Hufschutz
Gehört Hufschutz zur Ausrüstung?Ich finde ja schon... also los geht's
Ich gebe hier nur meine eigene Meinung wieder und lege Wert darauf, dass ich andere Meinungen respektiere. Ich bin überzeugt, dass jeder Reiter für sich und sein Pferd eine eigene "richtige" Lösung finden muss.
Was unsere eigene Lösung angeht, sind wir bisher noch nicht ganz fertig mit der "Findung".
Aber ich will jetzt (endlich) vorne anfangen
Sassico und Joey haben zur Zeit keinerlei Hufschutz. Als wir Sassico vor fast 3 Jahren bekommen haben, waren seine Hufe in einem sehr schlechten Zustand. Das hat sich aber dank regelmässiger Bewegung und eine Biotinkur schnell geändert. Innerhalb eines halben Jahres wurden die Hufe wesentlich fester und unempfindlicher, wenn mal ein Stein dagegenschlug o.ä.
Ein Auswahlkriterium bei Sassico's Kauf war übrigens, dass wir ein Barhufpferd wollten.
Joey hat in seinem Leben noch nie irgendeinen Beschlag bekommen. Und das würden wir auch gerne so erhalten. Auch Joeys Hufe sind unheimlich hart, eine Bearbeitung mit der Hufzange ist richtig anstrengend...
Und jetzt stehen wir vor der Frage: Brauchen wir Hufschuhe?
Nach unserem langen Wochenende im letzten Jahr (nachzulesen hier,hier,hier und hier.) hat man den Hufen unserer beiden keine grossen "Verbrauchsspuren" angesehen.
Vorher hatten wir fest damit gerechnet, danach Hufschuhe anschaffen zu wollen. Aber als unsere Pferde trotz der 50 km in 2 Tagen keine Probleme hatten, tendieren wir momentan dazu barhuf weiterzureiten.
Ich zähle mal die Vorteile auf, die mir pro barhuf einfallen:
1.) geringer Verletzungsgefahr auf der Wiese
2.) Die Wiese leidet nicht so sehr unter den Hufen wie unter Eisen
3.) grössere Trittsicherheit auf Asphalt, Schnee und nassem Gras
4.) Kosten (nicht das wichtigste Argument)
Natürlich suchen unsere Pferde sich ihren Weg ziemlich genau.. Sie wissen genau, dass Gras angenehmer ist, und wenn irgendwo Schotter liegt, versuchen sie freiwillig auf Grünflächen auszuweichen.
Was mich auch pro barhuf argumentieren lässt ist folgendes: Wir galoppieren und traben nur auf schönen Graswegen, weil dort der Boden einfach weicher ist. Aber das mache ich mir doch mit einem Beschlag wieder kaputt...
Nun gibt es ja immer wieder Berichte zu lesen, von Distanzreitern, die mit ihren Pferden mehrere Tausend km/Jahr ohne jeden Hufschutz gemacht haben.
Außerdem gibt es noch die sehr gute Seite pro barhuf, auf der die Autorin ausführlich auf Barhufer eingeht, und was sie getan hat, um ihr Pferd barhuf reiten zu können. Mittlerweile verzichtet sie ebenfalls auf Hilfe von aussen und macht die Hufpflege komplett in Eigenregie.
Ihre Unsicherheiten kann ich gut nachvollziehen.... Die Seite kann ich zur intensive Lektüre nur empfehlen.
Mittlerweile sind wir dazu übergegangen, die Hufe alle 2 bis 2,5 Wochen nachzubearbeiten, dadurch sind die Veränderungen am Huf sehr gering, die Beinstellung bleibt erhalten, es ist -natürlich- weniger Arbeit, weil weniger nachwächst und die Hufe sind dauerhaft "schön".
Update April2010
Mittlerweile sind über zwei Jahre vergangen, und dieser Artikel ist unser meistgelesener: Für alle die hier nicht weitersuchen wollen, folgende Infos:
Wir sind auf Hufschuhe umgestiegen. Es hat ein wenig gedauert, bis wir uns eingefummelt hatten, aber es funktioniert. Wer mehr wissen will, kann hier mal suchen, oder mich direkt kontaktieren.








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