Einträge für Training

  • Februar, 2018
  • Ein Test und ein bißchen Entspannung

    In der vergangenen Woche ging es mit Lia insgesamt ein bißchen besser.
    Und das, obwohl es aufgrund des Wetters wieder ein paar Tage gab, an denen gar nix ging.
    Samstag und Sonntag waren wir spazieren und ich konnte Lia ganz gut im Zaum halten. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sobald sie auch nur irgendwelche Anstalten machte, nahm ich sie kurz am Kappzaum unten und am Zügeln, den ich auf der Nase des Kappzaums befestigt habe. So hatte sie nicht viel Raum, um abzuspacken.
    Das klappte gut.

    Am Montag hatte ich die Möglichkeit einen anderen Sattel auf Lia zu testen.
    Ich überlege seit längerem, ob ich nicht auf einen anderen als den Westernsattel umsteige.
    Da ist es natürlich immer hilfreich, wenn man mal etwas ausprobieren kann.

    Mit dem Sitzgefühl war ich sehr zufrieden und auch Lia schien einverstanden zu sein. Das ist natürlich so recht schwer zu beurteilen, da ich aufgrund von Schnee und Eis nur ein paar Runden im Schritt über den Hof reiten konnte. Doch das kann ja bei Lia schon ausreichen, wenn ihr etwas nicht paßt. Von daher werte ich es mal als positiv, daß sie ruhig und entspannt geblieben ist.

    Im Anschluß zogen Tina und ich mit den Ponies und Ludwig los auf einen schönen langen Spaziergang. Die Sonne kam mehr und mehr raus und Schnee und Eis waren dann schnell Geschichte.
    Wir alle genossen das Wetter und Lia war wirklich sehr entspannt. Dieses Mal gab es gar keine Anstalten für irgendeinen Quatsch. Nicht mal, als wir am Waldrand entlang gingen.

    Heute Morgen war ich dann seit längerem wieder mal allein mit ihr spazieren.
    Auch das klappte dank der Kappzaum-Methode gut. Sie war zunächst ruhig und entspannt und wir konnten sogar zweimal schön ruhig traben.
    Auf dem Rückweg dann, ließ sie sich wieder von irgendetwas (ich konnte nichts sehen oder hören) ablenken und wurde hibbelig. Doch auch dieses Mal konnte ich durch meine Festhalte-Technik verhindern, daß sie sich aufspult und so konnten wir dennoch gesittet nach Hause gehen.
    Es wäre schön, wenn es nun so positiv weiter gehen würde.
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  • Januar, 2018
  • fein dosiert will gelernt sein

    Nun ist das Katastrophen-Wochenende schon wieder eine Woche her. Seitdem habe ich Lia außer an einem Pausentag jeden Tag konsequent irgendwie bewegt. Und wenn es "nur" 15 Minuten an der Longe waren.
    Sie war die ganze Woche über ziemlich kooperativ. Ich habe wieder etwas dazugelernt bzw. nochmal deutlich von ihr bestätigt bekommen: Soviel Druck wie nötig aber auf jeden Fall so wenig wie möglich.
    Lia reagiert auf zuviel Druck sofort mit Gegendruck und da kann man bei 500 kg Pferd als Mensch einfach nur verlieren. Daher darf ich mich unter keinen Umständen auf ein "Duell" mit ihr einlassen. Das ist nicht immer einfach, da ich leider auch oft dazu neige, mein Temperament mit mir durchgehen zu lassen. Doch so kann ich vielleicht ja durch Lia noch eine Menge dazulernen.

    Am Freitag war ich zum ersten Mal wieder mit ihr spazieren, seit dem Disaster am vorigen Samstag.
    Kathi und Maja begleiteten uns. Lia war ruhig und entspannt und fast schon müde. So konnten wir einen schönen ereignislosen Spaziergang genießen.

    Am Samstag war seit langem mal wieder ein Tag mit Sonnenschein. Es war frisch und etwas windig, doch ich wollte die Sonne nutzen und mich auf mein Pony setzen. Tina begleitete uns mit Jackson zu Fuß. So konnte ich immer wenn ich unsicher wurde auf meinen "Anker" zurückgreifen. Tina führte Lia dann an der Trense. Das gab mir und Lia Sicherheit. Ist zwar irgendwie ein bißchen wie der Placeboeffekt bei den Arzneimitteln, aber das ist mir ehrlich gesagt wurscht... Hauptsache es funktioniert.
    So konnten wir eine ganze Stunde ausreiten....wenn auch im allerlangsamsten Schneckentempo, das je ein Pferd zuvor gegangen ist... aber was soll´s ..... daran kann ich später arbeiten.

    Sonntag dann ging es umgekehrt los. Tina ritt Jackson und ich nahm Lia mit dem Arbeitsseil am Kappzaum mit.
    So schafften wir tatsächlich eine große Runde über zwei Stunden. So lange waren wir schon ewig nicht mehr unterwegs gewesen.

    Jackson und Tina kurz vor dem Abritt


    Lia mit ihrer momentanen Ausstattung


    Lia war insgesamt kooperativ und brav und wir konnten sogar ein Stück traben. Nur auf dem letzten Stück gab es nochmal ein kurzes Aufmucken, das ich aber schnell wieder im Griff hatte.
    Insgesamt gefällt mir die Tendenz und ich hoffe, daß es so weiter geht.
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  • Safety first !

    Nach einer erneuten Woche mit usseligstem Naß-Wetter hatte ich gestern endlich wieder etwas Zeit für Lia.
    Das Wetter war jedoch kaum besser als die übrige Woche. Es schnee-regnete munter vor sich hin, als ich am Stall eintraf.
    Während ich mistete traf auch Tina ein.
    Lia zu putzen war nicht möglich, denn sie hatte eine 1-2 cm dicke frische Schlammschicht über den ganzen Körper verteilt.
    So blieb es beim Hufe auskratzen und dann starteten wir - trotz des Wetters - unseren Spaziergang.

    Alles war ruhig und entspannt - und dann: BANG!
    Lia hörte wohl irgendwas, das sie verunsicherte (ich glaube es war ein Vogel) und dann rastete sie aus.

    Sie lief los und keilte nach hinten aus...und knallte meinem rechten Oberschenkel eine. Glücklicherweise war es der Oberschenkel. Der kann das von all meinen Körperteilen wohl am besten verkraften.
    Doch mit der Ruhe war es nun vorbei. Sobald ich sie wieder einsammelte und in unsere gewünschte Richtung weiter gehen wollte, ging das Theater von vorn los. Ich wußte mir nicht mehr wirklich zu helfen und ließ Lia dann erst mal ihre Runden um mich herum drehen. Zum Glück hatte ich Kappzaum und Arbeitsseil für den Spaziergang gewählt.
    Lia spackte nun ordentlich ab: von Bocken, Auskeilen bis Steigen war alles dabei.
    Doch da sie nicht wirklich über Kondition verfügt, war nach einer Weile traben im tiefen matschigen Wiesenboden in Kombi mit der Abspackerei schon die meiste Luft raus.
    Doch nun war es an mir zu sagen:"Lauf!"
    Denn nur, weil Madam jetzt k.o. war, war die Longeneinheit noch nicht beendet. Ich schickte sie also noch einige Zeit im Trab um mich herum, bevor ich sie schließlich zu mir einlud und dann konnten wir endlich wieder weiter gehen.
    Danach war es dann auch gut für diesen Tag.

    Heute morgen erwarteten uns dann gleich drei Abspack-Ponies auf dem Paddock. Die Sonne (ja es hat tatsächlich die Sonne geschienen) ist ihnen wohl zu Kopf gestiegen.



    Bevor ich heute mit der Irren rausgehen würde, wollte ich mal testen, wie sie so drauf ist.
    Daher zog ich ihr den Kappzaum an und dann wollte ich sie etwas über den Hof longieren. Der Reitplatz ist aufgrund der Wetterumstände nicht zu gebrauchen. Da watet man einfach nur noch durch Matsch.
    Nach wenigen Runden war schon klar, daß Lia heute ebenfalls nicht kooperativ sein würde. Sie hatte keine Lust auf diese Art Arbeit und haute mir mehrmals in Richtung Stall ab.
    Ich habe gelernt, daß es keinen Sinn hat, sich mit ihr auf einen Kampf einzulassen. Deshalb sammele ich sie dann immer kommentarlos wieder ein und mache weiter.
    Als ich irgendwann mit ihrem Verhalten zufrieden war, beendete ich die Übung.
    Aus Sicherheitsgründen entschied ich mich, sie heute nicht mit auf den Spaziergang zu nehmen.
    Statt dessen brachte ich sie zurück in den Stall und begleitete Tina und Jackson mit Ludwig zu Fuß.

    im Wald untewegs


    So konnten wenigstens wir vier den "Sonn"tag genießen.
    Als wir nach dem Ausritt wieder zurück am Stall waren, schnappte ich mir Lia nochmal. Wieder den Kappzaum drauf und ab auf den Hof.
    Dieses Mal schaffte ich es, daß sie mir nur noch einmal ausbüxte.
    Ich paßte auf wie ein Luchs und hielt ihren Kopf immer in meiner Richtung.
    So schafften wir auf jeder Hand auch ein paar Trab-Runden. Da es insgesamt jetzt gut klappte, entließ ich sie nach 15 Minuten endgültig für heute.
    Mal sehen, wie es dann jetzt so weiter geht mit ihr und mir... ich versuche mich nicht unterkriegen zu lassen.
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  • entmutigt....und neue Hoffnung gefunden

    Heute genau vor einer Woche war ich ziemlich am Boden zerstört. Ich wollte mit Tina zusammen ausreiten und unterwegs bekam ich wieder mal richtig Angst auf Lia.
    Bereits seit meinen beiden Abflügen letztes Jahr hat mein Mut ja doch ziemlich gelitten.
    Als sie dann am Sonntag an einer Weggabelung nicht weitergehen wollte und begann sich mir zu wiedersetzen, bekam ich Panik.
    Der Boden war matschig und ich hatte Angst, daß Lia dort Theater machen würde und wir uns dann womöglich gemeinsam auf die Schnauze legen würden. Meine Angst fesselte mein Gehirn dermaßen, daß ich nicht in der Lage war logische klare Gedanken zu fassen. Das machte mich wütend. Also stieg ich ab und stürmte mit Lia am Zügel zurück in Richtung Stall. Dabei schimpfte ich vor mich hin (voller Enttäuschung über mein eigenes Versagen), daß ich einfach nicht mehr weitermachen wollte und Lia verkaufen würde. Und in diesem Moment war ich mir sicher, daß das die beste Lösung sei. Vor allem für Lia, denn ich war ja offensichtlich nicht der richtige Mensch für sie. Ich hatte mich wohl doch mit dem Jungpferd und Selbsteinreiten übernommen.

    Die arme Tina ritt schweigend hinter mir her und ließ mich meine Tiraden vor mir her schimpfen. Lia war sichtlich verwirrt durch mein Verhalten, folgte mir jedoch brav. Das gab mir Zeit mich zu beruhigen. Langsam aber sicher kam ich wieder an den Punkt, an dem realistische Gedanken möglich waren und ich schlug vor zu Fuß noch etwas weiter zu gehen. Immer noch war ich sicher, daß ich mit Lia versagt hätte und einfach nicht fähig genug bin, sie zu einem verläßlichen Freizeitpferd auszubilden.
    Doch wurde mir die Verantwortung bewußt, daß ich sie ja nun auch nicht von heute auf morgen einfach rumstehen lassen kann, bis ich einen Käufer finden würde.

    Mit jedem Meter mehr schwand allerdings auch meine Sicherheit, daß der Verkauf die richtige Entscheidung sein würde.
    Tina ließ mich mit meinen Gedanken allein und erst als eine ganze Weile vergangen war, begannen wir wieder ein Gespräch. Über etwas ganz anderes unverfängliches.
    Und als wir schließlich am Stall zurück waren, hatte sich mein Gemüt doch deutlich beruhigt und Tina und ich konnten über den Vorfall sprechen.
    Mein Verkaufsvorhaben war schon so gut wie vom Tisch und wir schmiedeten Pläne, wie es vielleicht für Lia und mich weitergehen könnte.

    Nach ein paar Minuten stand der Plan: Ich würde diese Woche mal eine Runde mit Jackson ausreiten, damit ich noch mal einfach nur reiten würde. Damit ich mich erinnern könnte, wie schön das ist und warum ich das eigentlich alles mache.
    Und am nächsten Wochenende würde Tina mich und Lia im Gelände führen, damit ich bei einem Ausritt mit Lia noch mal mehr Sicherheit fühlen könnte.
    Soweit der Plan.
    Ich fuhr dann deutlich beruhigter nach Hause und nahm diese Gedanken mit, um noch weiter darüber nachzudenken.

    Tatsächlich sind wir nun doch deutlich vom Plan abgewischen, dennoch kann ich jetzt über einige positive Entwicklungen berichten.
    Der Ausritt mit Jackson fand auch Zeitmangel meinerseits nicht statt. Doch meine Gedanken um das ganze Thema "Lia" hatte nicht stillgestanden.
    Und so entstand in meinem Kopf ein neuer Plan: Ich gehe wieder ein paar Schritte zurück und mache erst mal Dinge mit Lia, von denen ich weiß, daß sie klappen. So bekommen wir beide wieder mehr Sicherheit und Vertrauen zueinander. Klappt etwas nicht, gehe ich auch da einen Schritt zurück. Ich versuche die "Schritte zurück" für mich nicht als Versagen meinerseits, sonder als notwendige Aktion zu sehen.
    Außerdem muß ich Lia wieder mehr auslasten. Aufgrund der sehr nassen letzten Wochen und Zeitmangel meinerseits, hatte Lia doch sehr viel frei und hat sich auch im Offenstall nicht soviel bewegt, da einfach alles naß und matschig war.

    Diesen Plan begann ich am Mittwoch umzusetzen.
    Ich longierte Lia seit langem wieder, da der Platz endlich ein bißchen abgetrocknet war.
    Dabei achtete ich wie ein Luchs auf sie und versuchte ihre Aktionen vorauszuahnen. Das klappte auch meistens und so mußte sie sich meinen Wünschen fügen und ohne Theater Kreise laufen. Ich ließ mich nicht auf einen Kampf ein, wenn ich doch mal zu langsam reagiert hatte und sie doch ausgebrochen war. Dann sammelte ich sie kommentarlos wieder ein und das Training ging weiter.
    Nach acht Minuten traben war sie dann auch deutlich kooperativer, denn so langsam wurde sie müde.
    Danach gingen wir noch eine Runde spazieren und auch unterwegs trabten wir einige Strecken.

    Am Donnerstag wollte ich mit ihr spazieren gehen. Zur Übung und um es für mich mehr zur Routine werden zu lassen, wollte ich über den Hof bis ins Feld reiten.
    Also sattelte ich und stieg auf.
    Wir ritten ruhig und entspannd über den Hof und wollte gerade aus dem Hof heraus, als wir uns einer ausgebüxten Kuh gegenüber vorfanden. Auf den ersten Blick verwechselte ich sie mit dem Bullen und mir wurde mulmig. Das merkte auch Lia und machte kehrt. In diesem Fall hatte sie ja Recht mit der Einschätzung der Situation und daher bremste ich sie lediglich ab und erlaubte ihr in die entgegengesetzte Richtung weiter zu gehen.
    Wir fanden uns also auf dem Hof wieder und ich überlegte, was ich nun machen sollte.
    Ich entschied, daß ich einige Runden über den Hof reiten würde. Denn auf die Art könnte ich noch etwas reiten und Lia und ich würden uns dennoch sicher fühlen.

    Gestern machten wir mit Tina und Jackson einen großen Spaziergang im Dunkeln.
    So hatte Lia in dieser Woche doch schon mal wieder deutlich mehr Beschäftigung als vorher.

    Heute wäre dann eigentlich der geführte Ausritt geplant gewesen. Doch aufgrund der ganzen Gedanken, die ich mir gemacht hatte und der erfolgreichen Aktionen der letzten Tage, traute ich mich doch wieder allein.
    Wir wählten wieder die Dorfstrecke, denn die klappt in der Regel gut und ich fühle mich sicher mit Lia.
    Das klappte heute auch bestens. Wir trabten sogar ein Stück und das war sehr entspannt.
    Ich fühlte mich so gut und sicher mit Lia, daß ich noch weitere Schlenker zuließ und letztlich ritten wir sogar noch einen Bogen durch's Feld und trabten noch einmal eine länger Strecke.
    Nach über einer Stunde waren wir zurück und ich war sehr sehr zufrieden mit mir und meinem Pony.
    So möchte ich nun weitermachen. Kleine Schritte und immer nur soviel machen, solange wir uns sicher fühlen.
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  • November, 2017
  • nicht immer nach Lust und Laune

    Gestern hatten Lia und ich eine für uns ungewöhnliche Aufgabe: Wir ritten einen Fremdsattel zur Probe.
    Unsere Sattelfachfrau Sigi hatte mich gebeten einen ihrer Kundensättel zur Probe zu reiten, um zu testen, ob der Sattel beim Reiten verrutscht.

    Also sattelten wir Lia mit dem Sattel (ein Deuber Quantum Western short and light) und ab ging es auf den Reitplatz.
    Dieser Sattel ist zwar auch ein Westernsattel, aber dennoch ganz anders vom Gefühl des Sitzens für mich als mein klassischer Westernsattel.
    Doch ich konnte mich recht schnell gut "einsitzen" und ritt mit Lia Volten und Bahnen über den Platz.
    Nach einer Weile dann wollte ich auch antraben. Das war ja beim letzten Versuch nicht so glatt gelaufen und auch dieses Mal gefiel Lia der Gedanke ans Arbeiten nicht. Sie sperrte sich wieder gegen das Traben und versuchte sich mit dem Kopf zu entziehen.
    Doch ich gab nicht auf und nach einer Weile wurde es zumindest besser.
    Fazit: Der Sattel saß super und rutschte nicht (Lia kratzte sich mit mir im Sattel mit dem Hinterbein im Gesicht....einen besseren Test kann es für den Sattel kaum geben) und Lia und ich müssen weiter am Trab auf dem Platz arbeiten.

    Danach kam der Leih-Sattel wieder runter und ich sattelte Lia mit meinem Sattel. Da Sigi gerade da war, schaute sie sowohl bei Lia als auch bei Jackson mal nach, wie die Sättel sitzen. Wir bekamen beide ein "Thumbs up" und müssen uns im Moment um unsere Sättel keine Sorgen machen.

    Da das Wetter einladend war und unsere Ponies fünf Tage am Stück frei gehabt hatten, gingen wir danach noch ins Gelände.
    Wir ritten eine schöne Runde und sahen unterwegs von weitem sogar unsere früheren Stallkollegen angeführt von Kathi und Maja.
    Nach anderthalb Stunden waren wir zurück, gerade rechtzeitig als es zu regnen begann.

    Heute strahlte die Sonne vom blauen Himmel. Tina und ich hatten keinen Stalldienst heute und so konnten wir uns direkt ans Putzen der Ponies machen.
    Da sie von gestern noch ziemlich sauber waren, ging das schnell von statten.
    Wir entschieden, daß wir heute wieder etwas auf dem Platz arbeiten wollten.

    Tina nahm Jackson mit Halfter und Strick für Bodenarbeit mit und ich sattelte Lia.
    Dieses Mal nahm ich mir einen "Meinungsverstärker" in Form einer Gerte mit, damit ich beim Traben effektiver treiben könnte.
    Ich stieg am Platz auf und ritt erst einmal warm. Wieder ganze Bahn mit Volten und Wendungen im Wechsel.
    Als ich dann antrabte zeigte Lia mir wieder, daß sie keine Lust dazu hatte, doch dank der Gerte konnte ich leichter treiben und wir konnten uns schnell einig werden, daß Kooperation der weniger anstrengende Weg für Lia ist.
    Endlich trabte mein Pony und sogar ganze Runden durch.
    Nach einer knappen dreiviertel Stunde war Lia dann auch geistig platt und auch leicht verschwitzt dank der höheren Temperaturen heute.
    Tina war inzwischen ohne Sattel auf Jackson geklettert und hatte auch ein paar Runden gedreht, nachdem sie eine Weile am Boden gearbeitet hatte.
    Als ich vorschlug zum Trockenreiten noch einen kleine Runde ins Gelände zu gehen, war Tina einverstanden.
    Die Gerte ging mit und konnte mir auch im Gelände helfen, um Lia deutlich zu sagen, daß während der Arbeit nicht (auch nicht während des im Gelände bummelns) gegessen wird.
    Wir ritten einmal im Schritt um die Windräder und ich konnte unterwegs merken, wie Lia vom Kopf her wieder wacher wurde. Die Entspannungs-Gelände-Runde hat also ihren Zweck erfüllt.
    Das einzige was ich heute nicht zu bieten habe sind Fotos, denn die hab ich völlig vergessen zu machen.
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  • Oktober, 2017
  • was für die Balance tun

    Endlich habe ich nun begonnen mit Lia Equikinetik zu machen.
    Ich hoffe, daß ihr das für die Balance helfen wird.
    Meine ersten Eindrücke sind auf jeden Fall, daß es sie kopfmäßig ziemlich anstrengt, denn sie ist danach immer ziemlich platt, kaut und gähnt viel.

    Zum lockern habe ich sie vorher noch etwas longiert.
    Ich habe heute sogar ein Video davon gemacht. Doch mit insgesamt 30 Minuten Filmmaterial war das doch etwas lang zum hochladen, deshalb habe ich es für Euch zusammengeschnitten.
    Schritt, Trab und Galopp gab es natürlich auf jeder Hand.

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  • neue Gassen

    Nachdem unsere Poolnudeln, die wir für die Equikinetik benutzt haben, schon vor einiger Zeit endgültig den Geist aufgegeben haben, gibt es nun endlich Ersatz.
    Tina und ich haben zusammengelegt und uns Gassen zum Selbstbefüllen angeschafft.

    Der Plan war eigntlich sie mit Sand zu füllen. Doch schnell stellten wir fest, daß wir sie dann nicht mehr würden bewegen können.
    So schwenkten wir um auf Stroh.
    Das war allerdings leichter gedacht als getan. Die Gassen sind drei Meter lang und da war es gar nicht so einfach das Stroh bis unten zu bekommen. Wir haben ordentlich geflucht dabei.
    Doch letztendlich sind alle acht Gassen voll Stroh und den ersten Test haben wir gestern damit gemacht.

    Wir waren sehr zufrieden. Die Gassen mit Stroh sind gut händelbar, blieben aber dennoch vom Wind unbeeindruckt auf ihrem zugewiesenen Platz liegen.

    work in progress: Das Füllen der Gassen


    Geschafft !


    im Einsatz auf dem Reitplatz


    Die Gassen haben eine schöne Länge und Höhe.
    Gestern haben wir sie den Pferden erst einmal gezeigt und sie nur durchgeführt.
    Doch da alles prima geklappt hat, wird die erste Equikinetik-Einheit sicher nicht lange auf sich warten lassen.
    Für Lia erhoffe ich mir dadurch, daß sie leichter ihre Balance findet, was uns sicherlich beim Reiten helfen wird.
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