Ein Ritt im Juli

Im Moment ist bei uns die Zeit zum Reiten etwas knapp: Christian schreibt an seiner Bachelor-Arbeit und ich muß Urlaubsvertretung auf der Arbeit machen. Außerdem hat uns ein bißchen das Gartenfieber gepackt und dafür braucht man auch Zeit.
Doch heute paßte alles zusammen: Zeit, Wetter und Lust !

Also schwangen wir uns um kurz vor elf in die Sättel unserer Ponies und ritten los. Eigentlich hätte ich gern einen Tagesritt (zur Drover Heide oder so) gemacht, doch dafür waren wir nun zu spät dran und so entschieden wir uns für die Runde um die Schöllerhöfe.

Sassico war etwas lauffaul heute und mußte zum Galopp doch ein bißchen überredet werden. Joey lief wie immer fleißig.

auf dem Stoppelfeld




Joey und ich


Der Ritt verlief ruhig und ohne besondere Vorkommnisse, bis auf einem Weg plötzlich ein Auto hinter uns auftauchte und auch recht dicht auffuhr. Ich wollte mich gerade schon aufregen, "warum man uns denn nicht wenigstens genug Zeit gebe, um zur Seite zu gehen", da stieg Andrea, eine Freundin (ebenfalls Reiterin) von uns aus dem Wagen und sagte nur: "Na Ihr erkennt ja auch niemanden!"

Sie hatte uns von der Strasse aus gesehen (sie sagte, sie hätte uns nur wegen Joey's doch recht einmaliger Fellzeichnung erkannt) und wollte kurz "Hallo" sagen.

Wir quatschten kurz und dann ging es weiter: Sie fuhr zu ihrem Pferdchen und wir legten einen kleinen Galopp ein.
Von dort ging es nach Golzheim. Als wir dort an der Schützenhalle vorbei kamen, begegneten wir einem Pärchen, das mit seinem Schäferhund vom Spaziergang heim kam. Der Mann war sehr gesprächig und erzählte uns, daß der Hund ja Pferde gewohnt sei, da an ihren Garten eine Wiese mit drei Gnadenbrotpferden grenze. Wir unterhielten uns kurz, doch da seine Frau ein bißchen heimwärts "drängte" verabschiedeten wir uns bald. Aus der Schützenhalle (da war gestern Abend wohl eine Feier gewesen und nun wurde aufgeräumt) kam ein kleiner etwa 5 jähriger Junge gelaufen und wollte die Pferde anschauen. Seine Mutter kam hinterher und nahm ihn auf den Arm, damit er Joea mal streicheln konnte. Ich ritt etwas näher zu den Beiden und bot dem Jungen auch an, mal zu mir auf den Sattel zu kommen, doch Jungs sind da viel ängstlicher als Mädchen. Die trauen sich das meistens nicht.
So streichelte er noch mal und wollte wissen, wozu die denn das "Eisen im Maul" hätten.
Nachdem ich es ihm erklärt hatte und die Mutter noch nach Sassico's Hufschuhen gefragt hatte, verabschiedeten wir uns und ritten heim.

schlechte Wege


Sassico auf dem Weg heim


das letzte Stück zu Fuß


Wir erreichten unseren Stall gegen halb drei und entließen Joey und Sassico in den Feierabend.

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