Wanderreiten und mehr

  • Februar, 2008
  • Verladetraining - Vorbereitungen

    Joey geht bisher nicht in einen Pferdehänger hinein. Da wir aber finden, daß das doch recht wichtig ist, soll er das nun lernen. Denn er könnte sich ja unterwegs z.B. mal verletzen. Außerdem möchten wir auch gern neues Gelände entdecken, daß weiter von uns zu hause weg ist, und das ist mit dem Hänger natürlich viel einfacher, als wenn man immer bis dorthin reiten muß.

    Bevor es nun mit dem eigentlichen Verladetraining los geht, müssen Joey und ich aber bereits im Vorfeld arbeiten. Eigentlich war unsere Arbeit im ganzen letzten Jahr Vorbereitung dafür.

    Heute Morgen habe ich nun begonnen mit Joey noch einmal alle Bodenarbeitslektionen durchzugehen, die er bisher kennt. Dabei war er sehr gehorsam und hat gut mitgearbeitet.

    Begonnen habe ich mit dem Abstreichen durch den Stick und auch das Seilchen.
    Danach sollte er zunöchst auf Druck an der Brust weichen. Als nächstes durch Klopfen des Sticks auf den Boden vor ihm. Genauso sollte er dann mit der Vorhand und der Hinterhand weichen.
    Im Anschluß übten wir das Rückwärtsweichen durch das Arbeitsseil.
    Als Schlußübung machte ich mit ihm das Circling auf jeder Hand. Das ist besonders wichtig für`s Verladen, denn dabei schicke ich ihn ja in eine bestimmte Richtung. Und genau das möchte ich ja beim Verladen auch tun.

    In den nächsten Tagen werde ich diese Übungen und auch zusätzlich noch eine Engpaßübung mehrfach mit ihm machen, damit ich dann am Montag mit unserer Trainerin ins wirkliche Verladetraining einsteigen kann.

    Ich werde von nun an über unsere Fortschritte berichten.
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  • Back to the roots

    Die heutige Runde haben wir vor fast einem Jahr zum ersten Mal geritten und es war damals unser erster wirklich "langer" Ritt. Damals haben wir 4 Stunden gebraucht und waren danach sehr stolz auf unsere Leistung.

    Heute wollten wir die Runde nochmal reiten. Es war herrlicher Sonnenschein und kein Wind. Wir haben Anja und Nico in der JF Stable abgeholt (Nico wieherte uns zur Begrüßung zum ersten Mal entgegen) und dann ging es zu drei Pärchen los. Die drei Ponys liefen ganz brav nebeneinander her.
    Zunächste ging es eine lange Zeit über Feldwege. Bis wir an ein Gehöft kamen. Den dort auf einer Wiese liegenden Teich beäugte Joey mit mächtig viel Skepsis, während die beiden anderen einfach weiter stapften. Doch sobald der Teich vorbei war, setzte Joey sich wieder an die Spitze und marschierte weiter.





    Von dort ging es weiter in Richtung Golzheim und die Sonne wurde nun so warm, daß ich meine warme Mütze gegen ein dünneres Stirnband tauschen konnte.



    Am Ortsrand ritten wir dann vorbei und wieder über die Strasse in Richtung Heimat



    Bis zum nächsten Bauernhof im Feld ritten wir noch zusammen, dann trennten wir uns. Anja und Nico ritten weiter zu ihrem Stall und Christian und ich bogen ab Richtug Heimat.
    Wir trafen noch eine Reiterin unterwegs, deren Pferd es Sassico scheinbar angetan hatte. Er drehte sich noch mehrmals um und schaute ihm nach.



    Nach gut 19 Kilometern und 3,5 Stunden waren wir wieder daheim und die Pferde konnten ihre Freizeit auf der Weide genießen.
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  • Frühlingsluft

    Am gestrigen Sonntag hatten wir (Christian und Kerstin) uns zu einem Ritt mit Anja verabredet.
    Um halb neun waren wir am Stall, fütterten die Pferde und legten die Ausrüstung zurecht.
    Wir ließen den Pferden eine halbe Stunde Zeit ihr Heu zu knabbern und fingen dann um neun Uhr mit Putzen an.
    Wir wollten die Satteltaschen mitnehmen, um die Befestigung auszuprobieren und die Pferde wieder darauf zu trainieren.
    Anja smste uns, daß uns noch eine gemeinsame Freundin (Jennifer) mit Ihrem Pferd begleiten würde. So machten wir uns um viertel vor zehn auf den Weg zur JF Stable. Es war herrlichster Sonnenschein und es war absolut windstill.
    Wir ritten an unseren Wiesen vorbei und begannen auf dem zweiten Weg locker zu traben. Der nächste Weg lud ebenfalls zu einer schnelleren Gangart ein, so daß wir im Trab starteten, doch Joey und Sassico uns deutlich machten, daß sie gern galoppieren wollten.

    Als wir in Richtung Nörvenich einbogen, begegneten wir zunächste einem Hund, der ganz allein am Feldrand stand. Sein Frauchen war mehrere hundert Meter weiter vorn und rief und rief vergebens nach dem Hund. Er lief dann schließlich mit uns bis zu seinem Frauchen. Sie meinte dann aber, daß er den Weg auch allein nach Hause kenne.

    Wir bogen dann auf den letzten Weg zur JF Stable ab.



    Dort trafen wir um halb elf auf Anja mit Nico und Jennifer und Janine mit Calimero.
    Da Calimero noch sozusagen "Geländeneuling" ist, waren die Beiden zu zweit, so daß einer immer noch neben Calimero hergehen konnte.



    Los ging es dann Richtung Nörvenicher Wald. Es war eine wirkliche Trainingsstrecke mit allerlei potentiellen pferdefressenden Monstern :-)
    Doch insgesamt meistereten die Vierbeiner diese Strecke sehr gut. Der Weg führte uns vorbei an einigen Gebäuben und dann zum Neffelbach. Dort zu Beginn ging es direkt über eine Holzbrücke, die über den Neffelbach führte und sich gleichzeitig unter einer Strassenunterführung befand. Alle vier Pferde marschierten brav darüber. Dann ging es in den Wald hinein und der Weg führte uns unmittelbar am Neffelbach entlang.







    Nach einer Weile mußten wir erneut unter einer Unterführung durch. Doch dort führte der Weg sehr nah an den Bach heran. Joey, der ziemlich wasserscheu ist, hatte zuviel Angst vor dem Bach und wollte nicht weitergehen. Also stieg ich ab und führte den aufgeregt schnaubenden Joey, der mit weitaufgerissenen Augen auf das Wasser stierte, durch den Engpaß. Danach nochmal über eine Brücke über den Neffelbach. Das war für Joey und mich ein echtes Erfolgserlebnis, denn ich bin aufgrund mehrerer Unfälle ein recht ängstlicher Führer.
    Der Weg ging an einem Hundeplatz entlang und dort waren einige große Baumstämme, von denen ich einen zum Aufsteigen benutzen konnte. Joey war sehr brav und ließ sich gut an den Baumstamm herandirigieren, obwohl er immer noch recht aufgeregt war.
    Weiter ging es dann wieder aus dem Wald heraus und in die Richtung, aus der wir gekommen waren. Aber bei dem wunderschönen Wetter hatten wir alle noch keine Lust nach hause zu reiten. Also machten wir noch einen großen Schlenker durch`s Feld.



    Um viertel vor eins waren wir wieder an Nico`s und Calimero`s Stall angekommen. Dort verabschiedeten wir uns und machten uns zu zweit auf den Heimweg. Joey und Sassico wollten und durften den nächsten Weg gerne noch mal galoppieren und Joey zeigte mir, wie furchtlos er Plastik gegenüber ist:
    Auf dem Weg liegen mehrere blaue Müllsäcke, die mit Kabeln gefüllt sind, die zum Teil auch aus den Beuteln herausgucken. Joey hat einmal daran geschnuppert und ist dann mittendurch gestapft. Das Rascheln hat ihm überhaupt nix ausgemacht !

    Um halb zwei waren wir wieder am Stall und die Pferde durften den Rest des Tages die schöne Frühlingsluft auf der Weide genießen.
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  • Putzen ohne Anbinden! -2-

    Seitdem ich es das letzte Mal erwähnt hatte,Putzen ohne Anbinden!, habe ich regelmässig weiter geübt.
    Also eigentlich habe ich seit dem 14. Januar gar nicht mehr angebunden. Irgendwas in meinem Kopf hat Klick gemacht.
    Ich habe keine Angst mehr , das es nicht klappt. Klar, wenn es nicht klappt, dann ist das nicht toll, aber momentan fühle ich mich so, dass ich einen solchen Misserfolg mit Humor nehmen kann und einfach weiter mache.

    Früher dachte ich immer, "Super, das hat einmal geklappt, dann übst du jetzt nicht mehr, dann muss es nämlich beim nächsten Mal schiefgehen."

    Heute brauchten wir keine Runde mehr drehen, wenn Sassico komplett verkehrt stand. Warum? Er stand einfach nicht mehr komplett verkehrt. freu

    Mittlerweile kann ich ihn fast nur mit Handzeichen zum Holzklotz dirigieren, wo ich dann aufsteigen möchte.
    Auch das ist jetzt viel entspannter. Ob er jetzt beim Putzen stehen bleiben muss, oder beim Aufsteigen, ich verlange ja das Gleiche von ihm: Stehenbleiben.

    Diese Woche sprach ich noch mit unserer Trainerin darüber, dass ich jetzt noch üben will, dass ich ein paar Meter weit weg gehe und er trotzdem stehen bleibt. Ich wusste aber noch nicht genau, wie ich das üben soll. Lustigerweise, hat mir da heute das "echte Leben" geholfen. Kerstin hatte an ihrem Putzkasten eine Wasserflasche stehen, aus der ich einen Schluck nehmen wollte.
    Und ohne gross nachzudenken, bin ich dahin, und mein Pferd machte einen Schritt hinter mir her. Also habe ich ihn wieder zurückgestellt. Nach dem dritten Mal ist er dann stehen geblieben.
    Und erst nachher viel mir auf, dass ich erreicht habe, was ich wollte....

    Gerade fällt mir auf, warum das heute einfacher war, als bei normaler Bodenarbeit: Wenn ich Sassico bei der Bodenarbeit hinstelle und weggehe, geht er auch weg. Dann muss ich hinterher laufen, heute kam er mir hinterher..Da ist das ganze für mich natürlich ein bisschen einfacher.

    Die nächste Schwierigkeitsstufe heisst dann stehenbleiben, auch wenn ich den Chrittig nicht mehr sehe.
    Meine Trainerin meinte, dafür darf er dann auch ein Leckerchen bekommen. Das sehe ich auch so...
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  • Leise....

    ....rieselt....

    Nein nicht der Schnee ! Die Sonne scheint und es sind tagsüber mehr als 10° C !!!
    Also: Was rieselt ? ....das Fell !

    Joey hat heute die ersten Haare seines Winterpelzes verloren.

    Außerdem haben wir bei unserem Ritt heute die ersten Mücken des Jahres 2008 tanzen gesehen !
    Der Frühling scheint sich zu nähern !
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  • Erritten

    Ich weiss nicht genau, wo ich beginnen soll. Obwohl ich eigentlich einen guten Orientierungssinn habe, (das heißt wenn ich irgendwo losgehe, komme ich auch irgendwann an meinen Ausgangspunkt zurück, im schlimmsten Fall, in dem ich den ganzen Weg zurückgehe), habe ich keinen guten Sinn für meine Umgebung. Wenn man mich nach Straßennamen fragt, weiss ich oft nur eine ungefähre Richtung... Und genauso ist es bei unseren Ausritten. Ich würde immer wieder zurückfinden, aber welches Dorf jetzt genau vor uns liegt kann ich fast nie sagen. (ok, es wird besser... ich lerne langsam die Kirchtürme zuzuordnen)

    Worauf ich aber eigentlich hinaus will, ist das Folgende: ich lerne die Gegend hier durch unsere Ausritte ganz anders kennen. Zum einen, weil wir wirklich viel unterwegs sind und Strecken zurücklegen, die man zu Fuß gar nicht zurücklegen könnte.
    Und interessanterweise ist das Erleben der Gegend etwas ganz anderes zu Pferd als das auf dem Fahrrad oder zu Fuß mit Hund der Fall ist. Den Hund erwähne ich deswegen, weil ich früher stundenlang mit dem Hund meiner Eltern unterwegs war. Und das war nun auch ein Erleben der Natur mit einem Tier.

    Ich frage mich seit geraumer Zeit, wo der Unterschied liegt. An der Perspektive? Passt das Pferd "besser" oder "schlechter" in die Gegend? Ich weiß es nicht. Es ist eine Erfahrung, die ich gemacht habe, aber nicht fassen kann.

    Ein Aspekt ist mir hier auch noch wichtig: Wenn ich jetzt mit dem Auto unterwegs bin, nehme ich die Gegend nochmal ganz anders war. Ich bin vertrauter mit der Gegend, ich kenne zu viel mehr Wegpunkten kleine Geschichten, die uns unterwegs passiert sind. Und das ist das, was ich mit dem Titel meinte: Wir haben uns -zumindest für mich - die Gegend erritten. Ich mag das Buch "Der kleine Prinz" nicht, aber da wird es passend beschrieben: Ich habe mir die Gegend vertraut gemacht. Juristisch und finanziell wird die Aussage nie stimmen, aber irgendwie denke ich doch immer wieder "Meins" oder "Meine Gegend" . Während des Schreibens noch überlege ich, ob der Ausdruck "Meine Heimat" zu meinen Gedanken passt. Ich muss feststellen, ich weiß es nicht. Es liegt wahrscheinlich daran, dass mir der Begriff Heimat zu emotionsbehaftet ist.
    Diese Vetrautheit fasziniert mich.
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  • Jahreszeiten: Der Winter geht

    Damit ich das über die Jahre hinweg vergleichen kann: (der verehrte Leser merkt, ich plane hier dauerhaft..)

    für mich zur Notiz:
    Sassico verliert seit 3 Tagen die ersten Haare des Winterfells
    Und vor einer Woche haben wir beschlossen, dass dieses Jahr das Wasserfass nicht mehr zufrieren wird und deswegen haben wir es wieder aufgemacht. (Im Winter tränken wir aus einem Bottich.)
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