Freizeitreiter erzählen

Cow Sense

Gestern war ich nicht bei den Pferden, so daß ich mich heute freute sie wieder zu sehen.
Früh fuhr ich in die Eifel und konnte mich auf gutes Wetter freuen, denn der Sonnenaufgang war vielversprechend.

Magic und Jackson sind nun seit einer Woche im neuen Stall und scheinen sich dort wirklich sehr wohl zu fühlen. Die Integration in die Herde läuft auch sehr gut.
Daher begann ich heute schon mit dem ersten kurzen Trennen.

Ich holte mir Magic aus dem Stall und band ihn am Putzplatz an. Jackson blieb solange noch im Séparée.
Dann putzte und sattelte ich und holte dann Jackson aus der Box. Das hatte super geklappt. Beide Pferde waren ganz ruhig geblieben.

Um neun stieg ich auf und ritt mit Ludwig und beiden Pferden vom Hof.
Der Sonnenaufgang hatte nicht zuviel versprochen: Die Sonne strahlte nur so vom Himmel. Es war dazu recht frisch und der Boden ganz leicht angefroren. Dadurch war es nicht ganz so matschig wie in den letzten Tagen.

Ich hatte mir gestern eine Route auf der Karte ausgeguckt und auf dem Handy gespeichert, die ich heute nachreiten wollte.
Diese führte uns zuerst wieder durch´s Tal ohne Steigungen.
Zum ersten Mal ritt ich dann aber weiter geradeaus und kam auf einen asphaltierten Weg. Dort gab es etwas mehr Zivilisation als auf den Wegen, die wir bisher erritten hatten.
Eine Auto überholte uns und am Wegrand lagen vereinzelt ein paar Häuser, ein Jogger kam uns entgegen und im Gebüsch versteckt hörten wir einen lauten Traktor.

Magic und Jackson beeindruckte das alles nicht und Ludwig blieb lieb bei uns. In ihm fremdem Gelände bleibt er immr näher bei uns, als wenn er sich gut auskennt.
Der Weg war von Hecken und Bäumen gesäumt. Als wir wieder ins freie Feld kamen, führte der Weg bergan.
Oben auf der Kuppe begann Ludwig plötzlich zu bellen. Und dann sah ich sie: eine Gruppe von ungefähr 5 Kühen, die am Zaun standen und lagen.
Ludwigs Bellen hatte sie erschreckt und sie gerieten in Bewegung.
Das sorgte bei Magic für Unruhe und er wollte gern umdrehen. Da hat man dann mit Handpferd wirklich alle Hände voll zu tun.
Ich überlegte gerade noch, ob ich nicht doch versuchen sollte dort vorbei zu reiten, als ich sah, daß von links noch ungefähr 20 neue Kühe auf die Wiese gelassen wurden.
Damit war die Entscheidung gefallen: Rückzug !
Dort werde ich demnächst dann mal mit Magic allein lang reiten, aber nicht gleich mit Handpferd.

Als wir wieder bergab geritten waren, stand uns die nächste Überraschung gegenüber: Der Hofhund des Kuhhofes.
Ludwig und er schlossen schnell Freundschaft und tobten zusammen herum.
Der Hund begleitete uns ein Stück und ich überlegte schon, wie ich ihn wieder los werden würde, als sein Herrchen laut nach ihm rief. Er machte sich brav auf den Heimweg und Ludwig lief ebenso brav mit uns weiter. Schön !

Kurz nach der Kuh-Begegnung konnte ich dieses schöne Bild machen.


Den restlichen Ausritt genossen wir in völliger Ruhe und Gelassenheit und ohne weitere Begegnungen.
Ich schlug noch einen extra Bogen ein, denn dieses Wetter mußte man einfach ausnutzen.

Nach anderthalb Stunden erreichten wir dann wieder den Stall.
Ich sattelte ab und dann bekamen die beiden ihre wohl verdiente Portion Kraftfutter. Dann durften Magic und Jackson zu ihrer neuen Herde.
Dort wurde sofort Heu gefressen.

im Unterstand


Heu fressen


Ludwig fraß die Futterkrümel der Pferde auf während ich zusammenpackte.
Dann ging es wieder nach Hause.
Auf der Rückfahrt erlebten wir noch eine Überraschung: Auf der Höhe von Vettweiß fuhren wir in eine weiße Nebelwand hinein. Dort war von Sonne keine Spur.
Das änderte sich auch bis zu Hause nicht mehr. Gut, daß ich in der Eifel hatte reiten können. ;-)
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