Freizeitreiter erzählen

  • Juli, 2017
  • eingepackt

    Jackson´s Bein wird nun eingepackt !
    Die akute Entzündungsphase ist nun rum und morgen läuft auch das entzündungshemmende Medikament aus.
    Nun wird das Bein mit einer besonderen Stallgamsche gestützt und bei der Heilung unterstützt.
    Seit gestern trägt er sie und wir sind sehr positiv überrascht, wie gut sie auch bei Bewegung am Bein hält. Sie schränkt ihn in keinster Weise in seiner Bewegung ein.
    Nimmt man sie nach einer Weile ab, kann man sofort sehen, daß das Bein etwas abgeschwollen ist.
    Hoffen wir also das Beste und sind gespannt auf den ersten Kontrolltermin Ende Juli !
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  • Bremsen Rodeo

    Diese Woche war Minimalprogramm angesagt für mich.
    Montag war ich gar nicht am Stall und Dienstag und Mittwoch chon morgens für um kurz vor sechs nur für eine Stipvisite.
    Meine Kollegin hat Urlaub und gepaart mit einer größeren Datenumstellung mußte ich immer lange arbeiten.

    So war ich Dienstag nur eine Runde mit Ludwig spazieren, während die Pferde eine Stunde grasen durften.
    Im Sonnenaufgang tat es sehr gut vor dem stressigen Tag etwas Kraft zu tanken.

    .


    So dachte ich mir am Mittwoch, daß es schön wäre, wenn Lia wenigstens ein bißchen Bewegung bekäme. Also nahm ich sie mit auf den Spaziergang.
    Doch das hätte ich lieber bleiben lassen. Scheinbar hat sie gespürt, daß ich durch den Stress auf der Arbeit leichter reizbar und nicht ganz so selbstsicher war, denn sie hatte vor ALLEM Angst.
    Zuerst war es eine Kuh in der Ferne, dann ein Vogel, der oben im Baum zirpte und zum Schluß noch ein Wegkreuz.
    Unser Spaziergang wurde recht kurz, da ich dafür echt nicht die Nerven hatte.
    Ich konnte ihn halbwegs positiv abschließen und damit war ich für diesen Tag zufrieden.

    Donnerstag war ich dann wieder gar nicht am Stall, doch heute hatte ich frei !
    Während ich mistet, durften die Pferde schon zum grasen raus.
    Danach holte ich mir Lia, putzte und sattelte sie und ging mit ihr und Ludwig ins Gelände.

    Heute war sie wie ausgewechselt. Die Kühe störten nicht und auch sonst jagte ihr nichs Schrecken ein.
    Ich ritt zum Wald hoch. Als ich dort einen Mann traf und kurz mit ihm sprach, bereute ich diese Entscheidung.
    Wir wurden von Bremsenschwärmen angegriffen.
    So verabschiedeten wir uns schnell und ritten weiter.
    Ich trabte ein Stück, um die Biester los zu werden.
    Dann kam das gleiche Stück, auf dem Tina´s Probleme mit Lia begannen.
    Ich kann positiv vermerken, daß sie bei mir heute nicht versucht hat zu fressen, aber die Bremsen und Fliegen machten sie kirre.
    Sie neigt dann schnell dazu theatralisch auszurasten (Drama-Queen!), was bergab wirklich nicht lustig ist.
    Als es wieder bergan ging, trabte ich wieder ein ganzes Stück, denn nur so konnten wir den Viechern entkommen.

    Es wurde zum Glück besser, als wir wieder ins offene Feld kamen. Dort ging ordentlich Wind. Das mögen die Bremsen nicht.
    Doch eben habe ich mir eine Fliegenausreitdecke bestellt ! Ich bin es satt, dazu hab ich keine Lust mehr !

    Der Rest des Ausritts verlief dann wieder ruhiger, da wir nur noch von normalen Fliegen belästigt wurden. Mit denen kann Lia ganz gut umgehen.
    Nach einer Stunde waren wir wieder zurück und endlich die Viecher los.

    P.S.: noch ein kleiner Schnapschuß von Mama-Katzi und ihrem Baby:

    .
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  • erster Reiterwechsel

    Schon länger hatten wir mal drüber gesprochen, daß Tina sich auch mal in Lia´s Sattel schwingen sollte.
    Zum einen soll Lia lernen, daß nicht nur ich sie reite, sondern, daß es durchaus vorkommen kann, daß sich mal jemand anders drauf setzt, und zum anderen wollte ich natürlich auch mal sehen, wie "universal" meine beigebrachten Hilfen funktionieren.

    Da Jackson ja nun ausfällt, bot sich das letzte Wochenende für einen ersten Versuch an.
    Wir putzten noch jeder sein eigenes Pferd und ich sattelte Lia. Jackson durfte dann wieder grasen gehen und Tina schnappte sich Lia am Zügel.

    Sie führte sie zur Aufstiegshilfe.
    Da ist Lia immer etwas zäh, so daß es mich nicht verwunderte, daß sie sich von Tina doch ordentlich bitten ließ.
    Als Tina dann aufstieg, legte Lia kurz genervt die Ohren an, als wolle sie sagen:"Wie bitte? DIE jetzt auch noch?"
    Doch das war alles. Sowohl Tina als auch ich hätten uns über mehr Gegenwehr oder Unmutsäußerungen ihrerseits nicht gewundert.

    Doch Lia ließ sich brav von Tina vom Hof reiten. Ludwig, Spikey und ich waren zu Fuß dabei.
    Der erste Teil des Weges war sehr unspektakulär.
    Ich fand es interessant mein Pferd mal vom Boden aus beobachten zu können, wenn ein Reiter drauf sitzt.
    Als wir oben an den Wald kamen, wollte Lia ungefragt rechts abbiegen.
    Da wollten wir zwar lang, aber das konnte Lia nicht wissen und sie durfte es auch nicht entscheiden.
    Also trieb Tina sie auf den Waldweg zu. Den findet Lia immer etwas gruselig.
    So war ich überrascht, daß sie nach einer nur kurzen milden Diskussion mit Tina den Weg in den Wald antrat.
    Dafür wurde sie gelobt und durfte dann umdrehen und abbiegen.

    Doch bald darauf wurde es anstrengend.
    Das Gras auf den nächsten zwei Wegen ist ziemlich hoch gewachen (ich habe Spikey getragen).
    Außerdem geht es erst ein Stück bergab und, da der Wald nah ist, sind dort viele Bremsen und anderes Viechzeugs.

    Bei Bremsen reagiert Lia gern schon mal etwas über.
    Diesmal versuchte sie, ob sie Tina mit dem Gehampel über´s Ohr hauen konnte.
    Sie tat immer so, als müsse sie sich kratzen, und nahm dann einen Happen Gras.
    Das ging ein paar Mal hin und her, doch Tina ließ ihr das natürlich nicht durchgehen.
    Unzufrieden mit der Gesamtsituation wurde Lia aber immer hibbeliger und fühlte sich von allem und jedem gestört.
    Geduld gehört leider nicht zu ihren Stärken.

    Als sie dann einigermaßen ruhig war, entschied Tina, daß das für diesen Tag genug sein sollte und stieg ab.
    Dann führte sie sie noch eine Weile, bevor sie mir die Zügel in die Hand drückte und meinte, ich könne mein Pferd ruhig wieder haben. ;-)

    Wir liefen noch eine Weile zu Fuß weiter.
    Am Dorfrand trafen wir auf eine Familie beim Sonntagspaziergang. Vater, Mutter und drei Mädchen.
    Die Mädchen starrten alle mit großen Herzchen-Augen auf Lia.
    Ich grüßte und sagte, daß sie ruhig mal streicheln kommen könnten. Lia ist ja brav und solche Situationen gibt es immer mal, so daß ich es auch wichtig finde, daß Lia dann ruhig bleibt.
    Die Kleinste mit den größten Herzchen traute sich erst nich, doch ihre Schwestern kamen begeistert zu uns.
    Zusammen mit der Mutter traute sich schließlich auch die Kleine.
    "Oh ist die weich!" stellten alle vier fest.
    Danach zog die Familie zufrieden weiter und ich parkte Lia in einem kleinen Graben und ließ mich von ihr nach Hause tragen.
    Den Reiterwechsel nahm sie einfach so hin. Das war kein Problem für sie.
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  • nun muß sie da allein durch

    Am 28. kam Jacksons Diagnose "Bänderriß" und seither muß Lia nun allein unterwegs sein mit mir.
    Ist ja nix neues, denn auch vorher waren wir immer schon mal allein draußen. Doch nun wird das wohl für eine Weile zum Normalprogramm.
    Doch Lia ist ja nicht sehr ängstlich und wird ihre Aufgaben schon meistern.

    An einem Tag in dieser Woche war ich mal wieder motiviert etwas auf dem Platz zu tun.
    Doch Longieren führt immer mal gern zu einem Kampf zwischen Lia und mir und auf kämpfen hatte ich an diesem Tag keine Lust.
    Also nahm ich Knoti, Bodenarbeitsseil und Carrot-Stick und marschierte mit Ludwig und Lia zum Reitplatz.

    Ich legte mir ein paar Stangen hin, während Lia mein Gekrame argwöhnisch beobachtete:

    "Was kommt denn jetzt?"


    Dann sammelte ich Lia wieder ein und begann mit dem "Friendly Game" wie Michaela es mir vor vielen Jahren beigebracht hatte.
    Der Stick dient dabei wie ein verlängerter Arm und streichelt das Pferd am ganzen Körper. Auch kratzen hinter den Ohren oder unterm Schweif wird gern angenommen. Das Seilchen verscheucht Fliegen, wenn es leicht um die Beine oder den Bauch geschlungen wird.

    Danach übten wir das "Weichen" auf Druck.
    Der Stick "drückt" entweder die Brust rückwärts, die Hinterhand oder die Vorhand seitlich weg vom Menschen.
    Das klappte super und ich brauchte nie mehr als Druck meiner Stufe 2, damit Lia wich.
    Und das, obwohl wir das schon seit sehr langer Zeit nicht mehr geübt hatten.
    Da die Übung auf Anhieb so gut klappte, war sie natürlich auch schnell vorbei.
    Als nächstes hieß es Rückwärtsweichen auf Seilschlackern. Auch das ging recht gut. Da ist Lia zu Beginn sehr stoisch gewesen und so war ich hier schon damit zufrieden, daß sie überhaupt eine Reaktion zeigte (und sei es nur eine Gewichtsverlagerung von mir weg).

    Dann ging es an´s Führtraining: Über die Stangen und zwischen den Stangen durch; Anhalten, wenn ich anhalte, wieder loslaufen. Das klappte perfekt. Da alles so gut lief, war ich mit meiner Übungseinheit recht schnell am Ende.

    Das war auch gut so, denn wir bekamen Besuch.
    Das kleine Shetty von der Nachbarweide schlüpfte unter dem Zaun durch und wollte mal schauen, was wir da machen. Danach war an arbeiten nicht mehr ernsthaft zu denken, da er uns alle zu sehr ablenkte.
    (Inzwischen ist der Zaun geändert worden, so daß der Kleine nicht mehr stören kann).
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  • Mal wieder kaputt

    Kurzes Update zu Jackson: Letzte Woche hatten wir an einem seiner Vorderbeine eine kleine Schwellung entdeckt. Er lahmte nicht und es war auch nicht besonders warm, also schmierte ich ein wenig Salbe drauf und hoffte, es würde weggehen. Wir gingen auch nochmal spazieren, manchmal hilft ja ein bisschen Bewegung bei Schwellungen ganz gut. Da es jedoch nicht besser wurde, machte ich einen Termin mit unserem Tierarztteam, den Kerstin für mich übernehmen musste. Tja und dabei stellte sich nun heraus, dass Jackson sich einen Bänderriss im Unterstützungsband zugezogen hat. Das heißt für ihn nun Schonprogramm, also nur Stall und Wiese (das ist zumindest unsere Interpretation des ganzen, da Boxenruhe weder für mich noch für Jackson ernsthaft in Frage kommt), Schmerzmittel bzw. Entzündungshemmer und bald auch noch eine Gamasche von Back on Track, um die Heilung weiter zu fördern. WIr schmieren fleißig mit Franzbranntwein und Heilerde, außerdem bekommt Jackson jetzt ein Zusatzfutter. Nachwievor lahmt Jackson kein bisschen. Mit Schmerzmittel merkt man ihm allerdings schon die Erleichterung an, weshalb er dann doch auch mal ab und an etwas über die Wiese flitzt. Manchmal ist die Schwellung sogar fast ganz weg, leider kommt sie aber bis jetzt noch immer mal wieder zurück. Drückt mal die Daumen, dass sich bis zum nächsten Ultraschalltermin trotzdem etwas gebessert hat, damit er weiter draußen bleiben darf !

    P.S.: Erfreuliche Nachrichten gibt es aber auch noch: Jackson ist seit heute endlich volljährig !
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  • Juni, 2017
  • Mal wieder ein Potpourri

    Aufgrund von Zeitmangel fasse ich die letzten Ereignissen jetzt mal in eine Potpourri zusammen, denn sonst schaffe ich es gar nicht etwas zu posten.

    In den letzten Wochen hatten wir plötzlich Probleme mit einem Eindringling.
    Lia hatte nun gemerkt, daß unser Innenzaun keinen Strom führt und sich an mehreren Nächten hintereinander unter der Litze durchgeschoben. Doch wie sicher viele Pferdehalter wissen: Zäune sind Einbahnstrassen: Einbrechen ist kein Problem - wieder rauskommen unmöglich !
    Also stand Lia morgens auf der Wiese und wollte dringend rausgelassen werden.
    Hmpf.
    Somit war klar: Es muß Strom auf den Zaun !
    Da wir kein Batterie-Stromgerät mehr hatten, hab ich kurzerhand meinen Papi gebeten uns zu helfen. So kam er samstags und verlegte Kabel, damit wir unseren Innenzaun mit dem Stromzaun, der außen herum führt, koppeln können. Das hat er perfekt hinbekommen.
    Lia war, während wir dort am Zaun arbeiteten, mehrmals dreist genug wieder einen Einbruch zu versuchen und ließ sich nur schwer davon abhalten.
    Nachdem wir fertig gebaut hatten, schalteten wir den Strom an und Lia ging natürlich sofort wieder dran und wollte durchschlüpfen. Doch dann "ZACK!" und sie sprang nen guten Satz zurück.
    Wütend galoppierte sie dann einmal um den Gang herum, doch seitdem ist Ruhe und es gab keine Einbrüche mehr.

    Das Gras ist nun langsam schon oberständig und nicht mehr so saftig grün wie noch im Mai.
    Auch ist die Menge nun geringer. Die ersten beiden Wiesen sind abgefressen und die dritte ist angebrochen. Als es jetzt so heiß war, haben wir die Pferde immer nachts auf die Wiese gelassen. Tagsüber blieben sie lieber vor Sonne und Insekten geschützt im Unterstand.
    Wurde im Mai das Heu von den Pferden kaum angerührt, fressen sie jetzt wieder regelmäßig davon. Das klappt super. Genauso wie wir uns das vorgestellt hatten.

    Heu wird nun wieder angenommen.


    Lia hat nun endlich auch eine gut passende Fliegenmaske !


    Am Donnerstag war ich mit Lia allein ausreiten.
    Zuerst ging ich die mehr oder weniger "übliche" Morgenrunde. Ich suchte mir ein paar schöne Graswege aus und wir trabten etwas mehr dieses Mal. Als sie dann auf dem dritten Grasweg von allein antraben wollte, mußte sie erst mal wieder Schritt gehen.
    Ich trabte dann erst zur Wegmitte an und hielt auch schon vor dem Ende wieder an. Pony war etwas verwirrt ! Aber genau das war meine Absicht. Ich will auf keinen Fall, daß sie sich "Trabstrecken" angewöhnt. Sowas gibt es bei mir nicht.

    Als ich dann schon wieder in Richtung Hof ritt, wollte ich nochmal vom Hof weg abbiegen.
    Das paßte Lia natürlich nicht. Sie fragte mehrmals nach, ob ich mir sicher sei. JA war ich !
    Dann wieherte sie laut, so als wolle sie um Hilfe rufen.
    Nützte auch nix... kam keiner. Als ergab sie sich - erstmal - in ihr Schicksal und ging weiter.
    Bis wir die "Gruselecke" erreichten.
    Die ist allerdings immer nur dann gruselig, wenn es in Lia´s Gesamtkonzept paßt. Dieses Mal war der Plan wieder zum Stall umzudrehen und so war die Ecke natürlich nicht passierbar. Statt dessen gab es eine flotte Wendung auf der Hinterhand.
    Doch ich war vorbereitet (so schlau wie sie denkt, ist Lia nämlich meistens nicht).
    Es dauerte eine Weile und wir drehten uns noch ein paar Mal hin und her, doch schließlich konnte ich sie überzeugen, daß vorwärts die einzige Richtung war, die ich zulassen würde.
    "Dann aber flott!" dachte Lia sich wohl und stiefelte im Schrab daran vorbei.
    Doch kaum war das "Hindernis" überwunden lief sie wieder völlig brav und ruhig.
    Also eine insgesamt positive Erfahrung.

    Diesen Samstag machten wir uns auf eine schöne Wanderungs-Runde auf.
    Das Wetter spielte gut mit, es ging etwas Wind und es war nicht zu heiß.
    Unterwegs war Jackson sogar bereit ein bißchen für die Fotos zu posen:

    Jackson hat ein neues Knoti. Schick, oder ?


    Lia war nicht so richtig in Model-Laune


    Als wir uns schon auf dem Rückweg befanden, kamen wir an einem gemähten Graben vorbei, der uns zur Durchquerung einlud. Das hatten wir jetzt eine Weile nicht mehr üben können, da die Gräben alle sehr hoch zugewachsen waren. Dadurch kann man den Untergrund nicht sehen und das ist mir zu gefährlich.

    Jackson schaut sich genau an, wo er hintreten möchte.


    Dann mit einem beherzten großen Schritt rüber.


    Als wir uns dann auf dem letzten Schlenker vorm Stall befanden (kurz nachdem wir die heute nicht gruselige Gruselecke passiert hatten), meinte Tina, daß sie sich lieber das letzte Stück tragen lassen wolle. Sie schnallte ihr Seilchen als Zügel um und schwups auf die Bank und dann auf´s Pferd.
    Ich meinte so halbherzig, daß ich das ja eigentlich auch machen könnte. Die Hundeleine als zweiten Zügel und rauf da.
    Tina war natürlich sofort dafür.
    Doch bei mir gewannen schnell die Zweifel und Unsicherheiten die Überhand.

    Ich versuchte es damit zu begründen, daß ich von der Bank nicht auf Lia raufkäme ohne ihr doof in den Rücken zu springen.
    Doch es gab ja noch die Rückenlehne der Bank. Die ist sehr stabil und definitiv hoch genug.

    Also nahm ich all meinen Mut zusammen, parkte Lia an der Bank und kletterte auf ihren Rücken. Soweit so gut.
    Doch als ich sie dann ausparken wollte, ging das Lia nicht schnell genug. So nahm sie kurzfristig selbst das Tempo in die Hand und da wir uns mitten im Baum befanden, hatte ich genug damit zu tun, den Ästen auszuweichen.
    Das ging alles gut und als wir aus dem Geäst raus waren, konnten wir normal weiter reiten.
    Die ersten paar Meter fühlte ich mich wieder sehr unsicher ohne Sattel. Doch mit jedem Meter fühlte ich mich ein kleines bißchen wohler.
    Dann kam es mir in den Sinn: gleich würde es ein kleines Stück bergab gehen.
    Doch auch dieses Stück meisterten wir ganz gut an der flachsten Stelle und danach war ich dann doch ziemlich stolz auf mich, daß ich meine Angst überwunden hatte.

    Aufsteigen von der höchstmöglichen Stelle.


    einmal wenden


    irgendwie ist der Baum im Weg


    Lia übernimmt kurz das Geschwindigkeitskommando.


    Glücklich und zufrieden nach dem Bergab-Stück
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  • Trainingsstrecke

    Jackson hat seit gestern die Sehne am linken Vorderbein etwas angelaufen, so daß wir an diesem Wochenende nicht geritten sind. Da er nicht lahmte, haben wir ihn dennoch zusammen mit Lia auf Spaziergänge genommen.
    Gestern waren wir wieder im Wald unterwegs, wo wir arg von Fliegen und Bremsen angegriffen wurden. Immer mehr mischt sich unter die "normalen" (oder vielleicht besser mir bisher bekannten) Pferdebremsen die sogenannte Goldaugenbremse. Diese Viecher sind noch aggressiver und hartnäckiger. Die Pferde finden die Bisse noch unerträglicher und werden richtig kirre, wenn sie auf ihnen sitzen.

    Heute hatte Tina eine gute Idee für unseren Ausflug.
    Wir wollten einmal bis zum Aussichtspunkt und zurücklaufen.
    Dieser ist nicht so weit entfernt und der Weg dorthin über die Felder war bei ein bißchen Wind heute gut zu ertragen.
    Das letzte Stück geht dann wieder durch den Wald und dort warteten natürlich wieder die beißenden Viecher auf uns.

    Der Waldweg ist kaum mehr als ein Trampelpfad, der zu Beginn noch von Gras und Ranken gesäumt wird. Je weiter man ihn geht, desto felsiger wird es.
    Nach und nach fällt das Gelände zu beiden Seiten immer steiler ab und der Weg selbst geht mal rauf und auch wieder runter.
    Das ist ein gutes Training für die Pferde, da sie zwischen Steinen, Wurzeln und dem Gefälle genau gucken müßen, wo sie laufen können.

    Beim letzten Mal als wir dort waren, war Lia (wegen des Sattels) nicht zur Kooperation zu bewegen. Daher war es gut, daß wir die Strecke heute nochmal zu Fuß in Angriff genommen haben.

    Zwischen einigen Felsbrocken entlang.


    Lia ging mit mir zusammen vorn. Zu Beginn des Abstiegs war sie noch etwas zögerlich und traute sich die Strecke nicht recht zu.
    Ich ließ sie schauen und schließlich ging sie weiter mit ein klein bißchen treibender Motivation.
    Mit jedem Schritt fasste sie mehr Vertrauen in ihr eigenes Können und lief ohne zu zögern weiter. Auch an Stellen, wo der Weg schwierig wurde, ließ sie sich gut dirigieren.
    Ich bin sehr stolz auf mein Pony, daß es dort heute so gut mitgearbeitet hatte. Fast wirkte es sogar, als habe ihr diese Strecke sogar ein bißchen Spaß gemacht.

    Lia


    Tina, Jackson und Spikey beim letzten Abstieg.


    Lia schaut sich die Aussicht an.


    Bis ganz an den Abgrund habe ich mich nicht getraut.


    Tina ist - wie immer - viel furchtloser als ich.


    Wir blieben lieber auf sicherem Terrain.


    Blick über die Eifel.


    Wirklich schön dort.


    Jackson durfte den Rückweg selbstständig antreten, damit Tina Spikey besser helfen konnte.
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