Bereits für heute hatte ich mich mit Elke (siehe
schon wieder ein treffen) für einen gemeinsamen Ausritt verabredet.
Ich wollte eine längere Runde reiten und sie war einverstanden mich zu begleiten. Auch ihre Begeitung vom letzten Mal wollte wieder mitkommen.
Um halb elf wollte ich die Beiden also an ihrem Stall abholen.
Ludwig hatte ich bereits gestern abend zu Mumin gebracht, wo er die Nacht und den heutigen Tag verbringen sollte, da ich ihn auf den Ritt nicht mitnehmen konnte.
Daher mußte ich heute Morgen erst gegen viertel nach acht aufstehen. Durch den Spalt im Dachfenster fiel graues Licht ins Schlafzimmer. "Hm... sieht irgendwie gar nicht nach der angekündigten Sonne aus da draußen" dachte ich und tappte ins Bad.
Noch während ich mir die Zähne putzte trommelten die ersten Tropfen auf´s Fenster. Und dann ging ein ordentlicher Regenschauer nieder.
Doch das Wetter war mir egal. Es sah immerhin nicht nach Gewitter aus und naß werden würde schon nicht so schlimm sein.
Um 9 Uhr war ich am Stall und fütterte die Pferde. Während ich mistete regnete es immer wieder mal kurz.
Doch der Himmel sah am Horizont schon ein klein wenig heller aus.
Sicherheitshalber zog ich dennoch Regenhose und -jacke an als ich mit Jackson losritt.
Eine halbe Stunde brauchte ich bis Irresheim.
Ich ritt ins Dorf und schon einige Meter vor meinem Ziel kamen mir bereits bellend Elke´s Hunde entgegen. Jackson marschierte völlig unbeeindruckt auf den Hof, als würde er hier ständig ein- und ausgehen.
Elke war gerade dabei die Pferde fertig zu machen.
Die Reiterin von Dienstag konnte heute doch nicht, aber eine Freundin von Elke wollte uns begleiten.
Ich stieg noch einmal ab und pellte mich aus den Regenklamotten, denn ich war bereits jetzt durchgeschwitzt. Ich band alles hinterm Sattel fest und fühlte mich direkt viel besser.
Um kurz vor elf kam dann Silvia. Wir stellten uns einander vor und gingen mit den Pferden vom Hof.
Die Beiden wollten sich von mir "führen" lassen.
Ich schlug den Weg nach Eggersheim ein.
Als wir den Bach hinter uns gelassen hatten klarte es mehr und mehr auf und in der Ferne war bereits blauer Himmel zu sehen.
Es wurde auch immer noch wärmer.
Doch dank des leichten Windes und des Schattens der Bäume war es erträglich.
Da Silvia und Elke einwilligten, ritten wir weiter in Richtung Gladbach und von dort zum Müddersheimer Wald.
Die Strecke bietet viel Abwechslung und immer wieder schattige Abschnitte.
Am Gestüt Schlenderhahn in Diesternich waren wir am Wendepunkt der Strecke angekommen.
Der Rückweg führte uns an Mersheim, Gladbach und Lüxheim über die Felder zurück nach hause. Dort gab es leider so gut wie keinen Schatten mehr.
Die Sonne schien mittlerweile strahlend vom blauen Himmel und es war schwülwarm.
Die Ponies wurden merklich müder und auch Jackson war anzumerken, daß wir schon eine ganze Weile unterwegs waren.
Nachdem wir Lüxheim hinter uns gelassen hatten, trennten sich unsere Wege.
Elke und Silvia ritten zusammen heim und ich schlug mit Jackson den direkten Weg zu unserem Stall ein.
Ich gönnte ihm noch einen Galopp und einen Trab (naß war er sowieso) und führte ihn dann den letzten Weg heimwärts.
Nach über 5 Stunden (vier einhalb Stunden Reitzeit) und knapp 28 km kamen wir erschöpft am Stall an.
Ich trank erstmal ein ganze Flasche Wasser aus und Jackson fing an Heu zu knabbern.
Joey kam nicht einmal zur Begrüßung. Er hatte morgens eine frische Wiese geöffnet bekommen und war daher noch gänzlich ins Gras vertieft.
Nachdem ich Jackson abgesattelt und abgewaschen hatte, ging auch er grasen.