Einträge für Ausritte

  • Januar, 2018
  • fein dosiert will gelernt sein

    Nun ist das Katastrophen-Wochenende schon wieder eine Woche her. Seitdem habe ich Lia außer an einem Pausentag jeden Tag konsequent irgendwie bewegt. Und wenn es "nur" 15 Minuten an der Longe waren.
    Sie war die ganze Woche über ziemlich kooperativ. Ich habe wieder etwas dazugelernt bzw. nochmal deutlich von ihr bestätigt bekommen: Soviel Druck wie nötig aber auf jeden Fall so wenig wie möglich.
    Lia reagiert auf zuviel Druck sofort mit Gegendruck und da kann man bei 500 kg Pferd als Mensch einfach nur verlieren. Daher darf ich mich unter keinen Umständen auf ein "Duell" mit ihr einlassen. Das ist nicht immer einfach, da ich leider auch oft dazu neige, mein Temperament mit mir durchgehen zu lassen. Doch so kann ich vielleicht ja durch Lia noch eine Menge dazulernen.

    Am Freitag war ich zum ersten Mal wieder mit ihr spazieren, seit dem Disaster am vorigen Samstag.
    Kathi und Maja begleiteten uns. Lia war ruhig und entspannt und fast schon müde. So konnten wir einen schönen ereignislosen Spaziergang genießen.

    Am Samstag war seit langem mal wieder ein Tag mit Sonnenschein. Es war frisch und etwas windig, doch ich wollte die Sonne nutzen und mich auf mein Pony setzen. Tina begleitete uns mit Jackson zu Fuß. So konnte ich immer wenn ich unsicher wurde auf meinen "Anker" zurückgreifen. Tina führte Lia dann an der Trense. Das gab mir und Lia Sicherheit. Ist zwar irgendwie ein bißchen wie der Placeboeffekt bei den Arzneimitteln, aber das ist mir ehrlich gesagt wurscht... Hauptsache es funktioniert.
    So konnten wir eine ganze Stunde ausreiten....wenn auch im allerlangsamsten Schneckentempo, das je ein Pferd zuvor gegangen ist... aber was soll´s ..... daran kann ich später arbeiten.

    Sonntag dann ging es umgekehrt los. Tina ritt Jackson und ich nahm Lia mit dem Arbeitsseil am Kappzaum mit.
    So schafften wir tatsächlich eine große Runde über zwei Stunden. So lange waren wir schon ewig nicht mehr unterwegs gewesen.

    Jackson und Tina kurz vor dem Abritt


    Lia mit ihrer momentanen Ausstattung


    Lia war insgesamt kooperativ und brav und wir konnten sogar ein Stück traben. Nur auf dem letzten Stück gab es nochmal ein kurzes Aufmucken, das ich aber schnell wieder im Griff hatte.
    Insgesamt gefällt mir die Tendenz und ich hoffe, daß es so weiter geht.
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  • Safety first !

    Nach einer erneuten Woche mit usseligstem Naß-Wetter hatte ich gestern endlich wieder etwas Zeit für Lia.
    Das Wetter war jedoch kaum besser als die übrige Woche. Es schnee-regnete munter vor sich hin, als ich am Stall eintraf.
    Während ich mistete traf auch Tina ein.
    Lia zu putzen war nicht möglich, denn sie hatte eine 1-2 cm dicke frische Schlammschicht über den ganzen Körper verteilt.
    So blieb es beim Hufe auskratzen und dann starteten wir - trotz des Wetters - unseren Spaziergang.

    Alles war ruhig und entspannt - und dann: BANG!
    Lia hörte wohl irgendwas, das sie verunsicherte (ich glaube es war ein Vogel) und dann rastete sie aus.

    Sie lief los und keilte nach hinten aus...und knallte meinem rechten Oberschenkel eine. Glücklicherweise war es der Oberschenkel. Der kann das von all meinen Körperteilen wohl am besten verkraften.
    Doch mit der Ruhe war es nun vorbei. Sobald ich sie wieder einsammelte und in unsere gewünschte Richtung weiter gehen wollte, ging das Theater von vorn los. Ich wußte mir nicht mehr wirklich zu helfen und ließ Lia dann erst mal ihre Runden um mich herum drehen. Zum Glück hatte ich Kappzaum und Arbeitsseil für den Spaziergang gewählt.
    Lia spackte nun ordentlich ab: von Bocken, Auskeilen bis Steigen war alles dabei.
    Doch da sie nicht wirklich über Kondition verfügt, war nach einer Weile traben im tiefen matschigen Wiesenboden in Kombi mit der Abspackerei schon die meiste Luft raus.
    Doch nun war es an mir zu sagen:"Lauf!"
    Denn nur, weil Madam jetzt k.o. war, war die Longeneinheit noch nicht beendet. Ich schickte sie also noch einige Zeit im Trab um mich herum, bevor ich sie schließlich zu mir einlud und dann konnten wir endlich wieder weiter gehen.
    Danach war es dann auch gut für diesen Tag.

    Heute morgen erwarteten uns dann gleich drei Abspack-Ponies auf dem Paddock. Die Sonne (ja es hat tatsächlich die Sonne geschienen) ist ihnen wohl zu Kopf gestiegen.



    Bevor ich heute mit der Irren rausgehen würde, wollte ich mal testen, wie sie so drauf ist.
    Daher zog ich ihr den Kappzaum an und dann wollte ich sie etwas über den Hof longieren. Der Reitplatz ist aufgrund der Wetterumstände nicht zu gebrauchen. Da watet man einfach nur noch durch Matsch.
    Nach wenigen Runden war schon klar, daß Lia heute ebenfalls nicht kooperativ sein würde. Sie hatte keine Lust auf diese Art Arbeit und haute mir mehrmals in Richtung Stall ab.
    Ich habe gelernt, daß es keinen Sinn hat, sich mit ihr auf einen Kampf einzulassen. Deshalb sammele ich sie dann immer kommentarlos wieder ein und mache weiter.
    Als ich irgendwann mit ihrem Verhalten zufrieden war, beendete ich die Übung.
    Aus Sicherheitsgründen entschied ich mich, sie heute nicht mit auf den Spaziergang zu nehmen.
    Statt dessen brachte ich sie zurück in den Stall und begleitete Tina und Jackson mit Ludwig zu Fuß.

    im Wald untewegs


    So konnten wenigstens wir vier den "Sonn"tag genießen.
    Als wir nach dem Ausritt wieder zurück am Stall waren, schnappte ich mir Lia nochmal. Wieder den Kappzaum drauf und ab auf den Hof.
    Dieses Mal schaffte ich es, daß sie mir nur noch einmal ausbüxte.
    Ich paßte auf wie ein Luchs und hielt ihren Kopf immer in meiner Richtung.
    So schafften wir auf jeder Hand auch ein paar Trab-Runden. Da es insgesamt jetzt gut klappte, entließ ich sie nach 15 Minuten endgültig für heute.
    Mal sehen, wie es dann jetzt so weiter geht mit ihr und mir... ich versuche mich nicht unterkriegen zu lassen.
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  • entmutigt....und neue Hoffnung gefunden

    Heute genau vor einer Woche war ich ziemlich am Boden zerstört. Ich wollte mit Tina zusammen ausreiten und unterwegs bekam ich wieder mal richtig Angst auf Lia.
    Bereits seit meinen beiden Abflügen letztes Jahr hat mein Mut ja doch ziemlich gelitten.
    Als sie dann am Sonntag an einer Weggabelung nicht weitergehen wollte und begann sich mir zu wiedersetzen, bekam ich Panik.
    Der Boden war matschig und ich hatte Angst, daß Lia dort Theater machen würde und wir uns dann womöglich gemeinsam auf die Schnauze legen würden. Meine Angst fesselte mein Gehirn dermaßen, daß ich nicht in der Lage war logische klare Gedanken zu fassen. Das machte mich wütend. Also stieg ich ab und stürmte mit Lia am Zügel zurück in Richtung Stall. Dabei schimpfte ich vor mich hin (voller Enttäuschung über mein eigenes Versagen), daß ich einfach nicht mehr weitermachen wollte und Lia verkaufen würde. Und in diesem Moment war ich mir sicher, daß das die beste Lösung sei. Vor allem für Lia, denn ich war ja offensichtlich nicht der richtige Mensch für sie. Ich hatte mich wohl doch mit dem Jungpferd und Selbsteinreiten übernommen.

    Die arme Tina ritt schweigend hinter mir her und ließ mich meine Tiraden vor mir her schimpfen. Lia war sichtlich verwirrt durch mein Verhalten, folgte mir jedoch brav. Das gab mir Zeit mich zu beruhigen. Langsam aber sicher kam ich wieder an den Punkt, an dem realistische Gedanken möglich waren und ich schlug vor zu Fuß noch etwas weiter zu gehen. Immer noch war ich sicher, daß ich mit Lia versagt hätte und einfach nicht fähig genug bin, sie zu einem verläßlichen Freizeitpferd auszubilden.
    Doch wurde mir die Verantwortung bewußt, daß ich sie ja nun auch nicht von heute auf morgen einfach rumstehen lassen kann, bis ich einen Käufer finden würde.

    Mit jedem Meter mehr schwand allerdings auch meine Sicherheit, daß der Verkauf die richtige Entscheidung sein würde.
    Tina ließ mich mit meinen Gedanken allein und erst als eine ganze Weile vergangen war, begannen wir wieder ein Gespräch. Über etwas ganz anderes unverfängliches.
    Und als wir schließlich am Stall zurück waren, hatte sich mein Gemüt doch deutlich beruhigt und Tina und ich konnten über den Vorfall sprechen.
    Mein Verkaufsvorhaben war schon so gut wie vom Tisch und wir schmiedeten Pläne, wie es vielleicht für Lia und mich weitergehen könnte.

    Nach ein paar Minuten stand der Plan: Ich würde diese Woche mal eine Runde mit Jackson ausreiten, damit ich noch mal einfach nur reiten würde. Damit ich mich erinnern könnte, wie schön das ist und warum ich das eigentlich alles mache.
    Und am nächsten Wochenende würde Tina mich und Lia im Gelände führen, damit ich bei einem Ausritt mit Lia noch mal mehr Sicherheit fühlen könnte.
    Soweit der Plan.
    Ich fuhr dann deutlich beruhigter nach Hause und nahm diese Gedanken mit, um noch weiter darüber nachzudenken.

    Tatsächlich sind wir nun doch deutlich vom Plan abgewischen, dennoch kann ich jetzt über einige positive Entwicklungen berichten.
    Der Ausritt mit Jackson fand auch Zeitmangel meinerseits nicht statt. Doch meine Gedanken um das ganze Thema "Lia" hatte nicht stillgestanden.
    Und so entstand in meinem Kopf ein neuer Plan: Ich gehe wieder ein paar Schritte zurück und mache erst mal Dinge mit Lia, von denen ich weiß, daß sie klappen. So bekommen wir beide wieder mehr Sicherheit und Vertrauen zueinander. Klappt etwas nicht, gehe ich auch da einen Schritt zurück. Ich versuche die "Schritte zurück" für mich nicht als Versagen meinerseits, sonder als notwendige Aktion zu sehen.
    Außerdem muß ich Lia wieder mehr auslasten. Aufgrund der sehr nassen letzten Wochen und Zeitmangel meinerseits, hatte Lia doch sehr viel frei und hat sich auch im Offenstall nicht soviel bewegt, da einfach alles naß und matschig war.

    Diesen Plan begann ich am Mittwoch umzusetzen.
    Ich longierte Lia seit langem wieder, da der Platz endlich ein bißchen abgetrocknet war.
    Dabei achtete ich wie ein Luchs auf sie und versuchte ihre Aktionen vorauszuahnen. Das klappte auch meistens und so mußte sie sich meinen Wünschen fügen und ohne Theater Kreise laufen. Ich ließ mich nicht auf einen Kampf ein, wenn ich doch mal zu langsam reagiert hatte und sie doch ausgebrochen war. Dann sammelte ich sie kommentarlos wieder ein und das Training ging weiter.
    Nach acht Minuten traben war sie dann auch deutlich kooperativer, denn so langsam wurde sie müde.
    Danach gingen wir noch eine Runde spazieren und auch unterwegs trabten wir einige Strecken.

    Am Donnerstag wollte ich mit ihr spazieren gehen. Zur Übung und um es für mich mehr zur Routine werden zu lassen, wollte ich über den Hof bis ins Feld reiten.
    Also sattelte ich und stieg auf.
    Wir ritten ruhig und entspannd über den Hof und wollte gerade aus dem Hof heraus, als wir uns einer ausgebüxten Kuh gegenüber vorfanden. Auf den ersten Blick verwechselte ich sie mit dem Bullen und mir wurde mulmig. Das merkte auch Lia und machte kehrt. In diesem Fall hatte sie ja Recht mit der Einschätzung der Situation und daher bremste ich sie lediglich ab und erlaubte ihr in die entgegengesetzte Richtung weiter zu gehen.
    Wir fanden uns also auf dem Hof wieder und ich überlegte, was ich nun machen sollte.
    Ich entschied, daß ich einige Runden über den Hof reiten würde. Denn auf die Art könnte ich noch etwas reiten und Lia und ich würden uns dennoch sicher fühlen.

    Gestern machten wir mit Tina und Jackson einen großen Spaziergang im Dunkeln.
    So hatte Lia in dieser Woche doch schon mal wieder deutlich mehr Beschäftigung als vorher.

    Heute wäre dann eigentlich der geführte Ausritt geplant gewesen. Doch aufgrund der ganzen Gedanken, die ich mir gemacht hatte und der erfolgreichen Aktionen der letzten Tage, traute ich mich doch wieder allein.
    Wir wählten wieder die Dorfstrecke, denn die klappt in der Regel gut und ich fühle mich sicher mit Lia.
    Das klappte heute auch bestens. Wir trabten sogar ein Stück und das war sehr entspannt.
    Ich fühlte mich so gut und sicher mit Lia, daß ich noch weitere Schlenker zuließ und letztlich ritten wir sogar noch einen Bogen durch's Feld und trabten noch einmal eine länger Strecke.
    Nach über einer Stunde waren wir zurück und ich war sehr sehr zufrieden mit mir und meinem Pony.
    So möchte ich nun weitermachen. Kleine Schritte und immer nur soviel machen, solange wir uns sicher fühlen.
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  • November, 2017
  • gut weggekommen

    In der vergangen Woche war bei uns nicht viel los.
    Es ist nun eindeutig Winterzeit und da werden die Pausentage häufiger.
    Entweder ist es dunkel oder naß und usselig oder beides.

    Montag war Huftermin, Dienstag hab ich Lia longiert und am Mittwoch waren wir immerhin eine Stunde zusammen mit Ludwig spazieren.

    Ludwig


    Lia vorm Blumenfeld


    Donnerstag und Freitag habe ich es gar nicht zum Stall geschafft, so daß Lia frei hatte.
    Tina hat diese Woche wegen der Dunkelheit auch nicht viel geschafft.
    Also waren wir am Samstag natürlich entsprechend motiviert.
    Ich mußte vormittags arbeiten, daher konnten wir uns erst um halb drei treffen.

    Nachdem wir noch den Stall gesäubert hatten, kratzten wir den Dreck von den Pferden und um 16 Uhr ritten wir warm eingepackt vom Hof.
    Das Wetter war deutlich besser als angesagt. Es war trocken und lediglich windig.
    Wir entschieden uns für die kleine Waldrunde. Dort ist es windgeschützter als im freien Feld.

    Ich nahm also all meinen Mut zusammen und traute mich mit meinem Pony bei Wind in den "Gruselwald", obwohl sie so wenig getan hatte diese Woche.
    Mein Mut wurde belohnt. Lia war weitgehend entspannt.
    Kamen stärkere Windböen, merkte ich ihr zwar die Anspannung an, aber sie blieb für mich ansprechbar.

    Es gab zwei Situationen, in denen mein Adrenalinspiegel doch kurz in die Höhe schoß.
    Auf einem Bergabstück im Wald wollte Lia lieber am rechten Wegrand gehen. Das wollte ich nicht, wegen des Abhangs dort.
    Da ignorierte sie meine Einwände allerdings kurzer Hand und ging einfach geradeaus auf den Abhang zu. Da wurde mir kurz anders. Ich glaube zwar nicht ernsthaft, daß sie so blöd wäre, und da einfach runterlaufen würde, aber man weiß ja nie.
    Ich konnte sie stoppen und wieder an die linke Wegseite lenken. Tina ging mit Jackson netterweise nun auch da und Lia war nun überzeugt, daß der Weg dort gut genug war.
    Mir war heiß und ich mußte mich langsam wieder entspannen.

    Auf dem allerletzten Bergabstück dann gab es eine Pferdevollbremsung, da auf dem Weg von rechts zwei dunkelgekleidete Wanderer auf uns zu kamen.
    Die waren den Pferden unheimlich. Uns ehrlich gesagt auch ein bißchen. Zwei schwarz gekleidete Männer im Wald, die keine eindeutige Wanderausrüstung bei sich hatten, lassen mich auch etwas vorsichtiger sein.
    Wir ließen sie vorbei und dann waren Jackson und Lia auch gewillt wieder weiter zu gehen.
    Da wir zu Pferd natürlich schneller waren, überholten wir die Wanderer bald.
    Doch inzwischen hatten die Pferde sie genügend anschauen können und für harmlos befunden.
    Sie grüßten auch freundlich als wir überholten.
    Dann ging es nur noch aus dem Wald heraus und bald darauf waren wir wieder zu Hause.

    Als ich eine halbe Stunde später im Auto auf dem Heimweg war, begann es zu regnen. Hatten wir gut abgepaßt.

    Heute war das Wetter sogar noch viel besser.
    Der Wind war immer noch frisch, aber nicht so kalt und heftig wie gestern und es schien sogar meist die Sonne.
    Damit hatten wir gar nicht gerechnet.
    Also machten wir uns wieder auf den Weg.
    Tina mit Jackson diesmal zu Fuß. Ich hatte Lia wieder gesattelt, da sie in der kommenden Woche wahrscheinlich auch viel frei haben wird. Da wollte ich sie heute ein bißchen trainieren.
    Spikey hatte sich auch aus dem Haus getraut bei dem guten Wetter.
    Heute war es wirklich sehr entspannt unterwegs.
    Wir waren eine Stunde unterwegs und es gab keine Schrecksekunden.
    Wieder ein gutes Pferdewochenende, an dem wir mit dem Wetter wirklich gut weggekommen sind.
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  • nicht immer nach Lust und Laune

    Gestern hatten Lia und ich eine für uns ungewöhnliche Aufgabe: Wir ritten einen Fremdsattel zur Probe.
    Unsere Sattelfachfrau Sigi hatte mich gebeten einen ihrer Kundensättel zur Probe zu reiten, um zu testen, ob der Sattel beim Reiten verrutscht.

    Also sattelten wir Lia mit dem Sattel (ein Deuber Quantum Western short and light) und ab ging es auf den Reitplatz.
    Dieser Sattel ist zwar auch ein Westernsattel, aber dennoch ganz anders vom Gefühl des Sitzens für mich als mein klassischer Westernsattel.
    Doch ich konnte mich recht schnell gut "einsitzen" und ritt mit Lia Volten und Bahnen über den Platz.
    Nach einer Weile dann wollte ich auch antraben. Das war ja beim letzten Versuch nicht so glatt gelaufen und auch dieses Mal gefiel Lia der Gedanke ans Arbeiten nicht. Sie sperrte sich wieder gegen das Traben und versuchte sich mit dem Kopf zu entziehen.
    Doch ich gab nicht auf und nach einer Weile wurde es zumindest besser.
    Fazit: Der Sattel saß super und rutschte nicht (Lia kratzte sich mit mir im Sattel mit dem Hinterbein im Gesicht....einen besseren Test kann es für den Sattel kaum geben) und Lia und ich müssen weiter am Trab auf dem Platz arbeiten.

    Danach kam der Leih-Sattel wieder runter und ich sattelte Lia mit meinem Sattel. Da Sigi gerade da war, schaute sie sowohl bei Lia als auch bei Jackson mal nach, wie die Sättel sitzen. Wir bekamen beide ein "Thumbs up" und müssen uns im Moment um unsere Sättel keine Sorgen machen.

    Da das Wetter einladend war und unsere Ponies fünf Tage am Stück frei gehabt hatten, gingen wir danach noch ins Gelände.
    Wir ritten eine schöne Runde und sahen unterwegs von weitem sogar unsere früheren Stallkollegen angeführt von Kathi und Maja.
    Nach anderthalb Stunden waren wir zurück, gerade rechtzeitig als es zu regnen begann.

    Heute strahlte die Sonne vom blauen Himmel. Tina und ich hatten keinen Stalldienst heute und so konnten wir uns direkt ans Putzen der Ponies machen.
    Da sie von gestern noch ziemlich sauber waren, ging das schnell von statten.
    Wir entschieden, daß wir heute wieder etwas auf dem Platz arbeiten wollten.

    Tina nahm Jackson mit Halfter und Strick für Bodenarbeit mit und ich sattelte Lia.
    Dieses Mal nahm ich mir einen "Meinungsverstärker" in Form einer Gerte mit, damit ich beim Traben effektiver treiben könnte.
    Ich stieg am Platz auf und ritt erst einmal warm. Wieder ganze Bahn mit Volten und Wendungen im Wechsel.
    Als ich dann antrabte zeigte Lia mir wieder, daß sie keine Lust dazu hatte, doch dank der Gerte konnte ich leichter treiben und wir konnten uns schnell einig werden, daß Kooperation der weniger anstrengende Weg für Lia ist.
    Endlich trabte mein Pony und sogar ganze Runden durch.
    Nach einer knappen dreiviertel Stunde war Lia dann auch geistig platt und auch leicht verschwitzt dank der höheren Temperaturen heute.
    Tina war inzwischen ohne Sattel auf Jackson geklettert und hatte auch ein paar Runden gedreht, nachdem sie eine Weile am Boden gearbeitet hatte.
    Als ich vorschlug zum Trockenreiten noch einen kleine Runde ins Gelände zu gehen, war Tina einverstanden.
    Die Gerte ging mit und konnte mir auch im Gelände helfen, um Lia deutlich zu sagen, daß während der Arbeit nicht (auch nicht während des im Gelände bummelns) gegessen wird.
    Wir ritten einmal im Schritt um die Windräder und ich konnte unterwegs merken, wie Lia vom Kopf her wieder wacher wurde. Die Entspannungs-Gelände-Runde hat also ihren Zweck erfüllt.
    Das einzige was ich heute nicht zu bieten habe sind Fotos, denn die hab ich völlig vergessen zu machen.
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  • Oktober, 2017
  • Akkus aufladen

    Am vergangenen Wochenende war er endlich da: der langersehnte "goldene Oktober".
    Tagsüber warme 22-25°C, kein Wind und strahlender Sonnenschein ließen uns unsere Sonnenakkus wieder auftanken. In den letzten Wochen war es ja doch eher usselig, kalt und naß gewesen.

    Am Samstag hatte ich frei, so daß wir uns schon vormittags treffen konnten.
    Spikey war seit längerem mal wieder mit dabei, da er fit und motiviert war und die Schmerzmittel gut angeschlagen hatten.

    Wir entschieden uns für eine Runde von ca anderthalb Stunden. Wir ritten langsam im Schritt und warteten immer wieder auf Spikey, so daß er den Anschluß nicht verpaßte.
    Das war den Pferden auch sehr recht, denn sie haben ja schon den "Winterpulli" an und da ist es dann mit 25°C schon ziemlich warm.

    beim Abritt


    Spikey dabei


    Tina und Jackson


    Am Sonntag wiederholte sich das Ganze: Das Wetter war immer noch bombastisch und auch Spikey war wieder dabei. Er hatte den Samstag also gut verkraftet.
    Tina ging mit Jackson dieses Mal zu Fuß, während ich Lia wieder gesattelt hatte und ritt.
    Ein gutes Stündchen zogen wir um den Hof und genossen abermals das Wetter.
    So mag ich Herbst am liebsten.

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  • Party animals on the loose

    Wundert Ihr Euch über das Titelbild und die Überschrift dieses Beitrages ?
    Verstehe ich!
    Tina und ich haben heute wieder mal ein kleines Picknick am Stall gemacht (schlechtes Wetter kann uns nicht aufhalten...wir finden ein trockenes Eckchen). Tina hatte leckere griechische Teigtaschen mitgebracht und sogar Servietten. Und diese seht ihr im Titelbild. Tina wunderte sich, woher diese Servietten bei ihr zu Hause aufgetaucht waren und brachte sie daher mit zum Stall. Ich mußte ziemlich lachen über den Spruch und das Bild darauf. Daher wollte ich diesen Blogbeitrag unter das Motte dieser Servietten stellen :-D .

    Nun aber wieder zu den Themen mit mehr PS.
    Vom letzten Dienstag kann ich noch nachreichen, daß wir einen schönen Ausritt gemacht haben. Am Tag der deutschen Einheit war es ziemlich windig, aber trocken. Sogar die Sonne ließ sich immer mal wieder blicken.
    So konnte uns natürlich nichts aufhalten und wir ritten vom Hof unter den skeptischen vom Hofchef und Miteinstellern, die das Wetter offenbar nicht für ausreittauglich hielten.

    Tina führte uns zuerst in ein paar Schlangenlinien über die Felder bevor wir uns letztlich doch noch für eine kleine Waldrunde entschieden. Schon ziemlich herbstlich eingepackt mit Hommis und Mütze hatten wir eine gute Zeit unterwegs.
    Der Rückweg führt über ein längeres Stück immer etwas bergan.
    Einmal in der Mitte und schließlich das letzte Stück trabten wir. Am Ende konnte ich Lia deutlich anmerken, daß sie das körperlich gefordert hatte. Sie war doch etwas aus der Puste.
    So langsam ist sie aber soweit, daß wir sie mit so etwas auch mal konfrontieren können.

    Jackson und Tina unterwegs


    Lia und ich kommen hinterher


    Fast zu hause nochmal für ein Foto posen


    Gestern gab es dann nur einen kurzen Spaziergang durch´s Dorf. Der Wind hatte noch mehr aufgefrischt und man könnte schon sagen, daß es stürmisch war.
    Da für heute ähnliches Wetter und auch noch ordentlich Regen angesagt war, hatten wir keine wirklichen Pläne gemacht. Außer des Picknicks natürlich.

    Doch erstaunlicherweise kam während wir misteten sogar die Sonne raus.
    Spontan entschieden wir dann doch noch einen Ausritt zu machen.
    Das Wetter war erstaunlich gut und wir schafften fast anderthalb Stunden im Trockenen zu reiten.
    Auf dem letzten halben Kilometer begann es dann doch noch zu regnen, aber erstens war es nicht zu stark, zweitens war das nochmal ein gutes Training für Lia und drittens waren wir ja fast zu hause.
    Erst als wir gemütlich mit unserem Essen in der Sattelkammer saßen, wurde der Regen wieder fies. Also alles richtig gemacht !

    heute in der Nähe vom Badewald
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