Offenstallhaltung und mehr

Eine aufregende Zeit

So, nun komme ich endlich auch mal dazu, etwas zu schreiben. Die letzte Zeit war dafür einfach zu aufregend und voll gepackt.

Irgendwann packte es dann auch mich. So schön die Zeit als Reitbeteiligung war und so gerne ich Ribanna habe, ein eigenes Pferd ist schon was anderes. Und ein eigenes Pferd sollte es nun werden.
Als erstes diskutierte ich natürlich viel, mit vielen Leuten, über Pro und Contra, über Preise für dies und das und Möglichkeiten.

Als klar war, ich kaufe ein Pferd, konnte der nächste Schritt beginnen: Ich brauche einen Stall.
Es nutzt mir ja nichts, mich in ein Pferd zu verlieben und dann habe ich keinen Stall.
Da der Stall in Nideggen ja eigentlich voll war, schaute ich mir zunächst verschiedene Offenställe in der Umgebung an, die zur Zeit Plätze frei haben. Parallel fragte ich aber dennoch auch in Nideggen mal an, denn die Ideallösung für mich war eben doch der tolle Stall, den ich schon kenne. Wo ich genau weiß, dass es meinem Pferdchen gut geht, die Leute schon kenne, die anderen Pferde schon kenne und auch gemeinsame Unternehmungen viel leichter zu realisieren sind.
Stallmöglichkeiten ergaben sich also und auch vom Stall in Nideggen gab es zumindest kein generelles nein.

So konnte also die Suche nach einem Pferd beginnen. Das war nicht leicht. Meine Eckdaten waren zwar recht knapp: bis 10 Jahre, zwischen 1,48 und 1,60 groß, am liebsten kein Kaltblutanteil und in erreichbarer Entfernung; aber leicht war es dennoch nicht. Verkauft werden ja in rauen Mengen Tinker und Haffis (ist halt nicht meins) und 3 jährige mit immenser Reiterfahrung (wo haben die die her?) oder schwierige Pferde, die sich nicht reiten lassen ...
Der erste mögliche Kandidat war dann ein 5-6 Jahre alter Appaloosa-Mix, weiß mit braunen Tupfen, mit dem netten Namen Muffin, der zu der Zeit in der Eifel als Wanderreitpferd eingesetzt wurde. Er zeigte sich auch entsprechend locker und schreckfrei, hatte allerdings auf dem Rücken offene Stellen und konnte so nicht probegeritten werden. Diese Stellen hätte ich außerdem auch gerne erst von einem Tierarzt abgeklärt gehabt und die Bestätigung, dass es kein Sommerexem, sondern ein behandelbarer Pilz ist. Bevor es jedoch dazu kommen konnte, wurde er zurück gegeben an den Händler, von dem er vorher gekommen war (vielleicht besser so?)

Dann stieß ich auf die Anzeige von Luna. Zuerst war ich etwas skeptisch, denn die Anzeige war schon vom Dezember. Meiner Meinung nach würde dieses Pferd also längst verkauft sein oder hat eine große Macke, so dass es niemand kaufen wollte.
Weil mir die Fotos und die Beschreibung aber irgendwie zusagten, fragte ich doch einmal an.
Die Besitzerin war direkt sehr nett und schilderte auch offen, dass Luna tatsächlich mangels Erziehung nicht die einfachste ist und sich Interessenten davon bisher abschrecken ließen. Zudem hat sie auch nicht wirklich intensiv nach einem neuen Besitzer gesucht. Wir verabredeten uns also bei Luna, so dass ich sie mal anschauen konnte.
Bei dieser Gelegenheit bin ich sie dann auch das erste Mal probegeritten und und fühlte mich auf der ausgeglichenen Maus gleich wohl.
Am Boden merkt man tatsächlich sehr, wie unerzogen sie ist, da braucht es noch viel Arbeit und auch unter dem Sattel ist sie mangels Training noch etwas unkoordiniert, aber sie ist immer willig, es dem Reiter recht zu machen und wenn man ihr zeigt, wie man sich zu benehmen hat, tut sie es auch.

Beim nächsten Anschauen war dann auch Kerstin dabei, schließlich hat sie schon Pferde gekauft und viel mehr Ahnung als ich. Kerstins Eindruck entsprach ziemlich meinem: unerzogen, aber willig, zickig, aber liebenswert. Ihr Fazit war: "Ich würde sie nicht kaufen, aber zu dir passt sie." (... ist das etwa gutes... muss ich mir Sorgen machen ....? ;-) )
Ein drittes Mal war ich sie noch anschauen, gemeinsam mit einem Freund und Trainer, dessen Fazit sehr ähnlich ausfiel (meint ihr eigentlich damit, dass ich auch zickig bin? ...)

Wir vereinbarten also, dass noch eine Ankaufsuntersuchung gemacht wird und wenn diese positiv ist, kaufe ich Luna.
Die Zeit bis zur Untersuchung kam mir natürlich viel zu lang vor, genau wie die Zeit danach, bis das Ergebnis klar war (es mussten noch Röntgenbilder von TA zu TA geschickt und begutachtet werden), aber endlich war alles geklärt und es konnte in den Endspurt gehen.

Wir dachten wieder einmal alles durch (inzwischen hatte ich eine Zusage vom Stall in Nideggen, dass Luna einziehen darf, dafür danke! Danke! Danke!) und entschieden uns dann dafür, sie in den neuen Stall zu reiten, da sie zur Zeit Angst vor dem Hänger hat. Sie ist zweimal transportiert worden, beide Male in die Tierklinik, da hätte ich auch keine Lust mehr einen Hänger zu sehen. Kerstin war so lieb und bot an, mit Magic komplett mit zu reiten, so dass Luna und ich ein erfahrenes Gespann an unserer Seite haben. Cathi war so lieb, uns morgens mit dem Hänger zu fahren, so dass wir später nichts mehr am alten Stall holen mussten. Auch dir, Cathi, herzlichen Dank dafür!
Kerstin hatte alles toll vorbereitet für die Tour. Die Strecke, Verpflegung für Mensch und Tier, an alles hatte sie gedacht.
Dir Kerstin daher einen ganz besonderen Dank für deine tolle Unterstützung!

Luna, 6 jährige Araber-Quarter-Reitpony-Mixstute


Das der Ritt gut funktioniert hat, konntet ihr ja schon nachlesen und mehr zu Lunas Eingewöhnung folgt dann demnächst.
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1 Kommentar

Linear

  • Kerstin  
    Nix zu danken. Hab ich doch alles gern gemacht und es war ein schöner Tag zusammen mit Dir und Luna !

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