Einträge für Ausritte

  • März, 2017
  • mit voller Kraft

    Am vergangenen Wochenende startete der Frühling nun mit voller Kraft durch.
    Sonnenschein, strahlend blauer Himmel und eine Explosion an Blüten und Blättern an Bäumen und Sträuchern.

    Tina und ich nutzten beide Tage perfekt aus: Vormittags bauten wir den Zaun für unseren Weide-Trail auf und nachmittags ging´s nach einer entspannten und mit Leckereien gespickten Mittagspause mit den Ponies ins Gelände.
    Auf der Wiese gibt es jetzt einen ca. 350m langen Rundlauf, den wir jeweils einseitig öffnen und schließen können, um möglichst lange Laufwege zwischen Heu/Wasser und Weide für die Pferde zu schaffen.

    Spikey hilft beim ranschaffen des Weidezaunmaterials


    auf der Weide angekommen


    Tina steckt die ersten Pfähle


    Ludwig war das langweilig...der hielt ein Schläfchen


    Spikey ruhte sich auch ein bißchen aus


    Blick auf die andere Seite des Rundlaufs und die Wiesen im Innern


    Fertiger Rundlauf des Trails am Sonntagmorgen


    Lia und Jackson warteten am Tor sehnsüchtig, wann wir denn endlich aufmachen würden


    Samstag ritten wir beide vom Hof aus los.
    Der Wind war am Samstag noch ziemlich frisch und kam aus Osten. Ostwind ist ja immer ziemlich kühl, so mußten wir doch noch mehr anziehen, als die Sonne sonst hätte vermuten lassen.
    Die Ponies schmeißen nun mit ebenfalls voller Kraft das Winterfell ab. Ihnen war aber sicherlich nicht kalt, denn noch ist genug dran.

    Wir ritten gemütlich und entspannt bis wir hinter´m Ackerer Schmidt die Strasse überquersten.
    Dort geht es eine kleine Böschung hinunter. Lia und ich gingen vor, und als Jackson hinter uns dort hinunter ging, wurde er etwas übermütig und nach dem Schwung der Böschung mit.
    Das verunsicherte Lia kurz, so daß sie ihren ersten kleinen Buckler mit mir oben drauf machte.
    Nix schlimmes und danach war auch direkt wieder Ruhe. Haben wir nun also auch den ersten Bocksprung hinter uns.

    Kurz vor der Strassenüberquerung


    Weiter ging es bis zum Wäldchen. Dort erkundeten wir mal ein bißchen das Unterholz und ließen die Pferde über ein paar Äste und Stämme gehen. Gute Übung für Koordination und die Muskeln.
    Als wir danach wieder auf den Weg ritten, streifte ein Ast an meiner Reitkappe entlang. Das Geräusch (Holz auf Plastik) erschreckte Lia und sie legte nochmal einen Buckler hin. Aber auch hier war es nur ein einzelner und danach war sie sofort wieder entspannt.

    Bald darauf stieg ich dann ab. Meine Stunde im Sattel geht immer so schnell vorbei.
    Ich lief also ein Stück zu Fuß um das Wäldchen auf der anderen Seite herum.
    Nachdem wir wiederum die Seite gewechselt hatten, parkte ich Lia zum Wieder-Aufsteigen.
    Zum ersten Mal nutzte ich nun einen kleinen Graben dafür. Lia ließ sich brav unten im Graben platzieren und ich konnte gut aufsteigen.
    Das nun mittlerweile schon mal etwas mehr Gewicht in den Bügel dabei kommt, macht ihr gar nix mehr aus.
    Danach begann auch schon der Heimweg.
    Jackson ging an diesem Tag alles nicht schnell genug und er mußte einige konsequente Stehen-Bleibe-Übungen über sich ergehen lassen.
    Für Lia und mich war das gleich auch eine Übung. Zum einen konnte ich merken, daß Lia sich nicht von Jackson´s Hibbelei anstecken läßt und zum anderen übten so auch wir das Stehenbleiben.
    Damit es nicht zu viel für Lia wurde, ließ ich sie immer, wenn sie eine Weile brav gestanden hatte, einige Schritte gehen und dann erneut wieder anhalten. Das hat sie sehr schön mitgemacht.

    Kerstin, Lia und Spikey


    Am Sonntag Mittag machen wir uns dann auf den Weg, um uns mit Kathi zu treffen.
    Daher lief ich erst mal zu Fuß los.

    putzen und satteln in der Sonne


    Als wir uns dann passender Weise genau an einer Bank trafen, konnte ich gut aufsteigen.
    Wir ritten wieder in Richtung des alten Stall´s in ein paar Schlenkern, da sich keiner von uns so wirklich Gedanken über die Route gemacht hatte (Schande auf mein Haupt).

    Kathi und Ribanna


    Kerstin und Lia hinterher


    In Embken ging es dann am Bach vorbei und auf einmal waren wir schon fast an der Kläranlage.
    Da erst fiel mir auf, wie lange sich nun doch der Rückweg noch ziehen würde.
    Mist, dachte ich, aber Abkürzen war da dann nicht mehr drin.
    Das würde ja nun ne ganz schöne Strecke für uns alle werden. So wirklich im Langstrecken-Training sind wir ja noch nicht.
    In Embken waren wir abgestiegen und liefen dann eine ganz schöne Strecke selbst.

    Nach fast einer Stunde sehnten wir uns langsam nach einer Bank o.ä. zum Aufsteigen. Doch es kam nichts passendes in Sicht.
    So nahmen wir noch einen kleinen Schlenker in Kauf, um an einer uns bekannten Bank vorbei zu kommen.
    Dort stiegen wir wieder auf und ritten weiter.
    Ich war sehr stolz auf mein Pony. Man kann ihr so wirklich kaum anmerken, daß sie erst seit so kurzer Zeit als Reitpferd mit den anderen zusammen im Gelände läuft.
    Doch auch sie wurde langsam müde. Als ich ein kleines Stück mit ihr auftraben wollte, zeigte sie mir das mit einer kleine Buckeleinheit. Darauf war ich nicht vorbereitet gewesen und hatte genug damit zu tun im Sattel zu bleiben, so daß ich einen kleinen Augenblick brauchte, bis ich die Zügel aufnahm.
    Doch Jackson - immer Verlaß auf ihn, wenn es drauf ankommt - bremste uns netterweise aus.

    Als wir uns in der Nähe vom alten Stall von Kathi trennten, stiegen Tina und ich wieder ab und liefen den Rest zu Fuß.
    Wir waren uns einig, daß der Rückweg nun der absolut kürzeste werden würde. Sprich in gerader Linie durch´s Dorf.
    Alle waren durstig und platt und keiner hatte mehr Lust auf Schlenker. Aber mit braven Ponies und Hunden ist ja auch so ein Gang entlang der Straße kein Problem.

    Endlich zurück am Stall gab es für alle was zu trinken und zu essen und für die Pferde erstmal das wohl verdiente ausgiebige Wälzen auf dem Paddock.
    Klar war auch: Montag würde nur ein bißchen getüddelt und ansonsten gäbe es einen Pausentag. Das hatten sich die Pferde nun wirklich verdient.
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  • die Sonne genutzt

    Heute war nun wirklich das ultimative Frühlingswetter.
    Laut Wetterbericht soll damit ab morgen Schluß sein und so hab ich mich heute Morgen nochmal in den Sattel geschwungen.

    Zuerst mußte ich Lia überzeugen, daß ich mir ganz sicher bin, daß wir auch wirklich losgehen sollten, doch als wir einmal in Gang gekommen waren, lief sie gut voran.

    Heute hatte ich mich für die andere Stallseite entschieden.
    Wir ritten an den Weiden entlang in Richtung Wald.
    Als wir dann rechts auf einen Bergauf-Weg abbogen, ließ ich Lia antraben. So fiel ihr der Aufstieg leichter.
    Das machte sie super. Es war unser erster Trab allein im Gelände und bisher der längste, den wir überhaupt zusammen gemacht haben.
    Gestern hatte ich sie nach einem kurzen Spaziergang auf dem Reitplatz ein paar Runden traben und galoppieren lassen, damit sie sich mal etwas austoben konnte.

    Als wir auf der Kuppe waren, parierte ich durch und dafür reichte das Stimmkommando "Walk" völlig aus.
    Dann ging es im Schritt weiter.

    unterwegs


    Wir ritten bis zum Ortseingang.
    Dort gibt es eine Stelle, an der die Strasse parallel zum Feldweg verläuft.
    Beide sind durch eine Leitplanke getrennt und die Strasse liegt tiefer als der Weg.
    Rechts vom Weg gibt es freie Wiesen, so daß man gut ausweichen kann.
    Lia kennt Strassen vom Spazierengehen ja und war bisher nie ängstlich.
    Dennoch ist es ja etwas anderes für sie, wenn sie quasi allein vorgeht.
    Sie schaute sich die Autos, Busse und LKW auch sehr aufmerksam an, ging aber brav weiter. Eine gute Stelle zum Üben.

    Kurz danach stehen drei Altglascontainer am Wegrand.
    Als wir daraufzuritten, warf gerade jemand Glas ein.
    Er stand versteckt hinter den Containern.
    Lia blieb stehen und schaute aufmerksam dorthin.
    Ich ließ sie schauen und fragte dann mal an, ob weitergehen eine Option wäre.
    Lia setzte sich sofort in Bewegung und ging sich alles aus der Nähe anschauen.
    Den Mann, der sein Glas entsorgte, kannte ich und wir unterhielten uns kurz. Lia blieb vorbildlich neben ihm stehen und wartete bis ich sie wieder antrieb.
    Direkt hinter uns warf er dann wieder Glas ein. Doch auch das schreckte Lia nicht. Lediglich am Ohrenspiel konnte man sehen, daß sie die Geräusche beschäftigten.
    Sie ist schon echt ne coole Socke !

    Dann ritten wir nach Hause. Als wir auf den Hof bogen wurden wir wieder von den Hofbetreibern begrüßt.
    Sie strahlten mich an, weil ich mit Lia am langen Zügel einhändig völlig entspannt auf den Hof geritten kam.
    Ich strahlte auch, denn Lia macht es einem wirklich leicht !

    Ludwig war natürlich auch dabei


    Traumwetter heute
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  • ganz allein

    Heute gab es für Lia und mich wieder eine Premiere.
    Wir sind ganz allein ausgeritten.
    Klar Ludwig war noch dabei, aber kein anderes Pferd.
    Und gibt es darüber etwas zu berichten ? Nicht wirklich.
    Lia war super und es hat sie nicht im geringsten beeindruckt, daß wir allein unterwegs waren.

    Zu Beginn war sie vielleicht ein bißchen zögerlich, doch als wir einmal vom Hof runter waren, lief sie wie ein Uhrwerk vorwärts.
    Und das in ganz entspannter Haltung. Sie schnaubte schön ab und wenn man nicht wüßte, daß sie erst seit ein paar Wochen unter dem Sattel ist, dann hätte man das nicht bemerkt.

    Auf dem Rückweg ritten wir an einem Apfelbaumhang vorbei.
    Dort wurde innerhalb der oberen Reihen gearbeitet. Sehen konnten wir nichts, aber wir hörten Klopfen und Geräusche.
    Davon wurde Lia verständlicherweise etwas nervös, aber das wäre so manches erfahren Pferd auch.
    Sie schaute zur Gefahr hin, um die Quelle ausfindig zu machen.
    Doch zögerte sie nicht, sondern lief einfach weiter.
    Sie wollte etwas schneller werden und ich konnte merken, daß sie gern "die Flucht nach vorn" angetreten hätte, doch sie blieb ansprechbar und in Schritt.
    Nachdem wir den Hang hinter uns gelassen hatte, schnaubte sie schnell wieder ab und lief entspannt weiter.
    Da war ich schon ziemlich stolz auf die Maus.

    Nach etwas weniger als einer Stunde ritten wir wieder auf den Hof.
    Dort wurden wir von den Hofbetreibern begrüßt, die große Augen machten, da wir allein ausreiten waren.
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  • spontanes Treffen

    Auch heute hatten wir bestes Frühlingswetter für unseren Ausritt.
    Als wir uns auf den Weg machten, waren wir noch unschlüssig, wohin wir heute gehen wollten.
    Ich schlug die Richtung des alten Stalles vor und Tina war einverstanden. War nix außergewöhnliches, aber irgendwie hatten wir auch keine bessere Idee.

    Lia mit Frisur heute


    Ich lief heute zuerst mal zu Fuß los.
    Lia hatte gestern schon einiges geleistet und ich wollte, daß sie sich locker läuft.
    Nach einer knappen Stunde nutzte ich einen Baumstumpf zum Aufsteigen.

    Dann ritten wir zusammen am Schlangenberg vorbei und wichen vor den Massen von "Schönwetter-Spaziergängern" aus.
    Diese tauchen immer zu Beginn des Frühlings und zum Ende des Herbstes auf, wenn das Wetter zum ersten oder letzten Mal schön ist. Diese sind meist aber kein Zusammentreffen mit uns regelmäßigen Natur-Besuchern gewöhnt und so meiden wir sie lieber.

    Auf einem schönen Grasweg trabten wir zum ersten Mal ein Stückchen nebeneinander.
    Das klappte sehr gut. Jackson weiß genau wann es drauf ankommt und er sich benehmen muß.
    Als wir an einer Bank bald darauf für eine Pause abstiegen, gab es ein spontanes Zusammentreffen mit Kathi, Ribanna und Maja.
    Die Pferde beschnupperten und bequietschten sich sehr engagiert und dann durften alle ein bißchen Gras knibbeln.

    Nach der Pause stiegen Tina und ich auch wieder auf und Kathi begleitete uns auf unserem Heimweg.
    So kamen wir unverhofft heute noch zu einem gemeinsamen Ritt.

    doch noch zu dritt


    Nach der Strasse stieg ich dann endgültig ab und ließ Lia ihre Muskeln ohne Gewichtsbelastung lockern.
    Lia war nun auch etwas geschafft.
    Kathi verabschiedete sich von uns und ritt in einer anderen Richtung weiter.
    Lia und Jackson bekamen eine kurze Fell- und Hufpflege und dann ihre Mahlzeit.
    Danach machten sie sich direkt über das Heu her. Verdient hatten sie es !

    Auch Tina und ich ließen uns mit ein paar Leckereien nieder und konnten so den schönen Sonntag ausklingen lassen.
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  • Schafrunde mit Frühlingsgefühlen

    Endlich ! Draußen ist heute Frühling: Die Sonne scheint meistens, es weht nur leichter Wind. Es ist einfach schön !
    Damit wir keinen Sonnenstrahl verpassen, putzen wir die Pferde heute draußen auf dem Paddock.
    Lia und Jackson nehmen noch ein frisches Schlammbad, damit sich die Schrubberei auch lohnt.

    Bald kann auch die Weidesaison eingeläutet werden. Der erste Zaun steht schon.


    Lia und Jackson genießen die Sonne


    Der Boden ist schon wieder so gut abgetrocknet, daß das Wälzen kaum Matsch im Pferdefell hinterläßt.
    Haare rieseln schon ein bißchen, aber noch hält sich das in Grenzen.
    Sättel drauf und dann kann es auch schon losgehen.

    Wir steigen beide auf und reiten los.
    Doch Jackson muß sich genau vor dem Haus der Stallbesitzer erleichtern.
    Also nochmal Kommando zurück. Ich warte mit Lia und Jackson am Stall, während Tina mit dem Mistboy losläuft.
    Danach geht´s dann aber los.
    Ich schlage die Runde um die Schaffarm vor und Tina ist inverstanden. "Da waren wir ja schon lange nicht mehr! War Lia da überhaupt schon mal?"
    Ich bin mir gar nicht sicher. Ich glaube aber, daß das eine ganz neue Strecke für mein Pony ist.

    Tina und Jackson


    Aus Lia´s Sattel


    Jackson mal mit Ohren vorn


    Jackson voraus


    Reiten mit Lia klappt von Mal zu Mal besser.
    Heute fühle ich mich schon so gut und sicher mit ihr, daß ich ein paar Fotos vom Sattel aus schießen kann.
    Auch das bergab laufen fällt mir immer leichter.
    Heute traben wir auch zum ersten Mal. Immer nur ein paar Meter zum Üben. Es klappt gut.
    Nachdem wir die Strasse am Waldrand überqueren, steigen wir erstmal ab.
    Die Pferde haben uns eine Stunde getragen und sind durch die Temperaturen verschwitzt.

    Nach ein paar hundert Metern merke ich, wie Lia sich hinter mir einfach hinlegt. Das Fell juckt sie und sie mach Anstalten sich zu wälzen. Doch ich lasse sie nicht und sie steht wieder auf. Mit Sattel ist wälzen einfach keine gute Idee. Dafür schüttelt sie sich einmal kräftig. Das lobe ich dann.
    Doch danach ist Lia mit der Gesamtsituation unzufrieden: Es juckt und sie hat nicht mehr so richtig Bock.
    Also nutzt sie Sägegeräuche aus der Ferne (vor sowas hat sie wirklich keine Angst) als Anlaß ihren Frust loszuwerden und hüpft ein bißchen rum.
    Als sie damit aber nicht weiterkommt (dafür kenn ich sie nun nach fast einem Jahr doch zu gut) fügt sie sich und wir können normal gesittet weitergehen.
    Ich laufe die gesamte Steigung bis zu Schaffarm hinauf zu Fuß.
    Tina mach in der Hälfte schlapp und läßt sich wieder von Jackson tragen.

    Oben angelangt nutze ich eine Bank zum Aufsteigen. Mittlerweile braucht die Aufstieghilfe auch nicht mehr extrem hoch zu sein. Lia hat sich gut an´s Auf- und Absteigen gewöhnt.
    Jackson hat es nun aber definitiv eilig und ist ungeduldig.
    Auch Lia weiß, daß wir auf dem Rückweg sind und geht flott voran.
    Am Waldrand treffen wir noch auf ein Pärchen, daß junge Bäume befestigt. Da bekommt Lia kurz etwas Angst, weil sie das Geräuch des Hammers auf den Pfählen gruselig findet.
    Doch sie beruhigt sich wieder und wir reiten weiter.
    Nach einer halben Stunde ist für mich Schluß mit reiten. Ich steige ab und laufe den Rest.
    Noch einmal geht es bergauf und dann sind wir schon bald zu Hause.
    Auch Tina läuft das letzte Stück mit uns.
    Am Stall gibt es Futter für die Pferde und uns und dann machen wir eine Weide-Begehung.
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  • schon entspannter

    Das Wetter ist zur Zeit sehr unbeständig und usselig. Fast ständig bläst ein frischer bis starker Wind, teilweise mit Sturmböen.
    So langsam schlägt das sowohl Mensch als auch Tier etwas auf´s Gemüt.

    In der verangenen Woche hatte Lia meist frei. Nur Mittwoch waren wir ein Ründchen spazieren, um zu sehen wie sie lief nach ihrem Umfall-Unfall.

    So war gestern der erste Tag, an dem wir wieder reiten wollten.
    Tina und ich trafen uns nachmittags und machten die Pferde fertig.

    Dieses Mal ritten wir beide zusammen vom Hof. Tina hatte zwar den Handpferdestrick noch dabei, aber ich ritt allein los.
    Das klappte auch sehr gut und ich war schon deutlich weniger angespannt als letzten Sonntag.
    Wir ritten ca 30 Minuten bis wir einen Traktor mit einer riesigen Spritze ausweichen mußten.
    Da Lia natürlich war Lenkung und Reaktion angeht noch nicht so schnell und präzise ist, wie ein routinierteres Pferd, stieg ich ab und führte sie zur Seite. Der Landwirt war auch nicht gerade einer von der sehr geduldigen Sorte.

    Danach ging ich zu Fuß weiter.
    Es ging wieder bergauf und dann durch ein Stückchen Wald, bis wir eine halbe Stunde später wieder an meinem großen Aufsteigebaumstamm vom ersten Unterwegs-Aufsteigen angekommen waren.
    Dort stieg ich wieder auf.
    Von dort führte der Weg über eine kleine Brücke.
    Diese ist an der einen Seite baufällig und daher für Autos gesperrt. Die Sperrung besteht aus Metallständern mit Flatterband, das kreuz und quer gespannt ist.
    Rechts an der Seite können Fußgänger oder eben auch Reiter die Brücke überqueren.
    Lia kennt diese Brücke von unseren Spaziergängen.
    So war es für sie kein Problem, nachdem ich aufgestiegen war, als erste durch den schmalen Engpaß zu gehen.
    Da merkt man dann, daß sich die lange Vorarbeit als Handpferd jetzt auszahlt.

    Von dort ritten wir nun langsam wieder zurück zum Stall.
    Wieder ließ ich mich ca. eine halbe Stunde von Lia tragen, bevor Tina und ich dann das letzte Stück zu Fuß angingen.
    Den Rückweg hatten wir keine Minute zu früh eingeschlagen, denn der Wind, der nachmittags glücklicherweise völlig ruhig gewesen war, frischte wieder auf und brachte schnell dicke Wolken mit Regen und Hagel zu uns.
    Wir bekamen aber nur noch ein paar Tropfen unterwegs ab. Als es richtig losging, waren wir am Stall angekommen.

    Für heute war es morgens noch trocken angesagt, daher verabredeten uns schon für den Vormittag.
    Wieder ritt ich allein neben Jackson her.
    Mit jedem Mal wird es für Lia und mich selbstverständlicher.
    Ich bin nicht mehr ganz so angespannt und das überträgt sich natürlich auch auf Lia.
    Ihre Bewegungen werden auch immer sicherer mit dem Reitergewicht auf ihrem Rücken.
    Sie kann sich besser balancieren und heute schafften wir zusammen auch schon leichte Bergab-Stücke.
    Es fühlt sich schon sehr nach Ausreiten an, was wir machen. Diesmal blieb ich länger im Sattel. Die Wege, die wir einschlugen, waren perfekt für Lia geeignet und so stieg ich erst nach einer Stunde ab. Dafür war danach auch Schluß mit Reiten für heute und den Heimweg lief ich selbst.
    Der Wind war heute frisch bis stürmisch, doch auch davon ließ Lia sich nicht beeindrucken.

    Lia und Kerstin unterwegs


    Ludwig nach dem Ritt am Stall


    Spikey


    Lia durchkämmt das Stroh
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  • Februar, 2017
  • Wie ein verkrampfter Frosch...

    Tja hier war ja in den vergangenen Tagen nicht viel los... aber so war es auch bei uns am Stall.
    Das Wetter war ziemlich wiederlich und wir waren entweder krank oder hatten keine Zeit.
    So hatten die Ponies mehr oder weniger frei.
    Am Mittwoch waren die Hufe mal wieder dran, aber das ist ja auch keine wahnsinnige Anstrengung...jedenfalls nicht für die Vierbeiner.
    Donnerstag war ich immerhin eine Runde zusammen mit Kathi, Ribanna und Maja spazieren.
    Bereits morgens blies der Wind sehr frisch und Lia war zunächst etwas hibbelig.
    Doch sie freute sich, als sie Ribanna erkannte und wieherte ihr sogar leise entgegen.

    Gestern, am Karnevalssamstag, waren Tina und ich dann zusammen unterwegs. Tina wollte laufen, so nahm sie Lia vom Boden aus an den Strick, während ich ein halbes Stündchen ritt.
    Im Feld war richtig viel los: Spaziergänger, Fahrradfahrer und Leute mit Hunden. War schon ein bißchen ungewöhnlich so im Februar....
    Nachdem wir kurz hinterm Ackerer Schmidt die Straße überquert hatten, stieg ich ab und lief den Rest zu Fuß.

    Heute waren wir seit langem mal wieder mit Kathi verabredet.
    Da sie vormittags noch mit Jolie ausreiten war, machten wir aus, daß wir sie bei ihr am Stall abholen würden.
    Also marschierten wir um 12 Uhr bei uns los.
    Tina ließ sich diesmal von Jackson tragen. Ich lief erst mal zu Fuß bis wir bei Kathi angekommen waren.

    auf dem Weg zu Kathi durch´s Dorf


    Ich stieg dann auf und Lia und ich ritten zum ersten Mal in einer Dreiergruppe.
    Tina hatte mich wieder am Strick.
    Das Wetter war uns heute gut gesonnen. Es gab einen trockenen Sonne-Wolken-Mix mit teilweise böigem Wind.
    Die Böden sind auch schon wieder gut abgetrocknet.

    Lia und ich neben Jackson als Handpferd


    Maja und Spikey


    Mein erstes Foto vom Sattel aus.


    Wir ritten so ungefähr 40 Minuten, dann stiegen Kathi und ich ab. Wir wollten zu Fuß weiter gehen.
    Ribanna hielt allerdings nichts von unserem Richtungsvorschlag und machte sich mal kurzfristig flott auf den Heimweg. Allerdings ohne Kathi !
    Die rief ihr hinterher und lief ihr nach. Nach wenigen Metern hatte sie ihr Schimmelchen wieder eingefangen.
    Dann mußte sie doch mit uns den längeren Weg weitergehen.

    Dieser führte uns bis zum Wald.
    Dort gibt es eine Wiese mit Tränken für die Kühe, wo alle Pferde mal ihren Durst stillen konnten.
    Ich wollte eigentlich wieder aufsteigen, doch kamen von rechts ein paar Leute mit einer ganzen Hundemeute den Berg herunter.
    Da gingen wir lieber mal weiter, denn wir waren alle nicht scharf auf ein Zusammentreffen.

    Ein paar hundert Meter weiter bot sich jedoch schon wieder eine gute Aufsteigemöglichkeit.
    Im Wald waren Fällarbeiten gemacht worden und am Wegrand lagen einige Baumstämme.
    Einer war so hochgebogen, daß mir die Höhe gut ausreichte.
    Ich testete zuerst, ob er fest lag und nicht wegrollte. Er war sehr stabil, also parkte ich Lia daneben und stieg wieder auf.
    Parken läßt sie sich wirklich vorbildlich und bleibt auch immer brav beim Aufsteigen stehen.
    Auch Kathi schwang sich wieder auf Ribanna´s Rücken.
    Und dann sind wir einfach losgeritten... Ganz ohne Sicherheitsleine ....Ich dachte mir ein paar Meter könne ich ja ruhig schon allein gehen.
    Lia reagierte gut und lief brav mit den anderen mit.

    Kerstin und Lia leinenlos


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    Bald darauf bogen wir rechts am Waldrand ab und ritten etwas bergauf.
    Lia mußte strengte sich an, doch vielen wir etwas zurück, da Ribanna und Jackson da nun einfach doch einen großen Trainingsvorsprung haben.
    Der Wind frischte wieder auf und in den Bäumen raschelte es.
    Dann passierte es: Lia erschreckte sich und lief los. Doch das war´s auch schon. Sie ließ sich sofort wieder von mir anhalten und lief weiter im Schritt.
    Nach ein paar hundert Metern passierte das gleiche noch mal.
    Einerseits war ich froh es "hinter mir zu haben" das erste Mal Erschrecken auf Lia´s Rücken, andererseits war ich danach etwas nervös.
    Völlig unbegründet, ich weiß....denn es war ja nichts ungewöhnliches passiert, was mir nicht auch mit jedem älteren Pferd hätte passieren können. Im Gegenteil. Lia hatte doch perfekt reagiert und sich halten lassen.
    Aber so als Angsthase.....
    Ich bemühte mich aber mich wieder zu entspannen und Kathi und Tina halfen mir dabei, in dem sie mich mit einer Unterhaltung ablenkten.
    Tina neckte uns, weil sei meinte, wir müßten aber noch an unserer Geschwindigkeit arbeiten, da wir etwas hinterher schlichen.
    Mein Kommentar dazu brachte Kathi sehr zum lachen. Ich meinte nur: "Wenn ich hier nicht mehr wie ein verkrampfter Frosch drauf sitze, dann läuft Lia sicher auch etwas schneller !"
    Kathi wollte wissen, wie ich denn auf den Frosch gekommen sei.... Gute Frage.... sowas kommt mir dann einfach in den Sinn.... muß aber keinen solchen haben :-)

    Ich wurde langsam lockerer, da Lia wirklich total lieb war und am lockeren Zügel brav vorwärts lief.
    So blieb ich die ganze Zeit "leinenlos" und war innerlich sehr sehr stolz auf mein Mädchen und ein bißchen auf mich.
    Kurz vorm Stall geht der Weg dann nochmal bergab. Da stieg ich ab, denn das ist für Lia doch noch sehr schwer.

    Es war ein sehr schöner Ausritt heute. Ein großes Dankeschön an Tina und Kathi, die mir immer unterstützend zur Seite stehen und mich zum Glück nicht allzu ernst nehmen !
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