• März, 2017
  • ...und es beginnt

    Der Fellwechsel bei den Pferden ist nun im Gange.
    Noch verlieren sie recht verhalten Haare, doch wird es sicher von Tag zu Tag nun mehr werden.
    Die ist ein eindeutiges Zeichen, daß wir uns auf den Frühling zu bewegen.
    Das passende Wetter dazu läßt leider noch etwas zu wünschen übrig. Doch kann man überall in der Natur bemerken, daß es los geht.
    Die Vögel zwitschern, das Gras wird grüner und beginnt zu wachsen, die Sträucher beginnen zu blühen.
    Das läßt hoffen....
    Denn zum Beispiel gestern hat es einfach mal den ganzen Tag geregnet.

    alles ist naß...sogar in den Stall ist es gelaufen


    Als es am frühen Abend dann tatsächlich mal aufhörte und sogar ein paar Sonnenstrahlen hervorkamen, nutzten Tina und ich die Gelegenheit für einen kurzen Spaziergang mit den Pferden und Hunden.
    Doch es war uns nicht gegönnt.
    Auf dem Rückweg wurden wir einmal so richtig klatschnaß. Einfach widerlich mit Eisregen.

    Heute Morgen hatte ich dagegen Glück.
    Es war trocken und windstill.
    So schnappte ich mir Lia und Ludwig nach dem Misten und wir gingen spazieren.
    Ich hatte mir die kleine Waldrunde vorgenommen.
    Die geht schön bergab und -auf. Ein gutes Training für Lia, damit sie mich demnächst auch im Sattel besser bergab tragen kann.
    Sie war ganz entspannt und lief schön mit uns mit.

    Lia


    Ludwig


    Als wir den Wald erreichten, blieb sie erschrocken stehen und reckte den Kopf hoch. Offenbar hatte sie im Unterholz etwas gehört. Ich vermute, daß ein paar Rehe unterwegs waren.
    Sie regte sich etwas auf und wollte umdrehen.
    Doch das war für mich so einfach keine Option.
    Sie sollte die Situation aushalten. Ich ließ sie also stehen, damit sie sich alles anschauen konnte. Ich zwang sie nicht weiterzugehen, doch fliehen ließ ich nicht zu.
    Lia ist kein kopfloser Flüchter. So ist das mit ihr relativ einfach in so einer Situation.
    Nach einer ganzen Weile war sie soweit, daß wir noch ein Stück weiter in den Wald hineingehen konnten.
    Ich hatte mir zuerst überlegt, daß ich dann nach ein paar Metern an einer von mir bestimmten Stelle umdrehen würde.
    Doch dann entschied ich mich anders und ging einfach mit ihr weiter.
    Sie war die ganze Zeit im Wald noch nervös, doch vertraute mir genug, weiterzugehen.

    An einer Stelle sahen wir dann noch tatsächlich Rehe, die den Hang hinaufliefen.
    Lia blieb wieder stocksteif stehen und starrte die Rehe an.
    Ludwig reagierte schnell auf meinen Ruf und bekam zur Ablenkung eine Portion Leckerli.
    Nach einer Weile war es wieder möglich weiterzugehen.
    Als wir dann langsam aus dem Wald raus kamen, entspannte Lia sich auch wieder und ich war froh und ein bißchen stolz, daß wir die Aufgabe gemeinsam gemeistert hatten.
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  • schon entspannter

    Das Wetter ist zur Zeit sehr unbeständig und usselig. Fast ständig bläst ein frischer bis starker Wind, teilweise mit Sturmböen.
    So langsam schlägt das sowohl Mensch als auch Tier etwas auf´s Gemüt.

    In der verangenen Woche hatte Lia meist frei. Nur Mittwoch waren wir ein Ründchen spazieren, um zu sehen wie sie lief nach ihrem Umfall-Unfall.

    So war gestern der erste Tag, an dem wir wieder reiten wollten.
    Tina und ich trafen uns nachmittags und machten die Pferde fertig.

    Dieses Mal ritten wir beide zusammen vom Hof. Tina hatte zwar den Handpferdestrick noch dabei, aber ich ritt allein los.
    Das klappte auch sehr gut und ich war schon deutlich weniger angespannt als letzten Sonntag.
    Wir ritten ca 30 Minuten bis wir einen Traktor mit einer riesigen Spritze ausweichen mußten.
    Da Lia natürlich war Lenkung und Reaktion angeht noch nicht so schnell und präzise ist, wie ein routinierteres Pferd, stieg ich ab und führte sie zur Seite. Der Landwirt war auch nicht gerade einer von der sehr geduldigen Sorte.

    Danach ging ich zu Fuß weiter.
    Es ging wieder bergauf und dann durch ein Stückchen Wald, bis wir eine halbe Stunde später wieder an meinem großen Aufsteigebaumstamm vom ersten Unterwegs-Aufsteigen angekommen waren.
    Dort stieg ich wieder auf.
    Von dort führte der Weg über eine kleine Brücke.
    Diese ist an der einen Seite baufällig und daher für Autos gesperrt. Die Sperrung besteht aus Metallständern mit Flatterband, das kreuz und quer gespannt ist.
    Rechts an der Seite können Fußgänger oder eben auch Reiter die Brücke überqueren.
    Lia kennt diese Brücke von unseren Spaziergängen.
    So war es für sie kein Problem, nachdem ich aufgestiegen war, als erste durch den schmalen Engpaß zu gehen.
    Da merkt man dann, daß sich die lange Vorarbeit als Handpferd jetzt auszahlt.

    Von dort ritten wir nun langsam wieder zurück zum Stall.
    Wieder ließ ich mich ca. eine halbe Stunde von Lia tragen, bevor Tina und ich dann das letzte Stück zu Fuß angingen.
    Den Rückweg hatten wir keine Minute zu früh eingeschlagen, denn der Wind, der nachmittags glücklicherweise völlig ruhig gewesen war, frischte wieder auf und brachte schnell dicke Wolken mit Regen und Hagel zu uns.
    Wir bekamen aber nur noch ein paar Tropfen unterwegs ab. Als es richtig losging, waren wir am Stall angekommen.

    Für heute war es morgens noch trocken angesagt, daher verabredeten uns schon für den Vormittag.
    Wieder ritt ich allein neben Jackson her.
    Mit jedem Mal wird es für Lia und mich selbstverständlicher.
    Ich bin nicht mehr ganz so angespannt und das überträgt sich natürlich auch auf Lia.
    Ihre Bewegungen werden auch immer sicherer mit dem Reitergewicht auf ihrem Rücken.
    Sie kann sich besser balancieren und heute schafften wir zusammen auch schon leichte Bergab-Stücke.
    Es fühlt sich schon sehr nach Ausreiten an, was wir machen. Diesmal blieb ich länger im Sattel. Die Wege, die wir einschlugen, waren perfekt für Lia geeignet und so stieg ich erst nach einer Stunde ab. Dafür war danach auch Schluß mit Reiten für heute und den Heimweg lief ich selbst.
    Der Wind war heute frisch bis stürmisch, doch auch davon ließ Lia sich nicht beeindrucken.

    Lia und Kerstin unterwegs


    Ludwig nach dem Ritt am Stall


    Spikey


    Lia durchkämmt das Stroh
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  • Glück gehabt

    Am Dienstag hatte Lia einen kleinen Unfall.
    Sowas in der Art von richtig blöd gelaufen und hätte so niemand jemals vorhergesehen.

    Ich hatte alle drei Pferde gefüttert.
    Lia stand mit dem Hintern in Richtung der Absperrung zum anderen Stall.
    Als eines der Pferde dort die Nase über den Zaun streckte und an Lia schnupperte, gefiel ihr das nicht und sie trat nach hinten aus. Aber ziemlich übertriebener Weise gleich mit BEIDEN Hinterbeinen.
    Mit diesen schaffte sie es dann auf dem Zaun hängen zu bleiben. Nun ja... ich denke jeder kann sich vorstellen, daß ein Pferd nur auf den Vorderbeinen nicht lange stehen bleibt.
    Also kippte sie schließlich um.
    Sie sprang direkt wieder auf und war sichtlich erschrocken. Sie humpelte sofort aus dem Stall nach draußen.
    Ich ging ihr nach und beruhigte sie. Sie hatte sich offensichtlich schon weh getan, aber auf den ersten Blick schien es nichts ernstes zu sein.
    Sie fraß dann erstmal auf und dann führte ich sie ein bißchen über den Paddock. Da lahmte sich schon nicht mehr.

    Ich beobachtete sie noch eine Weile, doch sie war wieder ganz sie selbst.
    Sie hatte nur ein paar Hautabschürfungen aber sonst konnte ich erst mal nichts erkennen.

    An den nächsten beiden Tagen war ein Hinterbein ein bißchen angelaufen, aber sie lief klar. Sie bekam direkt ab Dienstag MSM und Arnika und auf das angelaufene Bein gab´s ne Packung mit Heilerde.
    Bewegung tut ihr übriges dazu, daß jetzt alles wieder abgeschwollen ist.
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  • Februar, 2017
  • ...Tja, jetzt sind sie ab

    Nein, die Mähne liegt nicht auf der anderen Seite ! Schon eine ganze Weile hatte ich mir überlegt, Jackson mal die fusseligen Haare zu schneiden. Aber beim Schneiden der Spitzen entstehen dann immer nur diese peinlichen Frisuren à la Pottschnitt oder Prinz Eisenherz, was das ganze auch nicht wirklich verschönert. Irgendwann entstand daraus der Gedanke, die Zotteln einfach mal abzuschneiden und ne Stehmähne auszuprobieren. Diesen doch ziemlich drastischen Schritt musste ich aber natürlich erstmal noch lange vor mir her schieben. Samstag morgen war es dann aber so weit: Kurzerhand schnappte ich mir die Schere und los ging es.

    Da liegen sie, die schönen Haare - alle ab


    Nachdem der erste Schnitt gemacht und eh schon ein Drittel der Mähne fehlte, fiel es auch nicht mehr schwer, weiter zu schnippeln. Mit riesigem Loch in der Mähne konnte Jackson ja jetzt eh nicht mehr rumlaufen. Heute haben sich die Haare bereits ein bisschen aufgestellt und wurden mit Hilfe von Papas Haarschneider noch etwas getrimmt.

    Hier einmal das Ergebnis mit unserem tollen Equizaum


    Nach dem ersten Schock gefällt es mir sogar schon ganz gut, sogar Kerstin, die Stehmähnen eigentlich hässlich findet, kann damit leben. Auch Kathi war überrascht, dass es nicht hässlich aussieht. Sie hat sogar gemeint, Jackson sähe damit sportlich und frischer aus :-D Nun müssen die Haare erstmal wieder ein Stückchen wachsen, damit ich der Frisur den letzten Schliff geben kann.
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  • Wie ein verkrampfter Frosch...

    Tja hier war ja in den vergangenen Tagen nicht viel los... aber so war es auch bei uns am Stall.
    Das Wetter war ziemlich wiederlich und wir waren entweder krank oder hatten keine Zeit.
    So hatten die Ponies mehr oder weniger frei.
    Am Mittwoch waren die Hufe mal wieder dran, aber das ist ja auch keine wahnsinnige Anstrengung...jedenfalls nicht für die Vierbeiner.
    Donnerstag war ich immerhin eine Runde zusammen mit Kathi, Ribanna und Maja spazieren.
    Bereits morgens blies der Wind sehr frisch und Lia war zunächst etwas hibbelig.
    Doch sie freute sich, als sie Ribanna erkannte und wieherte ihr sogar leise entgegen.

    Gestern, am Karnevalssamstag, waren Tina und ich dann zusammen unterwegs. Tina wollte laufen, so nahm sie Lia vom Boden aus an den Strick, während ich ein halbes Stündchen ritt.
    Im Feld war richtig viel los: Spaziergänger, Fahrradfahrer und Leute mit Hunden. War schon ein bißchen ungewöhnlich so im Februar....
    Nachdem wir kurz hinterm Ackerer Schmidt die Straße überquert hatten, stieg ich ab und lief den Rest zu Fuß.

    Heute waren wir seit langem mal wieder mit Kathi verabredet.
    Da sie vormittags noch mit Jolie ausreiten war, machten wir aus, daß wir sie bei ihr am Stall abholen würden.
    Also marschierten wir um 12 Uhr bei uns los.
    Tina ließ sich diesmal von Jackson tragen. Ich lief erst mal zu Fuß bis wir bei Kathi angekommen waren.

    auf dem Weg zu Kathi durch´s Dorf


    Ich stieg dann auf und Lia und ich ritten zum ersten Mal in einer Dreiergruppe.
    Tina hatte mich wieder am Strick.
    Das Wetter war uns heute gut gesonnen. Es gab einen trockenen Sonne-Wolken-Mix mit teilweise böigem Wind.
    Die Böden sind auch schon wieder gut abgetrocknet.

    Lia und ich neben Jackson als Handpferd


    Maja und Spikey


    Mein erstes Foto vom Sattel aus.


    Wir ritten so ungefähr 40 Minuten, dann stiegen Kathi und ich ab. Wir wollten zu Fuß weiter gehen.
    Ribanna hielt allerdings nichts von unserem Richtungsvorschlag und machte sich mal kurzfristig flott auf den Heimweg. Allerdings ohne Kathi !
    Die rief ihr hinterher und lief ihr nach. Nach wenigen Metern hatte sie ihr Schimmelchen wieder eingefangen.
    Dann mußte sie doch mit uns den längeren Weg weitergehen.

    Dieser führte uns bis zum Wald.
    Dort gibt es eine Wiese mit Tränken für die Kühe, wo alle Pferde mal ihren Durst stillen konnten.
    Ich wollte eigentlich wieder aufsteigen, doch kamen von rechts ein paar Leute mit einer ganzen Hundemeute den Berg herunter.
    Da gingen wir lieber mal weiter, denn wir waren alle nicht scharf auf ein Zusammentreffen.

    Ein paar hundert Meter weiter bot sich jedoch schon wieder eine gute Aufsteigemöglichkeit.
    Im Wald waren Fällarbeiten gemacht worden und am Wegrand lagen einige Baumstämme.
    Einer war so hochgebogen, daß mir die Höhe gut ausreichte.
    Ich testete zuerst, ob er fest lag und nicht wegrollte. Er war sehr stabil, also parkte ich Lia daneben und stieg wieder auf.
    Parken läßt sie sich wirklich vorbildlich und bleibt auch immer brav beim Aufsteigen stehen.
    Auch Kathi schwang sich wieder auf Ribanna´s Rücken.
    Und dann sind wir einfach losgeritten... Ganz ohne Sicherheitsleine ....Ich dachte mir ein paar Meter könne ich ja ruhig schon allein gehen.
    Lia reagierte gut und lief brav mit den anderen mit.

    Kerstin und Lia leinenlos


    .


    .


    .


    Bald darauf bogen wir rechts am Waldrand ab und ritten etwas bergauf.
    Lia mußte strengte sich an, doch vielen wir etwas zurück, da Ribanna und Jackson da nun einfach doch einen großen Trainingsvorsprung haben.
    Der Wind frischte wieder auf und in den Bäumen raschelte es.
    Dann passierte es: Lia erschreckte sich und lief los. Doch das war´s auch schon. Sie ließ sich sofort wieder von mir anhalten und lief weiter im Schritt.
    Nach ein paar hundert Metern passierte das gleiche noch mal.
    Einerseits war ich froh es "hinter mir zu haben" das erste Mal Erschrecken auf Lia´s Rücken, andererseits war ich danach etwas nervös.
    Völlig unbegründet, ich weiß....denn es war ja nichts ungewöhnliches passiert, was mir nicht auch mit jedem älteren Pferd hätte passieren können. Im Gegenteil. Lia hatte doch perfekt reagiert und sich halten lassen.
    Aber so als Angsthase.....
    Ich bemühte mich aber mich wieder zu entspannen und Kathi und Tina halfen mir dabei, in dem sie mich mit einer Unterhaltung ablenkten.
    Tina neckte uns, weil sei meinte, wir müßten aber noch an unserer Geschwindigkeit arbeiten, da wir etwas hinterher schlichen.
    Mein Kommentar dazu brachte Kathi sehr zum lachen. Ich meinte nur: "Wenn ich hier nicht mehr wie ein verkrampfter Frosch drauf sitze, dann läuft Lia sicher auch etwas schneller !"
    Kathi wollte wissen, wie ich denn auf den Frosch gekommen sei.... Gute Frage.... sowas kommt mir dann einfach in den Sinn.... muß aber keinen solchen haben :-)

    Ich wurde langsam lockerer, da Lia wirklich total lieb war und am lockeren Zügel brav vorwärts lief.
    So blieb ich die ganze Zeit "leinenlos" und war innerlich sehr sehr stolz auf mein Mädchen und ein bißchen auf mich.
    Kurz vorm Stall geht der Weg dann nochmal bergab. Da stieg ich ab, denn das ist für Lia doch noch sehr schwer.

    Es war ein sehr schöner Ausritt heute. Ein großes Dankeschön an Tina und Kathi, die mir immer unterstützend zur Seite stehen und mich zum Glück nicht allzu ernst nehmen !
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  • Fühlt sich so gut an !

    Gestern Mittag, als ich noch auf der Arbeit war, schrieb ich Tina eine Nachricht: "Gehen wir nachher reiten ?"
    Das war schon ein cooles Gefühl, das jetzt wieder so schreiben zu können. Klar, "reiten gehen" ist noch relativ, aber es stimmt ja irgendwie.

    Um drei Uhr waren wir dann am Stall und kratzten erst mal einigen Dreck von den Ponies.
    Jackson inhalierte währenddessen schon mal. Leider hustete der arme Kerl diese Woche mal wieder. Die ersten Pollen fliegen also schon.

    Als ich mein Pony sattelte, meinte Tina so: "Wir können ja jetzt eh nur noch ne kleine Runde gehen, da kannste dann ja auch ganz reiten!"
    "Stimmt!" und schon war es beschlossene Sache.

    Dieses Mal stiegen wir beide direkt auf und Tina klinkte den Handpferdestrick an Lia´s Equizaum.
    Dann ritten wir vom Hof und raus ins Gelände.
    Ich überlegte, welche Mini-Runde wir nehmen sollten, da ich erst mal noch - so weit möglich - auf viel Steigung und vor allem Gefälle verzichten möchte.
    Mein Vorschlag war bis zum Wald und dann wieder zurück. Tina war einverstanden.

    Es war so schön ! Das Wetter hätte ehrlich nicht besser sein können. Die Sonne schien und es war absolut windstill.
    Einige kleinere Gefälle meisterte Lia gut. Sie ging sehr sehr vorsichtig und ich versuchte, sie so wenig wie möglich zu stören.
    Bergab war auch ohne Reiter schon immer eine kleine Schwäche von ihr gewesen und nun mit Reiter ist es wieder wie bei ihren ersten Abstiegen vor einem Jahr.
    Aber sie lernt sehr schnell und auch ihre Balance wird von Ritt zu Ritt schon besser.

    Kurz bevor wir den Rückweg einschlugen, ging es dann ein Stück bergauf.
    Da merkte man ihr an, daß das nun anstrengender für sie war.
    Doch sie gab sich wirklich viel Mühe und ich setzte mich in den leichten Sitz, um es ihr so angenehm wie möglich zu machen.
    Als wir oben waren machten wir eine kurze Verschnaufpause, in der das obige Foto entstand.
    Tina und ich waren tatsächlich wieder zusammen ausreiten...mit unseren eigenen Pferden. Das fühlt sich richtig gut an !

    Dann ging es auch schon wieder zum Stall zurück.
    Nach 50 Minuten war unser Mini-Ausritt beendet und ich war sehr sehr stolz auf mein Pony. Und ein klitzekleines bißchen stolz auf mich, daß ich es mit ihr bis hierhin geschafft habe und alle meine Befürchtungen und Ängste bisher überwunden habe.

    Mein erster kompletter Ausritt mit Lia. 3,5 km


    Heute sollte unsere Runde insgesamt etwas größer werden.
    Wie gestern ritten wir beide vom Hof. Dieses Mal wieder in die andere Richtung.
    Ich hatte mir vorgenommen 30 Minuten zu reiten und dann zu Fuß weiter zu gehen.
    Es klappte alles problemlos und wir kamen gut voran.
    Lia läuft fleißig neben Jackson her und wir sind definitiv schneller, als mit mir lahmen Schnecke zu Fuß ;-)

    Nach etwas über einer halben Stunde zu Fuß - auch Tina war ein gutes Stück mit uns gelaufen -, erreichten wir eine Autowerkstatt, an der es einige Aufstiegsmöglichkeiten gab.
    Ich entschied mich für ein Mäuerchen, daß hoch genug war.
    Als dabei war Lia dort zu parken, hat sie mich wohl mißverstanden.
    Auf einmal stand Lia mit beiden Vorderhufen auf der Erhöhung als wäre sie ein Podest. Ich mußte lachen und bugsierte dann mein Pony wieder nach unten.
    Dann konnte ich aufsteigen und mich wieder von Tina anleinen lassen.

    Die nächste halbe Stunde verbrachte ich wieder im Sattel.
    Einen Aufstieg meisterten wir noch. Wir hatten die Wahl zwischen steiler und trockener oder nicht ganz so steil dafür matschiger.
    Wir entschieden uns für den trockeneren Weg. Lia stapfte tapfer mit mir den Berg hinauf.
    Auch hier konnte ich schon jetzt merken, wie es ihr mit jedem Mal leichter fällt.

    Das letzte Wegstück war dann wieder für alle ein Fußmarsch.
    Insgesamt ist es aber schon gefühlt was anderes, wenn man zwischendurch auch mal reitet.
    In der kommenden Woche nun soll das Wetter ziemlich widerlich werden. Da werden die Ponies wohl viel frei haben.
    Aber warten wir ab, was kommt.
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  • sunny afternoon

    Freiheit ! Das ist, was ich empfinde, wenn es die ersten Tage im Jahr so mild ist, daß man wieder nur in Jeans und Pullover draußen rumlaufen kann; ohne Mütze, Schal und Handschuhe oder dicke Jacke.
    Man ist so viel beweglicher und fühlt sich einfach freier. Ich mag das sehr !

    Heute hatte ich mit meinem Kollegen den Dienst getauscht und war daher erst nachmittags am Stall.
    Das war auch sehr gut so, denn heute Morgen hat es fies geregnet.

    Als ich am Stall ankam, strahlte dagegen die Sonne vom Himmel.
    So machte ich mich gut gelaunt an´s Misten. Schnell entledigte ich mich schon mal noch einer Jacke.

    lazy afternoon


    "gähn"


    Als alles blitzeblank war, mußte auch Lia noch geschrubbt werden.
    Sie hatte sich ordentlich mit Dreck bedeckt. Aber alles war trocken und mit Federstriegel, Magicbrush und Bürste waren wir den Matsch schnell los.

    Sattel drauf, eine Runde über den Hof führen, nachgurten und rauf auf das Pony.
    Das ist jetzt schon Routine für Lia. Sie lernt echt schnell und ich merke, wie sie jeden Tag schon etwas besser verstanden hat, wie es läuft.
    Heute wollte ich den Hof auf der anderen Seite verlassen, also ritten wir nicht die Einfahrt raus, wie die letzten Tage, sondern einmal über den Hof.
    Es ging in Etappen aber insgesamt war Lia immer bereit weiter zu gehen, nachdem sie sich alles genau angeschaut hatte.
    Wir ritten bis zum Reitplatz. Dort stieg ich wieder ab und wir gingen zu Fuß ins Gelände.

    mit meinen Beiden unterwegs


    "Was machst Du denn da?"


    herrlich in der Sonne


    Nach dem Spaziergang parkte ich Lia nochmal und stieg auf.
    Diesmal ritten wir dann doch noch die Einfahrt raus.
    Doch als wir sie zur Hälfte geschafft hatten, kam Tina gerade auf dem Parkplatz an. Da war Lia abgelenkt und verunsichert und wollte nicht mehr weiter.
    Als Tina sich zu erkennen gegeben hatte, konnten wir zusammen noch bis zum Ausgang kommen.
    Dort stieg ich ab und damit war die Einheit heute beendet.

    Sattel ab und zurück in den Stall. Dann begleiteten Ludwig und ich Tina, Jackson und Spikey noch auf ihrem Spaziergang.
    Es ist ja inzwischen doch schon recht lange hell, so daß wir noch eine schön Runde drehen konnten.
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