Freizeitreiter erzählen

Kulturschock

Da Christian es zum einen zeitlich im Moment schwer schafft am Unterricht teilzunehmen und wir zum anderen mit Michaela besprochen haben, daß es auch sinnvoller ist, zunächst ENTWEDER Pferd ODER Mensch etwas beizubringen, hab ich mich also heute früh mit Michaela zum Unterricht getroffen.

Ich hatte Joey und Jackson geputzt und gesattelt, so daß wir um 10 Uhr direkt zusammen zum warmreiten ins Gelände gehen konnten. Jackson war zu Beginn sehr entspannt und Michaela konnte mir gut zeigen, daß er nervöser wurde sobald sie die Zügel aufnahm (das muß ich mir merken, wenn ich mit ihm allein rausgehe).

Was auch auffällig zu bemerken war, als sie mir sagte, daß er auf den unterschiedlichen Bodenbelägen ganz sich ganz anders verhielt: Solange wir Schotterwege gingen, war er ruhig und entspannt, doch sobald wir auf einen Grasweg abbogen begann er zu hibbeln und wollte laufen.

Auf einem Weg trabten wir dann auch. Das war echt schön. Joey lief flott und Michaela hatte Jackson super im Griff. So konnten wir gut nebeneinander traben.
DAS wünsche ich mir als Trabtempo für mich und Jackson auch.

Zurück am Stall begann Michaela dann mit Jackson zu arbeiten und ich mit Joey. Doch Joey schnickte heute schon wieder so wie am Samstag. Ich denke, daß es entweder irgendeine Art Insekten oder Pollen sein muß, die ihn so stört.
Ich versuchte ihn "darüberhinweg" zu arbeiten, doch so richtig gelang es mir nicht.
Deshalb entschieden wir, daß ich ihn am langen Zügel reiten sollte und nochmal vermehrt die Gewichtshilfen üben sollte. Das ging auch ganz gut.
Michaela war sehr zufrieden mit Jackson´s Kooperation. Sie stellte fest, daß er sich nach rechts hin etwas schlechter biegen kann. Das sollen wir vom Boden aus in der nächsten Zeit vermehrt üben.

Um 11 Uhr war Jackson im wahrsten Sinne des Wortes "fix und alle". Er hatte viel geleistet und war ordentlich geschwitzt. Wir tauschten die Pferde: Ich ritt Jackson im Schritt trocken (wahnsinn wie ruhig und entspannt der lief....ich mußte ihn fast antreiben !!) und Michaela ritt Joey. Ich wollte doch wissen, ob er wirklich etwas hatte, was ihn störte, oder ob er mich "veräppeln" wollte.
Das erste was Michaela nach ein paar Runden auf Joey sagte war: "Kulturschock!" Und das kann ich nur bestätigen: Joey und Jackson könnten vom Bewegungsablauf wirklich nicht unterschiedlicher sein ;-)
Michaela stellte fest, daß er auch bei ihr immer noch schnickte, sie ihn aber mit der Arbeit besser davon ablenken konnte.

So hatte auch Joey letztendlich genug getan und zur Belohnung gab es danach Äpfel und dann eine frische Weide.

Soeben hab ich noch ein Vorgeschmacksbild vom Fotoshooting Ende September bekommen. Das möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Ich finde es wahnsinnig schön.

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5 Kommentare

Linear

  • Mumin  
    Ein schöner Bericht.
    Und das Foto ist ja hammermäßig :-)
  • Sigi Blümel  
    Zu dem Foto kann man mur sagen "WOW" - einfach toll!!

    Zu Joeys Kopfschnicken:
    Das Pferd einer Bekannten hat das zu dieser Jahreszeit auch. Die Bekannte hat das Problem dadurch gelöst, dass sie Ihrem Pferd so ein Stück Netz (wie für die head-shaker) vorne an den Nasenriemen gebastelt hat. #Nein, falsch ausgedrückt. Das Pferd hat ja keinen Nasenriemen am Kopfstück - aber halt an der Stelle, an der der Nasenriemen sonst sitzen würde.
    Man kann auch einfach ein Stück Fliegen-Gaze (wie man es vor die Fenster macht) dazu benutzen.
    Einen Versuch wäre es wert.
    • Kerstin  
      Diese Idee hatten wir auch und haben ihm gestern versuchsweise so ein Stirnband mit Fransen an die von Dir beschriebene Stelle gemacht. Aber das fand er noch schlimmer und hat versucht es abzuschütteln. Ein Netz wäre natürlich noch ein Versuch. Mal sehen, wenn es anhält versuch ich das, aber ich hoffe mal, daß das jetzt bald auch wieder aufhört.
  • Claudia  
    Echt ein tolles Foto zustimm und meeeehr sehen will
    LG Claudia
    • Kerstin  
      Schön, daß Euch allen das Foto genauso gut gefällt wie mir. Ich bin auch schon so gespannt auf die anderen.
      Sobald ich sie habe werd ich sie Euch natürlich nicht vorenthalten.

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