Freizeitreiter erzählen

  • August, 2007
  • Ein Offenstall

    Sassico und Joey leben gemeinsam in einem Offenstall. Zwei Boxen, ein Heuschuppen, ingesamt drei Wiesen und einen kleinen Paddock mit Anbindeplatz und Roundpen. Unsere dritte Box wird zur Zeit als Abstellraum genutzt, da nur zwei Ponys dort wohnen.
    Die Wiesen sind unterschiedlich gross. Insgesamt handelt es sich um ca. 2000 bis 2400 m². Genauer gemessen haben wir das noch nicht.

    der Stall und der Heuschuppen:


    Die kleinste Wiese ist das ganze Jahr über zugänglich, und verwandelt sich im Winter in der Regel in einen Paddock.Die anderen Wiesen sind immer abhängig vom Bewuchs offen.

    eine der Wiesen:


    Wir machen alles gemeinsam mit Kerstins Vater in Eigenregie.
    Darin liegt für uns ein großer Vorteil: Wir sind unser eigener Herr und können alles nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten und handhaben.

    der Scheuerpfahl für die Pferde:


    Ein Nachteil liegt natürlich darin, daß man wirklich alles selbst machen muß und manchmal die Gesellschaft anderer Einstaller fehlt. Aber wenn wir uns einsam fühlen, dann fahren -oder reiten- wir einfach schnell zu den anderen Nebelreitern rüber.

    Heu und Stroh bekommen wir über den Hof, zu dem unsere Wiesen gehören.
    Dafür geben wir unseren Mist gerne dorthin als Dünger ab.

    Es ist wirklich praktisch die Vorteile eines landwirtschaftlichen Betriebes nutzen zu können. So leihen wir uns regelmässig den Radlader zum Stallmisten aus. Das ist wesentlich angenehmer als mit der Schubkarre zu arbeiten.
    Oder wir nutzen den Frontlader um Heu- und Strohballen in unseren Heuschuppen transportieren zu können.

    Für die Pferde ist es einfach ideal: sie haben ständig viel frische Luft und sehr viel Auslauffläche. Wir haben es im Winter 2005/2006 aufgrund des Wetters einmal für oder 4 Wochen nicht geschafft, die Tiere zu bewegen. Aber auch diese lange Pause war für ihr Gemüt kein Problem.

    der Paddock mit Round Pen:


    Wir sind natürlich sehr wetterabhängig. Eine Reithalle haben wir nicht, so daß wir immer draußen reiten: auf der Wiese oder im Gelände. Da die Pferde immer nach draußen können, sind sie bei Regen natürlich meist auch naß und schlammig, so daß wir erst reiten können, wenn sie getrocknet sind.
    Doch insgesamt schaffen wir es zumindest in Frühling, Sommer und Herbst ca. 3 mal pro Woche ins Gelände zu gehen und bewegen die beiden noch zusätzlich in unserem RoundPen.
    Übersetze nach en fr
  • Joey



    Name: Heckenhof-Joe
    Rufname: Joey
    Spitznamen: Joschi, Jupp, Oedel
    geb. am: 30.04.1992
    Rasse: Deutsches Reitpony
    Stockmaß: 1,48m

    Joey ist Kerstin`s Freizeitkumpel. Er lebt seit 1998 bei ihr . Die ersten 3,5 Jahre stand er direkt bei ihr am Haus zusammen mit der Hündin Heidi. Da 2001 seine Wiese zum Bauland wurde, mußte Joey umziehen. Er zog auf einen privaten Bauernhof zu der 21.jährigen Rentnerstute Lady. Dort lebt er seither im Offenstall mit viel Auslauf. 2005 zog Sassico neu dort ein und Lady mußte leider im Sommer 2007 eingeschläfert werden.

    Er hat ein sehr ruhiges Temperament, das manchmal auch als phlegmatisch bezeichnet wird.
    Einmal in der Woche wird er für eine Stunde als "Schulpferd" für ein 7jähriges Mädchen eingesetzt, wobei ihn nichts aus der Ruhe bringen kann.
    Er zeichnet sich durch eine gute Ausdauer (die hat er wohl von seinen arabischen Vorfahren geerbt) und Coolness im Gelände aus. Ein Sprinter ist er nicht !

    Besonders gerne läßt er sich kraulen, vorzugsweise an und in den Ohren. Das läßt er sich stundenlang gefallen.
    Am liebsten ist er immer mitten dabei, sei es beim Misten oder der Lederpflege.

    Seit 2004 nimmt er mit Kerstin regelmäßig an Unterricht vor allem in der Bodenarbeit teil. Dabei hat er erstaunliche Fortschritte gemacht und die beiden konnten zu einem richtigen Team zusammenwachsen.


    Joey Teil 1 - MyVideo


    Joey Teil 2 - MyVideo
    Übersetze nach en fr
  • Der Christian

    Ich bin der Christian





    Geboren wurde ich im Frühjahr 1979. Es muss ungefähr der Sommerurlaub 1992 oder 93 gewesen sein, als wir auf einem Bauernhof Urlaub machten und ein echtes Pferdemädchen, das nicht viel älter als ich war, meinem Bruder und mir ein wenig Reitunterricht auf den Hofponys gab. Sättel hatten die beiden nicht, aber sie waren brav und wir haben zwei super Wochen verbracht.

    Für mich war dann klar, dass ich nach den Sommerferien weiter Reitunterricht nehme. Da es bei uns in der Gegend auch nur eine Reitschule gab, war die Wahl natürlich schnell getroffen. Das ganze habe ich dort relativ nüchtern betrachtet:
    Nach dem Unterricht war ich immer ziemlich schnell weg, die Mädels waren dann immer froh, wenn sie mein Pferd mitputzen durften. (ungelogen(!))
    In einem Sommerferienkurs machte ich dann auch in drei Wochen das "Kleine Hufeisen". Die Theorie habe ich problemlos geschafft. Das Reiten war nur erfolgreich, weil ich beim Galoppieren den Mund gehalten habe. Ansonsten habe ich mich um das Galoppieren immer gedrückt oder meine Angst geäussert...

    Die ganze Sache lief dann für 2 oder 2,5 jahre, Dann war ich 14 oder 15 und die Mädels im Stall wurden mir einfach zu zickig. So richtig Anschluss gefunden hatte ich dort nie. Damals war ich ziemlich zurückhaltend und als einziger Junge hat man es dann doch schwer, wenn man nur zur Stunde kommt. Reiten war dann für mich abgehakt. Genauso wieviele andere Hobbys meiner Jugend.

    Und dann kam Kerstin. Naja nicht direkt. In der Oberstufe hatte ich mal in einem Nebensatz erwähnt, dass ich theoretisch reiten könnte.
    Das wollten Kerstin und eine Bekannte natürlich sehen, also wurde ich zu Joey gebracht. Und durfte mal wieder reiten.
    Wenn ich heute gefragt würde, wie ich das damals fand? Ich weiss es wirklich nicht mehr.....
    Kurze Zeit später war ich dann mit Kerstin zusammen. Joey war zu dieser Zeit eigentlich eine ungeliebte Zugabe, von der ich dachte, dass sich das über kurz oder lang erledigen würde.
    Naja ich merkte irgendwann, dass sich das nicht erledigen würde. Im Gegenteil, mir wurde klar, das Kerstin ohne regelmässigen Pferdekontakt kein ganzer Mensch ist.....

    Und dann kam im Winter 2004/2005 die Idee doch ein zweites Pferd anzuschaffen. Also haben wir neben den Vorbereitungen zu unserer Hochzeit, die wir im Juni 2005 feierten, auch noch die Vorbereitungen für ein zweites Pferd getroffen.

    Jetzt reite ich wieder seit über 2 Jahren und frage mich, wie es mir jemals Spass machen konnte in der Halle zu reiten. (Auf der anderen Seite frage ich mich auch, warum ich damals das letzte halbe Jahr auf einem Pony immer ohne Sattel geritten bin, und das heute nicht mehr mache.)

    Ich war anfangs wirklich erstaunt, wieviel anstrengender Ausreiten ist, wenn man es mit dem Unterricht in der Halle vergleicht, wo man einfach nur einem anderen Pferd hinterher reitet.

    Aber ich kann jetzt wesentlich mehr als damals. Heute kann ich sogar galoppieren ohne Angst zu haben... gg
    Und ich bin immer noch erstaunt, dass ich mittlerweile 6 Stunden im Sattel aushalte und wir hoffentlich in der Gruppe nächstes Jahr einen mehrtägigen Ritt in Angriff nehmen können.

    Übersetze nach en fr
  • Sassico

    Sassico ist einer der zwei Haflinger in unserer Gruppe.

    Er gehört zu Chrittig. Geboren wurde er irgendwann im Jahre 1999.
    Im April 2005 kam er dann zu Joey und der im Juni 2007 verstorbenen Lady.

    Sassico ist ein echter Haflinger. Dickköpfig bis zum geht nicht mehr und unheimlich clever was Ideen angeht, um der ungeliebten Bodenarbeit zu entgehen.

    Zum Glück gehen ihm immer die Ideen aus, bevor uns die Ideen ausgehen, wie wir trotzdem das kriegen, was wir wollen.
    (Hier ein großes Danke an Michaela, die uns beim Lernen hilft)

    Sassico wird von mir Freizeitmäßig Western-geritten.


    Als er zu uns kam, hatte er kaum Muskeln, eine schlechte Ausrüstung und keine Ausbildung.
    Eine Aufforderung zu traben, erwiderte er mit einem schnellen Spanischen Schritt. Der für mich als Wiedereinsteiger kaum zu sitzen war.
    Stillstehen zum Putzen kannte er ebenfalls nicht.
    Warum wir ihn gekauft haben? Er war bezahlbar, sieht gut aus, ließ sich überall anfassen und war ansonsten ziemlich cool.

    Ende Juni, Anfang Juli fingen wir an ins Gelände zu gehen. Unsere damalige Trainerin meinte, wir sollten bloß nicht zu lange warten. Recht hatte Sie.

    Wenn ich jetzt zurückblicke, bin ich wirklich erstaunt, was damals alles im Gelände gefährlich war, und was heute harmlos ist. Dazu zählt vor allem, was man so an Müll im Gelände findet. Da schaut er heute noch nicht mal mehr nach.

    Im ersten Herbst fand er sogar das erste Herbstlaub gefährlich, musste stehen bleiben und das mal anschnauben.

    Was er in seiner Vergangenheit alles erlebt hat, wissen wir nicht. Aber er scheint wohl auch mal schlechte Erfahrung mit einem Besenstiel gemacht zu haben, während er in einer Box stand. Er nimmt es heute noch nicht gelassen, wenn man mit der Mistgabel oder ähnlichem in seine Box kommt.

    Momentan machen wir neben unserem Training für immer längere Ausritte regelmäßig Dominanztraining, damit Sassico lernt, dass ich der Chef bin.



    Sassico1 - MyVideo


    Sassico2 - MyVideo


    Übersetze nach en fr
  • Kerstin - das bin ich !

    Hallo, ich bin Kerstin !
    Ich bin im September 1979 geboren und lebe in der Nähe von Düren (Rheinland). Ich reite seit ich ca. 10 Jahre alt bin.
    Angefangen habe ich zusammen mit einer Freundin auf einem kleinen Reitbetrieb bei uns im Dorf. Meine Freundin hat ziemlich schnell die Lust daran verloren. Mir machte es sehr großen Spaß, und ich lernte dort neue Freunde kennen.
    Zuerst ritten wir auf dem Platz, doch je länger wir ritten, desto lieber wollten wir auch ausreiten. Die ersten Male waren das eher kleine Runden, doch schnell wurden die Touren etwas länger. Meist an den Wochenenden ritten wir zu einem etwas weiter entfernten Reiterhof, gönnten uns und den Pferden dort eine Pause, stärkten uns und ritten wieder heim.
    Bis ich 18 Jahre alt war bin ich dort geritten und habe auch den kleineren Kindern die Anfänge des Reitens beigebracht.

    Ein eigenes Pferd habe ich seit 1997. Zuerst bekam ich eine ältere Stute namens Mary, mit der ich einen schönen Sommer und Herbst verbringen durfte. Auch mit ihr bin ich immer noch mit den anderen zusammen geritten und auch die längeren Strecken waren für sie eine Freude.

    Im Februar 1998 zog dann Joey bei mir ein, und seither sind wir beide Freizeit-Partner.

    Ich bin mit Herz und Seele Freizeit-Geländereiter und kann mir kein Leben ohne Pferde vorstellen. Meinen Mann Christian habe ich auch mit dem Pferdevirus infiziert, und seit April 2005 haben wir ein zweites Pony namens Sassico.

    Die Pferde nehmen -zum Glück- den größten Teil meiner Freizeit ein, so daß ich meine anderen Hobbies (Malen, Handarbeiten) mittlerweile ziemlich vernachlässige. Nur das Fotographieren betreibe ich jetzt wesentlich intensiver als früher, allerdings hängt auch das sehr eng mit den Pferden in meinem Leben zusammen. Außer um die Ponys kümmere ich mich noch um unsere beiden Kanaris und unsere 3 Farbratten. Ohne Tiere kann und will ich einfach nicht leben !

    Beruflich bin ich als Pharmazeutisch-technische-Assistentin in einer Apotheke tätig.

    Ich bin sehr froh, daß sich unsere Reitergruppe zusammengefunden hat, und genieße unsere gemeinsamen Touren.





    Übersetze nach en fr
  • Die Nebelreiter

    Die Nebelreiter ist eine Gruppe von Reitern, die sich rein zufällig gefunden hat.

    Auf einem gemeinsamen Ausritt kam uns dann die Idee unsere Erlebnisse und anderes im Netz zu veröffentlichen.

    Hier kommt nun ein kurzer Bericht über unsere Gruppe:

    Es war am Nachmittag des Heiligen Abend 2006 als Chrittig und Kerstin entschieden, trotz starkem Nebel einen Ausritt zu machen. Es war nicht zu kalt und nicht windig und somit eigentlich ideal für einen Ausritt.

    Im Nebel tauchten dann irgendwo die Silhouetten von zwei anderen Reitern auf.
    Diese wichen Ihnen zwar aus, aber da sie "Ihre" Route wählten, ritten sie hinterher.

    Als die anderen beiden merkten, dass sie immer weiter aufholten, hielten sie an, um sie überholen zu lassen. Da sie aber nicht grusslos vorbeiritten, beschlossen die anderen beiden, Sonja und Anja, wie sie sich vorstellten, sich Ihnen für den weiteren Ritt durchs Feld anzuschliessen.

    Später trennten sie sich, wünschten sich ein Frohes Fest und meinten, sie sollten öfter zusammen ausreiten. Aber da sie keine Telefonnummern ausgetauscht hatten, blieb es vorerst bei diesem einen Ritt !

    Erst im Februar oder März traf sich Sonja und Kerstin noch mal im Feld ! Dieses Mal wurden schnell die Handynummern getauscht und schon kurz darauf verabredeten sie sich zu einem Ausritt.

    Damit war der Grundstein gelegt, und die Ritte wurden immer länger und häufiger. Und jetzt wollen wir darüber auch hier berichten.
    Spannend wird es werden, wenn vier oder fünf Leute einen Ausritt aus ihrer eigenen Perspektive berichten. Wir sind schon gespannt.

    Im Sommer 2007 kam Sandra mit ihrem Pferd in den Stall, in dem auch Sonja und Anja stehen. Sandra schloss sich uns direkt an, und mit ihrer unkomplizierten Art haben wir sie gerne und herzlich bei uns aufgenommen. Ihr erster Nebelritt steht aber noch aus...

    Als wir jetzt erfuhren, daß Sonja Kerstin unter "Kerstin Nebelreiter" im Handy gespeichert hat, da haben wir spontan beschlossen, dass wir uns ab sofort so nennen und uns auch eine passende Domain sichern.
    Tshirts werden sicherlich noch folgen.

    Update im Mai 2008:

    Anfang des Jahres hat Sandra wieder den Stall gewechselt. Anja ist ebenfalls umgezogen. Sie ist zwar noch per Pferd erreichbar, aber dadurch dass wir uns aus 3 Ställen treffen müssen, ist das Ganze nicht mehr so einfach. Außerdem hat Nico jetzt verletzungsbedingt eine Zeitlang in der Box bleiben müssen. Und so werden die beiden unseren Wanderritt im Mai mangels Kondition nicht mitmachen können...


    Übersetze nach en fr

Seite 440 von 440, insgesamt 3079 Einträge