Einträge für In der Bahn

  • März, 2013
  • In der Bahn -12.1-

    (Originaldatum 9.6.2009)

    Es ist schon wieder etwas länger her, dass sich folgendes in der Bahn abgespielt hat:

    ich war müde auf dem Heimweg und betrachtete die Frau mir gegenüber. Sie war nicht hübsch, nicht hässlich und hätte sicherlich mehr aus sich machen können. Irgendwie konnte ich sie nicht einschätzen. Sie sah jung aus, und doch liess ihr Kleidungsstil sie älter wirken. Dazu kamen noch einige graue Strähnen, ihr Kleidung in braun gehalten. Die Schuhe unmodern: bis über den Knöchel, kleiner Absatz, schmal,vorne leich spitz, und dann mit Schnürsenkeln..

    Ausser Perlenohrringen (wenn ich mich recht erinnere, kein Schmuck.) Ich sortiere Leute gerne ein, und mache mir Gedanken über sie. Aber diese Frau hat es mir echt schwer gemacht. Wahrscheinlich interpretiere ich manchmal auch zu viel..

    Und dann kam irgendwie das gegensätzliche in die Bahn, Mutter zweier Kinder, beide noch nicht in der Schule und mit komischen Spielfiguren. Die Spielfiguren waren hässlich mit übergrossen Köpfen. Es dauerte, bis ich eine der beiden als Spock erkannte. Aber auch mehr daran, dass er auf Knopfdruck, und das Mädchen drückte oft, sagte:" Frieden und ein langes Leben."

    Es nervte irgendwann. Der Junge sass neben mir und konnte nicht still sitzen. Das ist mir ja prinzipiell egal, aber muss er mich dann immer wieder treten? grummel
    Ich wollte was sagen, aber ich habe es mir dann verkniffen, zum einen weil alle anderen in der Bahn diese beiden Kinder so toll fanden. Und zum anderen, wäre ich dann direkt sehr unfreundlich geworden, und dann wäre es nur böse geworden.

    Leider hat die Mutter sich überhaupt nicht gekümmert, so daß die Kinder nachher über die Sitze kletterten. Da habe ich mir dann kurz ganz ganz böse eine Vollbremsung gewünscht. Ja, sehr böse, aber es gibt halt Leute, die nur über Schmerzen lernen...
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  • Februar, 2013
  • In der Bahn -27- bis -29-

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich drei Bahngeschichten aus zwei Fahrten holen kann, das ist schon lange nicht mehr passiert.



    Auf der Heimfahrt: In Köln Hbf steigen zwei Omis in die S-Bahn ein. Sie wollen eigentlich nach Aachen und fahren jetzt erstmal mit der S-Bahn bis Düren

    Um dann umzusteigen.

    Das ganze fing schon gut an: „Wir sitzen, der könnte also eigentlich losfahren“
    In dem Augenblick beschloß ich mein Tablet rauszuholen und lieber einen Film weiter zuschauen, als mir das Gespräch anzuhören. Aber da ich die Lautstärke

    Nie zu sehr aufdrehe bekam ich doch mehr mit als ich wollte.

    Das Gespräch begann bei der Enkelin mit der die beiden wohl den Tag verbracht hatten, und wie lieb und nett die doch sei. Und wieviel Glück sie hätten, und wie

    Ünglücklich, die Freunde ohne Enkel. (Hier wurden dann diverse Namen durchgehechelt..)

    Eine andere Enkelin/Tochter hatte wohl ein sehr persönliches Buch über ihre Erfahrungen (Beziehung beendet und Afrikaaufenthalt?) und das war der Oma zwar peinlich das alles

    Zu lesen, aber einem Psychologen wollte sie es dann schon mal geben ;-)

    Dann stellte man fest, dass die Bahn jetzt an jeder Hundehütte hält,

    Nun erwähnten, sie dass sie beide müde seien, nach dem anstrengenden Tag. Sie seien ja um kurz nach 6 aufgestanden.

    Nachdem ich jetzt auch Ihre Bettgehzeiten kenne, erzählte die eine von beidem von Ihrem Computer, auf dem sie sich immer einloggen müsse, und der immer der meinung

    Gewesen sei, dass er (also der computer) gefährdet sei, und dann kam ein junger der hat ihr dann einen kostenlosen Virenscanner installiert und dann bar 15 Euro kasssiert, damit er sich

    Nicht noch die Arbeit mit der Rechnung machen muss ;-)

    Und jetzt müsse sich der Virenscanner immer aktivieren(jaja, das auch, aber sie meinte aktualisieren.. Ich war ja kurz davor mich einzumischen.)

    Dann ging es um die Ohrringe die die Enkelin zu Weihnachten bekommen hatte. Zu Juwelier Christ würde man nicht gehen, der wäre ja nicht teuer genug.

    Leider waren die Ohrringe dann teurer als die geplanten 1000 Euro. Aber als die Enkelin sagte: „Teil dir das doch mit Mutti“ sagte die Omi: „Nein, ich will doch ein ganzes Geschenk machen…“

    Irgendwann kam dann der Zeitpunkt, dass ich mein Tablet wieder einpackte um auszusteigen und da verriet ich den beiden noch, dass sie noch zwei Stationen zu fahren hätten.

    Da wurden sie dann auf mein Tablet aufmerksam und die eine Fing an zu fragen:“Sie hätte ja auch eins, würde das aber nicht nutzen, was ich denn da so machen würde? Und da müsste man sich doch auch einloggen“ Da lächelte sie nur nett an und meinte: „da kann ich jetzt weder ja noch nein Sagen…..“ Da juckte es mich ja schon, noch mal nach einer Visitenkarte zu suchen, und der Frau ein wenig Nachhilfe anzubieten.
    Aber ich weiß ja auch, warum ich das nach einem Jahr wieder aufgegeben habe, und anfangen will ich das nicht mehr.


    Heute morgen gab es dann zwei erwähnenswerte Dinge.

    Irgendwo in der Bahn saß ein junger Mann, der eine Stadionansage des 1. FC Köln als Klingelton hatte. Und den mussten wir heute morgen zweimal hören. Und das zweite Telefonat wurde dann etwas länger, weil er eine Geschichte vom Vortag erzählen wollte,die ihm auf der Arbeit passiert war. Aber es tut mir leid, was auch immer er da erzählte, das war keine zusammenhängende Geschichte. Ich habe nur in Ansätzen verstanden, was da passiert ist. Und er war jetzt schon zu verstehen..
    Der Mensch am anderen Ende kann die Geschichte auch nicht verstanden haben. Und irgendwie habe ich die Befürchtung, dass die Zahl der Menschen, die einfache Geschichten nicht mehr erzählen können, mehr werden. Ich für mich finde diese Vorstellung ziemlich erschreckend.

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    Und dann saß mir da noch dieses junge Pärchen gegenüber. Beide vielleicht gerade zwanzig oder ein bisschen älter. Sie mit zwei Piercings im Gesicht und er mit roter Baseballkappe den Schirm schief nach hinten und die Laptoptasche umgehängt. So richtig lange schienen sie noch nicht zusammen zu sein: Viel Geknutsche und irgendwann dann der Spruch "Ich bin mal gespannt, was DU dir zu Valentinstag" einfallen lässt. Ihr Handy hatte Sie dauernd in der Hand: Ein Galaxy S3 mit total kaputtem Display. Und sie war geübt im Umgang damit.... Das muss echt ärgerlich sein.. wenn einem so ein teures Teil kaputt geht. Schön auch: Als Taschentuchersatz hatte sie eine Rolle Klopapier in der Handtasche. Ob alle Frauen mit großer Handtasche Klopapier mithaben? :-)

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  • August, 2012
  • In der Bahn -26-

    Diese Woche fiel eine meiner Bahnen aus, was ja nicht schlimm ist, weil 20 Minuten später die nächste Bahn kommt. Die Information ist nur wichtig für den Fortgang der Geschichte.

    Ich selbst war ziemlich müde und hoffte auf eine ordentliche Mütze Schlaf. Das klappte aber leider nicht.

    Zwei Stationen später stiegen zwei Damen zu. Eine von beiden, regelmässige Bahnfahrerin auf dem Weg zur Arbeit und die andere war auf dem Weg in den Urlaub. Und die redete wirklich 30 Minuten durch.
    Sie war auf dem Weg nach St. Peter Ording, um dort wieder einmal Urlaub zu machen. Sie fährt seit Jahren regelmässig dort hin und will dort mit ihrem Mann hinziehen und dauerhaft dort leben.
    Und oh wie lustig, die andere Dame hat genau das auch vor, auch wenn es bei Ihr bis zur Rente noch etwas länger dauert. Aber ihr Mann hätte mit der Lunge zu tun und das wäre da oben an der See ja immer weg.

    Die beiden hatten also ein angeregtes Gespräch, während ich einfach müde war und schlafen wollte. Wenig später wurden schon Telefonnummern ausgetauscht, schließlich wohnt man im selben Dorf. Und ach wie lustig, und ach wie toll, da hätte es sich ja gelohnt, dass die Bahn Verspätung hat, sonst hätte man sich ja nicht kennengelernt. Dann wurden noch ein paar Ortsnamen da oben diskutiert und die Urlauberin erzählte, dass Sie da oben schon ein Kölner Paar getroffen hat, die sich dort ebenfalls ein Haus angeschaut hatten. Und ja, die Reisende hatte dann mehr oder weniger entschieden, dass das Kölner Paar das Haus kauft. Und dann war sie von den Kölner schon für mehrere Tage eingeladen gewesen. Und ich wollte doch nur schlafen....

    Die Dame, die zur Arbeit wollte, war sichtlich amüsiert und freute sich schon abends die Geschichte Ihrem Mann zu erzählen... Und dann erzählte die Reisende, "Ich komme ja immer und überall mit den Leuten ins Gespräch" (Achne, das hatte ich mir schon fast gedacht..) "und deswegen glauben alle, ich sei Kölnerin, das klingt zwar so, aber eigentlich kommt meine Familie aus dem Westerwald" (Oder war es der Harz, ich weiß es nicht mehr...) Und dann kam von der anderen Dame"Nein wie lustig, aus der Gegend komme ich auch. Da müssen wir uns dann aber unbedingt nochmal treffen. " (Ja meinetwegen aber lasst mich doch verdammt nochmal schlafen....)

    In Hauptbahnhof stieg die Urlauberin dann aus..Aber da war es dann auch egal, ich musste eine Station später auch wieder raus...
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  • Juli, 2012
  • In der Bahn -11-

    (Originaldatum 23.03.2009)

    Heute morgen blieb die Sbahn in Weiden-West erstmal stehen. In Weiden-West, ist neben der S-Bahnhaltestelle, und einem relativ großen Pendlerparkplatz die Endhaltestelle der Strassenbahn.

    Ich wunderte mich schon, was das wohl zu bedeuten habe, als ich sah, wie ein Rettungswagen mit Blaulicht auf den Parkplatz fuhr. Im selben Augenblick begann der Lokführer sein Ansage, dass wir hier warten müssten, weil es einen Notarzteinsatz gäbe.
    Zu meinem Erschrecken, war ein Großteil der Fahrgäste genervt. Scheinbar hatten die meisten damit ein Problem, dass sie jetzt später als geplant zur Arbeit kommen. Es gab ein Gestöhne und Verdrehen der Augen. Ich habe da wirklich kein Verständnis für. Irgendwo in dieser Bahn war ein Mensch der Hilfe brauchte. Da kann es doch nicht zuviel verlangt sein, ein paar Minuten zu warten bis die Hilfe da ist.


    Der Rettungswagen parkte, dann und die 3 Mann Besatzung gingen erstmal zu den beiden Straßenbahnen, die da standen. Als sie merkten, dass sie da nicht gebraucht wurden, gingen sie Richtung S-Bahn (ca 100 m plus Treppen). Das sie in einem normalen Tempo gingen ok.
    Aber was ich mich frage: Warum denn alle drei zu Fuss gegangen sind. Die Wahrscheinlichkeit, den Patienten mitzunehmen war doch von vorneherein ziemlich groß. Da hätte man den Wagen ebenfalls mitnehmen können. Auch um die Laufwege zu verringern, wenn noch irgendetwas benötigt wird. Aber nagut, die sind die Profis, dachte ich mir.

    Wenig später tingelten dann zwei der Herren zurück zum Wagen und holten ihn nach. Dann kam auch schon ein VW-Bus mit der Aufschrift "Notarzt" und die Bahn fuhr auch schon weiter.

    Der Notarztwagen musste übrigens das Strassenbahngleis überqueren, und da kam eine der Strassenbahnen an. Er hat dann trotz Blaulicht angehalten. War wohl sinnvoller*ggg*
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  • In der Bahn -25-

    Wir haben einen sehr netten Lokführer, der uns morgens mit seinen Ansagen aufmuntert:

    Mittwoch morgen hieß es dann,er wünsche uns einen schönen Tag, und auch wenn es noch sehr früh sei, er sei schon seit 2 Uhr unterwegs, sollten wir uns doch alle freuen, dass wir noch gebraucht werden.

    Heute wünschte er dann allen Fahrgästen, besondern den Schülern lange und schöne und sonnige Ferien, aber (wörtlich) "dass mir das nicht dahin ausartet, dass ich Montag morgen, wenn ich wieder diese Schicht und diesen Zug habe, alleine unterwegs bin.
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  • März, 2012
  • In der Bahn -24-

    Endlich nochmal eine aktuelle Bahngeschichte von mir:

    Morgens in der S-Bahn am Kölner Hauptbahnhof, Großer Fahrgastwechsel und mein Abteil leert sich. Es setzt sich mir gegenüber: Ein junger Mann anfang 20 mit Handy am Ohr.

    Während ich noch denke: "Junge, du stinkst, waschen wäre unbedingt nötig", sagt der doch glatt zu seinem Gesprächspartner "echt Mann, gut dass ich eben noch geduscht habe, sonst wäre ich jetzt sowas von müde und könnte mich voll nicht konzentrieren..."

    Irgendwas hat der doch falsch gemacht...
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  • In der Bahn -10-

    (Originaldatum 20.3.2009)

    Heute stieg ein Clübchen von 9 Frauen in die Bahn, die in Feierlaune nach Köln wollten.
    Das Alter war gemischt. Ich schätze so zwischen 35 und 58. Genau zugehört habe ich nicht..nur einen Spruch habe ich mitbekommen:

    "Ich hätte mich auch scheiden lassen, sollen als die Kinder älter als 3 waren. Dann hätte ich jedes zweite Wochenende frei gehabt..."

    (und die Kinder wären beim Vater gewesen...Offensichtlich hatte eine der jüngeren Frauen, das Glück, das die Kinder dieses Wochenende beim Papa sind...)

    Interessante Variante..
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