Freizeitreiter erzählen

nun muß sie da allein durch

Am 28. kam Jacksons Diagnose "Bänderriß" und seither muß Lia nun allein unterwegs sein mit mir.
Ist ja nix neues, denn auch vorher waren wir immer schon mal allein draußen. Doch nun wird das wohl für eine Weile zum Normalprogramm.
Doch Lia ist ja nicht sehr ängstlich und wird ihre Aufgaben schon meistern.

An einem Tag in dieser Woche war ich mal wieder motiviert etwas auf dem Platz zu tun.
Doch Longieren führt immer mal gern zu einem Kampf zwischen Lia und mir und auf kämpfen hatte ich an diesem Tag keine Lust.
Also nahm ich Knoti, Bodenarbeitsseil und Carrot-Stick und marschierte mit Ludwig und Lia zum Reitplatz.

Ich legte mir ein paar Stangen hin, während Lia mein Gekrame argwöhnisch beobachtete:

"Was kommt denn jetzt?"


Dann sammelte ich Lia wieder ein und begann mit dem "Friendly Game" wie Michaela es mir vor vielen Jahren beigebracht hatte.
Der Stick dient dabei wie ein verlängerter Arm und streichelt das Pferd am ganzen Körper. Auch kratzen hinter den Ohren oder unterm Schweif wird gern angenommen. Das Seilchen verscheucht Fliegen, wenn es leicht um die Beine oder den Bauch geschlungen wird.

Danach übten wir das "Weichen" auf Druck.
Der Stick "drückt" entweder die Brust rückwärts, die Hinterhand oder die Vorhand seitlich weg vom Menschen.
Das klappte super und ich brauchte nie mehr als Druck meiner Stufe 2, damit Lia wich.
Und das, obwohl wir das schon seit sehr langer Zeit nicht mehr geübt hatten.
Da die Übung auf Anhieb so gut klappte, war sie natürlich auch schnell vorbei.
Als nächstes hieß es Rückwärtsweichen auf Seilschlackern. Auch das ging recht gut. Da ist Lia zu Beginn sehr stoisch gewesen und so war ich hier schon damit zufrieden, daß sie überhaupt eine Reaktion zeigte (und sei es nur eine Gewichtsverlagerung von mir weg).

Dann ging es an´s Führtraining: Über die Stangen und zwischen den Stangen durch; Anhalten, wenn ich anhalte, wieder loslaufen. Das klappte perfekt. Da alles so gut lief, war ich mit meiner Übungseinheit recht schnell am Ende.

Das war auch gut so, denn wir bekamen Besuch.
Das kleine Shetty von der Nachbarweide schlüpfte unter dem Zaun durch und wollte mal schauen, was wir da machen. Danach war an arbeiten nicht mehr ernsthaft zu denken, da er uns alle zu sehr ablenkte.
(Inzwischen ist der Zaun geändert worden, so daß der Kleine nicht mehr stören kann).
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