Von Schafen und Eseln

Heute war endlich wieder Unterricht. Michaela fing mit Jackson und Christian an und so gingen Joey und ich erst mal ne halbe Stunde ins Gelände zum warm werden.
Das Wetter war inzwischen herrlich geworden: alles Grau vom Vormittag war dahin und auch der Wind wurde langsam weniger, so daß es auch wärmer wurde.





Nach dem ersten Weg bogen wir rechts ab. Auf dem bereits abgeernteten Rübenfeld links vom Weg weidete eine Herde Schafe.
So weit so gut...macht ja nix...Joey kennt das ja und hat keine Angst davor.
Doch am Rande der Herde sah ich zwei größere Tiere. Esel ? Konnte das sein ?
Ich ritt weiter. Als ich an die Schafe herankam, wurden wir neugierig von den Wollköpfen beäugt. Eins kam sogar ein Stück auf uns zu.
Inzwischen konnte ich auch erkennen, daß es sich tatsächlich um zwei Esel handelte. Die beiden standen direkt am Wegrand und fraßen. Der Hütehund kam angelaufen und stellte sich mitten auf den Weg.
Als Joey die Esel erkannte blieb er wie angewurzelt stehen. Er wollte auch lieber wieder umdrehen, aber ich konnte ihn doch immer wieder überzeugen, daß es nur nach vorn weitergeht. Ich war allerdings selbst skeptisch, was die Eselchen denn machen würden.
Würden die zu uns gelaufen kommen ?
Hoffentlich schreien die nicht gleich los....

Aber es war total unspektakulär. Die Esel schauten uns kurz an und wandten sich dann sofort wieder ihren Zuckerrüben zu.
Doch die nächste Hürde wartete bereits auf uns: Der Hund.

Er saß ganz ruhig mitten auf dem Weg und betrachtete uns.
Ich war unsicher, ob er vielleicht dachte, daß wir der Herde was tun könnten und sie daher verteidigen wollte. Deshalb ging ich in einem großem Bogen an ihm vorbei über´s Rübenfeld.
Doch der Hund bewegte sich gar nicht. Er blieb einfach dort sitzen.

Der Schäfer saß in seinem Auto und schien zu schlafen.
Dann hatten wir es geschafft und waren an dem ganzen Getier vorbei.







wenn man genau hinsieht, kann man die Schafe erkennen


So konnten wir auch noch etwas traben im Gelände und ritten dann in einem Bogen wieder zum Stall.

Im Anschluß fand dann noch 40 Minuten Reitunterricht statt: 20 Minuten ritt ich Joey noch und 20 Minuten ritt Michaela ihn.
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4 Kommentare

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  • Rami  
    Schön, dass Joey die Herde so cool hingenommen hat. ;-)
    • Kerstin  
      Eignentlich bringt ihn ja so schnell nix mehr aus der Ruhe. Mit seinen nun 18 Jahren hat er ja doch schon vieles gesehen und erlebt, da jagt ihm so schnell auch nix mehr Angst ein. Und wenn dann doch, hat er mittlerweile genug Vertrauen zu mir, daß er meist doch dranvorbeigeht.
  • Rami  
    Das ist echt schön zu wissen, dass das Vertrauen da ist.
    Mit meinem 26-Jährigen kann man alleine meistens keinen allzu ruhigen Ausritt machen, da er immer irgendwo Geister sieht, manchmal auch dazu bereit ist, weiter zu gehen, aber manchmal wird es mir mit ihm auch zu gefährlich, weil er sich oft extrem hinein steigert.
    • Kerstin  
      Das hat Joey früher auch gemacht. Aber das erklär ich dann mal alles ausführlicher. War ein langer Weg für uns beide, bis wir dahin gekommen sind, daß er mir so vertraut und ich ihm umgekehrt auch.

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