Leben mit und für die Pferde

  • Januar, 2017
  • Nachtwanderung zu dritt

    Jetzt, wo für mich der Ernst des Lebens begonnen hat (so mit geregelten Arbeitszeiten und so), schaffe ich es leider nicht mehr, mit Kerstin morgens ein Ründchen zu drehen. Stattdessen bin ich nun eher am Abend am Stall, meist nur zum misten und füttern. Gestern dann schaffte ich es, das Abendessen ausfallen zu lassen, um nochmal ein paar Meter mit Pferd und Hund vor die Tür zu kommen. Ich schnappte mir schnell meine Reflektorweste, um noch ein bisschen Tageslicht abzubekommen, und schon ging es los. Jackson hatte die letzten Tage der Ruhe offensichtlich tatsächlich zum entspannen genutzt, denn er war wirklich munter und freute sich, dass wir doch noch was unternahmen. Ziemlich schnell war es dann doch recht düster. Meine Kopflampe hatte ich am Stall liegen lassen, ist ja klar. So wanderten wir mehr oder weniger im Dunkeln. Das war ein schöner Ausklang für einen aufregenden Tag.

    kurzer Stop zum "Auftanken"


    Auch heute hatte ich bereits gegessen, sodass ich gleich los konnte. Für heute hatte ich mir vorgenommen, nochmal etwas zu longieren. Nach ein paar Aufwärmrunden für uns alle machte Spikey es sich in seiner Transportbox bequem. Jackson war wieder sehr motiviert, sodass das longieren ziemlich leicht von der Hand ging. Jackson lief ein paar Runden im Trab, dann übten wir ein paar Übergänge und Handwechsel. Für den alten Hasen natürlich nichts neues, und wenn er dann auch mal motiviert ist, klappt das prima. Beim Antraben hüpfte er sogar ein wenig herum, also wollte ich nochmal probieren, ob er ein bisschen galoppieren könnte. An der Longe fällt ihm das immer schwer, vorallem weil er sich nicht so richtig traut. Ich vermute, er hat zu sehr Angst, hinzufliegen (so, wie man ihn kennt, ist das ja auch nicht unbegründet). Aber heute war das mit genug Pepp garkein Problem. Er flitzte Runde um Runde, wenn auch noch deutlich zu schnell, um als guter Galopp an der Longe durchzugehen. Er bemühte sich, das ist ja alles, was man verlangen kann. Er grunzte und schnaubte und schien einigermaßen ausgelassen. Nachdem Jackson es dann noch schaffte, sich wieder zu beruhigen, ließ ich es gut sein und lobte den fließigen Kerl. Er ließ sich sein Abendbrot schmecken, während Spikey besorgt dabei stand und uns daran erinnerte, dass es schon dunkel war.
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  • ungeduldig

    Und immer noch darf Luna nicht laufen :-( Die Wunde ist noch nicht ganz zu, und damit nicht alles wieder aufreißt, darf sie auch weiter nicht raus und nur langsam geführt werden. Die arme Hummel platzt langsam vor Energie. :'(
    Zusätzlich war ihre Blutuntersuchung auffällig : viel zu viel Testosteron im Blut. Also haben wir heute einen Ultraschall gemacht und ein Eierstock ist voller Zysten. Auch das ist sicher ein Grund, dass Madame etwas ungeschmeidig ist.
    Jetzt bekommt sie jeden Tag Regumate und wir schauen in 10 Tagen, ob es besser wird.
    Drückt uns weiter die Daumen, dass sie bald wieder laufen darf und die Medikamente anschlagen.
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  • Es hat geschneit !

    Tatsächlich lag heute Morgen als ich aufstand etwas Schnee !
    Keine wirkliche Menge, aber immerhin.

    Als ich zum Stall kam, waren alle drei Pferd mal draußen ! Sogar Jackson !!

    Schnee lockt die Ponies vor die Tür !


    Sogar Jackson, der Stubenhocker, war draußen


    Lia prüft, ob Schnee eßbar ist


    Nach dem Saubermachen schnappte ich mir Lia und dann zogen wir los in den Schnee.
    Alles sah etwas anders aus als sonst. Das schien Lia etwas zu irritieren. Doch ich ging weiter mit ihr. Sie war, wie beim letzten Mal auf dieser Strecke allein, wieder etwas nervös. Doch dieses Mal wollte ich auf jeden Fall weiter mit ihr gehen, damit sie merkt, daß sie mir vertrauen und weitergehen kann.
    Außerdem müssen wir demnächst ja öfter mal allein unterwegs sein, da Tina nun häufig andere Arbeitszeiten haben wird als ich.

    Lia war skeptisch


    nach einer Weile war sie wieder entspannt


    Nach einer Weile entspannte sie sich und schnaubte ab.
    So machten wir eine nette Runde und waren immerhin eine Stunde unterwegs.
    Ludwig hatte viel Freude und flitzte kreuz und quer durch den Schnee.
    Auf dem Rückweg kamen wir am Nachtlager einer Schafherde vorbei.
    Die fand Lia sehr spannend und schaute sie sich ganz genau an.

    Kurz vor dem Stall trafen wir noch Merlin mit seiner Reiterin. Wir quatschten kurz und dann zog sie los in Richtung Wald, während wir nach Hause liefen.
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  • Neujahrswanderung

    Wir Nebelreiter wünschen Euch allen einen guten Start in das neue Jahr 2017.
    Für uns startet das neue Jahr natürlich am Stall. Wo auch sonst ?!

    Wie üblich wurde zuerst gemistet und dann wurden die Pferde geputzt. Sie hatten die Silvester-Nacht gut und unbeschadet überstanden und waren entspannt wie immer.

    Dann folgte wieder eine kurze Kerstin-Lia-Tina-Führ/Reit-Einheit.
    Dieses Mal wollte Lia nicht so wirklich loslaufen. Wir mußten sie etwas überzeugen.
    Sie war irgendwie ein bißchen kuckiger als sonst und ließ sich von den raschelnden Ästen ablenken.
    Als Tina uns unten am Einfahtsende umdrehte, war Lia ganz kurz etwas ängstlich und wollte nach vorn fliehen, doch danach war es wieder ok.
    Ich hatte natürlich gleich wieder leicht Panik, konnte mich aber genug beruhigen, um nicht gleich abzuspringen.
    Lia entspannte sich wieder und wir drehten noch eine Runde, um für alle positiv aufhören zu können.

    Danach sattelte ich Lia und wir starteten alle zusammen auf unseren Neujahrsspaziergang.
    Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und frischem Wind, stellten wir wieder einmal fest, wie viel weniger man friert, wenn man nicht reitet, sondern selbst läuft.
    Tina meinte, wir sollten uns das unbedingt merken und auch in zukünftigen Wintern mehr zu Fuß gehen. Da kann ich ihr nur zustimmen.

    Tina und Jackson in der Winterlandschaft
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  • Dezember, 2016
  • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

    Heute war ich wieder mit Kathi, Ribanna und Maja verabredet. Morgens war ich arbeiten und kam leider viel zu spät los. Kathi und ich hatten zwei Uhr verabredet, und um viertel vor zwei bog ich mit dem Auto auf den Hof. Spikey und ich flitzten los, konnten aber schon sehen, dass Merlins Besitzerin auch da war, denn wir parkten neben ihrem Auto. Zu meiner Freude war also im Stall schon alles sauber. Merlin war offensichtlich noch unterwegs. Ich linste kurz auf die Uhr, stopfte mir eine Banane als Mittagessen in den Mund und holte Jackson raus, um ihn fertig zu machen. An der Straße konnten wir unsere Wegbegleiter schon sehen. Tja, satteln und putzen fielen damit aus. Ich zog den Hommi an, und dann ging es eben etwas legerer los. Wir hatten uns eine kleinere Runde vorgenommen, da Kathi noch andere Termine hatte, also entschieden wir, dass wir Kathi in einem schönen Bogen nach Hause bringen würden. Wir schlängelten uns vorbei an Ackerer Schmidt, schauten uns die neue Milchbude von Berg an und durchquerten Thuir. Begleitet wurden wir von dem strahlenden Sonnenschein. Diese Tage im Winter, an denen es zwar kalt, aber nicht usselig ist, sind doch immer noch die besten. Nach dem tausendsten Mal "Aaahh das Wetter ist so schön" ging ich mir selber auf den Keks. Recht hatte ich aber trotzdem.

    Kathi und Ribanna



    Spikey


    Wir setzten Kathi, Ribanna und Maja am Stall ab und traten unseren Heimweg an. An den Obstbäumen waren Arbeiter gerade fleißig, die Jackson in dem Licht der tief stehenden Sonne offenbar nicht richtig erkennen/einschätzen konnte, denn er blieb erstmal wie angewurzelt stehen. Die Männer hörten auf, miteinander zu reden und fragten, ob das Pferd Angst habe. Ich antwortete "Ein bisschen". Der Mann, der näher am Zaun stand, ging behutsam ein paar Schritte zurück, sodass er in den Schatten der Bäume trat. Sofort entspannte sich Jackson und lief an den beiden vorbei. Ich bedankte mich, denn so sensibel begegnet man den Pferden ja unterwegs meistens nicht. Ich entschied mich, heute keine Schlenker mehr zu gehen, sondern auf direktem Wege nach Hause zu reiten. Am Stall angekommen wieherte und brummelte uns Lia bereits entgegen. Ich holte Jacksons vernachlässigtes Beauty-Programm nach und fütterte die beiden.
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  • Treppauf und im tiefen Wald

    Gestern habe ich Lia mal wieder gesattelt.
    An ihrem Sattel hab ich die Gurtung umgebaut, so daß der Sattel hinten nicht mehr so wippt. Das hat prima geklappt
    Den Sattel trug sie auf dem Spaziergang. So kann sie etwas Gewicht unterwegs tragen, aber noch nicht soviel wie mich.

    Jackson lernte das Treppensteigen. Erst war er etwas skeptisch, doch mit etwas gutem Zureden und locken von Tina, stieg er brav die gesamte Treppe hinauf.

    Treppauf


    oben angekommen


    Für heute hatten wir uns eine größere Tour vorgenommen.
    Tina und Kathi hatten letzten Freitag neue Wege entdeckt. Die wollte ich unbedingt auch erkunden.
    So führte uns heute Tina an und sagte uns, wo´s langging.

    Das Wetter war geradezu perfekt. Strahlender Sonnenschein bei minus 3°C.
    Der erste Teil des Weges war uns ja nur zu gut bekannt.
    Dann bogen wir an einer Schranke in den Wald ein und direkt danach ging es links in einen Trampelpfad.
    Den hätte ich gar nicht wahrgenommen, wenn ich nicht darauf geachtet hätte.
    Nach ein paar Metern gabelte sich der Weg und wir nahmen den rechten.
    Von links sollten wir dann später zurückkommen, wenn wir den richtigen Weg finden würden.

    Schon bald waren wir tief im Wald und das, obwohl wir noch gar nicht so lange untewegs waren und die Straße gerade erst verlassen hatten.
    Wunderschön und völlig einsam.

    Lia im Tannenwald


    Im Tal war es nebelig.


    Tina und Jackson


    Ludwig und Spikey


    Als wir an der nächsten Schranke ankamen, begann das Rätsel um den richtigen Weg.
    Kathi und Tina hatten letzten Freitag an der Schranke vorbei den Wald verlassen, doch Kathi hatte Tina gesagt, man könne über einen Rundweg wieder zu "unserer " Schranke durch den Wald zurückgehen.
    Zuerst landeten wir in einer Sackgasse, doch dann fanden wir - dank GPS und Karte im Handy - die richtig Abzweigung und kamen über einige schöne Lichtungen tatsächlich zurück zum Ausgangspunkt.

    ein bißchen Klettern


    auch für Jackson


    ein Baum, der uns besonders in´s Auge fiel


    Von dort machten wir uns wieder auf den Heimweg, so daß unser Ausflug heute gut zwei Stunden dauerte.
    Diesen Weg werden wir garantiert nicht zum letzten Mal gegangen/geritten sein. Es war eine wirklich schöne Strecke.
    Danke Kathi für´s Finden !
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  • Nochmal geritten

    Das Usselwetter der Weihnachtstage liegt - genau wie Weihnachten - jetzt hinter uns.
    Als wir uns heute am Stall trafen schien die Sonne und es ging kaum noch Wind.
    Gestern hatte das Wetter nämlich all unsere Pläne überhaupt irgendwas zu unternehmen zunichte gemacht. Außer einem warmen Kakao war da nichts drin gewesen für uns, so daß Lia und Jackson gestern frei hatten.

    Nach dem Misten und Putzen bestückte ich Lia heute wieder mit Schabracke und Longiergurt und setzte mich auf ihren Rücken.
    Tina führte uns wieder über den Hof. Dieses Mal schon jeweils zwei Runden auf jeder Hand und nach einer kurzen Pause sogar noch zweimal die Einfahrt runter und rauf.
    Ich war heute schon viel entspannter und konnte das Ganze viel mehr genießen.
    Lia war wieder sehr brav.
    Tina konnte an ihren Schritten sehen, wie ungewohnt das Tragen eines Reiters doch für Lia ist. Sie suchte ihre Balance und "paddelte" mit den Vorderbeinen wie eine Ente.
    Das hatte sie vor neun Monaten auch gemacht, als sie die ersten Male bergab laufen mußte.
    Sie hat ja jetzt viel Zeit die Balance bei unseren kleinen Übungseinheiten zu lernen. Wir haben keine Eile !

    Lia bekam viel Lob von Tina und mir und nach dem Absteigen nochmal Lob und Streicheleinheiten.
    Danach statteten wir uns mit unserer kompletten Reflektorenausrüstung aus und zogen ins Gelände.
    Tina ließ sich von Jackson tragen, während Lia, Ludwig, Spikey und ich nebenher liefen.
    Wir kamen erst im Dunkeln zurück zum Stall, wo die Pferde dann noch ihr Abendessen bekamen, bevor wir uns auf den Heimweg machten.
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