Aus dem Leben mit Pferden

So geht es für mich

Nachdem es ja kurz vor Weihnachten für uns mit Lilly wirklich schwer war, sind wir jetzt an einem Punkt, mit dem ich gut klar komme.
Aber Kerstin trägt ja nun auch mal die "Hauptlast" und so ist es für mich sowieso einfacher.

Wie anstrengend es ist, mit zwei Hunden spazieren zu gehen, haben wir beide vorher unterschätzt. Aber mittlerweile haben wir uns dran gewöhnt. Außerdem haben wir uns jetzt an die Schleppleine gewöhnt: Ludwig läuft frei, Lilly bleibt an der Schleppleine. Anfangs war es wirklich schwer, Lilly wickelte sich und uns ein, und gleichzeitig musste man Ludwig im Auge halten.
Mittlerweile hat Lilly raus, wie sie am besten mit der Leine klarkommt. Falls sich da irgendwas verwickelt, kommt sie da alleine wieder raus. Auch ihren Bewegungsradius mit der Schleppleine kennt sie jetzt gut.

Außerdem hat Kerstin den Hunden klar gemacht, dass an der Leine nicht gezogen wird. (Ich muss dazu sagen: Das Kerstin die meisten Übungen macht, bis sie dann wirklich sitzen, und ich die Sachen dann übernehme, damit wir die Übungen nicht unterschiedlich beibringen...)

Insgesamt macht Lilly auf den Spaziergängen einen glücklicheren Eindruck. Sie trägt die Route höher, schnuppert mehr und zeigt mehr Lebensfreude. Das ist für mich eine echte Erleichterung.

Lange geärgert habe ich mich darüber, dass Lilly sich fast 12 Wochen weigerte abends nochmal mit in den Garten zu gehen. Wir mussten sie an die Leine nehmen, oder aus dem Körbchen heben/ziehen.. eine normale Aufforderung reichte einfach nicht aus. An einem Abend stand ich auf, und sie stand freiweilig mit auf. Seitdem ist das Thema durch und sie zeigt wieder ein bisschen mehr "Kooperation"...

Auch im Garten haben die beiden Hunde viel mehr Spass miteinander.... Und als ich mich heute fertig machte, um mit den Hunden zu gehen, waren die beiden draussen und als Lilly dann zurückkam, kam sie in einem wunderschönen Trab und da konnte ich dann richtig sehen, was für einen Körper sie bekommen hat, und wie beweglich sie wieder geworden ist.

Tja und das Thema Reitbegleithund? Hier haben wir es geschafft, den Druck aus uns rauszunehmen. Lilly wird jetzt erstmal bis im Sommer an der Schleppleine bleiben. Wir hoffen, dass sich bis dahin unsere Kommunikation und Bindung so gefestigt hat, dass sie unsere Nähe sucht und diese Nähe dem Jagen vorzieht. Wenn das klappt, ist es gut für uns alle. Und wenn nicht, ist es auch ok für uns.
Und ja, die Bindung wächst.. man merkt es schon..

Wichtig ist jetzt erstmal, dass das Jagen lange nicht mehr vorkommt. Die Glückshormone die Hunde beim Jagen ausschütten sind so toll, dass es jetzt wichtig ist, dass sie dieses Erlebnis lange nicht mehr hat. Wir lenken ihre Suche jetzt auf Leckerchensuche im Gras um. Das macht beiden unheimlich viel Spass. Diese Woche habe ich noch eine ausführliche Seite zum Thema Antijagdtraining gefunden. Sehr spannend.
(Übrigens rät diese Seite eindeutig von unserem Sprühhalsband ab... Aber also so schlimm empfinde ich das bei Ludwig nicht..)

Unser Trainer hat uns gesagt, dass sich die Beziehung zwischen den Hunden so gefestigt hat, dass wir Lilly durchaus bei Kerstin's Eltern lassen können, ohne dass Ludwig dann nachher von ihr gerüffelt wird.....


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