Joggen mit Jackson

Alleine wegen dem Titel habe ich mich schon auf diesen Eintrag gefreut. "Joggen mit Jackson" ich finde das klingt einfach gut.

Eigentlich war es ziemlich unspektakulär: Jackson läuft brav mit. Wenn er versucht zu überholen schlackere ich mit dem Seil und er weicht wieder nach hinten. Jetzt muss ich daran arbeiten konsequent mein Tempo zu laufen. Heute brauchte ich nach 1,5 Wegen eine Pause. Zum einen war ich etwas schnell, zum anderen fand ich keinen Rhythmus. Insgesamt war es keine große Runde, aber es ging ja auch erstmal darum, dass wir uns einfummeln.
Dann muss ich gestehen habe ich auch einen Weg falsch gewählt. Das war ein reiner Grasweg, da hätte ich das Tempo, in das ich mich von Jackson habe schieben lassen nicht halten können.

Ich bin also immer gelaufen und dann wieder normal gegangen. Beim letzten Mal habe ich versucht mich konsequent auf mein Tempo zu konzentrieren und mich von Jackson nicht beirren zu lassen. Er versuchte dann auch nicht zu überholen, schaffte das aber nicht richtig.

Aber fürs nächste Mal weiss ich, was ich besser machen muss, und je konsequenter ich mein Tempo halte, desto einfacher wird es für Jackson zu lernen, welches Tempo er wählen muss. Das wird nicht einfach für ihn, aber er wird das dann schon hinkriegen.

Der war kein bisschen außer Atem... Menno :-)
Übersetze nach en fr
Ihre Bewertung dieses Artikels:
Derzeitige Beurteilung: 4 von 5, 1 Stimme(n) 13 Klicks

Reitfrei heißt Bodenarbeit

Da Jackson ja zur Zeit seine "Krankengymnastik" ertragen muß und wir außerdem keinen passenden Sattel haben, wird er ja nicht geritten.
Doch das heißt nicht, daß er nicht beschäftigt wird.
Mein Eindruck ist auch, daß ihm die Arbeit mit uns vom Boden gut tut und ihn noch schneller Vertrauen aufbauen läßt.

Nach der Arbeit fuhren Christian und ich heute zusammen mit Ronja in den Stall.
Die Pferde kamen freiwillig zu uns und wir ließen sie noch etwas auf dem Paddock grasen, während wir Stall und Wiese abäppelten.
Ronja war wieder mutig und lief mit mir über die Weide.

Zum Putzen sammelten wir die Pferde ein und stellten sie an ihre Plätze.
Wir machten sie sauber und schauten nach den Hufen. Dann wurden sie gegen die lästigen Fliegen mit unserem neuen Fliegenspray "Brum" eingenebelt.
Ich habe auch tatsächlich den Eindruck, daß es Biester einigermaßen abhält. Jackson hatte heute Nachmittag bei weitem nicht so viele Fliegen im Gesicht wie sonst.

Einsprühen mit "Brum"


Im Gesicht wird es natürlich mit dem Schwamm aufgetrangen


Weiter ging's mit Jackson's Übungen. Heute machte ich sie mit ihm, denn Christian wollte gern Bilder machen, damit wir die Übungen hier zeigen können.
Also los geht's:

1. den Kopfhalsmuskel lockern





2. den Kopfhalsmuskel dehnen



3. lösen der Halsfaszien





4."Möhrchenübung"....bei uns "Leckerliübung"





5. Mobilisierung der Lendenwirbelsäule/des Beckenbereichs und Dehnung der Muskulatur





6. Aufwölben des Widerristbereichs


hier war ich allerdings etwas zu weit hinten

Diese Übungen sind natürlich speziell für Jackson und seine "Probleme" zusammengestellt und sollten nicht einfach nachgemacht werden.
Jackson ist dabei wirklich ein Schatz. Er macht so toll mit und ist so ruhig dabei. Eine echte Wohltat.

Danach ging es an's Longieren.
Zuerst wieder an den ganz langgeschnallten Dreieckszügeln. Nach der Schrittphase schnallte ich die Zügel dann etwas kürzer.
Jackson war heute total ruhig und machte wirklich sehr gut mit.
Der Stick beunruhigte ihn schon bei weitem nicht mehr so doll wie noch am Anfang.

Hier ein kleines Video vom Longieren:


Jackson Longe - MyVideo

Morgen dann werde ich versuchen Stangenarbeit mit einzubauen und mehr Schritt-Trab-Übergänge zu fordern.

Im Anschluß schnallte ich die Dreieckszügel ab und ließ ihn noch ein paar Runde "ohne alles" gehen. Dann machte ich noch ein bißchen Parelli-Spiele mit ihm und zum Schluß gingen wir an den Hänger zum Verladetraining.

noch skeptisch


doch schnell siegte die Neugierde


Nach ein paar mal Vorwärts-Rückwärts war er dann mit allen vier Hufen auf der Rampe und dem Kopf im Hänger. Damit beendete ich das Training. Das war ja schon richtig gut !
Damit hatte Jackson erst mal Feierabend. Ich übergab ihn an seinen Menschen Christian und widmete mich meinem Joshi !

Auch Joey longierte ich heute mit Dreieckszügeln, denn er soll ja lernen am aufgenommenen Zügel vorwärts zu laufen und außerdem dem Druck der Zügel nachzugeben.
Das machte er heute an und für sich ganz schön.
Wir machten Schritt-Jog-Trab-Übergänge und nachher auch Galopp-Trab-Übergänge.
Im Anschluß gab es auch für Joey noch das Hängertraining. Er lief heute schon auf seiner neuen Seite rein, wie sonst auf der anderen auch. Keine Angst oder Unsicherheit mehr.
Ich ging zu ihm nach vorn und Christian führte Jackson auch in den Hänger. Da wurde Joey wieder etwas nervös. Aber es klappte gut; beide standen brav nebeneinander im Hänger.
Nach dem Aussteigen schickte ich Joey noch einmal rein: Problemlos ! Ich bin schon richtig stolz auf ihn, daß das inzwischen alles so selbstverständlich für ihn ist, wo er doch früher SO eine Angst hatte.

Zum gemütlichen Ausklang gingen wir mit den beiden Pferden und Ronja noch eine Runde im Feld spazieren.
Das tat uns allen gut.
Christian übte unterwegs mit Jackson ein paar Meter zu joggen. Das ging auch sehr gut. Jackson paßte sein Tempo gut an Christian's an. Hätten wir vor 4 Wochen gar nicht geglaubt.
Übersetze nach en fr
Ihre Bewertung dieses Artikels:
Derzeitige Beurteilung: 5 von 5, 1 Stimme(n) 52 Klicks

Bodenarbeit

Jackson ist noch keine 3 Wochen da. Es kommt mir irgendwie schon viel länger vor. Aber wir haben ja auch schon viel miteinander gemacht. Es gab wohl erst einen Tag, an dem ich nicht da war und wenigstens mal hallo gesagt habe.

Die letzten Tage habe wir uns viel im Roundpen aufgehalten. Jackson hat seine Scheu vor dem Carott Stick und dem Arbeitsseil sehr gut abgebaut.
Beim Rückwärtsschicken habe ich ihn auch gut auf "unsere" Methode umstellen können. Er versteht was ich will, und nachdem ich ihn gestern etwas heftiger zurückgeschickt hatte, ging er heute sehr flüssig.

Zum Besseren üben habe ich mich zwischen Hühnerstall und Roundpen gestellt, da kann er nur rückwärts und ich konnte ihm besser erklären, was ich will. Wir sollten dann jetzt mal den Standort wechseln.

Im Roundpen war ich gestern noch sehr unzufrieden mir. Irgendwie schaffte ich es nicht ihm zu erklären was ich wollte. Meine Reaktionen waren entweder zu heftig oder zu leicht. Heute morgen wollte Kerstin dann auch mal ihr Glück probieren, und da klappte es besser.

Als ich dann heute abend noch mal Michaela zeigen wollte, wo mein Problem ist, war es schon viel besser. Bei Kerstin hat er scheinbar einiges verstanden. Wir unterhielten wir uns nochmal über Signale und Signalstärken und jetzt bin ich wieder zufrieden mit mir und ich bin mir sicher, dass jetzt der Knoten bei mir gelöst ist und es jetzt läuft....
Übersetze nach en fr
Abstimmungszeitraum abgelaufen.
Derzeitige Beurteilung: keine, 0 Stimme(n) 31 Klicks

Neverending story!

Das Hängertraining ! Es zieht sich irgendwie durch unser Leben.
Heute Morgen haben Joey und ich wieder eine Übungseinheit eingelegt. Es ist schon interessant zu merken, daß es für ihn jetzt bei der rechten Hängerseite wieder genauso aufregend ist wie damals, als wir angefangen haben. Klar er geht rein, weil er mir ja viel mehr vertraut. Doch er schnaubt und prustet, schnuppert an allem und äppelt vor Aufregung.
So bekommt er wieder mehr Leckerli, wenn er etwas richtig gemacht hat, um ihm die Angst zu nehmen.
Ich denke es ist nur eine Frage der Zeit und des regelmäßigen Übens, dann ist das für ihn auf dieser Seite auch wieder "Alltag".

Danach war auch Jackson dran.
Ich führte ihn zur Rampe und -zack- hatte er auch schon einen Huf auf der Rampe. So bekam er ein Leckerli.
Ich schickte ihn langsam ein paar Mal die Rampe rauf und runter und er bekam immer ein Leckerli, wenn er es gut mitmachte.
Als er dann die Nase im Hänger hatte, beendete ich die Übung für heute mit einem Leckerli.
Übersetze nach en fr
Abstimmungszeitraum abgelaufen.
Derzeitige Beurteilung: keine, 0 Stimme(n) 41 Klicks

Im Roundpen

Heute hatten wir dann mal wieder was Neues mit Jackson vor. Kerstin wollte mit Joey spazieren gehen, damit wir sehen, wie Jackson alleine auf der Wiese bleibt.
Ich habe mich hinter den Silos versteckt, um ihn zu beobachten. Anfangs blieb er ruhig und fraß sogar etwas Gras. Unruhiger wurde er erst, als zwei Reiter an der Wiese vorbeiritten.
Er wieherte und lief ein wenig auf und ab. Ansonsten wirkte er erst sehr entspannt. Unser Jäger schoss hinter der Halle und bei den ersten Schüssen wurde er aufmerksamer, und war dann nachher irgendwann hellwach.

Dafür, dass das verschärfte Bedingungen waren, war er wirklich sehr ruhig. Danach wollte ich mal die Hufschuhe mit Gamaschen anprobieren, dass ließ er sich sehr gut gefallen. Da muss ich jetzt wieder umdenken, weil seine Hufe einfach anders sind, als die von Sassico. Aber da werden wir uns auch einfummeln.
Während ich an den Hufen hantierte, fielen noch zwei Schüsse unseres Jägers. Jackson zuckte mit keiner Wimper.


Dann haben wir ein wenig Rückwärtsschicken geübt. Diesmal aber im Gang zwischen Mauer und Roundpen. Da konnte Jackson nur nach hinten und nicht nach links und rechts. Das Prinzip hat er verstanden, jetzt müssen wir nur noch an der Feinabstimmung arbeiten.

Zum Abschluss wollte ich mit ihm auch nochmal in den Roundpen. Da waren wir zwar schonmal drin, haben aber nur mit Stick und Strick gestreichelt und gekrault. Er blieb erstmal brav bei mir stehen. ich kraulte ihn ein wenig und schickte ihn dann auf den Zirkel.
Er hat wohl mittlerweile verstanden, dass er nicht direkt Rennen muss, er ging ganz brav im Schritt los.
Auch hier war ich sehr zufrieden, dafür das wir beide zum ersten Mal da zusammengearbeitet haben.
Was beim ersten Mal nicht klappte: Ihn zu mir in die Mitte zu holen, nachdem er auf dem Zirkel stehengeblieben war. Also bin ich auf ihn zugegangen und haben ihn in die Mitte geführt. Das fand er wohl in Ordnung.

Als ich ihn das nächste Mal aufforderte zu mir kommen, ließ er sich etwas bitten, kam dann aber zu mir. Da war ich so zufrieden, dass wir Feierabend gemacht haben und den Roundpen verliessen.

Da wir fertig waren, habe ich gar nicht mehr das Arbeitsseil in das Knotenhalfter eingehängt. Jackson kam so mit. Und als ich dann hinter uns den Roundpen zu machte, kam noch ein kleiner Schmankerl zum Schluss: Er drehte sich wieder zu mir, um mir weiter hinterher zu gehen.
Sehr coole Sache.
Übersetze nach en fr
Abstimmungszeitraum abgelaufen.
Derzeitige Beurteilung: keine, 0 Stimme(n) 34 Klicks

Auf dem Platz

Für heute nachmittag hatte ich mir vorgenommen, mit Jackson mal auf unserer Wiese zu reiten. Ich wollte einfach sehen, wie schnell er hier wird, ob er dort leichter zu reiten ist und ausreiten wollte ich noch nicht alleine.

Tja, was soll ich sagen: Es war für meine Verhältnisse auch wieder sehr zügig. Aber gut, es war wieder etwas neues für uns beide und ich muss mir noch den treibenden Sitz abgewöhnen, den ich bei Sassico unbedingt brauchte. Da muss ich auch einfach noch lernen.

Beim ersten Traben wollte er immer schnell in den Galopp wechseln, aber das konnte ich unterbinden. Er war einfach zu schnell und rutschte in den Kurven etwas. Unser Kirschbaum ist auch zu niedrig, wenn ich mit dem Helm gegen die Zweige kam, machte ihn das auch nervöser.

Naja, wir übten erst einmal vernünftige Runden im Schritt zu gehen, dabei machten wir auch Volten, Richtungswechsel und Schlangenlinien. Das Stehenbleiben nutzte ich dann für Desensibilierungsübungen. Ich habe den Klettverschluss an den Horntaschen auf und zu gemacht. Das Metall an den Verschlüsseln liess ich klingeln. Jackson war aufmerksam, störte sich aber nicht daran.

Beim nächsten Halt liesss ich dann nochmal meine Hände kreisen, links und rechts vom Pferd. Da wurde er wieder nervöser aber es war in Ordnung.

Nach ingesamt einer halben Stunde konzentrierten Arbeit konnten wir dann auch auch mehrere Runden am Stück in einem vernünftigen Tempo traben.
In der nächsten Pause versuchte ich dann die Enden der losen Zügel zu bewegen. Aber das ging nicht so gut.
Auf der rechten Seite war es etwas besser als links, aber man soll ja auch nicht zuviel für das erste Mal verlangen.

Danach konnten wir nochmal ruhig traben. Damit war ich sehr zufrieden. Am Ende konnte ich im Schritt die Zügel immer mal wieder etwas länger lassen. Das war auch ein gutes Gefühl
Zwischen dem Kratzbaum und dem Zaun durchzugehen, war anfangs etwas schwierig, das war ihm wohl zu eng. Aber am Ende ging das ohne Probleme.

Ich war insgesamt mit uns sehr zufrieden. Ich war erstaunt, dass 50 Minuten wie im Fluge vergangen waren. Mit dem Haflinger war mir das immer zu schnell zu langweilig. Aber heute hatte ich ja ein richtiges Ziel.

Morgen werden wir nochmal ausreiten, Samstag will dann Kerstin auf der Wiese mit ihm reiten. Und Sonntag steht dann hoffentlich wieder ein längerer Ausritt an. Mal schauen, ob das Wetter mitspielt.

Wir sind sehr gespannt, wie er auf Kerstin als Reiterin reagiert. Wir könnten uns vorstellen, dass er mit mir als Mann weniger anzufangen weiß, als mit einer Frau. Schliesslich ist er die letzten Jahre auch nur von einer Frau geritten worden.

Aber wir sind uns sicher, dass er in den nächsten 4 Wochen weiter Fortschritte machen wird, und dann haben wir 3 Wochen Urlaub, und ich denke, dass wir da auch ganz viel Zeit haben werden, um zusammenzuwachsen.




Übersetze nach en fr
Abstimmungszeitraum abgelaufen.
Derzeitige Beurteilung: 5 von 5, 1 Stimme(n) 66 Klicks

Zwischen Vorsicht und Leichtsinn

Sassico hat sich beim Verladetraining was neues überlegt. Mitspielen ist doof, Ärger machen dagegen der Hit.
Wenn man ihn auf den rechten Platz stellen will, und sich selbst zum Verladen neben den Hänger, findet er es super, von der Rampe auf uns anzuspringen.
Dadurch dass er erhöht steht, macht das natürlich ziemlich Eindruck, wenn das Pferd auf uns drauf springt. Mehr als ausweichen geht nicht, und dann gibt er Gas. Da kann man ihn nur laufen lassen, wieder einfangen und von vorne beginnen.

Wenn wir uns auf die Rampe stellen geht es, solange Joey nicht drin steht, dann muss man sich ja vor dessen Hinterbeinen in Acht nehmen.

Worauf ich eigentlich mit der Überschrift hinauswill: Bei diesem Anspringen wünschen wir uns eigentlich eine Mischung zwischen Kerstin und mir.
Kerstin ist dabei sehr vorsichtig und springt schnell zur Seite, (was ich besser auch machen sollte) und ich versuche es bis zum letzten auszureizen, und ärgere mich so über das Pferd, dass ich meine Sicherheit etwas vergesse....
Übersetze nach en fr
Abstimmungszeitraum abgelaufen.
Derzeitige Beurteilung: 2 von 5, 1 Stimme(n) 49 Klicks
cronjob