Freizeitreiter erzählen

Der Tag danach - Im Garten

Ich rechnete gestern abend nicht damit, dass ich mich heute vernünftig bewegen kann. Aber erstaunlicherweise ging es mir ziemlich gut. Es taten nur noch der Nacken und irgendwie der Bereich über der linken Hüfte weh. Also durchaus akzeptabel. Also habe ich mir erstmal Ludwig geschnappt und bin eine gute Stunde durchs Feld getigert. Wir haben einen Weimaraner aus unserem Dorf mit Frauchen getroffen. Als wir den vor anderthalb Jahren zum ersten Mal trafen nahm Ludwig Reißaus nicht nur ein wenig, sondern ganze zwei Wege!
Heute findet Ludwig Hunter, den Weimaraner, richtig klasse und orientiert sich an ihm. Sehr witzig das zu beobachten....

Dann waren Ludwig und ich nach einem kurzem Einkauf am Stall. Kerstin hatte vorsichtshalber gefüttert, aber da es mir gut ging, habe ich Ordnung am Stall gemacht. Und da unser Hofbesitzer auf dem Hof war, nutzte ich die Gelegenheit und fragte, ob ich ein paar Schubkarren von seinem Asphaltsplit haben kann.
Er grimelte nur.

Also war klar, ich brauche den Hänger. Aber leider war unser Eingang zu geparkt, so daß ich den Eingang zur Mistkarre benutzen musste. Während ich da hin und herrangierte hatte ich immer einen Blick auf Lotta und Ludwig, die auf der Wiese herumspielten. Von dem Auto hielten sie sich zum Glück fern.

Dann ging es erstmal nachhause. Was ich vorhatte? Vor drei Jahren haben wir uns vor unserem Gartenhaus eine Terrasse mit Rindenmulch angelegt. Vorher war die Terrasse kleiner und mit Platten gestaltet. Die Platten habe ich damals weggemacht und als Umrandung für unser erstes Gemüsebeet genutzt. Unter den Platten befand sich einiges an Sand.
In den letzten drei Jahren ist der Rindenmulch weniger geworden, und wenn man sich jetzt da hin setzt, versinkt man drei bis fünf Zentimeter. In den nächsten Wochen werden wir den Rindenmulch mit Hackschnitzeln ergänzen. (Insgesamt brauchen wir 12m³, weil wir gut 100 qm mit Hackschnitzeln bedecken wollen.)

Damit man aber dauerhaft nicht mehr einsinkt, wollten wir den Sand durch Asphaltsplit ersetzen. (Die Bauern in unserer Gegend nutzen das gerne, um ihre Feldwege zu befestigen. Das Material entsteht, wenn Autobahnen neu gemacht werden, dann wird vom Asphalt die oberste Schicht abgetragen und dann landet die bei uns im Feld. Wir sind sozusagen "Autobahnreiter")

Wo war ich? Achja, ich kam also nachhause und schnappte mir Schubkarre und Schaufel.
So sah es aus, bevor ich angefangen habe.


Nach einer guten Stunde Arbeit hatte ich Sand, Rindenmulch und etwas Erde im Pferdehänger. Im Boden habe ich dann noch ein biegsames Rohr mit Stromkabel gefunden.. keine Ahnung wo das herkommt, aber da die Enden nicht isoliert sind, ist es wohl nirgendwo angeschlossen)

Nach soviel Sand sieht es gar nicht aus. Aber man merkte das Gewicht beim Fahren schon ziemlich.


Da unser Roundpen nochmal neuen Sand brauchte, war auch klar, wo der Sand hinkommt. ;-) Im Garten brauchen wir halt keinen Sand.
Wie oben geschrieben, war ja unser Eingang zu geparkt. Also habe ich rückwärts den Hänger so na wie möglich dran gesetzt und konnte dann den Sand auf den Roundpen kippen.
Das ging wesentlich schneller, weil ich keine weiten Wege mehr zu gehen hatte. (Zuhause hatte ich vom Hänger bis zur Baustelle immerhin gute 40m zu laufen.)
Nach einer halben Stunde war dann der Hänger leer und ich konnte umparken.
Da dieser Asphaltsplit wieder zusammenpappt, wenn er in der Sonne liegt und heiß wird, hatte ich mir eine Spitzhacke mitgenommen, um das Zeug locker zu bekommen. Auch hier war ich nach einer halben Stunde fertig. Ich habe aber nicht ganz soviel Split mitgenommen, wie ich Sand hatte. Ich hatte das Gefühl, dass der nämlich noch schwerer ist.

Einmal Split bitte..
Vor dem Verfüllen...


Da ich jetzt erneut die weiten Wege zu laufen hatte, dauerte das Ausladen auch wieder eine Stunde. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Jetzt muss ich das nur nochmal feststampfen.
Erstmal fertig.


Nachher war ich erstaunt, dass ich die Aktion in gut drei Stunden über die Bühne gebracht habe. Nach dem Mittagessen ging es dann zurück zum Stall, wo Kerstin noch den Sand schön verteilt hat.
Kerstin ganz fleißig.


Anstrengend war es aber schon. Die Arme waren nachher ganz schön schwer. Und gut zu sehen, dass ich wieder vollkommen auf dem Damm bin.
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