Freizeitreiter erzählen

Hühnervogel!

Ende 2006, als es diesen Blog noch nicht gab, ich gerade mit dem Studium angefangen hatte und wir uns mit Sassico's Reitbeteiligungen ärgerten, war auch die Zeit von Frieda.

Frieda war eine Henne, die nebenan im Hühnerstall gelebt hatte, und dort irgendwann ziemlich zerrupft auszog, weil sie wohl den Schnabel voll davon hatte, die letzte in der Hackordnung zu sein.
Wir hatten natürlich Mitleid und gaben Frieda ein wenig vom Pferdemüsli ab. Sie entschied, dass ihr die Pferde wesentlich sympathischer waren und blieb bei uns. Wir stellten ihre eine Spiessbütt schief auf und polsterten sie mit Stroh aus. Dieses provisorische Nest nahm sie gerne an.

Unsere damalige Reitbeteiligung gab ihr den Namen Frieda. Und ob Ihr es glaubt oder nicht, Frieda hörte irgendwann auf Ihren Namen. Wenn wir an den Stall kamen und sie nicht da war, brauchten wir nur rufen und sie kam ganz schnell angelaufen. Sie liess sich streicheln, fraß aus der Hand und ließ sich -ungern- auf den Arm nehmen.

Frieda auf meinem Arm

In ihr "Nest" legte sie auch fast täglich ein Ei. Anfangs legten wir sie gerne im Auto auf den Rücksitz. Das war aber irgendwie nicht so sinnvoll, weil sie dann beim Bremsen unter den Fahrersitz fielen und zu Bruch gingen. Das ist uns glaube ich zweimal passiert. Einmal packte sich Kerstin auch ein Ei in die Jackentasche und fing dann an Heu zu füttern. Das hat das Ei leider auch nicht überlebt.
Wir machten uns dann schlau, wie man die Eierschalen härter bekommt und fütterten dann Muschelkalk zu. Den gab es aber nur im 5 Kilosack. Kalk für Tauben gab es in kleineren Mengen, kostete aber wesentlich mehr.
Eines Morgens kam Frieda nicht mehr. Alles Rufen war umsonst. Ihr Verbleib war leider nicht aufzuklären.

Seit gut zwei Wochen kommt immer mal wieder ein Huhn bei uns vorbei. Es sieht auch ziemlich lädiert aus, fühlt sich aber zwischen den Pferden ganz wohl. Ich holte dann direkt einen Deckel von einem unserer Eimer und legte ein wenig Hafer da drauf. Das Huhn nahm den auch direkt an und pickte vor sich hin. Bis Jackson näher kam. Der guckte, bewegte einmal die Lippen und weg war der Hafer.
SO hatte ich mir das nicht vorgestellt. Aber das war ich selber schuld. Man sollte keinen Hafer irgendwo hinlegen, wenn zwei Pferde freien Zugriff haben.
Ich füllte eine kleine Menge nach und zeigte dem Huhn deutlich wo ich ihn ablegte. Er befand sich jetzt außer Reichweite der Pferde.
Ich konnte wenig später mit etwas Abstand sehen, dass das Huhn den Hafer gut annahm.
Mal schauen, ob es jetzt öfter vorbeischaut.

Frieda die Zweite?


Bis zum Stall hat sie sich aber noch nicht getraut.
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1 Trackback

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  • NEBELREITER.COM 
    Schon wieder ne Frieda ?
    Heute als ich am Stall ankam bot sich mir dieses Bild Uuuups...was ist denn hier passiert Und wer hat das verursacht ? Ein neuer Gast im Stall: wieder mal ein Huhn (siehe dazu: Hühnervogel!). Und das hat da mächtig Unordnung gemacht. Hmpf... da ...

2 Kommentare

Linear

  • Rami  
    Oh, wie putzig!
    Süß, wie ihr dieses Huhn jetzt auch aufnehmt. ;-)
    Könntet glatt ne Auffang-Station aufmachen... Falls mal ein Huhn ne Auszeit braucht.. wie Urlaub oder so. ^^
    Kommen die Hühner von den Nachbarn oder weiß man das nicht so genau?
    • Christian  
      Ja, wirklcih putzig. Vielleicht bekommen wir dann bald wieder regelmässig frische Eier.

      Wir haben auch im Frühjahr regelmässig Brieftauben, die erschöpft sind und bei uns dann eine Pause einlegen. Und wenige Tage später weiterfliegen. Leider überleben diese dann die Heimkehr wohl nicht, weil sie viel zu spät sind.

      Zu deiner Frage: Die Mauer, an der wir die Pferde immer anbinden, gehört zum Hühnerstall. Es ist also nicht soweit vom Hühnerstall bis zu uns. Und so richtig eingesperrt sind die Hühner da auch nicht.

      Mal schauen, wann das Huhn das nächste Mal bei uns auftaucht. Wenn ich es sehe, wird es definitiv wieder gefüttert.

      Gruss
      Christian

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