Fluchthelfer

Auch heute hatten wir wieder bestes Wetter. Sogar noch sonniger als gestern. Die Mützen blieben heute zu Hause !
Gegen Mittag ritten wir los; mit bester Laune, wie bei diesem Wetter auch kaum anders möglich.
Beim Abritt war ich immer noch unentschlossen, welche Strecke wir heute nehmen sollten. Im Internet hatte ich mich über die heute stattfindenden Karnevalszüge erkundigt, so daß ich wußte, welche Orte wir vielleicht besser meiden sollten.
Ich führte uns erst einmal in Richtung Wollersheim und spielte mit dem Gedanken, dort einfach spontan eine Strecke zu wählen.

Ludwig und Spikey vor dem Abritt


Tina, Jackson und Spikey


einfach schön


hinter der Brücke liegt Wollersheim


Blick auf den Ort


Hier haben wir noch einen schönen Weg als Alternative zur sonstigen Route gefunden.


Schon länger spielte ich mit dem Gedanken einmal ganz um Vlatten herum zu reiten. In Teilen hatten wir das schon gemacht, aber noch nie die komplette Strecke.
Am PC hatte ich mir die Wege angesehen, so daß ich wußte wo wir hin mußten. Eigenlich hatte ich heute gar keine SO lange Runde eingeplant, aber als wir da nun schon in der Nähe waren und das Wetter so gut war: Warum also nicht heute ?

Wir ritten an einem langen Asphaltweg entlang und sahen in der der Ferne mehrere andere Reiter. Das an sich ist schon eine Erwähnung wert, denn das ist selten.
Zwei Reiter kamen sogar in unsere Richtung.
Wir hatten mehrere kleinere Aufenthalte, da Spikey offenbar die Fährte einer läufigen Hünden aufgenommen hatte. Und dann ist es bei ihm ähnlich, wie bei Ludwig mit den Rehen: Dann sieht und hört er nix anderes mehr in seiner Umgebung.
Er schnupperte also und kam nicht mehr mit uns mit.
Die beiden Reiter hatten uns passiert und wir warteten immer noch auf Spikey. Inzwischen kam schon die nächste Reiterin auf uns zu.
Ich ging auf die andere Wegseite, damit sie an Jackson und Magic vorbeireiten konnte. Jackson stand hinter uns.
Alles war gut, bis das fremde Pferd nur noch wenige Meter vor uns war. Da bekam Magic Panik. Er wollte auf dem Absatz umdrehen und fliehen. Aber da war ja dummerweise Jackson und bremste ihn. Das machte Magic zweimal.
Dann ging Tina mit Jackson an uns vorbei nach vorn und Magic konnte merken, daß ihm durch das fremde Pferd keine Gefahr droht. Dann wurde er wieder ruhiger.
Das hat er bisher schon einmal gemacht. Aber ich habe keine Ahnung warum, denn er macht das ja bei weitem nicht bei allen Pferden, die wir treffen. Die beiden Isis wenige Minuten vorher waren ihm zum Beispiel völlige egal (obwohl der eine mehrmals gewiehert hatte). Seltsam, was die Pferde manchmal so beunruhigt.

Langsam kamen wir voran, mußten aber immer mal wieder auf Spikey warten oder ihn sogar holen (er hatte uns zum Beispiel mit den beiden Isis verwechselt, und wollte dann denen hinterher).
Als es Tina zu bunt wurde, trieb sie ihn mit Jackson für eine Weile vor sich her, so daß er nicht mehr stehen bleiben konnte.
Dann war auch endlich die Fährte verschwunden und wir konnten ganz normal weiter reiten.

Wir warten auf Spikey.


Magic schaut sich nach der Reiterin um.


Ludwig wartete bei uns.


Bald darauf kamen wir in die Nähe von Vlatten.
Das Dorf liegt unterhalb des Weges, so daß wir einen sehr schönen Blick auf diesen hübschen Ort hatten.
Die Wege, die wir nun ritten, waren uns noch ganz unbekannt. Mir macht das immer besonders Spaß, noch unberittene Wege zu erkunden. So ein bißchen Abenteuergeist ist da wohl doch in mir.

Blick auf Vlatten


Die Michaels-Kapelle.


Auf der Karte hatte ich den Weg, der an der Michaels-Kapelle vorbeiführt ausgewählt.
Neben dem Weg lag eine Weide, auf der zwei Ponies grasten.
Die Weide war mit zwei Zäunen aus Elektroband eingezäunt. Zwischen den Zäunen waren vielleicht 5-6 Meter Platz.
Als wir vorbeiritten fing das eine Pony an zu rennen und bocken, während das andere den Kopf durch die Litze des inneren Zaunes steckte und auf der anderen Seite begann zu fressen. Doch nur wenige Sekunden später war nicht mehr nur der Kopf durch, sondern das ganze Pony stand auf der anderen Seite. Strom war wohl offensichtlich keiner auf der Litze.
Das andere Pony rannte weiterhin innen umher.
Wir ritten schnell weiter und hofften, daß das Pony den Außenzaun nicht auch so einfach ignorieren würde.
Als wir die Kapelle erreichten, sahen wir, daß der von mit geplante Weg leider nicht reitbar war, denn er führte in Treppen nach unten.
Wir mußten also die Alternative durch den Ort nehmen. Das wäre ja nicht schlimm gewesen, doch ehrlich gesagt, wollte ich eigentlich nicht nochmal an dem Ausbruchs-Pony vorbei reiten.
Aber wir hatten keine Alternative.
Als wir umdrehten, hatte das Pony bereits seinen Kopf durch die Litze des Außenzaunes gesteckt. Es würde wohl nicht mehr lange dauern, bis es auch da ganz durch laufen würde.
Wir ritten vorbei und versuchten das Pony durch Zurufe zurück zu scheuchen. Aber an diesem kleinen Kerl prallte alles ab. Der machte einfach sein Ding.
Er verhedderte sich etwas in der Litze, doch kurz darauf - wir waren gerade um die nächste Kurve gebogen - hatte er sich auch daraus befreit und war ausgebrochen.
Im nächsten Garten sahen wir eine Frau und Tina fragte, ob sie vielleicht wüßte, wem die Ponies gehörten.
Sie verneinte und erklärte, sie sei erst vor kurzem eingezogen. Aber sie wollte ihrem Nachbarn bescheid sagen, der wohl sicher den Besitzer kenne.
Als wir unten im Dorf waren trafen wir sie wieder, als sie auf dem Weg zum Besitzer der Ponies war.
Hoffentlich zäunt er die Wiese nun etwas sicherer ein, wobei ich fast fürchte, daß er das ganze eher mit einem:"Ach, die büxen schon mal öfter aus. Die kommen auch wieder!" abtut. Aber vielleicht irre ich mich ja auch.
Jedenfalls wurden wir so sehr unfreiwillig zu Fluchthelfern, denn offenbar hatte das Pony uns als Anreiz für seine Flucht gesehen.

Wir ritten weiter und auf der anderen Seite von Vlatten verlor ich dann etwas ungeschickt einen meiner Handschuhe.
Also stieg ich ab und hob ihn wieder auf.
Rechts und links der Wege waren zwar Böschungen, aber Magic stand dann immer zu weit weg von mir, so daß ich nicht aufsteigen konnte.
Hinter uns lag eine Weide, auf der eine Handvoll Shettys standen und uns neugierig beäugten.
Die machten Magic ein bißchen nervös, so daß er auch nicht ruhig stehen bleiben wollte.
Also lief ich ein Stück zu Fuß, bevor ich dann eine geeignete Stelle fand und wieder in den Sattel stieg.
Ich denke ich muß Ludwig noch das Handschuh-Apportieren beibringen ;-)

Auf dem Rückweg noch ein bißchen Wald.


Ist das nicht eine Bank, die zum Verweilen einlädt ?


Tina und Jackson


Kurz vor dem Stall begegneten wir dann noch einer Hündin, die Spikey auch besonders interessant fand und Tina mußte ihn schließlich holen und anleinen, damit er mit uns nach Hause kam.
Dann war es geschafft. Wir sattelten ab und fütterten die Pferde, da es auch schon Abendbrot-Zeit war, bevor auch wir uns auf den Heimweg machten.
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