Freizeitreiter erzählen

  • August, 2017
  • Happy Birthday !

    Heute vor zehn - in Worten ZEHN ! - Jahren veröffentlichten wir den ersten Beitrag hier bei nebelreiter.com. Als es mir gestern auffiel, daß es tatsächlich schon zehn Jahre her ist, konnte ich es kaum glauben.
    Ich weiß nicht, ob wir damals gedacht haben, daß wir den Blog doch solange führen werden. Doch bis heute habe ich noch nicht den Spaß daran verlorgen.
    Außerdem ist es wirklich eine wundervolle Möglichkeit die Geschehnisse über die Jahre nicht zu vergessen. Ich habe nie selbst Tagebuch geschrieben, doch dieses "Pferdetagebuch" möchte ich nicht mehr missen.

    Also in diesem Sinne: Auf die nächsten zehn Jahre nebelreiter.com !

    P.S.: Es gibt noch ein weiteres besonderes Ereignis am 6.August: Jackson ist vor sieben Jahren in unser Leben gekommen !
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  • Druck rausnehmen

    Seit dem Sturz am Dienstag habe ich mir natürlich meine Gedanken zu den Gründen gemacht.
    Gestern war ich nicht am Stall.
    Heute habe ich Lia wieder ganz normal geputzt und gesattelt und bin am Stall aufgestiegen und losgeritten.
    Alles wie immer.
    Kurz nachdem wir vom Hof geritten waren, stieg ich ab.
    Ich führte Lia die nächsten beiden Wege und parkte sie am Clemensstock an einer Bank.
    Dort stieg ich wieder auf und bis dahin war alles gut.
    Dann ritt ich los und bis zur Kreuzung war alles gut. Dort wollte ich geradeaus, wobei es linksrum schneller nach Hause ging.
    Lia zeigte mir deutlich, daß sie nur nach Hause wollte.
    Das wollte ich nicht. Ich bekam sie ein Stück in den Weg geradeaus geritten, dann drehte sie auf dem Absatz um und lief wieder zurück. Sie schlug mit dem Kopf und ich wußte, daß sie wieder steigen und bocken würde, wenn ich mehr Druck aufbauen würde.
    Ich parierte durch und stieg wieder ab, um den Druck aus der Situation zu nehmen. Dann führte ich Lia den von mir gewünschten Weg entlang.
    Nun mögen einige denken, daß ich Lia damit ihren Willen gelassen habe, aber ich sehe es als Kompromiß.
    Sie hat zwar "gewonnen", da ich abgestiegen bin, doch ich habe den Weg bestimmt.
    Letztlich habe ich mich nicht auf einen Kampf mit ihr eingelassen.

    Lia hat zwar einen starken Willen und man muß ihr schon immer selbstsicher und deutlich begegnen, doch glaube ich fest daran, daß Lia sich nicht aus Bosheit mit mir anlegen will.

    Meine Interpretation ist, daß ihr das Reiten im Moment offenbar zu viel ist.
    Daher habe ich mich entschieden wieder den Druck rauszunehmen und nochmal zwei Schritte zurück zu gehen.
    Reiten stellen wir erst mal wieder zurück und ich werde versuchen insgesamt etwas mehr Abwechslung ins Training einzubauen.

    Ich vermute, Lia hat mir schon vor Dienstag kleinere Signale gegeben, daß ihr das zuviel ist. Doch ich - als Mensch - bin ja so unsensibel, daß ich das vermutlich nicht gemerkt habe oder falsch interpretiert habe.
    Denn auch beim unpassenden Sattel hatte Lia ja Recht mit ihrem Verhalten gehabt - auch wenn man sicher darüber streiten kann, ob die Stärke ihrer Aktionen so notwendig war.

    Alternativ könnte ich natürlich jetzt eine schärfere Zäumung verwenden, doch das habe ich für mich ausgeschlossen.
    So wie ich Lia kenne, werde ich mit mehr Druck nichts anderes erreichen, als daß sie noch mehr Unmut zeigt.
    Deshalb heißt für mich die einzig mögliche Strategie: Druck rausnehmen !
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  • High and Low

    Es gibt ein paar weitere "erste Male" von Lia und mir zu berichten.
    Am Samstag waren wir das erste Mal mit einem komplett fremden Pferd zusammen ausreiten.
    Eine Freundin von Kathi war mit ihrer Traberstute dabei.
    Lia war zu Beginn ziemlich fasziniert von der Stute, doch blieb sie ruhig und gut zu händeln.
    Wir entschieden uns für die kurze Waldrunde bergauf.
    Auf dem Rückweg ließ ich Lia auch eine Weile neben der fremden Stute gehen und das klappte prima.

    Am Montag war ich eine Runde mit Lia allein ausreiten. Dieses Mal hatte ich mir vorgenommen etwas mehr zu traben.
    Sowohl öfter als auch mal eine längere Strecke.
    Lia ist ja meist nicht so freudig dabei, wenn´s ans Arbeiten geht, doch ich konnte merken, daß sie, wenn sie einmal läuft, auch immer weiterläuft. Einen langen Grasweg trabten wir komplett durch und Lia war munter und immer noch artig.
    Auch einen Bergaufweg nahmen wir im Trab.

    Am Dienstag dann wollte ich nur eine kleine Runde drehen, da es schon nach Regen aussah.
    Ich wollte wieder reiten, denn Lia würde dann Mittwoch frei haben. Sie wird jetzt seit fast einem halben Jahr geritten und daher fand ich zwei Tage hintereinander zu reiten jetzt nicht mehr zu viel.
    Wir ritten los und Lia war total entspannt.
    So entschied ich mich für die Waldrunde vom Samstag.
    Dort ist Lia allein schon mal ein bißchen guckig, doch ich dachte, wenn sie so entspannt ist, ist das heute der richtige Tag dafür.
    War es nicht....
    Wir hatten gerade den ersten Anstieg hinter uns gebracht und ich trabte sie an, als sie zur Salzsäule erstartte.
    Da ging nix mehr. Sie starrte ins Gebüsch. Ich konnte dort nichts erkennen, daß sie so schreckte. Auch Ludwig war ganz entspannt, also auch kein Reh !
    Als sie mir dann zweimal umdrehte und wehement weg wollte, stieg ich ab.
    Dann konnte ich sie an den "Ungeheuern" vorbei führen.
    So liefen wir den Wald zu Fuß. Lia war immer noch aufmerksam, doch sie entspannte sich wieder etwas.
    Am Ende des Waldes steht eine Bank.
    Dort wollte ich dann wieder aufsteigen und die letzten zwei Kilometer bis zum Stall reiten.
    Lia wollte davon nix wissen und stellte sich mal wieder an.
    Der Grund: Es regnete !
    Das mag die Diva nicht so gern (also beim Reiten... auf der Weide stört sie das nicht !)

    Ich stieg dennoch auf, denn das kann ich so als Ausrede irgendwie nicht gelten lassen.
    Als ich oben saß und Lia noch brav stand, lobte ich sie und wendete dann, um nach Hause zu reiten.
    Schwups lief Lia los. Ich lenkte sie erstmal Richtung Wald und hielt sie so wieder an.
    Als ich sie wieder Richtung Heimat lenkte, lief sie wieder los.
    Ich parierte durch und das paßte der Madame gar nicht. Also stieg sie. Ich sagte deutlich "NEIN!" und wollte weiterreiten.
    Doch ehe ich mich versah, rannte sie bockend los und buckelte nochmal so fies nach, daß ich einen Abflug machte.
    Somit haben wir dieses "erste Mal" nun auch hinter uns gebracht.

    Mir war erst ein bißchen schwummerig, doch schnell berappelte ich mich wieder.
    Lia war bei mir geblieben und graste in ein paar Metern Entfernung.
    Ich stand langsam auf und fing sie ein.
    Dann marschierten wir zum Stall zurück.
    Kurz danach donnerte es zweimal ordentlich laut.
    Vielleicht hatte Lia das Gewitter schon gespürt und war deswegen grantiger als normal.

    Außer einer Beule und ein paar Prellungen ist mir nix passiert.
    Zurück am Stall stieg ich nochmal kurz für ein paar Meter in den Sattel, damit Lia und ich dieses Erlebnis noch irgendwie positiv beenden konnten.
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  • Juli, 2017
  • Mal wieder was für den Kopf

    Heute wollten wir eigentlich ganz langweilig ne Runde spazieren gehen.
    Während Tina noch mit Jackson´s Hufen beschäftigt war, kam mir die Idee das Podest endlich nochmal aus der Ecke zu holen.

    Lia stapfte wie immer zack-zack mit den Vorderbeinen rauf. Einmal aus jeder Richtung. Das ist ja ihre Lieblingsübung.
    Doch bisher haben wir es noch nie mit allen vier Beinen rauf geschafft.

    Heute stand sie so entspannt mit zweien oben, daß ich sie einfach loslies und mir einen Hinterhuf geben ließ. Dann setzte ich ihn auf das Podest und schon konnte sie ganz raufklettern.
    Man merkt dabei immer sehr gut, wie schwer es Pferden fällt, ihre Hinterhand zu koordinieren. Ihnen fehlt da echt das Körpergefühl.

    Als Lia dann oben stand, kam nämlich die eigentliche Schwierigkeit: Wie sollte sie da nun wieder runter kommen ?
    Doch ganz langsam und mit etwas Überredung schaffte sie es schließlich.

    Lia auf dem Podest


    Danach war auch Jackson einmal kurz dran, dann trafen wir zwei neue Einstellerinnen und quatschten eine Weile, während die Pferde dösten.
    So ernteten wir wenig Begeisterung als wir dann tatsächlich auch noch spazieren gehen wollten.
    Aber wir sind halt gemein und gaben nix dafür.
    Unterwegs trafen wir auf einige Dinge, die für Beschäftigung im Pferdekopf sorgten:
    ein Quad, das zwischen uns durchfuhr und dann über´s Stoppelfeld brauste, ein Schneidwerksanhänger, der auf einem Stoppelfeld geparkt war und das Wegkreuz am Clemensstock, wo es sowieso immer was spannendes zu gucken gibt.
    So hatten wir die Pferde auch auf einem insgesamt nur recht kurzen Spaziergang doch noch ganz gut beschäftigt.
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  • wieder unterwegs

    Solange Jackson noch "inhaftiert" war, begleitete Tina uns ab und zu zu Fuß bei unseren Ausritten.
    Dabei entstanden die beiden Fotos.
    Gestern machten wir sogar einen dreistündigen Spaziergang: Tina, Spikey, Ludwig, Lia und ich. Das war mal wieder gutes Training für uns alle.

    Nun hat Jackson zum Glück die Erlaubnis wieder etwas längere Spaziergänge zu machen und so waren wir heute morgen wieder alle zusammen unterwegs.
    Tina zu Fuß und ich ließ mich von Lia tragen.
    Es war ziemlich windig und manches Mal konnte man schon denken, daß es uns gleich wegfegt.

    Doch unsere beiden Ponies waren brav und entspannt.
    Es gab für Lia und mich noch zwei Premieren heute: unser erstes gerittenes Stoppelfeld (im Schritt) und die letzte Bergabstrecke vor dem Stall im Sattel (bisher bin ich dort immer abgestiegen, da es relativ steil ist).
    Da war ich schon ein bißchen stolz auf unser Erreichtes. Ich weiß es klingt nach nicht viel, aber wenn ich an die ersten Bergabstücke mit Lia denke, dann hat sich da doch eine Menge getan.

    wieder mit Jackson unterwegs
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  • Mami lebt sich gut ein

    Nun ist Mami schon seit einer Woche bei uns Zuhause und sie lebt sich sehr gut ein.
    Bereits seit dem zweiten Tag bei uns ist sie stubenrein. Sie frißt gut und hat auch schon ihre erste Wurmkur geschluckt.
    Ihr Fell glänzt von Tag zu Tag mehr. Die Milchdrüsen sind fast komplett abgeschwollen.
    Sie wurde langsam immer mutiger und bereits seit Mitte der Woche erkundet sie, wenn Ludwig nicht da ist, das gesamte Haus.
    Mit Ludwig freundet sie sich lieber in ihrem Zimmer an, denn da fühlt sie sich sicherer. Auch dieses "Besser-Kennenlernen" verläuft super.

    Mami beginnt das Haus zu erkunden


    in der Küche


    Ludwig langsam kennenlernen


    schon ziemlich nah dran


    am Küchenfenster


    ihr Lieblingsplatz auf meinem Kleiderschrank


    Hier habe ich noch ein Video vom Spielen: Ihr seht also, es geht Mami gut.

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  • Mal wieder Glück im Unglück

    Heute hatten Jackson und ich wieder einen Termin mit dem Tierarzt. Knapp vier Wochen sind vergangen, seit wir die komische Schwellung an Jacksons Bein entdeckt hatten, die sich als Bänderriss heraus stellte.
    Nun war heute die nächste Kontrolle, und was soll ich sagen: Nach dran rumdrücken, vortraben und neuen Ultraschallbildern waren der Tierarzt und ich ungefähr gleich dolle aus dem Häuschen, denn das Unterstützungsband hat sich schon fast komplett erholt. Das Bein ist zwar noch dick, da das Band noch geschwollen ist, aber das Band an sich ist schon wieder so gut wie verheilt ! :-O :-) Damit hatten wir beide nicht gerechnet, schon alleine, weil ich auf die Boxenruhe gepfiffen habe und Jackson schon den ein oder anderen Kaltstart hingelegt hat in den letzten Wochen und über die Wiese flitzte .. Aber so konnte der Arzt seine Prognose von 6 Monaten glatt wieder revidieren, in ein paar Wochen dürfen wir schon wieder im Schritt ausreiten. :-) Ob es nun an den Back on Track Gamaschen lag oder am Zusatzfutter oder daran, dass Jackson sich weiter frei bewegen dürfte, werden wir wohl nicht klären können. Vielleicht war es auch die Kombination aus allem. Auf jeden Fall dürfen wir jetzt erstmal wieder mehr spazieren gehen, drückt die Daumen, dass alles weiter so gut läuft.
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