Öfter mal was neues - Geocaching

Heute war es also so weit: Kurz nach 9 trafen wir uns bei schönstem Wetter und machten die Pferde fertig. Kerstin hatte sich die Informationen zu den Caches ausgedruckt, und mit Proviant in den Taschen konnte es dann bald losgehen. Insgesamt hatten wir uns vorgenommen, 10 Caches zu suchen. Der erste erwartete uns gleich um die Ecke bei der Unfallstelle von Ackerer Schmidt. :-D Da das ganze ja meine Schulaufgabe war, entschied Kerstin, sollte ich doch auch bitte mal suchen. Das Versteck war bald gefunden und wir konnten uns zum ersten Mal in ein Logbuch eintragen.

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So weit so gut. Wir überquerten die Straße und bald waren wir auch schon am nächsten Punkt angekommen. Diesmal erwies sich die Suche als etwas schwieriger und Kerstin war schließlich diejenige, die das Döschen fand. So langsam wurden wir dann doch ein bisschen ehrgeizig. Den nächsten Cache am Rande Nideggens fanden wir auch erst nach einigem Suchen, da das Döschen sehr raffiniert versteckt und schwarz war.

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Danach konnten wir erstmal wieder aufsteigen, da es bis zum nächsten Cache noch etwas hin war. Die Pferde waren mittlerweile schon nass geschwitzt. Beim Schüdderfeld mussten wir sogar ein paar Fragen beantworten, was uns auch mehr oder weniger gelang.

Der nächste Cache führte uns zu einem Felssturz, auch hier mussten wir ein paar Fragen mit Hilfe des Hinweisschildes beantworten.

Unterwegs konnten wir mal wieder merken, wie schön das Wetter war, denn wir mussten mehr hintereinander als nebeneinander reiten, um ständig Wanderer oder Fahrradfahrer vorbeizulassen. Wir überquerten in Brück die Straße, um zu den Zebrafelsen zu gelangen. Dort ist das mit dem Durchlassen ziemlich schwierig, weil der Weg so schmal ist. Ich war damit beschäftigt, Jackson einigermaßen vernünftig hinzustellen, sodass die entgegenkommenden Wanderer vorbei konnten als ich hörte wie Kerstin sagte „Spikey ? Was machst du ? … Tina ? Der geht da runter !“ Und tatsächlich: Spikey brauchte wohl eine Erfrischung oder war einfach lebensmüde: Er kletterte den super steilen Abhang links von uns hinunter und hüpfte beherzt in die Rur. Ich war mittlerweile vom Pferd gesprungen und rief wie verrückt. Geistig sah ich mich schon da runter und in die Rur hechten, um meinen davon treibenden Hund zu retten. Der schwamm aber einfach nur ein bisschen, drehte um und warf uns einen genervten Blick zu, bevor er die Böschung wieder hoch krabbelte. Er hatte mittendrin sogar noch Zeit sich zu schütteln. Wir waren total erleichtert, während Spikey die ganze Aufregung garnicht nachvollziehen konnte. Angesichts der starken Strömung der Rur war das schon beeindruckend aber vorallem hatten wir da wohl eine ganze Menge Glück im Gepäck gehabt.

Zebrastreifen auf den Felsen


Ein Stück weiter machten wir auf den Schrecken erstmal eine Pause. Spikey versuchte sich im Laub irgendwie wieder trocken zu kriegen, während wir uns mit Brötchen stärkten. Da alles so gut ausgegangen war, konnten wir im Nachhinein auch darüber lachen.

Ein paar Meter weiter suchten wir einen Cache an einer Ruine. Während die Pferde die Schatz-Sucherei mit Verständnislosigkeit tolerierten, fanden die Hunde das glaube ich ganz spannend. Danach wollten wir wieder aufsteigen, was so ohne Sattel garnicht mal so einfach ist. Aber irgendwie kommt man immer rauf und so konnten wir langsam den Anstieg nach Nideggen hoch in Angriff nehmen.

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Zurück in Nideggen erwartete uns an der Straße Richtung Thum ein weiterer Cache. Laut der Koordinaten sollte der Cache genau an der Straße liegen. Das war mit Pferden und Hunden – die keinerlei Plan von den Gefahren des Straßenverkehrs haben – nicht so richtig spaßig. Wir parkten die Pferde etwas abseits und machten uns abwechselnd auf die Suche. Wieder war Kerstin diejenige, die den Cache fand. Ich war ganz gut darin, die verschlüsselten Tipps zu enträtseln, aber Kerstin hatte das glücklichere Händchen.

Auf der anderen Seite der Straße wartete en „Premierecache“ auf uns. In einem kleinen Wäldchen sollte er sein, mit dem Tipp einfach mal die Bäume zu untersuchen. Wir steigen ab. Dann machten wir uns also samt Pferde auf ins Dickicht. So langsam war aber bei uns beiden so ein bisschen die Luft raus, der überall verstreute Müll ging uns auch auf die Nerven und erschwerte das Ganze. Mit dem Laub auf dem Boden wurde es auch nicht einfacher und nach kurzer Zeit gaben wir auf. Wir verabredeten uns, das ganze zu vertagen und auch den letzten übrig gebliebenen Cache beim nächsten Mal zu suchen. Wir traten den Heimweg an, mittlerweile war es auch nach vier uhr. Am Stall angekommen bekamen die Pferde erstmal Abschwitzdecken auf, da sie immernoch nass geschwitzt waren. Für die Pferde hätte es wohl besser ein bisschen kühler sein sollen. Wir hatten schon ziemlich Hunger und die Pferde würden noch eine Weile brauchen, bis sie trocken sein würden. Ich beschloss Jackson seinen Deckengurt anzulegen und einfach nach dem Essen nochmal wieder zu kommen. Den Deckenservice nahm auch Kerstin (bzw. Magic) gern an. Im Dunkeln und mit Lunas Neugiersnase dabei zog ich den beiden also die Abschwitzdecken aus und die ungefütterten wieder an.

Alles in allem war der Sonntag mal wieder ein richtig schöner Tag. Auch das geocachen hatte ich mir vorher nicht so lustig vorgestellt. Wahnsinn, wie viele Caches es hier in der Umgebung gibt. Vielleicht machen wir das nochmal.
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1 Kommentar

Linear

  • Mumin  
    Vielen Dank für den schönen Bericht und die tollen Bilder.
    Spikey ist schon 'ne Marke :-D

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