Un wenn dat Trömmelche jeht...
Das lange Pfingstwochenende mit herrlichstem Wetter hat uns Lust auf einen weiteren langen Ritt gemacht. So hatten wir uns gestern Mittag beim Eis in Zülpich nach der anstrengenden Fahrradfahrt (Streckenkontrolle) für neun Uhr heute Morgen zum Abritt veraredet. Sonja wollte mal versuchen noch ein, zwei Leute aus ihrem Stall zum mitreiten zu bewegen (scheitert meist an der "unchristlichen" Zeit des AbrittsChristian und ich haben aber heute Morgen irgendwie die Kurve nicht gekriegt und so kamen wir erst um kurz nach neun am Stall los. Schnell eine SMS an Sonja geschickt und dann trafen wir uns erst um zwanzig nach neun an der verabredeten Stelle.
Schon von weitem konnten wir Nala erkennen. Zuerst dachten wir sie käme allein, doch dann entdeckte ich ein dunkles Pferd als Begleitung.
Am Treffpunkt gab es dann erst mal eine freundliche Begrüßung: Zuerst machten sich die Pferde bekannt. Joey und Sassico steckten sofort die Köpfe mit Mecki, dem Quarter-Wallach, zusammen. Dann kamen auch die Reiter dazu sich vorzustellen. Wir ritten heute also zu acht: Sonja mit Nala, Karen mit Mecki, Christian mit Sassico und ich mit Joey.
Über Jsweiler ging es am Hühnerbach entlang bis zum "Doppelbaum" hinter Kelz. Im Galopp konnten wir einen langen Grasweg bis Kettenheim (gehört zu Vettweiß) genießen. Beim anschließenden Ritt durch Kettenheim waren alle vier Pferde supercool und unerschrocken. Letztes Jahr (Reitwochenende Teil 2 - Gladbach - Mersheim- Vettweiß und Gladbach - Mersheim- Vettweiß - Meine Eindrücke) war das noch ein Hindernis.
Hinaus aus dem Ort ein Stück an der Bahn entlang und dann nahmen wir Kurs auf die südlichste Spitze des Vettweißer Wäldchens.
Auf der Strecke war recht viel los: ein LKW, der uns von hinten ziemlich auf die Pelle rückte, Autos (Sonja sagt "das sind hier die Schleichwege nach Zülpich") und jede Menge Fahrradfahrer.
Langsam näherten wir uns dem von Sonja und Volker auserwählten Pausenplatz: einem Parklplatz an der B 56. Dort gab es Gras für die Pferde und Heu, das Volker extra mitgebracht hatte, welches jedoch von den Pferden größtenteils verschmäht wurde. Die Reiter wurden von Volker mit gekühlten Getränken (was das Herz begehrte) und leckeren, frisch vor Ort geschmierten Brötchen versorgt.
Auch die Pferde wurden getränkt, so daß es uns allen "saugut" ging.
Nach 55 Minuten wurde wieder aufgesessen und weiter ging`s. Wir hatten in der Pause besprochen, daß wir einen anderen (längeren, aber noch schöneren Weg) über die Ginnicker Heide zurückreiten wollten.
Als wir an dem Stückchen Wald (wo wir Pause gemacht hatten) vorbei waren, eröffnete sich vor uns wirklich eine tolle Aussicht ! Wir konnten bis Embken ins Tal runter schauen und waren alle begeistert von der Landschaft.
Mit dem nächsten Anstieg erreichten wir den höchsten Punkt unserer Tour: den Wasserturm bei Ginnick. Der liegt auf einer Höhe von 225 m. So haben wir heute eine Strecke mit 90 m Höhenunterschied geritten.
Kurz hinter dem Wasserturm trafen wir noch einmal auf Volker und wollten einige Minuten Rast an dem dortigen Sportplatz machen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Als wir dort standen, kam eine Gruppe Männer aus dem Wald heraus und ging zum Sportplatz. Soweit noch nicht schlimm, doch dann ging es los! Sie hatten eine sehr laute Tröte und Trommeln dabei und begannen einen mächtigen Krach zu machen. Mir viel sofort das Herz in die Hose, denn ich weiß, daß Joey einen Heidenangst vor solcher "Musik" hat (Sonja und Volker waren gestern extra noch nach Vettweiß gefahren, um die Zeiten des dortigen Schützenumzugs in Erfahrung zu bringen. An dieser Stelle noch mal ein dickes Dankeschön dafür !).
Joey wurde auch sofort nervös und ich drängte auf den Abritt. Die anderen Pferde waren auch nervös, aber blieben relativ ruhig. Joey tänzelte nur noch auf der Stelle und hatte ziemliche Panik.
Nun ja, in meiner Angst war ich ziemlich pampig zu den anderen (Sorry nochmal, Karen !) doch irgendwie schafften wir es und kamen immer weiter vom Lärm weg. Mit der Zeit wurde Joey wieder ruhiger und ich konnte mich auch wieder entspannen.
Wir ritten durch die "Ginnicker Heide", ein, wie die anderen drei sagten
Doch schnell war auch die Brücke geschafft und danach konnte ich mich wieder ganz entspannen.
Der Weg führte uns nun schnell zum Vettweißer Wäldchen, das wir bei der Gelegenheit noch einmal quer durchreiten konnten.
Vom Wald aus waren es dann noch knapp zwei Stunden bis wir wieder im Stall waren. Der Rückweg verlief ohne weitere Zwischenfälle.
Insgesamt haben wir heute knapp 37 km zurückgelegt: Unsere bisher längste Tagesetappe.
Danke nochmal an Sonja für diese wunderschöne Route !






Trackbacks
Trackback-URL für diesen Eintrag
Keine Trackbacks
Kommentare
Kommentar schreiben