Stallgeflüster

Begegnung der 3. Art

Nein, keine Sorge, es waren keine Aliens.

Während ich heute morgen mistete, hörten zuerst die Pferde und dann auch ich von der Straße ein ziemliches Gerümpel und Leute, die irgendetwas riefen. Da mussten Lia und ich gleich mal gucken gehen. Jackson unterstützte das theoretisch, ließ uns aber den Vortritt. Es war eine Herde Schafe, die offensichtlich umziehen musste. Die Schäfer schrien und die Hunde flitzten um sie herum. Die Pferde eilten zum Zaun und schauten sich den Zirkus an, bis die Schafe um die nächste Ecke bogen. Leider bekam ich von der Aktion nur einen kleinen Teil vor die Linse:



Danach wollte ich Jackson nochmal mit auf den Platz nehmen. Ich kratzte nur die Hufe aus und ließ den Matsch dran, der sollte uns heute einfach mal nicht stören. Wie ich es mir bereits gedacht hatte, war Jackson (teilweise wegen dem Wetter, teilweise vielleicht auch einfach so) nicht so motiviert, heute besonders viel Sport zu treiben. So richtig dazu animieren konnte ich ihn heute auch nicht. Ich denke, dass das noch in Ordnung ist, da ich dem etwas dürren und aus der Form geratenen Jackson erstmal eine kleine Schonfrist gebe. Soll er sich erstmal mit Heu voll stopfen und dann sehen wir vielleicht auch erst im Frühjahr, wie wir Muskeln ans Pferd kriegen.

Also hatte ich mich vorbereitet und zu Hause ein paar Möhren klein geschnippelt. Nachdem Jackson ein paar Runden warm gelaufen war, ließ ich ihn zu mir kommen, um ein paar Tricks zu üben. Die werden uns sicher nie in irgendeiner Form hilfreich sein, aber Jackson macht es Spaß und ich kann mich dann mit ihm freuen. Wir spulten die "Standard"-Tricks wie das Kreuzen der Vorderbeine und das rückwärtstreten ab und widmeten uns dann schwierigeren Sachen wie der Vorhand- oder Hinterhandwendung und dem Seitwärts. Das klappte alles ganz gut, also versuchten wir uns auch nochmal ein bisschen am Kompliment. Und siehe da, mit dem neuen super tollen Reitplatzboden unter den Füßen konnte Jackson sich viel sicherer hinstellen und für ein paar Sekunden können wir jetzt auch schon das Kompliment. An der Dauer lässt sich dann sicher später noch feilen. Aber Jackson freute sich, und so versuchte ich mich an einer uns sehr schwer fallenden Übung, nämlich dem Steigen. Um das Steigen erstmal zu provozieren, muss ich ihm bestimmt entgegentreten - natürlich mit genügend Abstand - und dann die Arme hochnehmen, um ihm den Weg nach oben zu zeigen. Meistens ist das Jackson zu viel und er bekommt eher Angst. Heute führte ich das ganze recht spontan durch, sodass sich bei ihm garnicht so viel Spannung aufbaute. Wir erreichten trotzdem einen kleinen Hüpfer (wenn auch rückwärts). Natürlich gingen mir genau dann die Möhrchen aus. Na toll, dachte ich, und lobte Jackson als hätte er gerade das Mittel für Krebs erfunden. Er fragte sich wahrscheinlich trotzdem, wo die Möhre blieb. Nächstes Mal gucke ich vorher in die Tasche, ehe ich mich da ran wage. Wir verließen mehr oder weniger fluchtartig den Platz, in der Hoffnung, dass Jackson auch das noch positiv mit unserer Übung verbinden konnte und dann gab es für ihn sein wohlverdientes Mittagessen. Als wir zurück kamen schaute Lia noch immer nach den Schafen.
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