Freizeitreiter erzählen

Preisfragen beim Pferdekauf

Nun haben wir schon mehrmals Pferde gekauft und Sassico vor zwei Jahren verkauft.

Immer wieder frage ich mich, wie ich bei Freizeitpferden, die ich mir so anschaue, denn einen fairen Preis ermitteln kann.
Google und entsprechende Fundstücke sind da auch keine Hilfe.

Die Anforderungen, die wir stellen sind ja weniger auf die Ausbildung und mehr auf den Charakter des Pferdes ausgerichtet. Daher würden wir ungern eine teure Dressurausbildung "mitbezahlen".
Eine grundsätzliche Ausbildung ist mir schon wichtig. Ich finde es noch immer toll, wie ruhig Jackson irgendwo stehen bleiben kann. (Vielleicht ist das sogar die Norm, aber Sassico war da so ganz anders.)

Unsere Sabine hat mal gesagt: Mit 20 Jahren kannst du ein Pferd zum Wanderreiten nicht mehr gebrauchen. Vielleicht hat sie recht.
Dann könnte ich ja von der "Restlaufzeit" des Pferdes ausgehen,so wie beim Auto. Dann brauche ich mir nur noch überlegen, was ein Jahr Restlaufzeit wert ist und dann rechne ich das hoch. Sagen wir 1 Jahr= 300 Euro? dann wären das bei Magic 300*5 also 1500 Euro, abzüglich eines kleinen Rabattes weil er so mager war. Schlage ich auf den Preis noch das Geld für den Sattel drauf komme ich ungefähr bei unserem Kaufpreis an.

(Wie ich auf die 300 Euro komme? Dass wäre weniger als 1€/Tag im Jahr. Mehr würde ich nicht ausgeben wollen, schließlich nutze ich das Tier ja nicht täglich...)

Bei Jackson hätten wir dann 2400 Euro bezahlen müssen. Da stelle ich fest, dass er uns das nicht wert gewesen wäre.

Ich habe es auch schonmal andersherum versucht, was mich aber auch nicht weiterbringt, weil das Ergebnis das gleiche ist: Ich reite im Jahr knapp 1000 km. Wenn ich wie beim Auto den km mit 0,3 Euro ansetze komme ich nicht weiter. dann bin ich nämlich auch bei 300 Euro im Jahr. (Und der Verkäufer könnte mir sagen: Dann reit halt mehr, dann kommst du auf 1500 km und ich krieg 450 Euro ;-) )

Bei der Preisfrage nicht zu vergessen ist die Rasse. Haflinger und Traber bekommt man in Massen. Und da sind die Preise sicherlich eher niedrig. (Besser jetzt das Pferd für 200 Euro weniger weg, als nächsten Monat nochmal 250 Euro Boxenmiete...)

oder kann man einfach sagen: das man für ein Freizeitpferd in unserer Preisklasse von 1500 Euro ausgeht und dann eher was drauf legt, wegen Unerschrockenheit, Verladefähigkeit usw usw.?
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4 Kommentare

Linear

  • Sigi Blümel  
    Unser Zahlenspezialist wieder am Werke **gg**.

    Meiner Meinung nach kann man mit einem gesunden Pferd noch einige Jahre mehr auf Wanderritte gehen. Ich habe auch schon Pferde von 25 Jahren und älter auf großer Tour erlebt. Da würde die Berechnung dann ganz anders aussehen.
    Außerdem bin ich der Meinung, daß man da nicht alle Pferde über einen Kamm scheren kann. Ein Isländer z.B. wird ja bekanntlich in der Regel wesentlich älter als z.B. ein Voll- oder Warmblüter. Und somit kann man - Gesundheit vorausgesetzt - solch ein Pferd auch länger reiten.
    Und ein Freizeitpferd ist immer so viel Wert, wie der (nächste) Käufer dazu bereit ist, dafür zu geben.
    So habe ich schon ein Pferd für 300 Euro gekauft. Aber ich habe auch schon ein Pferd für 6000 Euro gekauft.
    Die Berechnung von 1 Euro pro Tag finde ich etwas "merkwürdig".
    So kenne ich dich ja gar nicht, daß du sagst, daß du mehr nicht ausgeben würdest, da du das Pferd ja nicht "täglich nutzt". So hat es den Anschein, als sprächest du über ein Fahrrad anstatt über eure Familienmitglieder.
    Würde ich dich nicht kennen, hätte ich jetzt dabei einen merkwürdigen Beigeschmack.
    Da ich aber weiß, daß du ein absoluter Zahlenmensch bist, und deine Tiere SEHR liebst, will ich das hier einfach für die Leute schreiben, die dich eben nicht so gut kennen.

    Also liebe Leser: Christian ist niemand, der sein Pferd wie ein Fahrrad oder Motorrad behandelt. Aber die Zahlen, die haben es ihm angetan. Und ich glaube auch nicht, daß er seinen Jackson nun zum "Restwert" abgeben würde **gg**
    • Christian  
      So Sigi, und wie bist du damals auf die 300Euro bzw die 6000 Euro gekommen?
      Und bist du Dir sicher, das beide Preise fair waren?
      • Sigi Blümel  
        Sorry, daß ich erst jetzt antworte - aber ich
        habe 3 Tage in und um Hamburg verbracht :-)

        Tja, die 300 Euro waren mehr oder weniger eine "Schutzgebühr" für die Jule - die alte Stute, die ich hatte.
        Und Faxi, der Isländer, den habe ich gekauft mit knapp 8 Jahren (also ER war knapp 8, nicht ich **gg**), hatte eine entsprechende Abstammung, viel Potential und einen gute Ausbildung. Da zahlt man dann schnell mal einiges an Geld für so ein Pferd. Und er war ja auch jeden einzelnen Cent wert. Diese 6000 Euro waren übrigends ein reiner Freundschaftspreis!! Von fremden Käufern hätte meine Freundin, von der ich den Fax hatte, um einiges mehr verlangen kännen.
  • Mumin  
    Ja,ja, Christian und seine Zahlen ;-) :-P

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