Einträge von Kerstin

  • November, 2018
  • 2.Versuch

    Heute ging es weiter mit dem Hängertraining und dem Versuch Lia umziehen zu lassen.
    Wir hatten uns einen anderen Hänger geliehen und waren eigentlich zuversichtlich, daß der größere, hellere Hänger schon einen Unterschied machen würde.
    Doch Lia war auch heute noch skeptisch. Sie ging gut auf die Rampe rauf und ließ sich auch sehr gut und fein dirigieren. Doch als sie merkte, daß das Ziel schon nach vorn geht, war sie nicht wirklich mit von der Partie.
    Wir merkten ihr an, daß sie mit der ganzen Hängersache doch noch so ihre Probleme hat - auch wenn es nicht direkt Angst vor dem Hänger selbst ist, scheint sie irgendwie nichts positives damit zu verknüpfen. Sie zeigt ihr Unwohlsein deutlich und so haben wir uns nun vorgenommen, Lia das Unwohlsein vor dem und im Hänger zu nehmen.
    Wir fütterten sie heute zum Abschluß im Hänger, damit sie etwas Positives mit dem Hänger verbinden kann. Dabei merkte man ihr sehr deutlich an, wie angespannt sie im Hänger war. Sie zitterte regelrecht wie Espenlaub. Blieb aber mutig im Hänger und fraß.
    Damit beendeten wir das Training für heute, damit ihr Mut belohnt wurde.
    Wir werden jetzt in kleinen Etappen Hängertraining einbauen, bis sie dem Hänger genug Vertrauen entgegenbringt. Erst dann werden wir planen, wann der Umzug stattfinden wird.

    Das ist nicht ganz so wie ich es mir gewünscht hatte, doch Lia gibt nun mal das Tempo vor. Ich habe in den vergangenen zwei einhalb Jahren mit ihr gelernt, daß Eile, Druck und Drängen einen mit Lia nur weiter vom Ziel wegbringen und nicht einen Schritt näher darauf zu.
    So gesehen ist sie für mich ein guter Lehrer, um meine Geduld zu trainieren.

    Am Donnerstag folgt also unsere nächste Einheit.
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  • 1. Versuch

    Heute haben wir mit dem Hängertraining begonnen, denn Lia soll dieses Mal nicht zu Fuß umziehen.
    Die letzte Hängerfahrt ist allerdings schon sehr lange her und in der Zwischenzeit wollte Lia nicht mehr so recht in den Hänger.
    Somit hatte ich mich mit meinem Trainer verabredet. Wir hatten den Ausgang erstmal offen gelassen. Sollte sie in den Hänger gehen, würde der Umzug stattfinden. Falls nicht, dann eben ein ander Mal.

    Die Umstände waren heute nicht wirklich optimal: Die Pferde kamen zum Beispiel erst während der Einheit auf die Wiese. Da ließen wir Lia dann nochmal mit den anderen raus.
    Beim ersten Versuch einzusteigen hat Lia sich dann auch noch doof und etwas ungeschickt den Kopf am Hänger angerumst. Nix passiert, aber sonst wäre sie glaub ich einfach drauf gelaufen.

    So haben wir mit Pausen immer wieder langsam mit ihr das Einsteigen versucht.
    Sie hat im Prinzip gut mitgemacht und war auch ein paar Mal fast drin.

    Nach einer Weile war aber bei ihr einfach die Luft raus. Sie war einfach platt und auch nicht mehr in der Lage sich zu konzentrieren. Mein Trainer und ich sind uns da einer Meinung, daß Druck nichts bringen wird und wir es lieber ganz in Ruhe und in Lia´s Tempo machen.
    Es eilt ja grundsätzlich nicht.

    Somit beendeten wir den 1. Versuch damit und entließen Lia zu den anderen.
    Am Montag starten wir dann den 2. Versuch. Sie wird schon irgendwann in den Hänger gehen. Da bin ich zuversichtlich.
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  • Kommando zurück !

    Im September hat Lia die Eifel verlassen, damit ich sie näher bei mir habe.
    Doch es zeigt sich, daß sie sich am neuen Stall nicht wirklich zu hause fühlt und auch ich komme dort nicht richtig an.
    Außerdem merke ich immer mehr, daß ich für Lia doch auf einen Platz im Offenstall nicht dauerhaft verzichten kann und will.
    Deshalb: Kommando zurück ! Wir gehen wieder zurück in die Eifel.
    Nächste Woche geht es schon los.
    Ich freue mich sehr darauf.
    Natürlich wird es nicht ganz so wie früher, denn da ich dann wieder die längere Fahrt habe, werde ich nicht jeden Tag zu ihr fahren können.
    Doch wie sagte mein Trainer diese Woche noch: Qualität geht über Quantität !
    Das sehe ich genauso, zumal Lia dann mit ihren Herdenkumpels und gutem Futter jederzeit bestens versorgt ist.
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  • Kleinste Schritte

    Seit Lias Umzug im September haben wir viele Rückschritte erlitten.
    Bis zum Stallwechsel waren wir - dank unserem neuen Trainer - auf einem guten Weg voran und sogar reiten war wieder in kleinen Dosen möglich.
    Dann kam der Umzug. Wir sind zu Fuß zum neuen Stall gelaufen. Das waren 25 km und die hätten wir ohne das Training vorher nie geschafft.
    Christian hatte uns die ersten 11 Kilometer mit Ludwig begleitet. Dann trafen wir uns mit zwei Einstellern aus dem neuen Stall und gingen den Rest in pferdiger Begleitung.
    Bis auf einige Aufregungen ( ein gefährlicher Wassersprenger und ein Modell-Segelflugzeug) schafften wir die Strecke ohne Zwischenfälle.

    Direkt in der ersten Woche am neuen Stall hat Lia sich dann eine blöde Verletzung am Bein zugezogen, die sich natürlich auch noch entzündete.

    Lia mußte zwei Tage einen Verband tragen


    Alles in Allem ist sie seitdem ständig angespannt und kommt nicht so recht zur Ruhe. So machen wir nur kleinste Schritte vorwärts, da sich auch die Umstände am Stall für uns etwas schwierig gestalten, da der Stall sehr zentral liegt und rund herum immer viel los ist.

    Heute waren wir zum allerersten Mal ganz allein auf dem Reitplatz.
    Das ging, weil es sonntagmorgens deutlich ruhiger ist, als an Wochentagen.
    Lia hat sich direkt einmal paniert und dann etwas umgeschaut. Ein paar Mal ist sie geflitzt und damit war das Training für heute beendet, denn wir mußten ja noch wieder an den "Gefahren" vorbei zurück zur Wiese.

    Lia schaut, wo das Wälzen am besten geht


    gute Stelle gefunden


    Mit Ludwig gehe ich zur Zeit immer einzeln spazieren, weil es ja mit Lia zusammen nicht klappt. Und er braucht ja trotzdem seine Bewegung.

    Ludwig paßt gut zu den Herbstfarben
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  • viel passiert in der Zwischenzeit

    Der letzte pferdige Blogeintrag ist vom 08.April. Das ist nun schon sieben Monate her.
    Es ist vieles passiert in der Zwischenzeit.

    Beginnend damit, daß ich mich im Mai - zusätzlich zu meinem Job - mit einer mobilen Sattelanpassung selbständig gemacht habe.
    Dadurch ist Freizeit (also Pferdezeit) für mich zu einem raren Gut geworden. Ich muß meine Tage sehr genau organisieren, damit alles reinpaßt.
    Gerade in der Anfangszeit - wo man vieles neu lernen muß - war das schon eine Herausforderung für mich.

    Außerdem habe ich mich im Sommer entschieden, daß ich mir für Lias - und vor allem meine - weitere Ausbildung Hilfe holen werde. So trainieren Lia und ich nun mit Ilja von "Mit Pferden denken".
    Das hat mir sehr geholfen Lia besser zu verstehen. Unsere Entwicklung macht seither Fortschritte und seien sie auch noch so klein.

    Desweiteren habe ich mich entschieden "umzusatteln". Lia mochte den doch recht schweren Westernsattel nie gern und so habe ich mich entschieden ihr mit einem neuen Sattel Erleichterung zu verschaffen.
    So sind wir nun also in einem Barock-Sattel unterwegs (wenn wir denn überhaupt reiten).
    Das Reiten steht momentan nämlich ziemlich weit hinten an.

    Lia mit ihrem neuen Sattel


    Und nun zur größten Veränderung bei Lia und mir: Wir haben den Stall gewechselt.
    Das ist uns alles andere als leicht gefallen und der einzige Grund für den Wechsel war die Entfernung des Stalls von meinem zu Hause.
    Ich hatte ein Fahrzeit von gut zwanzig Minuten zum Stall und das war mit zwei Jobs einfach nicht mehr machbar für mich.
    Der neue Stall liegt nur sechs Minuten entfernt und das erleichtert es mir sehr.
    Im Bild oben seht Ihr Lia´s neue Herde.

    Allerdings ging der Stallwechsel mit einigen Veränderungen für Lia einher.
    Leider gibt es in meiner direkten Umgebung keine Offenställe und so ist es ein Kompromiß geworden: Nachts steht Lia nun in einer großen Box und tagsüber draußen. Das ist nicht so, wie ich es mir wünschen würde, aber für den Moment der einzig machbare Weg. Lia scheint sich mit ihrer Box auch gut angefreundet zu haben. Sie steht nun seit anderthalb Monaten im neuen Stall.
    Schwierig gestaltet sich seitdem allerdings der Umgang mit ihr.
    Der Umzug hat uns im Training wieder zurückgeworfen und, da sie sich direkt zu Beginn verletzt hatte und die Wunde am Hinterbein täglich versorgt werden mußte, ist sie im Moment recht nervös.
    Sie hat Angst den Stallbereich zu verlassen, da sie wohl glaubt, daß ich sie dann wieder wo anders hinbringe.
    Aufgrund der Verletzung konnten wir auch nicht mit Ilja trainieren, so daß wir nur für uns allein in kleinen Schritten weitermachen.
    Doch mit viel Geduld wird das alles schon wieder werden. Da bin ich mir sicher. Ich gebe Lia die Zeit, die sie braucht und dann kann sie langsam wieder Vertrauenn aufbauen.

    Lia in ihrer Box


    Lia heute Morgen nach unserer kleine Übungseinheit
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  • Er ist wieder da !

    Es ist nun über ein halbes seit dem Inkrafttreten der DSGVO vergangen und wir haben den Blog soweit umgestellt, daß wir ihn nun endlich wieder freigeschaltet haben.
    Es wird ab sofort hier nun wieder neue Berichte und Bilder geben. Ich freu mich drauf.
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  • April, 2018
  • im T-Shirt unterwegs

    Wie angekündigt war an diesem Wochenende dann endlich Frühling. Und wie !
    Es waren in der Sonne bestimmt 25 °C und somit definitiv T-Shirt-Wetter.

    Da Lia und Jackson am Freitag die Hufe frisch geschnitten bekommen hatten, machten wir am Samstag einen langen Spaziergang statt zu reiten. So konnten sich die beiden erstmal wieder "einlaufen".

    Wir wählten eine Runde mit einem kleinen Stückchen Badewald. Lia war aufgrund des angenehmen Wetters ruhig und entspannt, so daß ich mit ihr ein bißchen Wald üben wollte.
    Sie war ruhig und lieb im Wald und ging sogar mal vor.

    Das frische Gras, das nun ordentlich zu sprießen beginnt, lockte sie sehr und ich mußte immer ein Auge auf sie haben, damit sie sich nicht doch etwas schnappte.

    Beide waren flott unterwegs und ließen sich von den frisch geschnittenen Hufen nicht aufhalten.

    So stand also einem Ausritt am Sonntag nichts entgegen.
    Wir verabredeten uns für 10 Uhr
    Zunächst etwas enttäuscht vom Wetter machten wir uns erstmal an´s Ausmisten.
    Der Himmel war verhangen und es sah sogar ein bißchen nach Regen aus. Die Temperaturen waren schon hoch. Es fühlte sich auch etwas schwül an.
    Doch bald brachen die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken und im Tagesverlauf wurde es immer sonniger und damit auch noch wärmer.

    Um halb zwölf saßen wir im Sattel und ritten vom Hof.
    Ich hatte eine Strecke vorgeschlagen und Tina war einverstanden.

    Es ging herunter nach Abenden und dann im Bogen von dort wieder bergan nach Hause.
    Die Wege sind nicht zu steil dort und es gibt sowohl waldige als auch freiere Abschnitte. Ein netter Mix aus allem.

    Was ich nicht eingerechnet hatte war, daß der Hinweg fast komplett an einer beliebten Motorradstrecke entlang führt. Und natürlich war dort heute richtig viel los.
    Doch Jackson stört das ja sowieso nicht und auch Lia war nur bei ganz laut knatternden oder knallenden Maschinen kurz im Achtungsmodus.
    Ansonsten war sie lieb und lief entspannt. Sie suchte allerdings sehr den weichen Boden, was aber nach dem Hufeschneiden immer so ist bei ihr.

    Abritt


    warm genug für einen Ritt im T-Shirt


    Lia war sogar so lieb, daß ich mich traute mal wieder Fotos für den Blog zu machen.
    Es gab zwar Situationen, in denen ich mich anspannte und etwas Angst bekam, doch das war völlig unnötig.
    Ich denke, daß ich mich immer mehr werde entspannen können, je mehr positive Erlebnisse ich mit Lia habe. Daher heißt es für mich, Zähnezusammenbeißen und weitermachen. Momentan läuft es ja wirklich gut. Ich bin also vorsichtig optimistisch.

    Unten in Abenden kamen wir dann an den Scheitelpunkt unserer Strecke. Von dort an ging der Weg wieder bergan.
    Ab dort wurde es auch deutlich ruhiger, denn wir ließen die Strasse hinter uns.
    Nun konnten wir die Strecke richtig genießen. Ich mag die Gegend dort sehr, denn es ist von allem was dabei.

    auf dem Rückweg


    Blick nach oben


    Das letzte Stück des Weges ist ein kleines bißchen steiler als der Rest.
    Dort ließen wir Lia und Jackson traben.
    Auch das klappte ganz gut.
    Ich konnte feststellen, daß Lia im Vergleich zum letzten Jahr (da waren wir diesen Weg genauso geritten und auch dort getrabt) doch etwas fitter geworden ist. Sie war bei weitem nicht so außer Puste heute.

    Von dort war es nun nicht mehr weit bis nach Hause.
    Die Pferde hatten mit ihrem Winterfell, das ja noch nicht komplett ausgefallen ist, ordentlich geschwitzt und so wuschen wir ihnen am Stall die Sattel- und Gurtlagen mit lauwarmem Wasser ab.

    Nach dem Mittagessen konnten sie sich dann genüßlich im Staub wälzen und danach den schönen Sonntag im Offenstall genießen.

    wälzen tut gut nach dem Ritt
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