Leben mit und für die Pferde

Wander oder Sternritt?

Nach unserem Wanderritt muss ich für mich feststellen, dass für mich Wanderritte sinnvoller sind als Sternritte.
(Zur Erläuterung: Wanderritte: Man reitet von Unterkunft zu Unterkunft und kommt irgendwann an seinem Ziel an. Bei Sternritten hat man eine feste Unterkunft und ist tagsüber mit dem Pferd unterwegs und kommt dann abends wieder zurück.)

Warum das so ist? Ich konnte mich für die Ritte in der letzten Woche viel einfacher motivieren. Ich weiß morgens, dass ich abends woanders erwartet werde und bin bereit entsprechend früh aufzustehen und dann auch die 25km, die anstehen, zu reiten.
Bei Sternritten könnte ich mir vorstellen, dass ich dann eher nicht ganz so früh aufstehen möchte und mich dann auch nur schwerlich für einen solchen Ritt aufraffen könnte. Da würden mir dann auch nur 10 bis 15 km reichen.
Dieses Losmüssen half mir ungemein.
Und ich fand es spannend, jeden Abend woanders anzukommen, mich auf neue Leute einzulassen, ein neues Bett, eine neue Umgebung.

Was auch spannend war: Das Auskommen mit dem nötigsten. Dass unser Gepäck limitiert war, war eine spannende Erfahrung. Etwas, das man heutzutage nicht mehr oft erlebt.
Was eigentlich nicht mehr zum ursprünglichen Thema passt, aber irgendwie zu meinen Ausführungen gehört:
Es war auch komisch, irgendwie den ganzen Tag "aus der Welt zu sein" und zu zweit mit den Pferden die Natur zu geniessen. Und dann kommt man abends ins Hotel, schaltet den Fernseher ein, (Ja, das war vielleicht ein Fehler) und bekommt die aktuellsten Neuigkeiten mit: Guttenberg und seine Affäre, und natürlich Japan und das Atomunglück...
Dieser Gegensatz war irgendwie sehr krass.
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6 Kommentare

Linear

  • alpentrekker  
    Dieses im Jetzt und hier leben, nur die Gegenwart zu geniessen und nicht zu wissen, wie die Zukunft aussieht, die Herausforderungen des Augenblicks, das Adrealin und die Eindrücke der Natur, die physische Belastung von 8-12 Stunden reiten und gehen, ohne all den Balast der Zivilisation, ist das was am Wanderreiten so faszinierend ist... der nächste Weltkrieg könnte ausbrechen und du kriegst es nicht mit....
    ...könnte süchtig machen....
    Gruss
    • Christian  
      Danke, Du hast genau das ausgedrückt, was ich sagen wollte.
  • Sigi Blümel  
    Wir haben beides erlebt. Den Wanderritt und auch die Sternritte.
    Früher waren die Wanderritte für uns wesentlich schöner, Je älter wir wurden, desto eher mochten wir dann die Sternritte.
    Bei mir halt gesundheitlich bedingt. Fühlte ich mich mal einen Tag nicht so dolle, so konnte ich halt die Ritte abkürzen oder gar mal einen Tag "schlabbern". Das war dann eher Urlaub mit dem Pferd.

    Von unserem Wanderritt mit Wolfgang Arndt "Rothaar-Kammritt" träume und zehre ich noch heute. Da war es auch so, daß wir von michts was mit bekamen.
    Absolut nichts. Denn da gab es abends auch keinen Fernseher. Alles was wir an Nachrichten hörten, hörten wir von den jeweiligen Herbergseltern oder wenn einer der Gruppe mal nach Hause telefonierte.
    Hach, ich komm schon wieder ins schwärmen, wenn ich daran denke...........
    :-) :-) :-)
    • Christian  
      Ja, das Alter ist da sicherlich noch mal ne andere Einschränkung. Wenn wir dann mal die 50 hinter uns haben, sehen wir das sicherlich auch anders. Wenn man dann einige Tage braucht, um sich an ein neues Bett zu gewöhnen. Oder solche Dinge.

      Diese Abgeschiedenheit wird natürlich immer weniger werden, je verfügbarer das Mobile Internet ist. Aber da muss man dann Selbstkontrolle üben.
  • Sigi Blümel  
    Nö, bei mir/uns geht es nicht um frede Betten. Da haben wir keine Probleme mit. Sondern es ist eher der "alte Körper" **gg** der da die Mucken macht.

    Übrigens, was die Abgeschiedenheit angeht: Handy haben da so einen komischen Knopf. Wenn man den betätigt, ist das Gerät aus und man wird nicht gestört **ggg***
    • Kerstin  
      Klar hat das Handy nen "Ausknopf".
      Christian sagte ja auch schon, daß man sich da selbst disziplinieren muß.
      Aber genau das fällt -mir zumindest- immer schwerer, je mehr man in dieser "Technik-Welt" drin ist.

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