Meinung - Einträge für August 2010

  • August, 2010
  • Gibt es mehrere "Wahrheiten" ?

    Wie Christian gerade beschrieben hat (Religiöse Züge?), ist mir in all den Jahren, in denen ich in der Reiterszene unterwegs bin, auch immer wieder aufgefallen, daß es viele verschiedene "Wahrheiten" gibt.
    Sicher ist das so, denn jedes Pferd und jeder Mensch und somit natürlich auch jedes Pferd-Reiter-Paar sind unterschiedlich und haben verschiedene Bedürfnisse.

    Gleichzeitig habe ich auch noch nirgendwo sonst sooft das Gefühl gehabt, daß jeder nur SEINE Meinung für DIE "Wahrheit" hält. Und daneben läßt er auch NICHTS mehr gelten.
    Das finde ich sehr schade und auch absolut unnötig.
    "Leben und leben lassen" sollte vielmehr das Motto sein, vorrausgesetzt natürlich, daß dem Tier kein Schaden zugefügt wird.

    Vielleicht sollten wir alle ein bißchen toleranter gegenüber Andersartigem oder anderen Meinungen zu sein.
    Ich nehme mir jedenfalls vor es zu versuchen.
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  • Religiöse Züge?

    Während im IT-Umfeld das Internet als Wissensquelle unersetzlich ist, ist das im reiterlichen Bereich ganz anders.. Das mag zum einen daran liegen, das die IT im Internet zuhause ist, zum anderen gibt es in der IT keine verschiedenen Wahrheiten. Es mag bei Problemen im IT-Bereich auch schonmal verschiedene Lösungsmöglichkeiten geben. Aber dann kann man alle ausprobieren und eine der Lösungen wird funktionieren.

    Im reiterlichen Bereich ist das ganz anders. Zum einen gibt es dort wesentlich weniger fundierte Informationen umsonst. So habe ich beim Thema Wanderreiten feststellen müssen, dass man da einfach auf Bücher zurückgreifen muss, im Netz ist das unheimlich schwer etwas zu finden.

    Hinzukommt die andere Klientel, wenn man zum Beispiel in Foren guckt. Wie oft haben in irgendwelchen Foren Pferdeleute auf Fragen geantwortet: " ich mache das so, und komme klar" über "keine ahnung ich denke mal nach" (dann ist doch Schweigen viel sinnvoller" über "hab keine Ahnung, aber ich kann mir vorstellen, dass das so und so ist." Immer wieder hatte ich den Eindruck, dass da 13jährige Pferdemädels irgendwas schreiben, hauptsache sie haben was geschrieben. Da werden Diskussionen über 20 Seiten geführt und geraten total außer Kontrolle.
    Kerstin hat ja kürzlich erst zum Thema Gebisse recherchiert und es gab nicht viel fundiertes an Informationen.

    Bei vielen Dingen hat man das Gefühl,dass da mehr Glauben als Wissen im Spiel ist. Und Glauben erhält schnell fanatische Züge. Da gelten dann keine Meinungen außer der eigenen.

    Klar im IT-.Bereich gibt es das auch,aber da geht es dann mehr um mein Browser ist besser als deiner. Und den meisten Leuten, die an solchen Flamewars teilnehmen, ist bewusst, dass man sich hier nicht so ernst nehmen muss. Aber ich habe in Foren immer die Möglichkeit klar mein Problem zu umreißen, ich kann meine Konfiguration posten und eine Fehlermeldung ausgeben. Damit kann man mir natürlich viel besser helfen, als bei einem Problem mit einem Pferd. Schließlich handelt es sich um Lebewesen, die alle ganz individuell sind.

    Und der Tonfall ist im IT-Bereich ein anderer. Man wird oft direkt auf Google oder Handbücher verwiesen. Man erwartet, dass man erst versucht sich selber zu helfen und auch verrät was man schon gemacht hat.

    Noch ein Aspekt: Wenn ich mich zu einem mir unbekannten Thema (egal in welchem Bereich) informieren möchte, starte ich mittlerweile bei Wikipedia. Dort finde ich dann meist Quellenangaben, die mir eine zügige Vertiefung in das Thema ermöglichen. Und dann habe ich ein paar Stichworte, mit denen ich dann google füttere. Dann weiss ich immer was ich wissen will.

    Aber auch das ist im reiterlichen Bereich nicht immer möglich.

    Hier beschreibt die Autorin des Blogs "reingeritten" ähnliche Erfahrungen....
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  • Hänger fahren

    Als wir Jackson geholt haben, war das wohl unsere bisher längste Tour mit dem Pferdehänger. Und ich stellte unterwegs fest, dass ich mich langsam aber sicher an den Hänger gewöhne. Er ist etwas breiter als das Auto, und ich hatte anfangs oft Sorge, dass wir mit dem Hänger irgendwo nicht durchpassen.
    Aber so schlimm ist es gar nicht.

    Und auch für engere Kurven habe ich jetzt den Dreh für den richtigen Wendekreis raus. Es ist bisher nie etwas passiert, aber ich merke so langsam, wie Gewohnheit reinkommt und es in Fleisch und Blut übergeht. Und das Bewusstsein, dass da ein Pferd drinsteht, verhindert auch das ich leichtsinnig werde.

    Man muss sich halt bewusst sein, dass man wesentlich defensiver unterwegs sein muss, und dass so Dinge wie längere Beschleunigung und längerer Bremsweg immer eine Rolle spielen. Und wie erwähnt, das Pferd soll sich ja nicht ganz schlimm fühlen.

    Wichtig ist mir aber auch die Rücksichtnahme auf die Leute, die hinter mir unterwegs sind. Freitag ging es dann durch einige Waldstückchen, kurvige Strassen, nur 60km/h erlaubt und auf einmal vor mir ein 50er Roller, und hinter mir 3 Autos. Es war klar, dass ich da mit dem Hänger nicht vor einer der nächsten Kurven vorbeikomme. Also habe ich an der nächsten Bushaltestelle kurz gehalten und die Autos an mir vorbeigelassen.
    Das kostet mich keine Zeit und spart die Nerven der Leute hinter mir.

    Auch in kleineren Orten nutze ich gerne die Bushaltestellen, um den nachfolgenden Verkehr vorbeizulassen. Da passe ich mit dem Hänger von der Länge gut rein, man sieht sie früh genug, um abzubremsen. und Platz ist meistens auch. Und einen Bus hatte ich noch nicht hinter mir.

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