Freizeitreiter erzählen

Geteiltes "Leid"

...ist halbes Leid !
Aber es ist ja an sich gar kein Leid. Häh ? Ihr versteht mich nicht ? Ja ich sollte wohl mal vorn anfangen.
Letzte Woche in meiner Reitstunde fühlte sich mein Kopf doch etwas überfordert. Soviele Hilfen und alles mußte gleichzeitig passieren. Da passiert es mir schnell, daß ich vor lauter Konzentration darauf alles richtig zu machen gar nix mehr hinbekomme.
So hab ich mich auch seitdem nicht mehr zum Üben auf Joey gesetzt, sondern ihn statt dessen öfter ausgebunden longiert.

Als Michaela heute kam fragte ich, ob sie nicht gleich zu Anfang selbst reiten wollte, weil sie das sicher viel besser mit Joey hinbekommen würde.
Wir entschieden uns für ein "Zwischending": Ich ritt Joey zuerst einmal warm, danach begannen wir mit dem eigentlichen Training:
Michaela stellte mir in jede Ecke des Platzes ein Hütchen. Immer genau am Hütchen sollte ich entweder antraben oder zum Schritt durchparieren und nacher zwischen Jog und Trab wechseln.
Dadurch wurde Joey frisch und flott. Das klappte unter Zuhilfenahme der Stimmkommandos gut.
Dann kam die "Königsdisziplin": Genau am Hütchen angaloppiern.
Das ging auf seiner "Schokoladenseite" wie erwartet ganz schnell und gut, doch auf der anderen ging er sofort (wenn er denn überhaupt angaloppierte) in den Außengalopp. Das rief jedenfalls Michaela, denn ich totaler Anfänger in diesen Dingen merke sowas ja gar nicht. Dann ließ ich mir erst mal erklären, was das denn überhaupt ist:

Außengalopp

Beim Galopp des Pferdes unterscheidet man, je nachdem ob das rechte oder linke Beinpaar weiter vorgreift, zwischen Rechts- und Linksgalopp. Beim Reiten in der Reitbahn greift normalerweise das innere (das dem Bahninneren zugewandte) Beinpaar weiter vor. Diesen Galopp bezeichnet man als Handgalopp oder Innengalopp. Beim Vorgreifen des äußeren Beinpaares spricht man vom Außengalopp oder gelegentlich auch vom Kontergalopp.

aus Wikipedia


Um das zu erkennen, sollte ich einmal auf seiner "guten" Hand galoppieren und mit dabei die Beine anschauen. Das konnte ich und verstand, worauf ich achten muß.

So kam nun der zweite Teil unserer Stunde: Ich übergab Joey samt einer Gerte an Michaela.
Da sich die Beiden aber mit dem Galopp sehr schwer taten (Joey galoppiert bei Reitern, die er nicht kennt nicht gut an), arbeitete sie weiter mit ihm am Schenkelweichen und an seiner Nachgiebigkeit.
So haben wir denke ich eine gute Lösung gefunden, die für alle Vorteile hat.

Außerdem hat Michaela mir angeboten bald mal Ihren Miro zu reiten. Der ist viel besser ausgebildet als Joey und so könnte ich das, was wir versuchen Joey beizubringen, schon mal reiten. Denn dann wüßte ich wie es sich anfühlen muß, wenn es funktioniert. Das finde ich eine gute Idee und freue mich, daß sie mir diese Möglichkeit geben möchte.
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