Buchbesprechung: Michael Geitner "Be strict im Sattel"

So, jetzt kommt das letzte Buch aus der Masse, die ich zum Geburtstag bekommen habe.

Das Buch habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben, wobei ich nicht genau sagen kann warum. Es war das erste Buch, dass ich am Tag nach der Feier in die Hand nahm, und dann legte ich es nach etwas mehr als 1/3 wieder auf Seite und griff zu einem der anderen Bücher.

Ich sitze jetzt auch schon länger an dem Bericht, und weiß nicht wo anfangen. Ich glaube, ich mache es kurz: Geitner hat Recht, dass was er schreibt lässt sich ziemlich leicht umsetzen und ich merke schon nach kurzer Zeit Erfolge.
Und das, obwohl ich mich nicht an Geitner's Reihenfolge halte.

So, und jetzt in die Details. Er schreibt, dass er Lehrgangsteilnehmer hatte, die nicht verstanden, wie Sie die Bodenarbeitskurse auf die Situation im Sattel übertragen können. Da bin ich dann nicht der einzige. Interessanterweise konnte sich Geitner nicht vorstellen, dass das Übertragen in den Sattel ein Problem sein könnte.

Ich habe das Buch zweimal gelesen, weil ich Sorge hatte bei den vielen Details was wichtiges zu überlesen.

Ansonsten muss ich leider sagen, dass ich Geitner's Stil nicht mag. Aber das ist wohl mein persönliches Problem. Ich kann nicht feststellen, woran es liegt.

Der Hauptteil des Buches ist Theorie. Hier finde ich immer wieder viele Aha-Effekte. Ich kann unheimlich viel davon nachvollziehen.
Die letzten Seiten sind praktische Übungen, die helfen sollen, seine Position ggü. dem Pferd zu stärken und diesem so Sicherheit zu geben.

Das Buch hat mich schon weitergebracht, und bekommt daher definitiv eine Empfehlung.
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Buchbesprechung: Armin Kasper " Hufkurs Das Praxisbuch..."

Ich weiß gar nicht mehr, warum ich ein Buch über Hufpflege auf meinen Wunschzettel gesetzt habe. Ich glaube, es war der Wunsch, mich mit auch mit diesem wichtigen Thema noch mal auseinandersetzen soll. Haben wir in den letzten Jahren doch viel in der Praxis darüber lernen müssen, da wollte ich jetzt wohl nochmal meinen theoretischen Hintergrund erweitern.

Und ich muss sagen, mit Armin Kaspers Hufkurs habe ich wohl einen richtigen Glückstreffer gemacht.

• Hier schreibt ein Laie, der sich viele Infos erarbeitet hat, auf eine sehr anschauliche praxisorientierte Weise.
• Gegensätzliche Meinungen kommen zu Wort, ohne dass eine Meinung wirklich schlecht gemacht wird.
• Ich habe wieder das Gefühl, alles zu wissen, was ich wissen muss.

Der Autor beginnt mit einem Ausflug in die Evolution des Pferdes. Er beschreibt, warum Huf und Bein so sind, wie wir sie heute am Pferd sehen. Ich habe jetzt verstanden, warum die Knochenkonstruktion ein Stolpern wesentlich besser abfängt als bei uns Menschen. Wir haben uns schon oft gefragt, warum ein Pferd nach bestimmten Zwischenfällen keinerlei Lahmen zeigt, während ich definitiv humpeln würde.

Gelungen finde ich auch die Rückfragen, die sich auf Inhalte aus den vorangegangen Kapitel beziehen. So kommt es auch stellenweise zu Lückentexten, wo man sehen kann, was man behalten hat. Leider wird das nicht durchgehalten. Aber das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch.

Obwohl der Autor Barhufbefürworter ist, erläutert er ausführlich Hufeisen, und wie diese angepasst werden müssen. Ganz ehrlich: Wenn ich ein beschlagenes Pferd hätte, würde ich mir in den nächsten Wochen Zeit für die Nagelübungen (an Holzklötzen) nehmen und würde mich danach in der Lage fühlen, ein vom Schmied in der Form vorbereitetes Eisen aufzunageln.
(Damit habe ich mir jetzt direkt zwei weitere Stichworte geliefert.)
Zum einen rät Kasper nicht dazu, es ohne Schmied zu versuchen. Er sieht den Schmied als Partner, dessen Leistung ich aber beurteilen können muss. Aber dazu muss ich einfach mehr Hintergrund wissen haben.
Zum anderen: Auch wenn ich mir das Aufnageln jetzt theoretisch zu traue, darf ich es praktisch dank des derzeit gültigen Hufbeschlagsgesetzes nicht. Das Gesetz ist ziemlich restriktiv, aber wohl wieder in der Überarbeitung..

Auch Hufschuhe sind ein ausführliches Thema. Schön übrigens seine Bezeichnung für Pferde mit Hufschuhen: “Pantoffeltierchen”
Super, oder?

Fazit: Obwohl das Buch beim ersten Blättern sehr theoretisch und "anstrengend" wirkte, habe ich es verschlungen und kann es nur empfehlen. Für mich persönlich glaube ich nicht, noch ein Buch zum Thema zu benötigen.
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Buchvorstellung: Günter Wamser/ Sonja Endlweber "Rocky Mountains 3000 Meilen mit Pferden durch die Wildnis Amerikas"

Dieses Buch ist mal was ganz anderes: Ein Fotoband über den Ritt der Abenteuerreiter (Hier habe ich das erste Buch besprochen: Buchbesprechung: Günter Wamser "Der Abenteuerreiter - Das Buch") durch die Rocky Mountains.

Das Buch ist grossformatig, damit die Bilder auch wirken können. Obwohl es immer wieder mehrseitige erzählende Texte gibt, erfährt man "weniger" als im ersten Buch. Dafür hat man das Gefühl mehr über den Alltag der beiden zu erfahren...

Aber eigentlich geht es um die Bilder und die sind einfach traumhaft... Ich glaube, da werde ich öfter mal durchblättern. Wesentlich näher werde ich den Rocky Mountains in meinem Leben wohl nicht kommen...


Übrigens haben die beiden auch Cloud gesehen. Wer sich nicht mehr erinnert, muss dort mal schauen: Fernsehtipp: Cloud - Der wilde Mustang
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Buchbesprechung: Christa Arz "Faszination Wanderreiten"

Ich habe da noch ein Exemplar der Erstausgabe von 1998 bekommen. Die beiliegende Cavallowerbung nennt noch DM-Preise :-D

Das Buch umfasst 200 Seiten, hat etwas weniger Bilder, als das Buch, das ich diese Woche vorgestellt habe.
Christa Arz schreibt sehr launig, sehr lustig. Ich habe sehr oft schmunzeln bzw. lachen müssen, weil sie wirklich sehr bildlich schreibt.

Teilweise überschneiden sich die beiden Bücher natürlich. Aber einige Dinge, wurden trotzdem erwähnt, die im anderen Buch nicht standen. Die Trainingsvorschläge hier, sind gut, aber einfach nicht praktisch umsetzbar, wenn man Vollzeit arbeitet und auch noch einen längeren Anfahrtsweg hat.

Dem Alter geschuldet ist zum einen der Hinweis auf Handys. Das man das mitnehmen sollte ist heute ( nur 12 Jahre später) wohl nicht mehr erwähnenswert. GPS Geräte finden noch keine Erwähnung.

Schön war hier wieder die Glaubensfreiheit bzgl. Reitstil Sattel und Ausrüstung. Sehr gut fand ich die Ausführliche und bebilderte Anleitung zum richtigen Packen und Verteilen des Gewichtes.

Auch neue Hinweise zum Thema Orientierung habe ich gefunden.
Der Abschnitt über Motivationsprobleme, mit denen ich unterwegs schonmal zu kämpfen habe, war mir zu kurz und für mich auch nicht hilfreich..

Insgesamt ist auch dieses Buch sicherlich eine lohnende Investition.
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Buchbesprechung: Andrea Adrian/Manfred Weick "Mit Pferden auf Tour"

Das Buch trägt den Untertitel "Das Handbuch für Wanderreiter." Ich bin versucht, DAS gross und fett zu schreiben. so begeistert bin ich nach der Lektüre von dem Buch.

Das Buch liest sich super und ist so gut geschrieben, dass ich in der Bahn beinahe zu weit gefahren wäre, und einfach weiter gelesen hätte.
Bevor ich auf das Inhaltsverzeichnis eingehe, verweise ich einfach auf die Homepage zum Buch. Die Autoren veröffentlichen dort all die Randthemen, die im Buch keinen Platz mehr gefunden haben. Dort findet sich auch ein Inhaltsverzeichnis zum Buch.
Hier geht's lang

Nachdem ich das Buch durchgelesen habe, habe ich das Gefühl,dass ich hier eine SuperAnleitung für einen Wanderritt gelesen habe.
Wenn ich jetzt von vorne nach hinten die Planung nachvollziehe, denke ich, kann nicht mehr viel schiefgehen.

Normalerweise finde ich bei Büchern immer irgendwas, was ich nicht nachvollziehen kann, aber das habe ich hier nicht gehabt. Im Gegenteil, ich hatte den Eindruck, dass immer wieder auch gegensätzliche Positionen dargestellt werden, und auch beide neutral in ihren Gründen beschrieben werden.
So kann man sich seine eigene Meinung bilden. Und überlegen wohin man tendiert.

Gerade die Kapitel über Ausrüstung und Rittbegleitung, haben mir richtig Lust gemacht, so dass ich endlich Sommer haben will.
Gefühlt behandelt das Buch alle Eventualitäten..

Super übrigens auch die weiterführenden Literaturhinweise, die durchaus differenziert betrachtet werden.... Man könnte also direkt weiterlesen. Aber ich denke, dass dieses Buch wirklich ausreichend ist....

Ganz ganz klare Leseempfehlung.
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Buchbesprechung: Robert Claus "Mit Pferden draußen unterwegs"

Robert Claus ist hierzulande wohl ein ziemlich bekannter Wanderreiter. Ich kenne ihn aus der "Freizeit im Sattel".

Das Buch ist mit knapp 130 Seiten und vielen Bildern nicht sehr textlastig. Der Schwerpunkt liegt definitiv auf der Beschreibung von Strecken. Der Autor stellt alle Bundesländer und zusätzlich die Schweiz, Österreich und Frankreich vor.
Hierbei geht er auch auf -was ich besonders gut finde- immer auf das örtliche Reitrecht ein.

Hilfreich sind auch die vielen vielen Links zu Organisationen oder Reitbetrieben. Ich denke, dies wird die Planung in unbekannten Gegenden sehr vereinfachen. Er beschreibt auch die vorherrschende Gegend, so daß man sich auch schon im Vorneherein auf das Einstellen kann, was den Hufen abverlangt wird.

Der Praxisteil der laut Klappentext Training und Ausrüstung beinhaltet, umfasst keine zehn Seiten. Das hätte man sich eigentlich sparen können...

Als Unding empfinde ich persönlich die Werbeanzeigen im Buch. Werbung in einer Zeitschrift sind normal, aber in Sachbüchern nicht akzeptabel.

Trotz dem negativen Eindruck, der hier entstehen mag, werde ich zu diesem Buch sicherlich gerne greifen, wenn es darum geht Ritte zu planen.
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Geschenke...

Zum Geburtstag habe ich eine lange Wunschliste -unter anderem mit Büchern zum Thema Reiten usw. - gemacht.

Ein Grossteil der Wünsche ist in Erfüllung gegangen, und ich werde hier demnächst noch 6 Bücher vorstellen können.
Ich weiß gar nicht sicher, mit welchen Büchern ich denn anfange....
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