Einträge für November 2010

  • November, 2010
  • Jetzt geht es rund!

    Ich schrieb es schonmal im Juni: Offtopic: Jugendschutz und Internet
    (Zur Erinnerung: Ab dem 1.1. müssen alle Inhalteanbieter im Impressum einen Jugenschutzbeauftragten benennen und alle Ihre Inhalte
    mit einer Alterskennzeichnung versehen. Alternativ sperren wir den Blog für unter 18 Jährige mit einem entsprechenden Tool, mit dem auch Pornoanbieter abrieten, oder schalten den Blog nur nachts online. Die Strafen sind empfindlich. Man könnte auch Dienstleister damit beauftragen die Inhalte zu prüfen. Die Preise liegen bei 4000 Euro pro Jahr. Übrigens müssen wir auch sämtliche Kommentare dieser Prüfung unterziehen)

    Zum 1.1.2011 tritt der neue Jugendmediendienstestaatsvertrag in Kraft. Heise.de berichtet hier
    Was diese Änderung für uns heisst, kann man kurz zusammengefasst hier lesen.

    Eine ausführliche Version, die ich allen empfehlen kann, die selber bloggen ist hier eine sehr verständliche Erläuterung.

    Die ersten Blogs haben schon angekündigt, sofort bzw. zum Jahresende offline zu gehen. Eine Liste findet sich hier

    Ich muss das jetzt mal wirken lassen und mir überlegen, wie wir da sinnvoll reagieren.

    Man könnte übrigens in die Anonymität gehen. Dafür müsste man aber einen Webhoster im Ausland suchen, eine ausländische Domain reservieren, die nicht auf unseren Namen läuft und anonym bloggen. Damit wären aber auch keine Fotos mehr möglich.
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  • "Ekel"-grenzen

    Richtig auseinandersetzen musste ich mit mit Pferdekötteln ja erst, nachdem Kerstin und ich vor fast sieben Jahren zusammengezogen sind.
    Konnte ich vorher dieser ganzen Sache bzgl. Misten und so weiter ziemlich aus dem Weg gehen, war das dann vorbei.

    Aber irgendwie fing ich dann an, mit zu Joey und damals noch Lady zu fahren, und habe dann auch mitgeholfen. Dass ich damals darauf bestand, dass wir die Pferdeklamotten im Keller lagerten, weil ich den Geruch nicht in der Wohnung haben wollte, kann ich mir gar nicht vorstellen.
    (Ich glaube aber auch, dass es gar nicht so schlimm ist. Sagte doch ein Kollege irgendwann mal:"Christian, warum riechst du eigentlich nicht nach Pferd?" "Weil es auch bei uns schon Wasser und Seife gibt" ;-) )

    Naja damals fand ich es echt fies zu Misten und diesen Pferdekötteln nicht ausweichen zu können. In einen von denen trat man immer rein. Und irgendwelche feuchten Strohreste landeten auch auf den Klamotten.

    Heute ist mir das wirklich egal. dann fliegt da halt der Mist. Und dann stehe ich halt mal im Mist drin. Na und? Früher habe ich auch die Gummistiefel erst am Stall angezogen und im Auto in einer Tüte transportiert, damit nichts im Auto liegen bleiben konnte.

    Heute kann ich nach dem Misten in ein Butterbrot beissen, und vorher die Hände nur mit klarem Wasser gewaschen haben.
    Die Klamotten hängen auch nicht mehr im Keller.

    Wann ich aber besonders an mein früheres Unbehagen denke? Wenn ich -wie gestern- im Stall putze und sattel und dann beim Hufe auskratzen, die Pferdeäpfel direkt vorm Gesicht habe. Da ist mir die Distanz auch heute noch immer etwas zu kurz. :-)
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  • Kleidungsfragen

    Jetzt im Winter ist es natürlich wirklich schwer, sich warm genug anzuziehen. Vor allem habe ich das Gefühl, dass ich jedes Jahr aufs neue lernen muss, was sinnvoll ist.

    Wenn es friert, bringe ich mir die Lederchaps und die Handschuhe mitnachhause. Am Stall werden die einfach zu steif. und sind nicht vernünftig anzuziehen. Die Lederhandschuhe brauchen auch zu lange, bis meine Hände die aufgewärmt haben.

    Gerade am Oberkörper finde ich es schwer die passende Lösung zu finden. Ich will verhindern, dass ich während des Putzens und Sattelns anfange zu schwitzen, weil dann der Körper nachher anfangen würde auszukühlen, wenn der Schweiß sich abkühlt.
    Ich komme also mit mehreren Kleidungsschichten am Stall an, und lege nach ein paar Minuten einiges ab, so dass ich kurz vorm Frieren bin. Dann schwitze ich zumindest nicht.

    Heute morgen waren wir zum Misten am Stall, damit waren dann die unteren Schichten nassgeschwitzt. Bis nach dem Mittagessen waren die natürlich nicht getrocknet. Wenn wir wie geplant geritten wären, hätte ich weitere Klamotten gebraucht.

    Und das finde ich am Winter echt nervig: Man braucht viel zu viele Klamotten und irgendwie kriege ich die nie alle gleichzeitig zum Trocknen aufgehängt. Irgendwie ist immer was feucht.
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  • ...dann die Arbeit!

    Da wir uns ja gestern beim Ritt amüsiert hatten, mußten wir heute "ran".
    Christian war heute dran mit "ausschlafen" und ich ging morgens mit Ronja. Brrrrrr war das kalt: minus 4°C.

    Um halb zehn waren wir dann - ohne Ronja (ist doch zu kalt für sie, wenn sie dann die ganze Zeit nur liegt) - am Stall und fütterten die Pferde und brachten ihnen warmes Wasser.

    Mahlzeit !


    Schade...ich dachte man könnte den Dampf sehen.


    Dann ging es an die Arbeit: Pferdeäpfel einsammeln (schwierig, wenn sie gefroren sind), den Stall ausmisten und das Reserve-Wasserfaß auffüllen.
    Damit waren wir den ganzen Vormittag beschäftigt (mein Daddy war netterweise zur Hilfe gekommen).

    Frost-Äppel


    ein frisch gemachtes Bettchen


    Können wir jetzt rein ?


    Na endlich !


    Heu macht durstig.




    Wir hatten dann eigentlich vorgehabt, nach dem Mittagessen noch mal eine Runde zu reiten. Doch die Sonne hatte sich verzogen und es war ziemlich kalt. Es waren viele graue Wolken am Himmel, die nach Schnee aussahen.
    So verwarfen wir die Rittpläne und besuchten statt dessen Christian´s Eltern zum Adventskaffee. Das war viel wärmer und angenehmer, als im Sattel zu frieren.
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  • Wasser marsch mit Hindernissen

    Im Winter ist der Hydrant aus Frostschutzgründen weggeschlossen und so musste heute morgen Kerstin's Vater kommen und beim Fässchen auffüllen helfen. Wir nutzen im Winter unser grünes Faß, damit wir nicht das komplette Wasser von zuhause mitbringen müssen.

    Nachdem dann der Hydrant stand, und wir das Wasser laufen ließen, kamen aber nur ein paar Tropfen aus dem Schlauch raus. Da mussten irgendwo Eisstücke an den Verbindungsstücken den Weg versperren. Wenn man aber die Verbindungsstücke öffnet um nachzuschauen, spritzt da erstmal einiges an Wasser. :-) Beim ersten Mal bekam ich nicht viel ab. Hatte aber das Pech, dass dort kein Eis war.

    Wir fanden dann Eis im Wasserhahn, der am Schlauchende hängt und auch in dem Schlauchende. Aber da unser Wasserbottich direkt daneben stand, konnte ich den Schlauch da drin auftauen. Schließlich hatte ich da gerade das warme Wasser von zuhause reingekippt.
    Aber nach dreimaligen Trennen verschiedener Schläuche waren dann zumindest meine Handschuhe klatschnass.

    Am Ende lief aber das Wasser gut durch. Unser Schlauchwagen steht jetzt im Winter beim Hydranten im trockenen. So kann er uns nicht mehr einfrieren. Und da ich ohne Hydranten kein Wasser auffüllen kann, ist es auch kein Problem, dass beide weggeschlossen sind.
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  • Erst das Vergnügen...

    Nachdem wir ja Freitagabend im Kino waren, durfte ich am Samstag "ausschlafen". Also klingelte mein Wecker "erst" um acht Uhr.
    Christian hatte Hundedienst und war mit Ronja draußen, als ich mich zum Frühstück hinunter "schleppte".
    Draußen hatte es gefroren, doch langsam kam die Sonne raus.

    So beschlossen wir, daß wir den Samstag jetzt erst einmal zum Reiten nutzen wollten. Die ungeliebten Aufgaben (Misten, Einkaufen etc.) wollten wir nach hintenschieben und mal sehen, wie das Wetter am Sonntag werden würde.

    alles gefroren


    die Sonne kommt langsam zum Vorschein


    am Stall


    Im Stall putzten und sattelten wir unsere Pferdis, während sie ihr Frühstücksheu fraßen.
    Welche Strecke wir reiten wollten, stand noch nicht fest. Christian wollte erst mal spüren, wie kalt es im Feld sein würde.
    Als er merkte, daß es nicht zu arg war, schlug er die Runde um Eschweiler herum vor mit der Option noch das Girbelsrather Wäldchen dranzuhängen - falls wir bis dahin nicht zu durchgefroren sein sollten.

    Christian und Trabilein


    Ich hatte mir überlegt, daß ich wegen Joey´s Shakerei mal etwas anderes ausprobieren wollte. Bisher hatte ich ihn immer weitestgehend "in Ruhe" gelassen und am sehr langen lockeren Zügel geritten, damit er nicht noch zusätzlich gestört wurde.
    Doch gestern habe ich ihn, sobald er mit dem Schütteln anfing (nach 100 m vom Hof), kürzer genommen, so daß ich leichten Kontakt zum Maul hatte. Immer, wenn er dann schüttelte, habe ich eine kleine Parade gegeben, laut "NEIN!" gesagt, den Zügel gegengehalten und ihn vorwärtsgetrieben. Ich hatte mir überlegt, daß er die Energie, die er ins Schütteln legt, besser ins Laufen stecken sollte.

    Außerdem haben wir ihn dann gestern immer wieder zwischendurch vor Jackson gehen lassen und häufige kleiner Trabstrecken eingebaut und auch dabei Joey manchmal vorne traben lassen.
    Und tatsächlich: Das Shaken war zunächst immer wieder da, doch es war weit weniger schlimm und daher auch nicht so nervig, da ich ihn immer wieder über den Zügel einschränkte.
    Und je länger der Ritt dauerte, desto länger wurden auch die Phasen, in denen er gar nicht - ja tatsächlich - shakte. Und wenn er dann wieder anfing, konnte ich ihn relativ schnell wieder davon abbringen.
    Dann weiß man so ein ruhig laufendes Pferd unter sich erst mal richtig zu schätzen.

    die Rüben wurden "angezogen": Flies gegen den Frost




    Christian winkt unseren Lesern !


    Jackson scheint es auch zwischendurch gar nicht so schlecht gefunden zu haben, daß er hinten gehen mußte. Er wirkte recht entspannt und schien "froh" zu sein, die "Verantwortung" abgegeben zu haben.
    Er war nachher sogar so ruhig und entspannt, daß ich mal wieder die Chance hatte ein Foto von vorn zu machen:





    Der Ritt war so entspannt und harmonisch und durchgefroren waren wir auch noch nicht, so daß wir uns natürlich für die Verlängerung um´s Girbelsrather Wäldchen entschieden.

    am Wäldchen


    So hatten wir die Möglichkeit zwei Wege zum Galoppieren nutzen zu können.
    Christian bat mich mit Joey neben Jackson anzugaloppieren, so daß Jackson sich an Joey´s Tempo orientieren könnte.
    Joey war jedoch Jackson noch nicht ganz geheuer im Galopp hinter bzw. neben sich. So schlug er einmal nach hinten aus, um sich mehr Platz zu verschaffen. Also ließ ich Christian und Jackson vorbei, doch es klappte trotzdem: Jackson galoppierte vorn, aber das Tempo war absolut in Ordnung.
    Beim zweiten Mal machten wir es wieder so, allerdings mit etwas mehr Platz zwischen Joey und Jackson. Doch diesmal war es ein sehr langer Grasweg und Jackson gab doch etwas mehr Gas. Aber Christian sagte nachher, daß es absolut super war: Jackson war zwar schneller, aber immer kontrollierbar und mit dem "Gehör" beim Reiter. So soll es doch sein: Er darf ja ruhig mal seinem Naturell und Körperbau entsprechend laufen, soll dabei nur halt "bei" uns bleiben.

    Nachdem wir die Strasse hinter Jsweiler überquert hatten, stiegen Christian und ich ab und wollten nach Hause führen.
    Nun war ich gespannt, wie das mit Joey´s Shaken würde. In den letzten Wochen war Führen ja wirklich sehr anstrengend und nervenaufreibend, da er immer so heftig schüttelte.
    Ich setzte aber beim Führen nun die gleichen Dinge fort wie auch beim Reiten: Ich nahm die Zügel so, daß sie locker waren, aber sobald er zu shaken anfing, konnte ich Druck ausüben und verstärkte ihn durch ein lautes "Nein".
    Und tatsächlich: Auch dabei klappte es und nach einer Weile konnten wir fast shakefrei durch´s Feld laufen.
    Das werde ich jetzt mal so weiter verfolgen und sehen, ob es so bleibt.

    [Ach ja: Zusätzlich bekommt er seit gestern noch ein homöopathisches Mittel, daß die Reizung des Trigeminus-Nervs reduzieren soll. Es heißt Gelsemium Hommacord. Er sollte eigentlich 3x täglich 10 Tropfen bekommen, doch da das zeitlich bei uns nicht hinhaut, bekommt er morgens und abends je 15 Tropfen. Mal sehen, ob das auch einen Erfolg bringt.]

    Nach 2,5 Stunden waren wir dann wieder am Stall zurück. Es war wirklich ein herrlicher Ausritt. Gut, daß wir die Arbeit verschoben hatten.
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  • Ritt am Samstag

    Gestern morgen machten wir uns ziemlich früh auf zum Stall, und ich war froh, dass ich am Tag vorher das Wasserfaß nicht auffüllen konnte. Es hatte Frost gegeben und die Selbsttränken waren zugefroren. Und die Äppel, die ich am Tag vorher gesammelt hatte waren natürlich nicht festgefroren. Sozusagen zweimal Glück gehabt. Normalerweise friert uns einmal im Jahr die Selbsttränke so zu, dass das Fässchen leerläuft. Und dann hat man jede Menge gefrorenes Wasser im Stall.
    Also dieses Jahr haben wir Glück gehabt und Samstag morgen die Wanne für das Wasser rausgestellt. Damit die Pferde damit nicht so rumspielen, kommen da immer Steine rein. Und jedes Jahr habe ich Spass daran zu sehen, wie sich die Steine mit Wasser vollsaugen und die Luftblasen aufsteigen. Ich habe es geschafft, das aufs Foto zu bannen:
    Und seht Ihr die Bläschen?

    Beim Satteln im Stall habe ich Jackson komplett frei stehen lassen. Es ist so angenehm, dass das kein Problem ist. Auf dem Paddock musste ich dann noch irgendwas kramen also stellte ich Jackson einfach ab.
    Er genießt seinen Sattel


    Insgesamt war er gestern total entspannt. Das liegt wahrscheinlich am Wetter. Als wir dann schon Kurs auf unser Dorf genommen hatten, hörte ich auf einmal ein dauerhaftes leises Klingeln und erwartete irgendwie den Weihnachtsmann mit seinem Rentierschlitten. (Klingt total doof, aber es war meine erste Assoziation.) Es dauerte ein wenig, bis uns der Radfahrer hinter uns auffiel. Er war mit seinem Hund unterwegs. Die beiden überholten uns, aber der Hund hatte soviel Interesse an uns, dass wir wenig später wieder überholten.

    Kerstin trabte immer wieder ein Stückchen vor uns her und Jackson bliebt -wenn auch nicht begeistert - hinter Kerstin und Joey.

    Am Girbelsrather Wäldchen legten wir ein längeres Trabstück hin. Wir absolvierten dies in einem vernünftigen Tempo am relativ langen Zügel. Damit waren Pferd und ich sehr zufrieden.
    Jetzt müssen wir nur noch den Galopp regulierbar hinbekommen. Aber da hatte ich eine Idee, die ich bei Sassico damals schon angewendet habe. Sassico kannte keine Galopphilfe, also ließen wir Joey immer vorgaloppieren und Sassico galoppierte hinterher und lernte dabei die von mir gegebene Galopphilfe. Jetzt wollte ich, daß Kerstin mit Joey angaloppiert, damit Jackson keine Galopphilfe von mir erhalten muss und sich nicht angetrieben fühlt.
    Das klappte beim ersten Versuch sehr gut, wenn man davon absieht, dass wir Joey überholten, und Joey das nicht bei Pferden mag, die er nicht gut kennt. Daher trat er einmal in unsere Richtung aus.

    Für den nächsten Galopp hatte ich mir ein sehr lange Stück ausgesucht. Ich wollte Jackson die Möglichkeit geben, einmal zu Laufen. Es war ein schneller Galopp, aber ich hatte die ganze Zeit die Kontrolle über das Tempo, obwohl der Zügel relativ lang war.
    Der Weg wurde unterbrochen durch einen Kreuzung auf der der Boden nicht gut genug zum Galoppieren ist. Ich bekam Jackson ziemlich einfach in einen langsam Trab über das schlechte Wegstück und anschließend fielen wir wieder in diesen schönen Galopp. Am Ende des Weges konnte ich auch ziemlich gut in Schritt durchparieren.
    Und was auch ganz toll ist, er kommt mittlerweile direkt wieder runter, so dass ich die Zügel direkt wieder langlassen kann. Das sorgt für viel Entspannung beim Pferd und bei mir.

    Einige Wege später konnten wir dann schon absteigen und die letzten vier Wege führten wir die Pferde nachhause. Das war auch gut. Etwas leichtsinnig hatte ich nämlich nur ein paar Socken an.

    Übrigens: Wir waren 150 Minuten unterwegs und Jackson hat neunmal geäppelt. Er äppelt also im Schnitt alle 16,6 Minuten. Naja Ein Frontera-Pferd! Bei hohem Verbrauch gibt es auch einen hohen Ausstoß :-)
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