Freizeitreiter erzählen

  • März, 2008
  • Spazieren mit nem Haflinger - II

    Gestern war das Wetter wieder viel zu schlecht..... Sturm Kirsten hatte uns voll im Griff.
    Ich bin zwar hart im Nehmen, aber bei einem solchen Wetter übe auch ich nicht mit meinem Pferdchen...

    Aber heute war es ja schon wieder wesentlich besser. Die paar Tropfen Regen zwischendurch machen mir nichts aus.

    Das Procedere war wieder das Gleiche wie am Dienstag:
    Arbeitsmaterial nach vorne geholt, die Pferde gerufen, die sich heute wirklich Zeit gelassen haben...
    Joey die Hufe ausgekratzt. und den wieder zurück auf die Wiese gestellt.

    Dann Sassico's Hufe ausgekratzt, Meine Übungen ausserhalb des Roundpens gemacht.
    Anschliessend ging es wieder los. Ich habe meine Übungen dann direkt nochmal auf dem Hof neben einem der LKWs gemacht. Das war auch kein Problem.
    Aber der erste Weg war irgendwie nicht so toll wie am Dienstag, Aber was solls, es muss solche und solche Tage geben.
    Ich bin dann diesmal geradeaus gegangen, und kam so auf insgesamt 6 Wege statt der 4 von Dienstag.

    (Ich variiere die Wege aus Sorge, dass wir sonst am Ende einen Weg problemlos schaffen, aber keinen anderen)

    Der zweite Weg war dann schon wieder einfacher, immer wenn Sassico überholte musste er eine Runde um mich drehen und war wieder hinter mir. Irgendwie war das dann zu anstrengend und er blieb hinter mir.

    Am Anfang des dritten Weges durfte er dann eine kurze Pause machen. Das Kommando "Pause" hat er ganz schnell gelernt.
    Ich finde das eigentlich auch wichtig. Allerdings versucht Sassico nach solchen Pausen immer wieder weiter zu fressen. Und seine Reaktion auf den Strick ist dann immer sehr heftig, er springt dann vor, muss dann wieder eine Runde um mich herum rennen, und da hat er dann auch einfach keinen Bock drauf.
    Ein Ruck am Strick reicht als Reaktion meinerseits leider nicht aus, der Knoten nimmt mir da doch -wie gewünscht, einiges an Einwirkungsmöglichkeit.

    Aber am Ende war dann wieder Platz und ich habe ihn ein paar Runden longiert, solange bis er zwei Runden nicht versucht hatte zu fressen.
    Der Weg danach war kein Problem, da liegt aber auch viel Schotter und es gab kaum Grass zum Fressen. Auf halber Strecke liegt ein Haufen Äste und daneben ist nochmal etwas mehr Gras, da hatte er sich dann die Pause verdient.
    Leider wurde der Rest des Weges wieder anstrengender... Aber was soll's er muss die Runden um mich drehen, nicht ich.
    :-D
    Am Ende des Weges habe ich ihn dann wieder in beide Richtungen longiert. Das hilft mir ruhiger zu werden.. und nochmal klar zu machen, dass ich sage wo es langgeht..
    Dann waren die restlichen Wege (dank viel Schotter) wieder weniger problematisch , bis - ja bis die Düsenjäger kamen..

    Nachdem der erste wieder sehr aufregend war, bin ich beim zweiten Düsenjäger einfach stehengeblieben und habe kurz gewartet. Und schon war der wesentlich ungefährlicher.

    tja, jetzt heisst es hier erstmal wieder Pause bis evtl Montag. Nächste Woche habe ich Frühschicht. Ich hoffe mal, dass mir das Wetter hier auch ein regelmässiges Training erlaubt. Eins ist mir klar geworden, bis das klappt, habe ich noch einen Haufen Arbeit vor mir..
    Übersetze nach en fr
  • Männerrunde

    Nachdem Volker und ich die Frauen auf die Pferde gesetzt hatten, konnten wir uns ganz einem gemütlichem Männernachmittag hingeben.

    Wir haben uns dann ins Auto gesetzt und sind nach Zülpich reingefahren. In der schnuckeligen Altstadt haben wir auch ziemlich schnell ein Eiscafe gefunden, in das wir uns setzen konnten.
    Es war klein, so gemütlich, wie Eiscafes immer sind. Und es war ziemlich viel los. Das Wetter war nicht das Beste, deswegen waren wir sehr erstaunt, über den Betrieb.

    Es gab dann für jeden ein leckeres Eis und Kleinigkeiten hinterher... (ich breite einfach mal aus kalorischen Gründen den Mantel des Schweigens aus...) Nach einer guten Stunde waren wir dann gesättigt und haben noch eine kleine Runde an den Schaufenstern vorbei gemacht. Aber es war Sonntag, alles geschlossen, und daher waren wir damit auch schnell fertig.

    Anschliessend sind wir zurück zum Hof gefahren, haben uns ins Reiterstübchen gesetzt, um uns aufzuwärmen...
    Schliesslich näherte sich der Uhrzeiger 16:15 an und wir gingen raus, um die Ankunft der Reiter zu beobachten und fotografisch festzuhalten.....
    Übersetze nach en fr
  • Spazieren mit nem Haflinger - I

    Nachdem dieses Jahr nach drei Wochen Üben das Putzen ohne Anbinden klappt, hat sich meine Einstellung zum Thema "Üben" nochmal geändert.
    Es bringt nichts zu sagen, ich möchte aber und würde gerne, ich muss es einfach machen.
    Diese Woche hätte ich jeden Nachmittag Zeit gehabt, aber Montag war das Wetter einfach zu schlecht.

    Aber Dienstag, es war zwar windig, aber einigermassen trocken mit ein wenig Sonne.

    Da ich weiß, daß Sassico beim Spaziergang nur mit Knotenhalfter nicht zu händeln ist, habe ich noch die Trense übergezogen und da das Seil vom Knotenhalfter durchgemacht. Ich habe allerdings auf der einen Seite einen Knoten gemacht, so dass ich ihm das Gebiss nicht zuziehen konnte.

    Bevor es allerdings losging, habe ich auf der Wiese noch einige Übungen zum Warmwerden gemacht. Es ist für ihn etwas ganz anderes, ob ich ihn ausserhalb oder innterhalb des Roundpens um mich herum schicke. Nachdem die Übungen alle geklappt hatten ging es dann raus.

    Wir haben dann die kleinste Runde gemacht, die uns zur Verfügung steht, die ersten beiden Wege waren wirklich schwierig für uns beide. Sassico wollte regelmässig bestätigt haben, dass er wirklich hinter mir bleiben muss. Aber das habe ich natürlich immer bejaht.

    Auf dem dritten Weg, habe ich ihn zurückgeschickt, während hinter ihm im Baum ein Ast knarzte, das hat ihm nicht gefallen, aber meine Autorität gestärkt. ...
    Am Ende des Weges, war dann am Feldrand ein Stückchen Wiese, so dass ich ihn hier wieder um mich herum im Kreis schicken konnte, das in beide Richtungen, Trab und Schritt.
    Das gab ihm soviel Sicherheit, dass er auf dem letzten Weg schön abgeschnaubt hat und ganz brav hinten blieb. Wir haben dann noch zwei Baustellen besichtigt, die ganz ganz spannend für ihn waren.
    Dass Joey uns entdeckt hatte und heftigst nach im wieherte, konnte er wieder ganz gut ignorieren.

    Bevor ich Feierabend gemacht habe, habe ich unsere Roundpenübungen nochmal auf dem Hof vor unserer Wiese gemacht. Jetzt ging das auch problemlos.
    Übersetze nach en fr
  • Verladetraining - Teil 4

    Ich komme grade vom Verladetraining heim. Bei uns ist heute wieder ein ganz schön heftiger Wind (um nicht zu sagen Sturm).
    Da fand das Training heute unter erschwerten Bedinungen statt. Aber ich muß sagen, daß Joey sich nicht allzu sehr von der doch mächtig rappelnden Hängerplane beeindrucken hat lassen.

    Angefangen haben wir wieder auf der linken Seite, damit er bei dem Sturm erst mal das Bekannte üben konnte.
    Da er das ja jetzt schon einige Male gemacht hat, haben wir heute die Pausen zum Stehenbleiben verkürzt. Wenn er also nicht ganz rein ging, dann habe ich ihn relativ schnell wieder zurück geschickt.
    Im Laufe des Übens hab ich dann ein zusätzliches "Werkzeug" benutzt. Wenn er halb drin stand, dann hab ich mit dem Stick von hinten leichten und dann stärker werdenden Druck ausgeübt bis er nach vorn gewichen ist. Ist er nach hinten gegen den Druck angegangen, dann habe ich ihn sehr heftig nach rückwärts geschickt und dann direkt wieder ruhig aber bestimmt in den Hänger.
    Das war sehr effektiv.
    Dasselbe haben wir dann noch erfolgreich auf der rechten Seite gemacht und dann hatte Joey genug gearbeitet.
    Ich bin wieder absolut zufrieden mit meinem Pferdchen !
    Übersetze nach en fr
  • Gangsalat !

    Für Sonntag, den 09.03.08 hatten Sonja und ich uns zum Valentinsritt in Bürvenich angemeldet. Wir sollten um 12.45 Uhr dort sein, so daß Christian und mir der Vormittag noch zum Reiten unserer eigenen Ponys blieb.

    Wir drehten eine kleine Schrittrunde. Als besonderen Übungsteil beschlossen wir unterwegs ein gutes Stück durch den Ort Eschweiler über Feld zu reiten. Knapp 700 m führte uns der Weg am Friedhof, dann an Wohnhäusern vorbei. Die Pferde schauten sich neugierig um, waren aber ziemlich relaxed. Das wäre noch vor einem Jahr nicht so entspannt gegangen.

    Um kurz nach 12 Uhr fuhren Christian und ich dann los, um Sonja und Volker abzuholen.
    In Bürvenich angekommen stellten wir uns dem Rittführer vor und bekamen von ihm jeder einen Isländer zugeteilt.

    Sonja bekam einen Rappen namens Frami und ich sollte Dagur reiten.

    Sonja putzt Frami (= Erfolg, Ruhm, Berühmtheit)


    ... und ich Dagur (= Tag)


    Nach dem Putzen und Satteln ging es rauf auf die Pferde. Steigbügel mußten noch eingestellte werden und die Hofchefin reichte uns noch Süßigkeiten als Stärkung.

    Fertig machen zum Abritt !


    Um zwanzig nach eins starteten wir dann mit 13 Reitern und Isländern auf den 3-Stunden-Ritt.

    Los geht`s !


    Zunächst waren Sonja und ich sehr überrascht über das Tempo, in dem die kleinen Pferdchen losliefen. Wir ritten zwei Straßen durch Bürvenich und kamen dann direkt ins freie Feld.

    Sehr schnell konnten wir feststellen, daß die Gegend dort erheblich mehr Höhenunterschiede zu bieten hat, als unser "Nörvenicher Flachland".

    Mit der Zeit merkte ich, daß mein Dagur ein etwas niedrigeres Grundtempo hatte als die anderen. So mußte ich ihn leider fast den gesamten Ritt treiben, da keine Lücken zwischen den Pferden entstehen durften.

    Sonja und Frami unterwegs


    Nach etwas über einer Stunde legten wir am Waldrand eine kurze Pause von etwa einer Viertelstunde ein.

    Kurze Rast


    Dagur und ich konnten die Pause gut brauchen !


    Als es weitergehen sollte, bot ich der ganzen Gruppe noch ein Bild zum Schmunzeln !
    Da ich Joey und Sassico ja immer mit Aufstiegshilfe besteige (ist einfach rückenschonender), fiel mir das Aufsteigen selbst auf den kleinen Dagur ziemlich schwer. Ich schaffte es einfach nicht allein in den Sattel, der dann auch noch zu rutschen drohte. Mit ein paar amüsierten Worten kam mir der Rittfüherer zu Hilfe und hilt den Sattel gegen.

    Nun konnten wir endlich weiter reiten :-)
    Die Landschaft wurde zunehmend bergiger und ich muß gestehen, mir tat zunehmend immer mehr mein Allerwertester weh. So ein Islandsattel ist eben KEIN Westernsattel (, den ich jetzt noch mehr zu schätzen weiß).
    Außerdem erschwerten uns Dagur und Frami ziemlich oft das Sitzen mit einem wirklichen Gangsalat !
    Da war alles von Trab-Tölt-Galopp dabei. War natürlich nicht der Fehler der Pferde, sondern lag daran, daß Sonja und ich als Nicht-Isi-Reiter mit den richtigen Tölthilfen nicht vertraut sind.

    Dafür entschädigte mich Dagur allerdings mit dem schönsten Galopp, den ich je geritten bin. Dieses Pferd galoppiert so weich, daß man gar nicht merkt, daß er den Boden berührt.

    traumhafte Landschaft


    Windkraftanlage auf dem Rückweg


    Nach genau 3 Stunden bogen wir wieder in den Hof ein.
    Wo ich, wie ich beschämend gestehen muß, ziemlich k.o. vom Pferd stieg. Sonja machte auf mich noch einen etwas fitteren Eindruck.

    Wir sattelten die Pferde ab, machten sie fertig und brachten sie in ihre Laufställe.

    nur noch absatteln


    Danach schleppten wir uns ins Reiterstübchen wo Kaffee, Kakao, Kuchen und belegte Brote auf uns warteten. Nach dieser Stärkung und der angenehmen Windstille in dem Raum (draußen hatte es doch ganz ordentlich geweht), ging es uns schnell wieder besser !

    Wir lachten und redeten zusammen noch über den Ritt und ließen den Tag ausklingen.
    Übersetze nach en fr
  • Verladetraining - Teil 3

    Ich habe nochmal mit meiner Trainerin gesprochen. Sie sagte, daß ich bis Montag ruhig auch noch mal allein mit Joey Verladen üben könnte.

    Heute Morgen habe ich das gleich in die Tat umgesetzt. Die Mittelwand blieb diesmal gleich normal gerade. Joey mußte also sofort in den "engen" Hänger gehen.
    Doch das war für ihn kein Problem mehr. Er hat super mitgemacht. Im Hänger gab es heute ein gefülltes Heunetz als Belohnung.
    Ich habe ihn ein paar Mal hineingeschickt. Manchmal ging er nicht ganz hinein oder kam von allein wieder raus, aber alles in absoluter Ruhe. Selbst als ein bißchen geschmolzener Schnee vom Dach das Hängers rutschte, blieb er ruhig drinnen stehen und schaute sich nur verwundert um.

    Als ich ihn dann einmal ganz hineinschicken konnte und er erst auf mein Kommando rückwärts herauskam, machte ich für heute Schluß und lobte ihn kräftig.

    So werden wir wohl in den nächsten Tagen weiter üben.

    Als "Beweis" gibt es heute auch ein Foto von Joey im Hänger

    Übersetze nach en fr
  • Verladetraining - Teil 2

    Heute Morgen um 11 Uhr war ich wieder mit unserer Trainerin verabredet, um mit Joey`s Verladetraining weiterzumachen.

    Begonnen haben wir mit ein paar Gehorsamsübungen: Hinterhand- und Vorhandweichen und Rückwärtsschicken.
    Danach etwas Circling (das Pferd um den Menschen herumschicken) wobei ich darauf achten sollte, daß Joey flott reagiert. Das klappte alles super und er reagierte wirklich gut.

    So konnten wir direkt am Hänger weitermachen. Da es das letzte Mal so gut geklappt hatte, begannen wir direkt mit dem Reinschicken bei zur Seite gestellten Mittelwand.

    Nach zwei - drei Anläufen ging er auch schon in den Hänger hinein. Drinnen bekamm er dann von mir wieder etwas Futter zur Belohnung.

    Das Reinschicken klappte mehrmals so gut, daß wir als nächstes die Mittelwand geradestellten und festmachten. Dadurch wurde der Platz für Joey natürlich um einiges enger.

    Beim ersten und zweiten Mal zögerte er daher auch wieder etwas doch dann ging er auch in den engerern Hänger problemlos rein. Natürlich wurder er dafür wieder ganz viel gelobt !

    Mit diesem positivem Erlebnis wollten wir die Einheit beenden. Wir standen noch ein am Hänger und quatschten. Und was machte Joey ?
    Er ging von ganz allein freiwillig in den Hänger !!! :-O Und zwar auf der anderen Seite, in die er bisher noch nicht eingestiegen war !!
    Da war ich ganz schön baff !

    Danach gab es Freizeit als Belohnung. Mit dem Hängertraining geht es nächste Woche weiter !
    Ich freu mich schon drauf !
    Übersetze nach en fr

Seite 430 von 441, insgesamt 3082 Einträge