Höhen und Tiefen

Nach letztem Sonntag habe ich Lia und mir eine Woche Pause gegönnt. Am Dienstag war der Tierarzt zum Impfen da und ansonsten gab es für sie nur Wiese, Futter und einmal täglich Hufe auskratzen.
Das war - glaube ich - für uns beide ganz gut.

Gestern begannen wir dann mit einem Spaziergang wieder das Training. Tina und Jackson gingen auch beide zu Fuß.
Der arme Spikey war dieses Wochenende leider nicht mit von der Partie, denn ihn hat ein Magendarm-Virus erwischt.
Heute geht es im zum Glück aber schon wieder besser.

Lia war zuerst etwas unkooperativ: Sie war wohl der Meinung, daß ihr die Pausenzeit besser gefallen hat, und daß man auch draußen jetzt machen kann was man möchte. Aber mit ein bißchen Konsequenz ("Nein, fressen ist NICHT okay!") kamen wir beide schnell wieder klar.

Auf dem Weg durch den Wald fanden wir noch ein paar schöne Hindernisse, um die Koordination zu trainieren: Gräben, Baumstämme und für Jackson ein natürliches Podest, das gar nicht so einfach zu erklettern war. Doch der passionierte Kletterkünstler schaffte es bravourös, wie Ihr auf dem Foto oben sehen könnt.

Heute waren wir mit Kathi verabredet.
Wir wollten sie abholen.
Wir sattelten und ritten vom Hof.
Ich habe mir für Lia einen Equizügel gekauft. Der soll uns beim Balance halten - besonders bergab - helfen.
Den Equizügel hatte ich heute zum ersten Mal dabei und ich kann sagen, auf dem einen Bergab-Weg, den wir geritten sind, hat er mir schon ganz gut geholfen. Ich muß noch ein bißchen mit der Einstellung probieren, bin aber ganz optimistisch, daß uns das helfen kann.

Als wir am Rand des Dorfes vorbeiritten, flatterten dort bei dem böigen Wind zuerst eine Plane und dann ein Absperrband ziemlich heftig herum.
Das war Lia nicht geheuer und ich stieg ab. Geführt schafften wir die Monster zu passieren.

Ich lief dann erst mal einen ganze Weile zu Fuß.
Inzwischen hatten wir Kathi, Ribanna und Maja eingesammelt.

Als wir dann eine Bank erreichten, die ich zum Aufsteigen nutzen wollte, erlebte ich leider doch mein heutiges Tief.
Ich war nervös, daß diesmal wieder irgendwas beim Aufsteigen nicht klappen würde, und so ging ich schon falsch an die Sache ran. Außerdem machte ich mir Gedanken, daß die Bank nicht hoch genug sein würde.
Dennoch - wider besseren Wissens - positionierte ich Lia und stellte den Fuß in den Bügel.
Lia versuchte wieder nach dem Gras zu schnappen und wollte auch nicht richtig stehen bleiben. Meine Unsicherheit übertrug sich auf sie.
Dann merkte ich, wie ich ärgerlich wurde. Ärgerlich auf mich selbst, doch leider ließ ich Lia das spüren und schickte sie unsanft und völlig unnötig rückwärts und schubste sie.
Das einzig positive für mich, daß ich mich danach schnell genug wieder im Griff hatte und entschied, daß wir eben weiter zu Fuß gehen würden. Ich wollte nicht wieder so eine unnötige Aktion wie letzte Woche haben, die uns nur alle frustet.

Weiter ging es also bis zu einer Mauer, von der ich schon einmal erfolgreich aufgestiegen war.
Die half uns auch heute.
Von dort an ritt ich mit den beiden zusammen und an und für sich war alles gut und ich konnte mich nach und nach entspannen. Sogar auftraben klappte problemlos.

Erst als Kathi sich von uns verabschiedete, wurde ich wieder unsicher. Lia schaute Ribanna - verständlicherweise - hinterher. Das ließ mich schon wieder - unsinnigerweise - schlimme Dinge fürchten, obwohl Lia wirklich außer gucken gar nichts machte.
Als wir den Berg geschafft hatten, fragte Tina ob ich ein Stückchen traben wollte. Puuhh.. ja ich wollte und doch ... eigentlich traute ich mich nicht.... aber ich wollte über meinen eigenen Schatten springen. So stimmte ich doch zu und es war auch gar nicht schlimm. Lia war lieb und lief brav neben Jackson her.

Kurz darauf stieg ich wieder ab, weil eine Imkerin gerade an ihren Bienenstöcken hantierte und ich da lieber nichts riskieren wollte.
Doch letztlich konnte ich den ganzen Ausflug positiv abschließen.
Ich stieg nochmal auf, als wir eine passende Bank passierten, und dieses Mal konnte ich mit Lia an den ganzen Flattersachen vorbeireiten.
Also ein Ritt mit Höhen und Tiefen, aber einer positiven Tendenz zum Ende für mich.
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