Leben mit und für die Pferde

Harter Tobak - oder Joey und ich bekommen Knoten im Hirn !

Puh - das war heute ganz schon anstrengend.. vor allem für den Kopf !
Aber besser ich fange vorne an:

Wir begannen die Stunde mit lockerem Warmreiten. Große Zirkel, Schlangenlinien, ganze Bahn...
Währenddessen sprachen wir über den Unterschied zwischen "am langen Zügel" und "am hingegebenen Zügel".

Nach der Lösungsphase ging es dann in den Trab am aufgenommenen aber langen Zügel.
Michaela wollte mit mir und Joey heute das Schenkelweichen üben.
So erklärte sie mir, nachdem wir eine Weile Tempowechsel im Trab geritten waren, wie die Hilfen dafür aussehen sollen. Ich versuche mich zu erinnern:

die Zügel sind angenommen
der Reiter setzt sich, als ob er abwenden wollte: d.h. die innere Gesäßhälfte ist mehr belastet, der innere Zügel geht leicht zurück und der äußere leicht vor. Wichtig ist dabei die Anlehnung zu halten
der innere Schenkel treibt am Gurt
der äußere Schenkel liegt verwahrend hinter dem Gurt

Hier die Hilfengebung lt FN:

Das Schenkelweichen an sich wird dann mit folgenden Hilfen ausgeführt: Wenn man also den linken Schenkel weichen läßt, sprich das Pferd "weicht" dem vorwärts-seitwärts treibenden linken Schenkel aus, belastet man zunächst einmal den linken Gesäßknochen. Der linke Schenkel treibt vorwärts-seitwärts während der rechte Schenkel eine verwahrende Funktion übernimmt, also eine handbreit hinter dem Sattelgurt liegt. Auch der rechte Zügel wirkt verwahrend auf das Pferdemaul ein (stetige Verbindung). Der linke Zügel dagegen wirkt annehmend und nachgebend um dem Pferd so die gewünschte Stellung zu geben.


Doch das fiel Joey und mir sehr schwer... ich konnte diese vielen für mich neuen Hilfen zu koordinieren (was mir zugegebener Maßen noch sehr schwer fällt) und für Joey war das ja auch alles ganz neu.
Getrenst hatten wir ihn übrigens mit Zäumung, die ich diese Woche fertig gemacht hatte (Zäumung). Das klappt ganz gut.

Wir entschieden, daß es besser ist, wenn Michaela das Reiten übernimmt. Sie weiß was zu tun ist und kann es Joey besser vermitteln als ich.
Ich sah zu und versuchte daraus zu lernen.
Da Michaela merkte, daß es Joey doch sehr schwer fiel mit dem Schenkelweichen, entschied sie doch weiter am Galopp in Anlehnung zu arbeiten.
Joey war recht faul heute und daher gab ich ihr nach einer Weile den "Meinungsverstärker".
Damit ging es dann etwas besser.

Einen Aha-Effekt gab es auch noch.
Sie zeigte mir, wie sie immer wieder während des Reitens mit der inneren Hand an Joey Hals zum Loben entlangstrich. Dabei war deutlich zu sehen, daß das keinen Einfluß auf die Anlehnung hat; diese bleibt komplett erhalten.
Damit demonstrierte sie mir, daß der Innere Zügel für das Aufrechterhalten der Anlehnung vollkommen irrelevant ist und auch nicht zu Einsatz kommen soll.

Als "Hausaufgabe" haben wir nun einiges zu tun:
Ich soll üben mit Joey am angenommen Zügel zu reiten und dabei darauf zu achten, daß er vorwärts läuft und nicht "ausgeht".
Außerdem soll ich mit ihm üben, auf das Annehmen der Zügel hin nachzugeben. Das fällt ihm nämlich ungeheuer schwer.
Also haben wir genug zu tun bis zur nächsten Stunde am Mittwoch.
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