Freizeitreiter erzählen

sie bringt mich an meine Grenzen

Zunächst einmal ging es positiv mit Lia und mir weiter. Wir arbeiteten zusammen an der Longe und waren auch wieder ganz allein ohne Zwischenfälle spazieren.
Bei bestem Wetter genossen wir unsere gemeinsame Zeit:

Morgenspaziergang sogar mit Sonne


es gibt nicht viel besseres als bei bestem Wetter mit Hund und Pony entspannt unterwegs zu sein


Doch leider kam dann am Samstag schon wieder ein großer Dämpfer obendrauf.
Ich war früh morgens am Stall und longierte Lia schon mal ein bißchen, da sie Donnerstag und Freitag frei gehabt hatte. Sie war total lieb, entspannt und kooperativ.
Danach durfte sie noch mal Pause machen, bis ich mit dem Misten fertig war.
In Begleitung von Tina und Jackson zogen wir dann später los ins Gelände.
Auch das war erstmal unspektakulär.
Bis Lia dann an einer Stelle eine Herde Schafe in der Ferne sah und diese zum Anlaß nahm, das innere Wildpferd wieder rauszulassen.
Steigen in höchster Schule inklusive Schlagen mit den Vorderhufen. So hoch, daß wir schon befürchteten, sie würde umkippen. Doch das kann sie erstaunlicherweise immer ausbalancieren.
Natürlich hielt ich Abstand zu ihr, denn ich wollte nicht unter das Pferd geraten oder von den Hufen getroffen werden.
War ja mit dem 3,50 m langen Seil auch kein Problem.
Bis Lia dann ganz plötzlich Gas gab und und ich gar kein Seil mehr in der Hand hatte.
Zack .... und schon war sie mitten auf dem Feld.
Dort schnaubte und prustete sie laut in Richtung der Schafe.
Als ich mir ihr langsam näherte, dachte ich erst, daß sie sich einfangen lassen würde, doch dann drehte sie auf dem Absatz um und raste im Jagdgalopp zurück zum Stall.
Zum Glück waren wir noch nicht sehr weit gekommen.
Ich rief den Hofchef an und er nahm sie in Empfang.

Als ich dann auch irgendwann am Hof ankam, schnappte ich mir Lia ohne weiteren Kommentar in ihre Richtung und brachte sie auf den Reitplatz.
Dort longierte ich sie eine ganze Weile. Das gefiel ihr natürlich nicht und auch da versuchte sie sich wieder im Steigen und wegrennen. Doch ich konnte sie überwiegend halten und zum Ende hin lief sie relativ ruhig im Trab.
Sie hatte dann auch ganz schön geschwitzt.
Tina ritt währenddessen mit Jackson etwas um uns herum.

Zum Trocknen gingen wir dann noch eine kleine Runde ins Gelände und dieses Mal benahm Lia sich artig, so daß ich den Tag immerhin mit einem positven Erlebnis abschließen konnte. Dennoch war ich schon ziemlich frustriert. Lia bringt mich wirklich ziemlich an den Rand meiner Geduld.

Sonntag hieß es dann neues Spiel, neues Glück. Und das sogar im Winterlook. Es hatte über Nacht geschneit und die Eifel war weiß gezuckert:

unterwegs im Schnee


alles war weiß


Lia benahm sich wieder gut und hatte ihre Freude am Schnee. Jackson´s Freude ist jedoch nicht zu toppen. Er gründelte durch den Schnee und hatte schon nach kurzer Zeit einen gefrorenen Bart.

Zwischendurch kam sogar mal kurz die Sonne raus und insgesamt ließ sich der Spaziergang gut an.
Ich war natürlich immer mit soviel Konzentration wie möglich bei Lia, denn man weiß ja nie, wann sie explodieren kann, aber es hatte doch etwas von Entspannung.
Wir machten sogar ein kleines Fotoshooting:

im Schnee kann Jackson sogar die Ohren nach vorn nehmen


Winterwunderland


Lia kann hier kein Wässerchen trüben


meine Hübsche


Dann ging es weiter und natürlich blieb es nicht so harmonisch.
Kurz nachdem wir den Waldrand erreicht hatten, fing Lia wieder an zu spacken.
Doch dieses Mal packte ich beherzt zu, nachdem sie einmal geflippt war. Ich hielt sie mit der linken Hand direkt am Zaum fest und die rechte Hand hielt das Seil, daß auf der Nase befestigt war.
So mußte sie den Kopf bei mir behalten und die Beine konnten mich - zumindest nicht so einfach - treffen. Ansonsten kommentierte ich das ganze nicht weiter und wir gingen weiter. Es war ziemlich anstrengend, denn Lia war nicht wirklich ruhig, doch sie blieb bei mir und wir schafften es.
So konnte ich auf dem weitern Heimweg auch nach und nach wieder ein bißchen Kontrolle rausnehmen.
Positiv werte ich, daß wir die Situation ohne weitere Kämpfe gemeistert haben und beide zusammen wieder am Hof ankamen.
Warten wir ab, wie es nun weiter geht.
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