Einträge für Februar 2012

  • Februar, 2012
  • Spontaneität

    Nach dem Mittagessen schaute ich aus dem Fenster und sagte:" Wow, so schönes Wetter und ich muß jetzt zur Arbeit!"
    Da schlug Christian mir vor, ich solle doch mal meinen Chef anrufen und fragen, ob ich nicht später kommen könne.
    "Gute Idee!"
    Ich hab eh noch ein paar Überstunden und wozu hat man schließlich flexible Arbeitszeiten ?!

    Und so kam es, daß ich nochmal mit dem Hund zum Stall fuhr.

    Dort machte ich fix die Boxen fertig, stellte die Pferdchen in die Sonne und bürstete die Dreckkrusten aus deren Pelz.

    Ludwig hatte währenddessen eine Begegnung der dritten Art:

    erstmal die Sonne genießen


    Wer bist denn Du ?


    Da kommt noch eins !


    Du mußt doch nicht weglaufen ! Ich will doch nur spielen !


    Mami ? Kann ich dem trauen ?


    Da bin ich nicht sicher, Kleines. Laß uns lieber gehen !


    Wo sind die denn jetzt hin ?


    geputzte und zufriedene Pferdchen




    Dann mußten die Jungs arbeiten. Zuerst Joey und dann Jackson. Ich longierte beide jeweils gut zwanzig Minuten lang. Schön viel Schritt und auch Trab und bei Joey auch Galopp.
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  • Magen-Darm-Virus

    Seit ein paar Tagen erbricht sich Ludwig immer wieder mal. Klar, Hunde tun das schon mal, und da er sonst überhaupt keinen auffälligen Eindruck gemacht hat, hab ich erstmal abgewartet. Zuerst hab ich gedacht, daß er vielleicht unterwegs irgendwo was verdorbenes gefressen hat.
    Doch da es nicht besser wurde und es ja auch ein Fremdkörper im Magen oder Darm sein könnte, bin ich heute mal mit ihm zum Tierarzt gefahren.

    Er hat fiebergemessen und den Bauch abgetastet. Er meinte, so wie Ludwig auf das Abtasten reagierte, habe er schon ein wenig Bauchschmerzen.
    So lautet die Diagnose erst mal Magen-Darm-Infekt.
    Er bekam ein Antiinfektivum und etwas gegen Krämpfe gespritzt und am Mittwoch sollen wir wieder kommen. Dann wird ggf. noch Blut abgenommen.
    In den nächsten Tagen sollen wir sein Futter auf zwei kleinere Mahlzeiten aufteilen aber sonst darf er alles wie immer.
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  • Die erste Stunde im Garten

    Heute mittag war das Wetter so richtig schön sonnig. Und da bekam ich Lust auf den Garten. Kerstin sagte beim Essen, dass die letzten trockenen Pflanzen vom letzten Jahr noch abgeschnitten werden müssen. Eine Gartenschere darf ich ja schon wieder benutzen.

    Und so habe ich meine erste Stunde mit Arbeit im Garten verbracht. Das tat echt gut. Den Grünabfallsack habe ich dann nicht so voll gemacht, damit ich ihn gut zum Kompost tragen konnte.
    Nach einer guten Stunde hatte ich dann keine Lust mehr, und habe einfach die Sonne genossen. Hinten im Garten blüht unser Winterheidekraut. Leider sind die Fotos nicht so gut geworden, aber man kann wohl was erkennen. Außerdem waren schon die ersten Insekten unterwegs und ich habe sogar einen Schmetterling gesehen. Super, wieder das erste Summen dieser Tiere zu hören.

    Dann verschwand die Sonne und ich ging wieder rein.


    Schmetterling, leider mit einem kaputten Flügel. Er flog aber noch gut.




    Seit Samstag liegen unsere roten Setzkartoffeln neben den Anderen Pflanzen, die im Haus überwintert haben, um schon einmal vorzutreiben. Gelbe Kartoffelsetzlinge besorge ich mir Ende der Woche bei der Genossenschaft. Dann können die alle Anfang April in die Erde und es sollte dann Frühkartoffeln geben.
    (Jetzt gehe ich mal schauen, welche Sorte ich denn möchte...)
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  • Netzfundstücke 66

    So, heute habe ich nicht viel, aber den einen Artikel finde ich so interessant, dass ich Euch den nicht lange vorenthalten wollte:

    Erderwärmung sorgt für kleine Pferde Zum Glück ist der Klimawandel nicht ganz so schnell, so dass wir katzengroße Pferde nicht mehr erleben werden....


    Und hier noch Infos über Bergzebras Ich dachte bisher immer, dass es nur das Steppenzebra gäbe.
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  • Gemeinsam

    Christian sagte gestern Nachmittag am Stall so ganz lapidar zu mir:" Da könntest Du ja morgen mal wieder auf´s Pferd!"

    Tja...in der Tat wurde es dafür nun langsam wirklich mal wieder Zeit.
    Doch bevor ich mich würde in den Sattel schwingen können, mußten die Mist"berge" aus der vergangenen Woche beseitigt werden.
    Unsere Freundin Michaela sagte vor kurzer Zeit zu mir, sie sei zur Zeit nur "Dienstleister" für ihr Pferd. Da mußte ich grinsen, aber genau so ist es auch bei mir momentan.

    So machten Christian und ich einen Plan, wie der heutige Sonntag ablaufen sollte.
    Um 9 Uhr morgens radelte ich mit Ludwig zum Stall. Dann hatte der seine erste Lauflust befriedigt und konnte sein Geschäft erledigen.
    Nach dem Füttern ließ ich Joey und Jackson in den Gang. Dort konnten sie ein bißchen Gras knabbern. Doch sie wollten lieber rumkaspern und liefen auf und ab.

    erst noch ganz ruhig






    dann ging die Post ab








    Während die Beiden ihren Spaß hatten, fuhr ich Schubkarre für Schubkarre voll beladen mit Mist rüber zur Mistkarre. Ludwig flitzte natürlich immer mit mir hin und her. So kam auch er auf seine Bewegungskosten.
    Eine Stunde später war der Mist entsorgt, die Boxen frisch eingestreut und die Heunetze aufgefüllt.
    Ich rief Christian an, um ihm zu sagen, daß ich fertig sei, denn er wollte mir dann beim Putzen der Pferde helfen.

    Ludwig auf "seinem Platz" neben der Mistkarre. Dort muß er immer warten, bis ich den Mist aufgescheppt habe.




    Es gibt neugeborene Lämmchen am Stall. Aber sie sind leider zu schüchtern, um sich fotographieren zu lassen.


    sauberes, frisches Bettchen




    Wenig später kam Christian zu uns und Ludwig begrüßte ihn überschwenglich. Ich kramte das Putzzeug zusammen und holte die Pferde rein.
    Joey und Jackson sahen aus wie die Erdschweine. Da hatten wir ordentlich was zu tun.
    Und tatsächlich flogen schon die ersten Haare des Winterfells umher, als wir mit dem Striegel die Dreckklumpen herauskrazten.

    vorher




    nacher




    Und danach war es endlich soweit: Ich sattelte Jackson und stieg auf. Ich hatte mich entschieden heute mit ihm nur auf der Wiese zu reiten. Da er ja länger nicht bewegt worden war, erschien mir das sinnvoller. Denn im Gelände hätte er sich viel mehr aufgespult und nachher noch vertreten und v.a. wäre er dann klatschnaß gewesen.
    Auf der Wiese konnte ich ne dreiviertel Stunde ruhig reiten. Erst ne ganze Weile Schritt, damit er warm werden konnte, dann ein bißchen traben und wieder lange Schritt.
    Er ist ja vollkommen ohne Kondition zur Zeit und so war er nach der Einheit auch merklich geplättet aber er wirkte sehr zufrieden.



















    Nach dem Ritt fuhren wir kurz zum Mittagessen nach Hause.
    Satt, aufgewärmt und etwas ausgeruht fuhren wir bereits ne Stunde später wieder zum Stall. Joey war nett zu mir und er hatte sich nicht gewälzt. Also direkt Sattel drauf und los ging´s. Diesmal ins Gelände. Christian und Ludwig begleiteten uns zu Fuß.
    Es tat sehr gut wieder unterwegs zu sein.
    Ludwig war begeistert dabei und begleitete Joey und mich auch im Trab und Galopp (natürlich ritten wir danach immer zu Christian zurück).
    Das war ein schöner Familiensonntag. Und meinem Gewissen geht es jetzt auch wieder besser, wo die Pferde mal etwas Bewegung hatten.





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  • Der Frühling kommt

    Seit einigen Tagen riecht man es in der Luft: der Frühling kommt.

    Die Temperaturen werden langsam zweistellig, nur knapp zwar, aber zweistellig. Wenn ich mit Ludwig rausgehe, bin ich nicht mehr ganz so dick eingepackt, wie noch vor einer Woche.

    Gestern habe ich schon die erste Person aus der Ferne gesehen, die nur im T-shirt mit ihrem Hund unterwegs war. So warm ist mir dann doch noch nicht.

    Kerstin sagte eben, dass Joey heute ein wenig geschwitzt hatte. Dann werden wir am Wochenende mal schauen, ob wir schon ein bißchen Winterfell aus den Pferden bürsten können.

    Auch im Garten merkt man, dass der Frühling kommt. Die ersten Frühlingsblumen sprießen und das Gras sieht auch schon anders aus.

    Neben der Hecke liegen jetzt viele Reste vom Schnitt im letzten Jahr. Die Abfälle bleiben immer oben auf der Hecke liegen, und fallen erst im Winter, wenn dieser entsprechende Winde bringt.

    Unsere Regentonnen sind übrigens noch nicht aufgetaut, da schwimmen noch immer große Eisblöcke...

    Ludwig hat übrigens etwas interessantes gelernt:
    Wenn ich Mittags vorm Fernseher sitze, und er insgeheim darauf wartet, dass wir endlich spazieren gehen, steht er immer dann auf, wenn Werbung anfängt. Irgendwie scheint er einen Zusammenhang gelernt zu haben zwischen: Fernseher wird lauter (wegen der Werbung) und die Menschen sind jetzt ansprechbar.
    Abends wird er jetzt immer wach und fordert mich in der Werbepause auf, ihn in den Garten zu lassen.
    Schon faszinierend, was die Tiere so spitz kriegen...

    Nächste Woche geht es für mich zum ersten Mal wieder ins Büro. Da bin ich dann der Frühlingsbote...
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  • Infos über die Klappe

    Natürlich war meine neue Herzklappe in vielen Gesprächen in letzter Zeit das dominante Thema. Und es kamen verschiedene
    Fragen auf.

    Aber heutzutage gibt es ja Internet und so war der Hersteller -Medtronic- schnell recherchiert und ich habe dort nach
    einem Ansprechpartner gefragt, der mir ein paar Fragen zu der Klappe beantworten könnte.
    Nach zwei Stunden hatte ich schon eine Mailadresse des Ansprechpartners.

    Ich schrieb als meine Fragen hin und bekam sehr schnell das Angebot zu einem Telefongespräch. Wir telefonierten dann in
    der letzten Woche fast zwanzig Minuten. Das war ein echt spannendes Telefonat.

    Zuerst fragte der Mann nach meinem Befinden und ich erzählte, wie ich die OP überstanden habe, und wie es mir seitdem
    geht. Sicherlich auch für den Hersteller interessant mal "Kundenfeedback" zu bekommen.

    Die folgenden Infos schreibe ich als Gedächtnisprotokoll. Ich kann nicht garantieren, dass die Informationen komplett
    richtig sind.

    Naja und dann ging es an meine Fragen. Der Herstelle hat Verträge mit verschiedenen Schlachhöfen, und dort sind speziell
    geschulte Mitarbeiter, die die Schweineherzen für den Flug zum Klappenhersteller vorbereiten.
    Anschließend werden die Klappen auf "Herz und Nieren" geprüft und evtl aussortiert. Die Ausfallquote liegt bei 95%.
    Aber das ist halt Natur.

    Schweineherzen ähneln unseren Herzen wohl sehr. Sie sind im Schwein wohl seitenverkehrt (im Vergleich zu unseren)
    eingebaut. Außerdem gibt es da ein paar Muskeln und Halterung mehr, weil das Schwein ja auf vier Beinen läuft.

    Meine Idee, dass die Klappen evtl. aus Stammzellen gezüchtet würden, trifft bei diesen Klappen nicht zu, allerdings
    gibt es da wohl auch schon fortgeschrittene Forschungsergebnisse. Allerdings sollen dann direkt Stammzellen des
    betroffenen Patienten genommen werden.

    Die Klappen werden insgesamt vier Wochen vorbereitet. Zuerst kommen sie in eine Flüssigkeit, die die Verwesung der
    Zellen verhindert und die Klappe elastisch hält. Anschließend werden die Klappen -auch durch Baden in einer Flüssigkeit-
    gegen Verkalken gewappnet. Leider widersprechen sich beide Vorgänge so dass gerade das zweite Bad nicht so gut wirkt,
    wie es ohne das erste Bad wirken würde.
    Da die Klappe auch in beide Richtungen noch ein Stück Aorta mitbringt ist sie auch geeignet um den Ansatz der Aorta
    direkt am Herzen zu ersetzen. Es sind wohl verschiedene Einbaumöglichkeiten vorhanden.

    Durch die Behandlung wird die Klappe auch nicht mehr vom Körper abgestoßen. Allerdings wird sie noch als fremd vom
    Körper erkannt und deswegen überzieht der Körper sie mit einer ganz dünnen Schicht eigener Zellen überzogen. Diese
    dünne Schicht wird aber bei Ausbau der Klappe nicht zu sehen sein.

    Am einen Ende der Klappe befindet sich Gaze. Diese verhindert zum einen, daß die Nähte nach Einbau der Klappe
    ausreißen. Zum anderen befinden sich an dieser Stelle noch Muskelzellen, die nicht komplett entfernt werden können, die
    wir aber zum einen nicht haben und zum anderen waren da wohl die Abstossungsreaktionen heftiger und mit der Gaze wird
    der Kontakt verhindert.

    Da die Klappe bis zum Einbau in Flüssigkeit gelagert werden muss, damit sie nicht austrocknet und schrumpelt, gibt es
    keine Modelle für den Wohnzimmerschrank. Andernfalls hätte ich bestimmt eine bekommen können.
    Stattdessen bekam ich aber am nächsten Tag Post mit der Langzeitstudie über 12 Jahre. Die Studienergebnisse sind alle
    auf Englisch präsentiert, aber wenn man sich ein wenig einliest versteht man schon einiges. Wichtig zum Beispiel: Über
    87% der Patienten hatten nach die Klappe auch nach 12 Jahren noch.

    Die Haltbarkeit sinkt allerdings, je jünger der Patient ist: Dadurch dass der Stoffwechsel(Metabolismus) bei jüngeren
    Menschen noch aktiver ist, halten die Klappen nicht solange.

    Die Klappe ist seit Mitte der 90er Jahre auf dem Markt. In Lahr werden die Klappen seit 1996 eingesetzt. 2005 wurde die
    1000.ste Klappe verbaut.

    So, jetzt wissen wir, warum ich nach der OP nicht noch zwei Schnitzel von "Meinem" Schwein vorgesetzt bekommen konnte.
    Dafür müssen wir uns aber auch nicht die Frage stellen, ob dass denn Kannibalismus gewesen wäre. Wahrscheinlich war
    der Rest des Schweins schon lange wieder aus dem Supermarkt raus, als ich die Klappe bekommen habe.


    Und wer sich mal anschauen will, wie so eine OP abläuft, schaut hier
    Ich habe gerade mal angefangen und muss sagen, dass war schon komisch, weil ich den Vorraum von der OP ja kenne. Ich weiss noch nicht ob ich das zuende schaue...
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