Aus dem Leben mit Pferden

nebelreiter-tours

Marion, Tina und ich waren heute für einen Ausritt verabredet.
Christi Himmelfahrt oder auch Vatertag bedeutet, daß wir alle frei hatten.

Gegen Mittag trafen wir uns alle am Stall, putzten die Pferde und ließen unserer Kreativität freien Lauf: Magic bekam drei Zöpfe in die Mähne und einen am Schweif, Jackson auch drei in die Mähne und Sissi bekam einen Bauernzopf.
Wir sattelten und überlegten, was für heute die richtige Kleidung sein würde.
T-Shirts und Regenjacken schienen uns die sinnvollste Kombination.

Die Strecke hatte ich mir vorher schon überlegt. Ich wollte die Beiden in Richtung Hausen und zurück an Vlatten vorbei über die Felder führen.
So ca 15 Kilometer hatte ich geplant.

noch in Stallnähe


Zunächst sollte uns der Weg zum Badewald führen.
Als wir auf der Höhe ritten, machte Marion mich auf eine Gruppe Kühe aufmerksam, die unten mitten auf genau dem Weg entlang lief, den wir bereiten wollten.
Von unserem Standpunkt aus konnten wir nicht erkennen, ob sie dort allein oder in menschlicher Begleitung unterwegs waren. Doch so oder so....wir wollten ihnen nicht unbedingt begegnen.
Da ritten wir doch lieber einen kleinen Umweg über den Badewald.

Auf den Weiden grasen nun viele Kühe.


Teilweise sehen diese wirklich beeindruckend aus.


Wir überquerten eine schmale Strasse und erreichten ein ganz anderes Stück Gegend.
In weiten Bögen schlängelt sich der Weg hinunter ins Tal, um dann wieder über einen Grasweg bergauf zu führen.

Marion und Tina mit Jackson, Sissi und den Hunden


Blick ins wolkenverhangene Tal


Magic lief vorn


Wir hatten viel Spaß unterwegs und überlegten scherzhaft, ob wir nicht geführte Wanderritte anbieten wollen. Ein Name für unser Unternehmen war schnell gefunden: nebelreiter-tours unter der Leitung von Captain Kerstin. Tina und Marion übernehmen die Funktionen der Assistant-Guides, wobei Marion besonders für Sehenswürdigkeiten und Wellness (Burgen und Arthrose-Bänke ;-) ) und Tina für Kreatives und Dekorationen (Oster, Weihnachten etc) zuständig wären. Ihr merkt schon, daß wir heute ein wenig albern drauf waren.

Als wir erneut an das schmale Sträßchen kamen, machten dort gerade zwei Radfahrer Rast. Mann und Frau über 40, vermutlich ein Pärchen, er etwas moppeliger. Als wir uns näherten zog er doch tatsächlich gerade sein T-Shirt aus und setzte sich oben ohne auf die Bank neben seine Frau. Zum Sonnenbaden ? Wohl eher nicht. Es gibt schon seltsame Typen.

Bald darauf kamen wir auf einen sehr langen Grasweg. Das Gras ist inzwischen sehr hoch gewachsen, so daß Spikey meißt im Kielwasser der Pferde läuft.
Jackson stolperte unterwegs leider mal wieder und fing sich mit dem Kopf auf dem Boden ab. Ihn schien das nicht weiter zu stören, denn er schnappte sofort nach ein paar Grashalmen.
Doch Marion hatte sich am Sattelhorn abgefangen und wird wohl morgen ein paar blaue Flecke davon haben.

im Gras


erst vereinzelt...


...dann mehr...


...und auf einmal ganz viel Klatschmohn


Dann wollte Spikey mal vorn laufen und kämpfte sich tapfer durch das hohe Gras.


Der Grasweg wurde von Weiden gesäumt. Zunächst eine Weide mit Isländern und dann eine mit Fleckvieh. Erwachsene Kühe und auch Kälber.
Auf unserem Ritt waren wir nun bereits an einigen Weiden mit Kühen vorbei geritten und Magic ist inszwischen auch schon gar nicht mehr ganz so ängstlich.
Doch diese Kühe nun brachten ihn an die Grenzen, dessen was er ertragen konnten.
Die erste Kuh rannte los, als Ludwig an der Weide vorbei lief und wollte ihn jagen. Die anderen kamen dann auch und rannten bockend über die Weide. Als eine dann auch noch lauthals begann zu brüllen, war es mit Magic´s Gemütsruhe gänzlich vorbei. Marion sagte nachher, daß man nur noch das weiße in seinen Augen gesehen hätte. So eine Panik habe er gehabt.
Glücklicherweise war die Weide nicht allzu groß und schnell hatten wir sie hinter uns gelassen.

Marion und Jackson


Spikey


Ludwig


Tina mit Sissi und Spikey


Nun waren wir definitiv auf dem Rückweg. Das wußten auch die Pferde und das Schritttempo erhöhte sich noch einmal.
Über das kleine Waldstück bei Wollersheim ritten wir zurück und hatten am Stall letztlich sogar 18 Kilometer gemacht.

Abschlußbild

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3 Kommentare

Linear

  • Sigi Blümel  
    Danke für die vielen schönen Fotos und das mitnehmen auf einen schönen langen Ausritt :-)
  • Mumin  
    Da schließ ich mich doch gerne an. Vielen Dank :-)

    Und gute Besserung für Marion!
  • Marion  
    Vielen Dank :-) Heute ist es schon wieder besser, das Knie ist nur noch leicht dick und der Rest fühlt sich nach Muskelkater an, alles halb so wild.

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