Wanderreiten und mehr

Rund um Nideggen

Was sind wir eigentlich für glückliche Menschen ?! Das wir die Möglichkeit haben mit unseren Tieren die tolle Landschaft der Rureifel durchstreifen zu können !
Immer wieder auf´s neue bin ich begeistert von unseren Touren: von der Gegend, von der Gelassenheit und dem Gehorsam der Pferde und Hunde, aber auch von ihren kleinen Macken und ihrem eigenen Kopf.

Heute war wieder so ein Tag.
Früh um zehn war ich am Stall und fütterte Magic und Jackson eine kleinere Zusatzportion Futter. So konnten sie noch über eine Stunde verdauen, bevor der Ritt losging.

Der erste Teil des Weges war uns natürlich längst bekannt: An Berg vorbei bis runter zum Hundsleyweg nach Abenden.

Auf geht´s in Richtung Abenden !


Marion hatte heute wieder Jackson gesattelt.


Dort ging es dann durch eine Unterführung unter der L249 hindurch und schon waren wir mitten in Abenden. Doch Abenden ist ein kleines ruhiges Eifelörtchen, durch das man prima reiten kann.
Mitten im Ort überquerten wir dann zuerst die Rur und direkt danach auch die Rurtalbahn.
Der Weg führt dann ein Stück neben den Gleisen entlang, ist jedoch durch Büsche optisch getrennt.
Links vom Weg ging auf einmal ein ziemliches Getöse los. In einen Vorgarten rasten drei bis vier (so genau hab ich es nicht gesehen) kleine Hunde (in der Größe eines Maltesers o.ä.) hin und her und kläfften in einer höllischen Lautstärke. Davon waren Magic und Jackson schon ein klein bißchen beunruhigt. Doch dann hörten wir die Gleise singen und in der Ferne die Rurtalbahn hupen.
Die kleinen Orte haben meist unbeschrankte Bahnübergänge und daher hupt die Bahn recht häufig, wenn sie sich nähert.
So dann auch in Abenden. Und das genau als die Bahn neben uns war mindestens zweimal. Das war dann eine echte Herausforderung für die Pferde. Links die Hunde und rechts die wirklich laut dröhnende Bahn. Doch Magic ist ja kein wirklicher Flüchter und blieb nervös und leicht zittrig auf der Stelle stehen und Jackson konnte sich so an Magic rankuscheln, dann hatte auch er weniger Angst. Ludwig raste ein paar Meter vorwärts, denn er hatte auch Angst vor dem lauten Hupen.
Dann war der Spuk vorbei und wir konnten weiterreiten.
Alles in allem, fanden wir, daß die Pferde und auch Ludwig die Situation ziemlich gut gemeistert haben.

Kurz darauf kamen wir noch am hortus-dialogus vorbei und hatten dann Abenden auch schon hinter uns gelassen und kamen wieder ins offene Gelände.

wieder raus aus Abenden


Marion und Jackson


Bald führte der Weg uns wieder ein Stück durch den Wald. Die Gegend wurde zunehmend etwas schroffer: Schotterwege, die von Felsen gesäumt wurden.
Als wir wieder aus dem Schatten der Bäume traten, hatten wir einen atemberaubenden Blick auf die Burg Nideggen


Wegrand


Burg Nideggen


Marion unter der Burg


Ludwig vorweg


Als nächstes Ritten wir an Brück vorbei. In der Ferne hörten wir immer noch ab und an die Loks der Rurtalbahn, doch ist das Hupen dann so leise, daß es weder Hund noch Pferd interessiert.
Zwischen Brück und Zerkall legten wir eine Rast ein. Marion und ich parkten auf einer Bank, Ludwig zu unseren Füßen und Magic und Jackson fanden direkt neben uns leckeres Gras. Wir stärkten uns mit Brötchen und Wasser und zum Nachtisch einem Schokoriegel.
Nach gut zwanzig Minuten packten wir zusammen und brachen erneut auf in Richtung Zerkall. Doch bevor wir in den Ort und dort wieder über die Rur ritten, bauten wir einen Extra-Schlenker in die Tour ein.
Denn wir wollten zum Wasser und von dort sind es nur noch 1,2 km bis zur Kall, die man sehr gut durchreiten kann.

Kurz nach der Pause.


An und in der Kall...


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.


Nachdem wir alle mal im Wasser geplantscht hatten, ritten wir zurück nach Zerkall und diesmal auch hindurch.
Hier begegneten wir diesmal nicht der Rurtalbahn, sondern am Ortsausgang einem Hochdruckreiniger.
Der Weg, den wir nehmen mußten, wurde nämlich gerade gereinigt.
Doch der nette Herr ging sofort zur Seite als wir kamen und schaltete sogar das Gerät ab. Vielen Dank für soviel Rücksichtnahme.

Kurz darauf sahen wir schon links von uns im Tal Gut Kallerbend liegen.

Gut Kallerbend


Nun folgte der stetige Aufstieg hinauf nach Rath. Dies war wieder ein Waldweg. Er führte uns direkt an der Felsformation des "Hindenburgtores" vorbei. Das ist schon ein beeindruckendes Naturdenkmal. Selbst Magic war einen interessierten Blick hinauf. Mit einem Foto davon kann ich leider nicht dienen, da irgendwo über uns mehrmals lautes Lachen von Wanderen ertönte, das die Pferde doch etwas nervös machte und da der Wegrand links steil bergab ging, wollte ich dort lieber nichts riskieren.

Aufstieg im Wald


Hier wurde es sogar richtig dunkel.


Nach kurzer Zeit verließen wir den Wald dann endgültig und kamen bei Rath wieder auf´s freie Feld.
Das hat mir an der heutigen Strecke besonders gut gefallen, daß es immer wieder ein sehr abwechslungsreiches Gelände gab: Wald, Feld, Wasser und Ortschaften.
Jetzt konnten wir uns wieder an leuchtend gelben Rapsfeldern erfreuen.

Toller Ausblick !


Vor dem Rapsfeld.


Das Abschlußbild.


Der Weg führte uns nun noch einmal ein Stück bergauf bevor wir dann bald wieder nach Berg zum Stall kamen.
Die knapp 22 Kilometer der Tour ritten wir in knapp 4 Stunden. Ein herrlicher Tag. Und was noch besser ist: Für Morgen haben wir auch schon eine tolle Strecke ausgesucht ! Urlaub ist einfach die beste Zeit des Lebens !
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1 Trackback

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  • NEBELREITER.COM 
    Naja...die Burg ist nunmal oben !
    Heute vor einem halben Jahr (Wahnsinn wie schnell die Zeit verfliegt!) wurden Tina und Jackson offiziell Partner ! Zum Jubiläum hatte Tina sich einen Ritt zur Burg Nideggen gewünscht. Nideggen ist vom Stall aus nicht sehr weit. Allerdings liegt die ...

2 Kommentare

Linear

  • jaqueline  
    Ohhh jaa diese hupen sind echt laut. Die laufen über nen richtigen Kompressor. Ich hab einen bekannten der fährt diese rur tal bahn. Ich bin selbst mal auf dem Beifahrersitz mit gefahren. Und diese hupe ist direkt unter diesem sitz verbaut. Du glaubst nicht wie ich beim ersten hupen vor schreck erstarrt bin :-D

    Ich gebe dir einen tip. Wenn ihr das nächste mal in der nähe der Gleise seit und ihr hört dass die bahn kommt. Dann guck einfach dass sich kein weißes schild mit einem schwarzen buchstaben in eurer Nähe befindet. Das sind die Punkte an denen die fahrer nämlich hupen müssen. Lach. Ich glaube da steht ein p oder h auf dem schild. Müsste ich nachfragen ^^
    • Kerstin  
      Die Schilder kenn ich, aber danke für den Tipp. Nur kann man sich halt nicht einfach in Luft auflösen, wenn man mitten im Dorf ist und dann eine Bahn kommt.
      Naja wir haben es ja geschafft und sowas ist immer Training für uns alle !

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