Stallgeflüster

Gelernt ist gelernt !

Wir haben es geschafft ! Wir waren heute am Vettweißer Wäldchen !
Christian hatte diese Runde vorgeschlagen, da das Wetter für heute gut vorhergesagt war.
Es war auch sonnig und trocken und man könnte es als sommerlich bezeichnen. Doch durch den teilweise durchaus kräftigen Wind, waren die Temperaturen eher verhalten.
Das war natürlich für´s Reiten angenehm, aber der Wind hat immer so einen gewissen nervenden Faktor.
Vor allem deshalb, weil Jackson ihn sehr ungern hat und dann recht nervös unterwegs ist.

Christian hat mich heimlich beim Aufsteigen geknippst


Magic bleibt mittlerweile nach dem Aufsteigen brav stehen.


Inzwischen ist das Getreide weitestgehend abgemäht und wir konnten direkt am Stall auf ein Stoppelfeld gehen. Ludwig mußten wir erst überzeugen, daß er auf einem Feld laufen darf. Dann lief er mit.



Zu Beginn unseres Rittes waren die beiden Pferde sehr gemütlich unterwegs - für ihre Verhältnisse auf jeden Fall. Christian war es schon fast zu langsam ;-)
Doch das änderte sich, sobald wir die erste Strasse überquert hatten. Auf dem folgenden Grasweg wurde Jackson zunehmend flotter und Magic fühlte sich animiert mitzumachen.
Ludwig war am Anfang sehr begeistert und lief flott voraus. Nach und nach paßte er sich perfekt an das Tempo der Pferde an. Er lief immer so 10-15 Meter vor und wir brauchten uns um ihn eigentlich nicht kümmern. An den Strassen brauchte ich ihn nur kurz zu rufen und er wartete auf uns und lief mit uns zusammen hinüber. Ich mußte ihn quasi gar nicht korrigieren. So soll es sein. Da macht sich langsam die Ausbildung, die er nun seit über einem Jahr bei uns genießt, bemerkbar.

Ludwig in angenehmer Reichweite


Das Treiben im Feld begann langsam zuzunehmen: Die ersten Traktoren mit Frontladern und Anhängern machten sich auf den Weg, um die Strohernte einzubringen und hier und da wurde noch gedroschen.
Am Hühnerbach konnten wir sogar noch einen alten Mähdrescher bei der Arbeit beobachten, der von einem Traktor gezogen wurde. Die modernen Geräte sind schon seit vielen Jahren Selbstfahrer.

Unterwegs habe ich ein kurzes Video gemacht. Hier könnt Ihr hören, wie der Wind pfiff


Ausritt im Wind - MyVideo

Jackson wurde am Hühnerbach immer nervöser. Die Büsche links, in denen der Wind rauschte, fand er doof.
Christian hatte genug zu tun, um ihn im Schritt zu halten.
Uns fiel auf, daß es besonders schlimm war, wenn der Wind direkt von vorne kam.
Doch Christian merkte auch, daß es besser wurde, wenn er sich nicht von Jackson einschüchtern ließ, sondern ihm ganz klar zu verstehen gab, daß er das Gehampel nicht haben wolle.

Die Bahnlinie nach Zülpich.


Man sieht gut, daß Jackson nicht entspannt lief.


Nach einer Weile, wurde er aber wieder ruhiger und wir kamen entspannt zum Vettweißer Wäldchen.
Dort sind die Wege neu gemacht worden, wie wir mit Schrecken feststellen mußten. Nix mehr mit matschigen Waldwegen, die sich recht gut bereiten lassen. Feinster Wanderwegsschotter führt nun rund um und durch das Waldstück.

Schotter führt am Wald entlang...


... und auch hindurch.


Im Wald war Jackson wieder ganz ruhig.


So stiegen wir schon früher ab und liefen bis zum Pausenplatz.
An einem kleinen Bachlauf holte ich noch ein bißchen Wasser, damit die Pferde etwas trinken konnten. Wir hatten extra den Falteimer mitgenommen.
Doch Magic wollte nichts und Jackson badete nur sein Maul darin.
Wir nahmen ihn mit für später.

Da es durch den Wind nicht so warm war, machten wir die Pause heute an den Bänken in der Sonne und nicht wie sonst üblich im Schatten.
Die Bänke hatten durch die Bäume doch etwas Schatten und so war es der ideale Platz.

Christian zog Jackson das Knotenhalfter an und die Trense aus. Bei Magic machte ich die LG-Verschnallung locker und zog das Knotenhalfter drüber.
Einen der Zügel ans Halfter und die Pferde konnten Pause machen.
Jackson begann zunächst zu grasen. Das ist er ja von früheren Pausen so gewohnt.
Magic kennt es scheinbar anders: Er stellte sich neben mich und begann sofort zu dösen: Die Augenlider senkten sich, der Kopf ging etwas runter und ein Bein ging in Ruhestellung. Krass ! Gelernt ist gelernt, als Distanzpferd muß man schnell und konsequent entspannen, um nach der Pause wieder frisch zu sein.
Jackson nahm sich danach nach einer Weile ein Beispiel und stand ebenfalls dösend neben Christian.
Ludwig mußten wir immer wieder mal daran erinnern, daß er sich auch etwas ausruhen sollte. Es roch doch überall sooo spannend hier.
Doch nach einer Weile konnte auch er - immerhin für eine kurze Zeit - entspannen.

Pause!


Nach etwas mehr als einer halben Stunde, in der wir uns alle gut erholt und gestärkt (belegte Brötchen, Wasser, Hundeknochen) hatten, packten wir zusammen.
Wir ließen Pferde und Hund noch einmal saufen, bevor der Falteimer wieder an Magic´s Sattel befestigt wurde.

Die Bänke benutzten wir als Aufsteighilfe.
Wirklich erstaunlich finde ich, daß die Pferde sofort wieder hellwach waren und flotten Schrittes ging der Ausritt weiter.
Die Pause hatte ihren Sinn erfülllt.

Heimwärts geht´s




Auf dem Rückweg hatten wir eine nicht ganz schöne Begegnung
Als wir wieder an der Bahnlinie entlang ritten kam uns ein Mähdrescher entgegen. Erstmal nicht schlimm, aber er hatte das Schneidwerk noch dran und war dadurch breiter als der Weg !
Wir überlegten, wohin wir ausweichen sollten und uns blieb nur das Rübenfeld, das rechts von uns lag.
Vorsichtig gingen wir hinein. Nicht zu weit, denn wir wollten dort ja möglichst wenig Schaden anrichten.
Der Fahrer der großen Landmaschine war leider einer der Sorte, die nicht mit besonders viel Rücksichtnahme ausgestattet sind.
Er fuhr sein Tempo weiter und wich auch nicht einen Zentimeter nach rechts aus. Dort war neben den Bahnschienen etwas Platz, so daß er uns nicht ganz so nah gekommen wäre.
Als Jackson nervös wurde und mit der HInterhand dem Mähdrescher ziemlich nahe kam, reagierte der Fahrer immer noch nicht.
Nun ja.... es ist nix passiert, aber sowas könnte doch anders gehen.

Rückweg am Hühnerbach entlang. Durch den Mais links sogar eine Engpaß-Übung.


Da Jackson sich auch auf dem Rückweg nicht so recht beruhigen wollte und dadurch sehr sehr flott war, stieg Christian schon ziemlich früh ab und führte ihn. Das ließ ihn ruhiger werden.
Magic war sehr brav. Gut ließ er sein Tempo regulieren und so konnte ich neben dem führenden Christian herreiten.

Erste Versuche mal wieder mit Handpferd zu reiten. Aber das geht mit dem LG-Zaum nicht so gut, daher nur ein kurzer Test.


Nach der letzten Strassenüberquerung stieg auch ich ab und lief den Rest des Weges zu Fuß.
Wir trafen noch einen Mann mit Hund. Es war eindeutig ein Jack-Russel-Terrier: Er apportierte hyperaktiv ein Stöckchen und ließ sich davon weder von Ludwig noch von den Pferden ablenken.
Witziges Kerlchen...aber so ein Hund wäre nix für mich.

Nach ziemlich exakt 4 Stunden Reitzeit erreichten wir den Stall, sattelten ab, wuschen die Sattellagen aus und fütterten die Pferde. Als die Beiden sich zum grasen und Wälzen auf die Weide aufmachten, packten wir unsere Siebensachen und Ludwig und fuhren nach Hause.






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