Wanderreiten und mehr

erster Reiterwechsel

Schon länger hatten wir mal drüber gesprochen, daß Tina sich auch mal in Lia´s Sattel schwingen sollte.
Zum einen soll Lia lernen, daß nicht nur ich sie reite, sondern, daß es durchaus vorkommen kann, daß sich mal jemand anders drauf setzt, und zum anderen wollte ich natürlich auch mal sehen, wie "universal" meine beigebrachten Hilfen funktionieren.

Da Jackson ja nun ausfällt, bot sich das letzte Wochenende für einen ersten Versuch an.
Wir putzten noch jeder sein eigenes Pferd und ich sattelte Lia. Jackson durfte dann wieder grasen gehen und Tina schnappte sich Lia am Zügel.

Sie führte sie zur Aufstiegshilfe.
Da ist Lia immer etwas zäh, so daß es mich nicht verwunderte, daß sie sich von Tina doch ordentlich bitten ließ.
Als Tina dann aufstieg, legte Lia kurz genervt die Ohren an, als wolle sie sagen:"Wie bitte? DIE jetzt auch noch?"
Doch das war alles. Sowohl Tina als auch ich hätten uns über mehr Gegenwehr oder Unmutsäußerungen ihrerseits nicht gewundert.

Doch Lia ließ sich brav von Tina vom Hof reiten. Ludwig, Spikey und ich waren zu Fuß dabei.
Der erste Teil des Weges war sehr unspektakulär.
Ich fand es interessant mein Pferd mal vom Boden aus beobachten zu können, wenn ein Reiter drauf sitzt.
Als wir oben an den Wald kamen, wollte Lia ungefragt rechts abbiegen.
Da wollten wir zwar lang, aber das konnte Lia nicht wissen und sie durfte es auch nicht entscheiden.
Also trieb Tina sie auf den Waldweg zu. Den findet Lia immer etwas gruselig.
So war ich überrascht, daß sie nach einer nur kurzen milden Diskussion mit Tina den Weg in den Wald antrat.
Dafür wurde sie gelobt und durfte dann umdrehen und abbiegen.

Doch bald darauf wurde es anstrengend.
Das Gras auf den nächsten zwei Wegen ist ziemlich hoch gewachen (ich habe Spikey getragen).
Außerdem geht es erst ein Stück bergab und, da der Wald nah ist, sind dort viele Bremsen und anderes Viechzeugs.

Bei Bremsen reagiert Lia gern schon mal etwas über.
Diesmal versuchte sie, ob sie Tina mit dem Gehampel über´s Ohr hauen konnte.
Sie tat immer so, als müsse sie sich kratzen, und nahm dann einen Happen Gras.
Das ging ein paar Mal hin und her, doch Tina ließ ihr das natürlich nicht durchgehen.
Unzufrieden mit der Gesamtsituation wurde Lia aber immer hibbeliger und fühlte sich von allem und jedem gestört.
Geduld gehört leider nicht zu ihren Stärken.

Als sie dann einigermaßen ruhig war, entschied Tina, daß das für diesen Tag genug sein sollte und stieg ab.
Dann führte sie sie noch eine Weile, bevor sie mir die Zügel in die Hand drückte und meinte, ich könne mein Pferd ruhig wieder haben. ;-)

Wir liefen noch eine Weile zu Fuß weiter.
Am Dorfrand trafen wir auf eine Familie beim Sonntagspaziergang. Vater, Mutter und drei Mädchen.
Die Mädchen starrten alle mit großen Herzchen-Augen auf Lia.
Ich grüßte und sagte, daß sie ruhig mal streicheln kommen könnten. Lia ist ja brav und solche Situationen gibt es immer mal, so daß ich es auch wichtig finde, daß Lia dann ruhig bleibt.
Die Kleinste mit den größten Herzchen traute sich erst nich, doch ihre Schwestern kamen begeistert zu uns.
Zusammen mit der Mutter traute sich schließlich auch die Kleine.
"Oh ist die weich!" stellten alle vier fest.
Danach zog die Familie zufrieden weiter und ich parkte Lia in einem kleinen Graben und ließ mich von ihr nach Hause tragen.
Den Reiterwechsel nahm sie einfach so hin. Das war kein Problem für sie.
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