Einträge für Februar 2017

  • Februar, 2017
  • ...Tja, jetzt sind sie ab

    Nein, die Mähne liegt nicht auf der anderen Seite ! Schon eine ganze Weile hatte ich mir überlegt, Jackson mal die fusseligen Haare zu schneiden. Aber beim Schneiden der Spitzen entstehen dann immer nur diese peinlichen Frisuren à la Pottschnitt oder Prinz Eisenherz, was das ganze auch nicht wirklich verschönert. Irgendwann entstand daraus der Gedanke, die Zotteln einfach mal abzuschneiden und ne Stehmähne auszuprobieren. Diesen doch ziemlich drastischen Schritt musste ich aber natürlich erstmal noch lange vor mir her schieben. Samstag morgen war es dann aber so weit: Kurzerhand schnappte ich mir die Schere und los ging es.

    Da liegen sie, die schönen Haare - alle ab


    Nachdem der erste Schnitt gemacht und eh schon ein Drittel der Mähne fehlte, fiel es auch nicht mehr schwer, weiter zu schnippeln. Mit riesigem Loch in der Mähne konnte Jackson ja jetzt eh nicht mehr rumlaufen. Heute haben sich die Haare bereits ein bisschen aufgestellt und wurden mit Hilfe von Papas Haarschneider noch etwas getrimmt.

    Hier einmal das Ergebnis mit unserem tollen Equizaum


    Nach dem ersten Schock gefällt es mir sogar schon ganz gut, sogar Kerstin, die Stehmähnen eigentlich hässlich findet, kann damit leben. Auch Kathi war überrascht, dass es nicht hässlich aussieht. Sie hat sogar gemeint, Jackson sähe damit sportlich und frischer aus :-D Nun müssen die Haare erstmal wieder ein Stückchen wachsen, damit ich der Frisur den letzten Schliff geben kann.
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  • Wie ein verkrampfter Frosch...

    Tja hier war ja in den vergangenen Tagen nicht viel los... aber so war es auch bei uns am Stall.
    Das Wetter war ziemlich wiederlich und wir waren entweder krank oder hatten keine Zeit.
    So hatten die Ponies mehr oder weniger frei.
    Am Mittwoch waren die Hufe mal wieder dran, aber das ist ja auch keine wahnsinnige Anstrengung...jedenfalls nicht für die Vierbeiner.
    Donnerstag war ich immerhin eine Runde zusammen mit Kathi, Ribanna und Maja spazieren.
    Bereits morgens blies der Wind sehr frisch und Lia war zunächst etwas hibbelig.
    Doch sie freute sich, als sie Ribanna erkannte und wieherte ihr sogar leise entgegen.

    Gestern, am Karnevalssamstag, waren Tina und ich dann zusammen unterwegs. Tina wollte laufen, so nahm sie Lia vom Boden aus an den Strick, während ich ein halbes Stündchen ritt.
    Im Feld war richtig viel los: Spaziergänger, Fahrradfahrer und Leute mit Hunden. War schon ein bißchen ungewöhnlich so im Februar....
    Nachdem wir kurz hinterm Ackerer Schmidt die Straße überquert hatten, stieg ich ab und lief den Rest zu Fuß.

    Heute waren wir seit langem mal wieder mit Kathi verabredet.
    Da sie vormittags noch mit Jolie ausreiten war, machten wir aus, daß wir sie bei ihr am Stall abholen würden.
    Also marschierten wir um 12 Uhr bei uns los.
    Tina ließ sich diesmal von Jackson tragen. Ich lief erst mal zu Fuß bis wir bei Kathi angekommen waren.

    auf dem Weg zu Kathi durch´s Dorf


    Ich stieg dann auf und Lia und ich ritten zum ersten Mal in einer Dreiergruppe.
    Tina hatte mich wieder am Strick.
    Das Wetter war uns heute gut gesonnen. Es gab einen trockenen Sonne-Wolken-Mix mit teilweise böigem Wind.
    Die Böden sind auch schon wieder gut abgetrocknet.

    Lia und ich neben Jackson als Handpferd


    Maja und Spikey


    Mein erstes Foto vom Sattel aus.


    Wir ritten so ungefähr 40 Minuten, dann stiegen Kathi und ich ab. Wir wollten zu Fuß weiter gehen.
    Ribanna hielt allerdings nichts von unserem Richtungsvorschlag und machte sich mal kurzfristig flott auf den Heimweg. Allerdings ohne Kathi !
    Die rief ihr hinterher und lief ihr nach. Nach wenigen Metern hatte sie ihr Schimmelchen wieder eingefangen.
    Dann mußte sie doch mit uns den längeren Weg weitergehen.

    Dieser führte uns bis zum Wald.
    Dort gibt es eine Wiese mit Tränken für die Kühe, wo alle Pferde mal ihren Durst stillen konnten.
    Ich wollte eigentlich wieder aufsteigen, doch kamen von rechts ein paar Leute mit einer ganzen Hundemeute den Berg herunter.
    Da gingen wir lieber mal weiter, denn wir waren alle nicht scharf auf ein Zusammentreffen.

    Ein paar hundert Meter weiter bot sich jedoch schon wieder eine gute Aufsteigemöglichkeit.
    Im Wald waren Fällarbeiten gemacht worden und am Wegrand lagen einige Baumstämme.
    Einer war so hochgebogen, daß mir die Höhe gut ausreichte.
    Ich testete zuerst, ob er fest lag und nicht wegrollte. Er war sehr stabil, also parkte ich Lia daneben und stieg wieder auf.
    Parken läßt sie sich wirklich vorbildlich und bleibt auch immer brav beim Aufsteigen stehen.
    Auch Kathi schwang sich wieder auf Ribanna´s Rücken.
    Und dann sind wir einfach losgeritten... Ganz ohne Sicherheitsleine ....Ich dachte mir ein paar Meter könne ich ja ruhig schon allein gehen.
    Lia reagierte gut und lief brav mit den anderen mit.

    Kerstin und Lia leinenlos


    .


    .


    .


    Bald darauf bogen wir rechts am Waldrand ab und ritten etwas bergauf.
    Lia mußte strengte sich an, doch vielen wir etwas zurück, da Ribanna und Jackson da nun einfach doch einen großen Trainingsvorsprung haben.
    Der Wind frischte wieder auf und in den Bäumen raschelte es.
    Dann passierte es: Lia erschreckte sich und lief los. Doch das war´s auch schon. Sie ließ sich sofort wieder von mir anhalten und lief weiter im Schritt.
    Nach ein paar hundert Metern passierte das gleiche noch mal.
    Einerseits war ich froh es "hinter mir zu haben" das erste Mal Erschrecken auf Lia´s Rücken, andererseits war ich danach etwas nervös.
    Völlig unbegründet, ich weiß....denn es war ja nichts ungewöhnliches passiert, was mir nicht auch mit jedem älteren Pferd hätte passieren können. Im Gegenteil. Lia hatte doch perfekt reagiert und sich halten lassen.
    Aber so als Angsthase.....
    Ich bemühte mich aber mich wieder zu entspannen und Kathi und Tina halfen mir dabei, in dem sie mich mit einer Unterhaltung ablenkten.
    Tina neckte uns, weil sei meinte, wir müßten aber noch an unserer Geschwindigkeit arbeiten, da wir etwas hinterher schlichen.
    Mein Kommentar dazu brachte Kathi sehr zum lachen. Ich meinte nur: "Wenn ich hier nicht mehr wie ein verkrampfter Frosch drauf sitze, dann läuft Lia sicher auch etwas schneller !"
    Kathi wollte wissen, wie ich denn auf den Frosch gekommen sei.... Gute Frage.... sowas kommt mir dann einfach in den Sinn.... muß aber keinen solchen haben :-)

    Ich wurde langsam lockerer, da Lia wirklich total lieb war und am lockeren Zügel brav vorwärts lief.
    So blieb ich die ganze Zeit "leinenlos" und war innerlich sehr sehr stolz auf mein Mädchen und ein bißchen auf mich.
    Kurz vorm Stall geht der Weg dann nochmal bergab. Da stieg ich ab, denn das ist für Lia doch noch sehr schwer.

    Es war ein sehr schöner Ausritt heute. Ein großes Dankeschön an Tina und Kathi, die mir immer unterstützend zur Seite stehen und mich zum Glück nicht allzu ernst nehmen !
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  • Fühlt sich so gut an !

    Gestern Mittag, als ich noch auf der Arbeit war, schrieb ich Tina eine Nachricht: "Gehen wir nachher reiten ?"
    Das war schon ein cooles Gefühl, das jetzt wieder so schreiben zu können. Klar, "reiten gehen" ist noch relativ, aber es stimmt ja irgendwie.

    Um drei Uhr waren wir dann am Stall und kratzten erst mal einigen Dreck von den Ponies.
    Jackson inhalierte währenddessen schon mal. Leider hustete der arme Kerl diese Woche mal wieder. Die ersten Pollen fliegen also schon.

    Als ich mein Pony sattelte, meinte Tina so: "Wir können ja jetzt eh nur noch ne kleine Runde gehen, da kannste dann ja auch ganz reiten!"
    "Stimmt!" und schon war es beschlossene Sache.

    Dieses Mal stiegen wir beide direkt auf und Tina klinkte den Handpferdestrick an Lia´s Equizaum.
    Dann ritten wir vom Hof und raus ins Gelände.
    Ich überlegte, welche Mini-Runde wir nehmen sollten, da ich erst mal noch - so weit möglich - auf viel Steigung und vor allem Gefälle verzichten möchte.
    Mein Vorschlag war bis zum Wald und dann wieder zurück. Tina war einverstanden.

    Es war so schön ! Das Wetter hätte ehrlich nicht besser sein können. Die Sonne schien und es war absolut windstill.
    Einige kleinere Gefälle meisterte Lia gut. Sie ging sehr sehr vorsichtig und ich versuchte, sie so wenig wie möglich zu stören.
    Bergab war auch ohne Reiter schon immer eine kleine Schwäche von ihr gewesen und nun mit Reiter ist es wieder wie bei ihren ersten Abstiegen vor einem Jahr.
    Aber sie lernt sehr schnell und auch ihre Balance wird von Ritt zu Ritt schon besser.

    Kurz bevor wir den Rückweg einschlugen, ging es dann ein Stück bergauf.
    Da merkte man ihr an, daß das nun anstrengender für sie war.
    Doch sie gab sich wirklich viel Mühe und ich setzte mich in den leichten Sitz, um es ihr so angenehm wie möglich zu machen.
    Als wir oben waren machten wir eine kurze Verschnaufpause, in der das obige Foto entstand.
    Tina und ich waren tatsächlich wieder zusammen ausreiten...mit unseren eigenen Pferden. Das fühlt sich richtig gut an !

    Dann ging es auch schon wieder zum Stall zurück.
    Nach 50 Minuten war unser Mini-Ausritt beendet und ich war sehr sehr stolz auf mein Pony. Und ein klitzekleines bißchen stolz auf mich, daß ich es mit ihr bis hierhin geschafft habe und alle meine Befürchtungen und Ängste bisher überwunden habe.

    Mein erster kompletter Ausritt mit Lia. 3,5 km


    Heute sollte unsere Runde insgesamt etwas größer werden.
    Wie gestern ritten wir beide vom Hof. Dieses Mal wieder in die andere Richtung.
    Ich hatte mir vorgenommen 30 Minuten zu reiten und dann zu Fuß weiter zu gehen.
    Es klappte alles problemlos und wir kamen gut voran.
    Lia läuft fleißig neben Jackson her und wir sind definitiv schneller, als mit mir lahmen Schnecke zu Fuß ;-)

    Nach etwas über einer halben Stunde zu Fuß - auch Tina war ein gutes Stück mit uns gelaufen -, erreichten wir eine Autowerkstatt, an der es einige Aufstiegsmöglichkeiten gab.
    Ich entschied mich für ein Mäuerchen, daß hoch genug war.
    Als dabei war Lia dort zu parken, hat sie mich wohl mißverstanden.
    Auf einmal stand Lia mit beiden Vorderhufen auf der Erhöhung als wäre sie ein Podest. Ich mußte lachen und bugsierte dann mein Pony wieder nach unten.
    Dann konnte ich aufsteigen und mich wieder von Tina anleinen lassen.

    Die nächste halbe Stunde verbrachte ich wieder im Sattel.
    Einen Aufstieg meisterten wir noch. Wir hatten die Wahl zwischen steiler und trockener oder nicht ganz so steil dafür matschiger.
    Wir entschieden uns für den trockeneren Weg. Lia stapfte tapfer mit mir den Berg hinauf.
    Auch hier konnte ich schon jetzt merken, wie es ihr mit jedem Mal leichter fällt.

    Das letzte Wegstück war dann wieder für alle ein Fußmarsch.
    Insgesamt ist es aber schon gefühlt was anderes, wenn man zwischendurch auch mal reitet.
    In der kommenden Woche nun soll das Wetter ziemlich widerlich werden. Da werden die Ponies wohl viel frei haben.
    Aber warten wir ab, was kommt.
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  • sunny afternoon

    Freiheit ! Das ist, was ich empfinde, wenn es die ersten Tage im Jahr so mild ist, daß man wieder nur in Jeans und Pullover draußen rumlaufen kann; ohne Mütze, Schal und Handschuhe oder dicke Jacke.
    Man ist so viel beweglicher und fühlt sich einfach freier. Ich mag das sehr !

    Heute hatte ich mit meinem Kollegen den Dienst getauscht und war daher erst nachmittags am Stall.
    Das war auch sehr gut so, denn heute Morgen hat es fies geregnet.

    Als ich am Stall ankam, strahlte dagegen die Sonne vom Himmel.
    So machte ich mich gut gelaunt an´s Misten. Schnell entledigte ich mich schon mal noch einer Jacke.

    lazy afternoon


    "gähn"


    Als alles blitzeblank war, mußte auch Lia noch geschrubbt werden.
    Sie hatte sich ordentlich mit Dreck bedeckt. Aber alles war trocken und mit Federstriegel, Magicbrush und Bürste waren wir den Matsch schnell los.

    Sattel drauf, eine Runde über den Hof führen, nachgurten und rauf auf das Pony.
    Das ist jetzt schon Routine für Lia. Sie lernt echt schnell und ich merke, wie sie jeden Tag schon etwas besser verstanden hat, wie es läuft.
    Heute wollte ich den Hof auf der anderen Seite verlassen, also ritten wir nicht die Einfahrt raus, wie die letzten Tage, sondern einmal über den Hof.
    Es ging in Etappen aber insgesamt war Lia immer bereit weiter zu gehen, nachdem sie sich alles genau angeschaut hatte.
    Wir ritten bis zum Reitplatz. Dort stieg ich wieder ab und wir gingen zu Fuß ins Gelände.

    mit meinen Beiden unterwegs


    "Was machst Du denn da?"


    herrlich in der Sonne


    Nach dem Spaziergang parkte ich Lia nochmal und stieg auf.
    Diesmal ritten wir dann doch noch die Einfahrt raus.
    Doch als wir sie zur Hälfte geschafft hatten, kam Tina gerade auf dem Parkplatz an. Da war Lia abgelenkt und verunsichert und wollte nicht mehr weiter.
    Als Tina sich zu erkennen gegeben hatte, konnten wir zusammen noch bis zum Ausgang kommen.
    Dort stieg ich ab und damit war die Einheit heute beendet.

    Sattel ab und zurück in den Stall. Dann begleiteten Ludwig und ich Tina, Jackson und Spikey noch auf ihrem Spaziergang.
    Es ist ja inzwischen doch schon recht lange hell, so daß wir noch eine schön Runde drehen konnten.
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  • Der Frühling zeigt sich

    In den letzten Tagen ist es nun deutlich milder geworden. Die Sonne zeigt sich, Vögel zwitschern und heute habe ich den ersten Schmetterling gesehen !
    Der Frühling begrüßt uns schon mal vorsichtig in 2017.

    Nach unseren erfolgreichen Ritten am Wochenende habe ich Lia am Montag auf dem Platz longiert.
    Da konnte sie sich im Trab und Galopp mal wieder die Beine richtig vertreten.

    Am Dienstag gab es - wie letzte Woche - dann wieder unser Allein-Reiten-Training.
    Diesmal bestand ich aber darauf, daß Lia ein Stückchen vom Stall weggeht.

    Die schlaue Maus wollte natürlich nach dem Aufsteigen (das ist jetzt wirklich überhaupt kein Problem mehr für sie, genau wie das Absteigen) direkt in Richtung Stall/Futter losgehen.
    Doch ich war vorbereitet und lenkte sie in Richtung Ausfahrt.
    Mit vielen Pausen und einigem Treiben und Überzeugen ritten wir tatsächlich die Einfahrt entlang und auf den Parkplatz bis zu meinem Auto.
    Dort lobte ich sie ausgiebig und stieg ab. Dann gingen ich zu Fuß mit ihr weiter auf einen Spaziergang.

    Heute das gleiche doch ritten wir noch ein Stückchen weiter. Die Pausen und das Treiben waren heute schon etwas weniger.
    Wir ritten bis aus dem Hof heraus bis vor den Nachbarhof.
    Dort machten wir uns mit einer Mülltonne vertraut und dann stieg ich wieder ab und lobte Lia erneut ausgiebig, bevor wir unseren Spaziergang machten.

    Es macht viel Spaß mit ihr....Sie ist so unaufgeregt bei der ganzen Sache.

    die drei Ponys knabbern Stroh


    Jackson frühstückt in der Sonne auf dem Balkon


    Lia frißt Heu
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  • Endlich, endlich, endlich...

    .... darf das Pony sich wieder bewegen.

    Seit dem 01.11.2016 hat Luna nun wegen dem Bein in der Box stehen müssen und es war für uns beide eine harte Zeit. Ich hatte immer mehr ein Bündel gespannter und platzender Energie, mit dem man verständlicherweise immer weniger in Ruhe machen konnte. Hatte ich den Kopf vorne noch ruhig, hüpfte das Hinterteil um mich herum und das dürfte wegen dem verletzten Bein ja nicht passieren. Also musste Luna immer mehr nur noch in der Box stehen, damit das Bein endlich abheilen konnte.
    Aber seit letzter Woche haben wir endlich das okay vom Tierarzt. Das Bein ist jetzt stabil verheilt und wir dürfen langsam anfangen zu belasten.
    Dazu bekomme ich GsD kompetente Hilfe, denn ich glaube mir würde es alleine nicht gut gelingen ihr klar zumachen, dass sie auch jetzt nur langsam starten darf und erst wieder Muskeln aufbauen muss, bevor sie richtig Gas geben darf.
    Bei den ersten beiden Einheiten diese Woche hat die Hummel dann auch stark angetestet, ob sie es nicht doch schafft sich zu entziehen und mit steigen oder bocken ihren Willen zu bekommen. Aber Jutta bleibt bei so etwas ja völlig locker und zeigt ihr deutlich, dass sie mit diesem Verhalten gar nicht weiter kommt.

    Die Nachuntersuchung der Zysten ergab leider, dass diese noch nicht wirklich kleiner geworden sind. Deshalb bekommt sie nun die Hormone weiter, erst mal bis zum Frühjahr. Mal sehen, wie es dann aussieht.

    Eine kleine lustige Situation am Rande: Für den Ultraschall der Zysten wird Luna sediert. Nun stand sie sediert nach der Untersuchung im Stall und war noch seeeehr müde. Eine andere Besitzerin, deren Stute ebenfalls Hormone bekommt, kam vorbei und meinte:"Die Hormone wirken aber gut, die ist ja total brav!" Als ich ihr erklärte, dass Luna noch sediert ist, mussten wir beide sehr über mein "braves" Pony lachen.
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  • Jetzt geht´s los !

    Gestern konnten wir also nun den Equizaum nutzen für unsere Reiteinheit mit Lia.
    Ich stieg allein auf und dann klinkte Tina ihren Führstrick unten ein. Der Equizaum ist ideal für unser Training, denn wir können so wunderbar Führen vom Boden und Zügelführung von oben kombinieren. Und das, ohne daß wir dafür mit nem zusätzlichen Halfter drüber oder sowas hantieren müssen.

    Tina führte uns wieder eine Runde über den Hof, doch dieses Mal war ich nicht mehr nur noch Passagier, sondern begann Zügel und Schenkel mit einzusetzen. Das klappte ziemlich gut und auf der Rückrunde lief Lia sogar flüssig (klar, ging ja zurück zum Stall ;-) ).
    Danach sattelte ich wieder ab, da es zu schneien begonnen hatte und ich den Sattel nicht unnötig naß werden lassen wollte.
    Doch schon wenige Minuten, nachdem wir losgelaufen waren, hörte der Schneefall wieder auf.

    Wir schlugen dennoch die Waldrunde ein, falls es doch nochmal naß von oben werden sollte.

    Lia war im Wald wieder etwas guckig und deshalb unkooperativ. Diesmal wurde ich etwas deutlicher, daß ich ihr rumgehampel nicht dulde und von ihr erwarte, daß sie auch wenn sie guckig ist, ihre Freundlichkeit und ihren Respekt mir und den anderen gegenüber bewahrt.

    Danach verlief der Spaziergang dann ruhiger und wir konnten gesittet weiter gehen.

    Lia mit ihrem neuen Equizaum


    von der Seite


    Tina macht mit Jackson noch ein paar Kletterübungen auf dem Rückweg:

    ab in den Graben


    Jackson ganz unten


    Zurück am Stall durften die Beiden noch ein bißchen auf den Platz, um sich die Beine zu vertreten.
    Faul wie sie sind, laufen sie natürlich nicht von allein, sondern Tina und ich mußten mit ein bißchen Scheuchen nachhelfen.

    laufen auf dem verschneiten Reitplatz


    Heute war es dann soweit: Lia und ich ritten zum ersten Mal zusammen in´s Gelände.
    Ich stieg am Stall auf und Tina nahm uns an den Führzügel. Jackson führte sie mit der anderen Hand.

    Zunächst war Lia kurz unsicher, als wir vom Hof ritten, doch das dauerte nur wenige Meter.
    Dann lief sie brav und entspannt.
    Das Tempo war noch recht gering, aber das ist ja erst mal völlig ok.
    Sie reagierte sowohl auf Tina als mich gut genug und schnaubte nach einigen hundert Metern sogar ab.
    Ich hatte ein riesiges Grinsen im Gesicht (jedenfalls fühlte es sich für mich so an). Ich war tatsächlich zum ersten Mal auf einem Ausritt mit Lia !
    Nach fast einem Jahr Vorbereitung war es endlich soweit.
    Zwanzig Minuten ritt ich, bevor ich abstieg und zu Fuß weiter ging.

    Tina stieg dann auf und ritt neben uns her.
    So ging es eine ganze Weile weiter.
    Nach etwas über einer halben Stunde später fanden wir eine gute Stelle, an der ich noch einmal aufsteigen wollte.
    Dort liegt ein dicker Baumstamm auf der Seite, der hoch genug ist.
    Als ich Lia und mich wieder für´s Reiten vorbereitete, sprangen zwei Katzen durch´s Unterholz in der Nähe vom Baumstamm.
    Davon ließ Lia sich etwas verunsichern und gleichzeitig gingen in der Nähe auch noch Menschen spazieren.
    Kurz überkam mich wieder meine übliche Unsicherheit und ich überlegte, ob ich nicht doch zu Fuß weiter gehen sollte.
    Doch dann entschied ich mich einfach aufzusteigen. Die Welt um uns herum wird nicht einfach immer stehen bleiben, nur weil wir reiten wollen und ich dachte, daß es besser ist, sich gleich daran zu gewöhnen.

    So parkte ich Lia am Baum und stieg auf. Das klappte super und ich war total stolz auf das erste Mal aufsteigen im Gelände.
    Tina bekam wieder den Führzügel und los ging´s.
    Wir ritten am Bach ein Stückchen durch den Wald. Der Weg ist in der Mitte geschottert und Lia wollte dort nicht gehen. Also durfte sie hinter Jackson gehen.
    Das Handpferd-sein kennt sie ja noch vom Sommer mit Benji.
    Als der Weg besser wurde, ritt ich sie neben Jackson. Inzwischen reagierte sie schon ziemlich gut auf die Zügel und Schenkel und ich war sehr stolz auf Lia.
    Kurz darauf ging es das erste Stück leicht bergauf.
    Sie merkte, daß das mit Reiter anstrengender ist, und wollte lostraben. Doch sie ließ sich sofort wieder durchparieren und blieb dann im Schritt.
    Ich ritt wieder zwanzig Minuten, und da Tina ja auch im Sattel saß, war es unser erster Ausritt zusammen !
    Nachdem wir dann noch mit bravem Warten die Strasse überquert hatten, stieg ich wieder ab und lief den Rest des Weges zu Fuß.

    Wir waren insgesamt zwei Stunden unterwegs.
    Es war so schön mit so einem lieben Pferdchen zum ersten Mal im Sattel unterwegs sein zu dürfen.
    Ich hatte keinerlei Angst und konnte ihr wirklich vertrauen, daß sie keinen Mist macht.
    Dabei hilft natürlich wieder, daß Tina und Jackson uns mit soviel Ruhe und Souveränität begleiten und helfen.
    Also, es geht jetzt wirklich los: Lia wird ein Reitpferd !
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