Freizeitreiter erzählen

Die Eifel lebt wieder !

Der 5. Mai in diesem Jahr ist Christi Himmelfahrt = Vatertag !
An diesem Feiertag ist ja immer viel los draußen. Wenn dann, so wie heute wettermäßig endlich der Frühling beginnt, kommen wirklich alle aus ihren Löchern.

Wir Nebelreiter sind ja eigentlich bei jedem Wetter unterwegs, freuen uns natürlich auch, wenn es dann so schön draußen ist wie heute.
Allerdings muß man sich dann die Landschaft doch mehr teilen als sonst.

Kathi wollte Tina und mich heute wieder mit Jolie auf den Ritt begleiten.
Sie kam zu uns zum Stall geritten mit ihr und von dort ging es dann gemeinsam weiter.

Doch vorher hatte natürlich Lia noch ein Recht auf meine Aufmerksamkeit.
Ich war um neun Uhr am Stall und holte meine Süße von der Weide. Es ist schön zu sehen, wie gern sie beschäftigt wird, denn sie kommt selbst vom Gras weg freiwillig zu mir gelaufen.

Ich nahm sie mit und parkte sie auf dem Paddock.
Dort war sie ja ganz allein, da alle anderen Pferde natürlich auf der Weide geblieben waren.
Kein Problem mehr für Lia. Hatten wir ja schon mal gemacht, also warum aufregen.

Ich kratzte ihr die Hufe aus und dann ging ich mit ihr nach unten auf die Winterweide für ein bißchen Bodenarbeit.
Heute mit dem Knotenhalfter.
Ich ließ sie auf jeder Hand einige Male um mich herum kreisen. Das klappt schon sehr gut. Auch die Handwechsel werden schon ein bißchen flüssiger.
Dann trieb ich sie an und sie machte ihre ersten Runden bei mir im Trab an der Longe. Ebenfalls auf jeder Hand.

Es gab viel Lob und eine kurze Pause, dann übte ich mit ihr rückwärts weichen. Zu Beginn kannte sie es nicht, daß ich beim Seilschlackern von ihr erwartete rückwärts zu treten. Mit ein bißchen Übung weiß sie jetzt schon, was ich meine. Am Feintuning arbeiten wir dann in der nächsten Zeit.

Danach nochmal ein paar Runden an der Longe um mich herum; einmal Trab auf jeder Hand und loben, loben, loben.
Damit war natürlich Feierabend für sie.
Ich bürstete ihr noch etwas Winterfell raus und dann bekam sie ihr Futter, bevor ich sie wieder zu den anderen entließ.

Benji jetzt auch gebisslos und mit Packtaschen


Ich hatte Benjis Besitzerin gefragt, ob ich ihn mit LG-Zaum reiten dürfte. Sie war einverstanden. So bekam Benji heute Magic´s Trense und Zügel.
Ich hab mich sehr gefreut wieder mit den langen offenen Zügeln zu reiten und Benji scheint es genossen zu haben, daß er nix im Maul hatte. Er wirkte sehr zufrieden mit dem Glücksrad.

Gestern hatten Tina und ich überlegt, daß wir doch ein kleines Picknick für unterwegs zusammenstellen könnten.
Also zauberte Tina wieder leckeren Gemüse-Reis und ich besorgte noch Erdbeeren und Möhren.
Doch im Laufe des Abends fiel mir ein, daß Benji ja gar keinen Westernsattel mit tausend Befestigungsmöglichkeiten hat.
Hm... naja da mußte ich wohl irgendwie improvisieren.
Ich packte sicherheitshalber mal alle möglichen Schnüre und Bänder ein, mit denen ich die Taschen irgendwie würde befestigen können.
Letztlich war es gar nicht schwer und schnell hatte ich die Taschen dran.

Um elf starteten wir in Richtung Badewald. Herrlich endlich nur im Pullover oder T-Shirt unterwegs sein zu können.
Der leuchtende Raps begleitete uns und auch die Bäume werden langsam aber sicher grün.

Heute gab es dann Kuh-Training für Jolie.
Sie findet Kühe eher schrecklich, aber in Begleitung von den "alten Hasen" konnte sie mit ihren Ängsten ganz gut umgehen.

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Bald kamen wir an die erste Strasse, die wir überqueren mußten. Das klingt einfach....ist es aber nicht am ersten Frühlings-Feiertag in der Eifel.
Die Strasse macht eine Kurve, so daß wir genau abwägen müßen, wann wir gehen, da wir von Rasern evtl. nicht oder zu spät gesehen werden.
Und Raser gab es heute reichlich. Die ganze Gegend klang wie ein Formel-1-Circuit.
Die Motorrad-Saison ist nun wohl offiziell eröffnet.

Die Strecke führte uns bald erneut an Kuhweiden vorbei. Und diese Kühe waren ein anderes Kaliber.
Sie galoppierten und tobten über ihre Weiden und genossen das schöne Wetter genauso wie wir.
Aber auch diese Situation meisterte Jolie in Begleitung von Jackson und Benji sehr gut.
Auf der zweiten Weide waren jede Menge Kälbchen. Und die gaben richtig Gas beim Spielen und fanden die Pferde sehr interessant.

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Von dort ging es weiter Richtung Hausen. Doch heute nicht zum Windbeutel-Essen. Wir hatten ja unser Picknick dabei.
Noch ein paar Weiden mit Kühen und Wandergruppen und wir erreichten einen schönen Pausenplatz.
Es gab Wiese für die Pferde und eine Bank für uns, damit wir nach der Pause wieder aufsteigen konnten.
Wir setzten uns nicht auf die Bank, denn direkt daneben hing ein Schlüpfer im Busch :-O
Da will man gar nicht so genau wissen, wie der da hin kommt.
Statt dessen machten wir wirklich Picknick.

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Pause


Wir ließen uns Zeit und genossen das mitgebrachte Essen.
Die Pferde schmausten auch und Ludwig, das Monster, stibitzte sich in einem von mir unbeobachteten Moment einen Happen von meinem Teller :-O
Ich fürchte, ich muß mit dem unerzogenen Biest noch mal ein bißchen strenger sein in der nächsten Zeit !

Nach einer Stunde packten wir zusammen, stiegen wieder auf und machten uns auf den Heimritt.
Benji hielt sich gut und hatte auch noch kaum geschwitzt. Das Winterfell ist er jetzt auch schon großteils los.
Nach ca. drei Stunden waren wir wieder bei uns am Stall angekommen und Kathi verabschiedete sich, denn sie mußte ja noch ein Stück weiter mit Jolie.

Das war ein Feiertag ganz nach meinem Geschmack. Darf gerne wiederholt werden !
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1 Kommentar

Linear

  • Mumin  
    Das hört sich nach einem richtig schönen Tag an.
    Danke für den tollen Bericht :-)

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