Freizeitreiter erzählen

Ganz knapp

Sieben Uhr in der Früh...Pfingstmontag...da klingelt mein Wecker. Denn für den heutigen Tag sagte der Wetterbericht sogar über 30°C vorher, daher hatten wir uns schon um acht am Stall verabredet.
In der Nacht hatte es kurz ein bißchen getröpfelt, aber viel war da nicht runtergekommen.
Heute Morgen war schon wieder alles trocken und die Sonne strahlte von einen knallblauen Himmel. Es war also eine gute Entscheidung gewesen so früh aufzustehen.

Nach dem Putzen und satteln starteten wir gegen neun wieder mit Sissi und Jackson.

Ich hatte eine Route mit einer neuen Strecke ausgetüftelt. Die führte uns zunächst über die Felder am Badewald vorbei in Richtung Hausen. Dieser Teil war mir schon bekannt, da ich ihn mit Marion schon einmal geritten war.
Dieser Teil der Wegs lag zwar zunächst überwiegend in der Sonne, aber es war noch gut zu ertragen und es ging auch ein leichter Wind.

Blick ins offene Tal


Schattenfiguren


Sissi hatte schon geschwitzt


Tina und Sissi


Dann kamen wir auf einen Weg, der von vielen Bäumen gesäumt ist. Dort wurde es schattiger. Das war für die Hunde auch viel angenehmer. Spikey lief immer von Schattenfleck zu Schattenfleck.
Bald darauf kamen wir an eine schöne Stell, wo wir Pause machen konnten. Es gab Schatten und zwei Bänke.
Die Pferde mümmelten ein bißchen Gras und die Hunde bekamen eine Schüssel Wasser, die auch komplett geleert wurde.

schattiger


Spikey lief hinter uns her


wie im Wald


in der Pause


in der Pause


Als wir dann schließlich weiterritten, begann der mir unbekannte Teil des Weges.
Und leider klappte das dann nicht ganz so wie geplant.
Wir ritten bis Hausen und dort sollte der Weg direkt rechts in den Wald führen.
Doch der Weg, den ich ausgesucht hatte war definitiv nicht da. Er war wohl falsch auf der Karte eingetragen worden.
Ein paar jugendliche packten gerade ihren Transporter ein oder aus und waren total nett und machten uns Platz, um zweimal daran vorbeizureiten, da der Weg ja nunmal nicht der richtige war.

Gerade jetzt waren Sissi und Jackson natürlich recht nervös, weil sie nach der Pause eilig weiter wollten.
Ich versuchte mir auf der Handy-Karte schnell einen Überblick über die Wege zu verschaffen.
Okay...schnell entschied ich, welchen wir alternativ nehmen könnten.
Der Weg war auch tatsächlich da.
Aber...

nach nur wenigen Metern kamen wir nicht mehr weiter. Mitten auf dem Weg war Wiesengatter. Hmpf.... da konnten wir also auch nicht weiter. Mist.
Schnell wieder ein Blick auf die Karte. Eine Option hatten wir noch. Da stand zwar Fußweg, aber vielleicht war er ja ausnahmsweise auch reitbar. Einen letzten Versuch wollten wir wagen, sonst würden wir den gleichen Weg zurück reiten, auf dem wir gekommen waren.

schmal und zugewachsen, aber durchaus reitbar


Der Weg war auch gar nicht so schlecht. Er war schmal und es gab viele Äste, Stämme und Gestrüpp, doch wir konnten ihn reiten.
Dann kurz bevor er auf den Hauptweg zurückführte, sahen wir dann ein Geländer. Oh nein...nicht schon wieder eine Treppe !
Aber erst mal schauen... vielleicht konnten wir ja dran vorbeireiten oder so ?!
Und tatsächlich links neben der Treppe war Platz genug und wir konnten die Pferde dort gehen lassen. Sie mußten sich ordentlich anstrengen, da es dort recht steil war, aber es klappte. Ansonsten hätten wir es aber auch mit der Treppe versucht, denn die hatte breite Naturstufen. Das hätte vielleicht auch geklappt.
Jedenfalls waren wir nun wieder auf Kurs und konnten den Rückweg antreten.

Spikey nahm lieber die Treppe


weiter ging´s


Innerhalb kurzer Zeit veränderte sich die Landschaft wieder. Wir kamen aus dem Wald heraus und hatten einen tollen Ausblick.
Die Sonne strahlte immer noch vom Himmel und die Hunde wurden zunehmend langsamer.

Ausblick


Wir ritten nun noch durch den Badewald, denn dort war es auch schön schattig. Von dort war es dann ja auch nicht mehr soweit nach Hause.
Auf dem Heimweg kamen wir noch über einen sehr hoch bewachsenen Weg. Am Rand war jedoch Platz, wo auch die Hunde gut hätten laufen können. Doch Ludwig zog es vor durch das hohe Gras zu laufen und Spikey blieb hinter uns. Doch auf einmal kam er nicht mehr mit.
Kein Halm bewegte sich mehr. Wir ritten zurück und fanden ihn: Er war irgendwie vom Weg abgekommen und im Gerstenfeld gelandet. Dort hatte er die Orientierung verloren und sich etwas in den Stängeln verheddert.
Als er uns dann sah, konnte er sich aus eigener Kraft befreien und uns folgen.
Ludwig war schon vorgelaufen und erwartete uns am Wegende: Er hatte es sich unter den Bäumen im Schatten gemütlich gemacht.

Schon lag der Badewald hinter uns.


Als wir hinter einer Baumhecke hervorritten, hörte ich ein komisches Grummeln. War das etwa Donner ? Aber es war doch überall blauer Himmel. Oder ?
Ich drehte mich um und da sah ich die Gewitterwolken.

Au weia...da kommt gleich was runter !


Ludwig suchte jede Schattenmöglichkeit


.


.


Jetzt machten wir wirklich, daß wir nach Hause kamen. Denn wir wollten nicht unbedingt in das Gewitter geraten.
Und wir hatten Glück. Wir ritten bei den ersten Tropfen auf den Hof und als die Schleusen aufgingen, waren wir schon unterm Dach.
Das war eine echte Punktlandung !

Den Hagelschauer konnten wir zum Glück von drinnen anschauen.
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3 Kommentare

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  • Sandra  
    Da habt ihr echt Glück gehabt. Das kam aber auch wie angeflogen und genauso war es auch wieder weg. Heute war auch nicht so unser Tag..
    • Kerstin  
      Ja total schnell ging das. Hätte ruhig heute auch noch trocken bleiben können für`s Heu, ne?!
  • Sigi Blümel  
    Wow, das war ja ein ganz toller und abenteuerlicher Ritt! Danke fürs mitnehmen und die vielen tollen Fotos! :-)

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