken bekam.
    Ich neige dazu, mich in solchen Situationen mit meinem Kopfkino in eine Stimmung hineinzusteigern, die weder für mich, noch für alle um mich herum, sinnvoll und angenehm ist.
    Ich parkte Lia neben einer Böschung. Dort war das Gras relativ hoch und sie wollte danach schnappen.
    Das wollte ich nicht, also korrigierte ich sie immer wieder. Da meine Nerven aber noch von der vorherigen Situation leicht reizbar waren, brachte mich das wieder aus der Fassung und meine Knie waren nicht stabil genug, um von der Böschung aus aufzusteigen.
    Darüber ärgerte ich mich dann selbst und so geht der Teufelskreis los.
    Dann gehen meine Gedanken weiter, daß ich alle aufhalte und daß nur, weil ICH (nicht Lia) es nicht hinbekomme. Das kann ich dann theoretisch endlos weiterspinnen: Habe ich mich doch mit einem Jungpferd übernommen ? Sollte ich besser die Reiterei ganz drangeben ? ......

    Das begleitet mich ja schon mein ganzes Leben lang und mittlerweile habe ich mich soweit im Griff, daß ich dann abgebrochen habe und noch ein Stück weiter zu Fuß gegangen bin. Als wir dann an einer Bank vorbei kamen, nutzte ich diese zum Aufsteigen und dann war ich auch wieder in der Lage zu sprechen.
    Es tut dann gut, wenn man diese irren Gedanken mal loswerden kann. Tina kennt mich ja inzwischen lang genug, um meine irren Gedankengänge zu kennen. Wenn ich dann aus der Situation rausgekommen bin, ist es mir auch nicht mehr peinlich das ganze zuzugeben.

    Nun ja... jedenfalls nehme ich mir und gebe Lia einfach mal wieder etwas mehr Zeit. Im Prinzip klappt alles so gut mit ihr. Da vergißt man doch dann manchmal, daß wir ja noch ganz am Anfang stehen und daß uns niemand hetzt.
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  • Ostern abgeschrieben

    Das Osterwochenende liegt nun fast hinter uns und ich finde Zeit für einen kleinen Rückblick.
    Wir hatten uns auf 4 Tage mit den Pferden und Hunden gefreut, doch da hat uns der April einen ziemlichen Strich durch die Rechnung gemacht.
    Am Karfreitag war das Wetter noch ziemlich gut. Sonne und Wolken im Mix und ein bißchen Wind.
    Spikey war wieder mit am Stall und eine Woche nach seiner OP wieder relativ fit.
    Doch noch bekam er Schmerzmittel und mußte es auch etwas langsam angehen lassen.
    Daher drehten wir mit Lia, Jackson, Ludwig und Spikey eine Spaziergangsrunde. Danach war er auch k.o.

    Samstag war es einfach usselig. Es war nieselig-feucht mit kaltem Wind und wir waren irgendwie alle nicht motiviert. Nach den hohen Temperaturen der letzten Woche, machte uns das feucht-kalte Wetter jetzt irgendwie mehr zu schaffen als im Winter. Wir sind ja sonst nicht zimperlich und gehen auch bei Regen raus, doch Samstag haben wir gekniffen. So kamen die Pferde zu einem freien Tag.

    Am Sonntagmorgen war es trocken. Dafür hatte der Wind deutlich aufgefrischt. Spontan beschlossen wir, daß wir, während die Pferde grasen, mit den Hunden ne Runde drehen und danach mit den Pferden auf den Reitplatz gehen würden.
    Bevor das möglich war, waren allerdings noch einige Berge Winterfell aus Jackson und Lia zu bürsten.

    Auf dem Reitplatz dann hatte ich mal wieder einen Anfall von "verkrampftem Frosch".
    Es war unser erster Ritt auf dem Platz.
    Ich wollte eigentlich ganz entspannt ein paar Runden drehen und dabei langsam beginnen große Volten über Gewichtshilfen zu üben und vielleicht ein paar Mal auf der Geraden ein Stückchen traben.
    Doch Lia war von Anfang an erst Mal nicht sehr kooperativ.
    Die flatternden Folien der Silageballen, die neben dem Reitplatz lagern, waren ihr gruselig.
    Komischerweise hab ich dann mehr Angst als mit ihr im Gelände. Sollte man ja eigentlich meinen, daß das anders sei.
    Ich bin aber einfach ein Busch-Reiter.
    Dennoch gab ich nicht auf und machte - trotz einiger "Panik-Attacken" mit meinem geplanten Programm weiter.
    Nach einer Weile konnte ich sowohl Lia als auch mich mit den Übungen ablenken und wir arbeiteten ganz gut zusammen.
    Sehr positiv empfand ich, daß sie sich - wie auch im Gelände - auch hier nicht von Jackson beeinflussen ließ. Egal, ob er uns entgegen kam, von hinten aufritt oder trabte und galoppierte, Lia blieb ruhig im Schritt.

    Als wir dann beide entspannter waren, machte ich mich doch noch ein bißchen ans Traben.
    Das gestaltete sich noch ziemlich schwierig. Lia wollte das ein oder andere Mal lieber angaloppieren und es wurde Gangsalat aus Schritt, Trab und Galopp.
    Doch zum Schluß schafften wir einmal die lange Seite und damit machte ich Schluß.
    Als ich dann abstieg, konnte ich Lia sofort ansehen, daß sie nun auch wirklich k.o. war.

    nach der Einheit auf dem Reitplatz


    Bei dieser Einheit ist mir auch noch aufgefallen, daß die Gewichtshilfen wirklich universell für´s Pferd sind und nicht "menschengemacht".
    Lia kennt ja nun wirklich noch kaum etwas davon (das bißchen aus dem Gelände), doch sie reagierte sofort intuitiv richtig und große Volten waren überhaupt kein Problem und sie verstand mich sofort.

    Tina und Jackson arbeiteten auch ein bißchen im Galopp


    Der Ostermontag-Morgen fiel dann komplett ins Wasser.
    Es regnete ununterbrochen und der Stall stand halb unter Wasser.
    Also begaben wir uns erst Mal ans Trockenlegen, während die Pferde grasen waren.
    Danach gab es Futter und für mehr war einfach nicht das richtige Wetter.
    Also bekamen die Pferde einen weiteren spontanen Urlaubstag und ich drehte meine Runde mit Ludwig im Wald, wo wir durch die Bäume wenigstens ein bißchen geschützt waren.

    naß war´s


    Ludwig mit Regenmantel unterwegs
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  • Bauernhofleben

    Gestern und heute ist mir mal wieder besonders aufgefallen, daß unsere Pferde nun auf einem richtigen Bauernhof leben. Mit so allerlei anderen Viechern um sie herum.

    Ein paar davon habe ich mit einem Foto einfangen können:

    dieses Huhn ist bei seinesgleichen ausgezogen und lebt nun vogelfrei im und um den Pferdestall herum


    Direkt angrenzend an unseren Stall beginnt die Weide der Kühe. Zur Zeit gibt es auch viele Kälber dort.


    Die Katzen toben über den ganzen Hof. Heute Morgen hatte ich Besuch von diesen Beiden.


    .


    .


    Kletterkünstler


    Die Pferder sind jetzt meist zweimal täglich für 20-30 Minuten auf der Weide und können sich schon mal etwas an´s frische Gras gewöhnen.
    Während sie draußen sind, kann man dann ganz in Ruhe misten und einstreuen.
    Nachdem ich sie heute Morgen wieder reingeholt hatte, putzte ich Lia noch etwas Fell raus und dann marschierten wir auf einen Aufwärmspaziergang los.
    Nur ein halbes Stündchen, denn ich wollte danach noch mit ihr auf den Reitplatz zum longieren.

    So hatte ich aber zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Ludwig war spazieren gewesen und Lia war schon warm, ohne langweilig ewig im Kreis laufen zu müssen.

    Als wir zurück waren, ließ ich sie dann nur ein paar Runden Schritt gehen und dann antraben.
    Sie machte zunächst gut mit und ließ sich auch von den anderen Pferden, die direkt nebenan auf der Wiese standen und sehr interessiert waren, nicht ablenken.
    Dann kam aber wieder der Punkt, wo ihr arbeiten zu anstrengend wird. Sie ist schon eher ne faule Motte manchmal und dann will sie manchmal ihren Kopf durchsetzen und früher Feierabend machen.
    Doch mit dem Equizaum kann sie mir jetzt ihren Kopf beim Longieren nicht mehr einfach so entziehen und schnell mußte sie einsehen, daß Mitarbeit am angenehmsten ist.
    Als ich ihr dann das Stimmkommando zum angaloppieren gab, war nix mehr mit faul.
    Da ging der Schweif hoch und sie rannte bockend los. Doch nach ein bißchen Korrektur und Beruhigung schafften wir auch noch zwei schöne ruhige Galopprunden.

    Zum Abschluß machte ich mit ihr noch die allerersten Miniübungen zum laufen in Stellung. Da machte sie sehr schön und vor allem konzentriert mit. Allerdings fiel ihr das noch sehr schwer, aber das ist ja auch völlig normal, da sie daß so wohl noch nie gemacht hat.
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  • März, 2017
  • schon entspannter

    Das Wetter ist zur Zeit sehr unbeständig und usselig. Fast ständig bläst ein frischer bis starker Wind, teilweise mit Sturmböen.
    So langsam schlägt das sowohl Mensch als auch Tier etwas auf´s Gemüt.

    In der verangenen Woche hatte Lia meist frei. Nur Mittwoch waren wir ein Ründchen spazieren, um zu sehen wie sie lief nach ihrem Umfall-Unfall.

    So war gestern der erste Tag, an dem wir wieder reiten wollten.
    Tina und ich trafen uns nachmittags und machten die Pferde fertig.

    Dieses Mal ritten wir beide zusammen vom Hof. Tina hatte zwar den Handpferdestrick noch dabei, aber ich ritt allein los.
    Das klappte auch sehr gut und ich war schon deutlich weniger angespannt als letzten Sonntag.
    Wir ritten ca 30 Minuten bis wir einen Traktor mit einer riesigen Spritze ausweichen mußten.
    Da Lia natürlich war Lenkung und Reaktion angeht noch nicht so schnell und präzise ist, wie ein routinierteres Pferd, stieg ich ab und führte sie zur Seite. Der Landwirt war auch nicht gerade einer von der sehr geduldigen Sorte.

    Danach ging ich zu Fuß weiter.
    Es ging wieder bergauf und dann durch ein Stückchen Wald, bis wir eine halbe Stunde später wieder an meinem großen Aufsteigebaumstamm vom ersten Unterwegs-Aufsteigen angekommen waren.
    Dort stieg ich wieder auf.
    Von dort führte der Weg über eine kleine Brücke.
    Diese ist an der einen Seite baufällig und daher für Autos gesperrt. Die Sperrung besteht aus Metallständern mit Flatterband, das kreuz und quer gespannt ist.
    Rechts an der Seite können Fußgänger oder eben auch Reiter die Brücke überqueren.
    Lia kennt diese Brücke von unseren Spaziergängen.
    So war es für sie kein Problem, nachdem ich aufgestiegen war, als erste durch den schmalen Engpaß zu gehen.
    Da merkt man dann, daß sich die lange Vorarbeit als Handpferd jetzt auszahlt.

    Von dort ritten wir nun langsam wieder zurück zum Stall.
    Wieder ließ ich mich ca. eine halbe Stunde von Lia tragen, bevor Tina und ich dann das letzte Stück zu Fuß angingen.
    Den Rückweg hatten wir keine Minute zu früh eingeschlagen, denn der Wind, der nachmittags glücklicherweise völlig ruhig gewesen war, frischte wieder auf und brachte schnell dicke Wolken mit Regen und Hagel zu uns.
    Wir bekamen aber nur noch ein paar Tropfen unterwegs ab. Als es richtig losging, waren wir am Stall angekommen.

    Für heute war es morgens noch trocken angesagt, daher verabredeten uns schon für den Vormittag.
    Wieder ritt ich allein neben Jackson her.
    Mit jedem Mal wird es für Lia und mich selbstverständlicher.
    Ich bin nicht mehr ganz so angespannt und das überträgt sich natürlich auch auf Lia.
    Ihre Bewegungen werden auch immer sicherer mit dem Reitergewicht auf ihrem Rücken.
    Sie kann sich besser balancieren und heute schafften wir zusammen auch schon leichte Bergab-Stücke.
    Es fühlt sich schon sehr nach Ausreiten an, was wir machen. Diesmal blieb ich länger im Sattel. Die Wege, die wir einschlugen, waren perfekt für Lia geeignet und so stieg ich erst nach einer Stunde ab. Dafür war danach auch Schluß mit Reiten für heute und den Heimweg lief ich selbst.
    Der Wind war heute frisch bis stürmisch, doch auch davon ließ Lia sich nicht beeindrucken.

    Lia und Kerstin unterwegs


    Ludwig nach dem Ritt am Stall


    Spikey


    Lia durchkämmt das Stroh
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  • Februar, 2017
  • Wie ein verkrampfter Frosch...

    Tja hier war ja in den vergangenen Tagen nicht viel los... aber so war es auch bei uns am Stall.
    Das Wetter war ziemlich wiederlich und wir waren entweder krank oder hatten keine Zeit.
    So hatten die Ponies mehr oder weniger frei.
    Am Mittwoch waren die Hufe mal wieder dran, aber das ist ja auch keine wahnsinnige Anstrengung...jedenfalls nicht für die Vierbeiner.
    Donnerstag war ich immerhin eine Runde zusammen mit Kathi, Ribanna und Maja spazieren.
    Bereits morgens blies der Wind sehr frisch und Lia war zunächst etwas hibbelig.
    Doch sie freute sich, als sie Ribanna erkannte und wieherte ihr sogar leise entgegen.

    Gestern, am Karnevalssamstag, waren Tina und ich dann zusammen unterwegs. Tina wollte laufen, so nahm sie Lia vom Boden aus an den Strick, während ich ein halbes Stündchen ritt.
    Im Feld war richtig viel los: Spaziergänger, Fahrradfahrer und Leute mit Hunden. War schon ein bißchen ungewöhnlich so im Februar....
    Nachdem wir kurz hinterm Ackerer Schmidt die Straße überquert hatten, stieg ich ab und lief den Rest zu Fuß.

    Heute waren wir seit langem mal wieder mit Kathi verabredet.
    Da sie vormittags noch mit Jolie ausreiten war, machten wir aus, daß wir sie bei ihr am Stall abholen würden.
    Also marschierten wir um 12 Uhr bei uns los.
    Tina ließ sich diesmal von Jackson tragen. Ich lief erst mal zu Fuß bis wir bei Kathi angekommen waren.

    auf dem Weg zu Kathi durch´s Dorf


    Ich stieg dann auf und Lia und ich ritten zum ersten Mal in einer Dreiergruppe.
    Tina hatte mich wieder am Strick.
    Das Wetter war uns heute gut gesonnen. Es gab einen trockenen Sonne-Wolken-Mix mit teilweise böigem Wind.
    Die Böden sind auch schon wieder gut abgetrocknet.

    Lia und ich neben Jackson als Handpferd


    Maja und Spikey


    Mein erstes Foto vom Sattel aus.


    Wir ritten so ungefähr 40 Minuten, dann stiegen Kathi und ich ab. Wir wollten zu Fuß weiter gehen.
    Ribanna hielt allerdings nichts von unserem Richtungsvorschlag und machte sich mal kurzfristig flott auf den Heimweg. Allerdings ohne Kathi !
    Die rief ihr hinterher und lief ihr nach. Nach wenigen Metern hatte sie ihr Schimmelchen wieder eingefangen.
    Dann mußte sie doch mit uns den längeren Weg weitergehen.

    Dieser führte uns bis zum Wald.
    Dort gibt es eine Wiese mit Tränken für die Kühe, wo alle Pferde mal ihren Durst stillen konnten.
    Ich wollte eigentlich wieder aufsteigen, doch kamen von rechts ein paar Leute mit einer ganzen Hundemeute den Berg herunter.
    Da gingen wir lieber mal weiter, denn wir waren alle nicht scharf auf ein Zusammentreffen.

    Ein paar hundert Meter weiter bot sich jedoch schon wieder eine gute Aufsteigemöglichkeit.
    Im Wald waren Fällarbeiten gemacht worden und am Wegrand lagen einige Baumstämme.
    Einer war so hochgebogen, daß mir die Höhe gut ausreichte.
    Ich testete zuerst, ob er fest lag und nicht wegrollte. Er war sehr stabil, also parkte ich Lia daneben und stieg wieder auf.
    Parken läßt sie sich wirklich vorbildlich und bleibt auch immer brav beim Aufsteigen stehen.
    Auch Kathi schwang sich wieder auf Ribanna´s Rücken.
    Und dann sind wir einfach losgeritten... Ganz ohne Sicherheitsleine ....Ich dachte mir ein paar Meter könne ich ja ruhig schon allein gehen.
    Lia reagierte gut und lief brav mit den anderen mit.

    Kerstin und Lia leinenlos


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    .


    .


    Bald darauf bogen wir rechts am Waldrand ab und ritten etwas bergauf.
    Lia mußte strengte sich an, doch vielen wir etwas zurück, da Ribanna und Jackson da nun einfach doch einen großen Trainingsvorsprung haben.
    Der Wind frischte wieder auf und in den Bäumen raschelte es.
    Dann passierte es: Lia erschreckte sich und lief los. Doch das war´s auch schon. Sie ließ sich sofort wieder von mir anhalten und lief weiter im Schritt.
    Nach ein paar hundert Metern passierte das gleiche noch mal.
    Einerseits war ich froh es "hinter mir zu haben" das erste Mal Erschrecken auf Lia´s Rücken, andererseits war ich danach etwas nervös.
    Völlig unbegründet, ich weiß....denn es war ja nichts ungewöhnliches passiert, was mir nicht auch mit jedem älteren Pferd hätte passieren können. Im Gegenteil. Lia hatte doch perfekt reagiert und sich halten lassen.
    Aber so als Angsthase.....
    Ich bemühte mich aber mich wieder zu entspannen und Kathi und Tina halfen mir dabei, in dem sie mich mit einer Unterhaltung ablenkten.
    Tina neckte uns, weil sei meinte, wir müßten aber noch an unserer Geschwindigkeit arbeiten, da wir etwas hinterher schlichen.
    Mein Kommentar dazu brachte Kathi sehr zum lachen. Ich meinte nur: "Wenn ich hier nicht mehr wie ein verkrampfter Frosch drauf sitze, dann läuft Lia sicher auch etwas schneller !"
    Kathi wollte wissen, wie ich denn auf den Frosch gekommen sei.... Gute Frage.... sowas kommt mir dann einfach in den Sinn.... muß aber keinen solchen haben :-)

    Ich wurde langsam lockerer, da Lia wirklich total lieb war und am lockeren Zügel brav vorwärts lief.
    So blieb ich die ganze Zeit "leinenlos" und war innerlich sehr sehr stolz auf mein Mädchen und ein bißchen auf mich.
    Kurz vorm Stall geht der Weg dann nochmal bergab. Da stieg ich ab, denn das ist für Lia doch noch sehr schwer.

    Es war ein sehr schöner Ausritt heute. Ein großes Dankeschön an Tina und Kathi, die mir immer unterstützend zur Seite stehen und mich zum Glück nicht allzu ernst nehmen !
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