Einträge für November 2008

  • November, 2008
  • Hochsitz LXIV

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  • Ein langer Stalltag

    Am meinem freien Samstag heute hatte ich mir viel vorgenommen. So piepte der Wecker schon um halb acht heute Morgen. Nachdem ich ihn zum Schweigen gebracht hatte, schleppte ich mich aus dem Bett... draußen war es fast noch dunkel !
    Um kurz vor neun fuhr ich dann in den Stall. Sassico und Joey hatten schon Frühstückshunger und erwarteten mich am Gatter. Ich fütterte den Beiden ihr Müsli und brachte ihnen ihr Heu auf den Paddock. Während sie dort frassen konnte ich ungestört den Stall ausmisten.

    Als ich damit fertig war, machte ich eine Pause und trank etwas Tee zum Wärmen von Innen. Danach begann ich Sassico's Utensilien nach vorn auf den Paddock zu tragen. Als ich damit fertig war und mir das Halfter griff, mit dem ich Joey auf die Wiese bringen wollte, begannen die Beiden verrückten Ponys sich wild zu kabbeln. Die ganze Zeit über hatten sie friedlich gegrast, Heu gefressen oder gedöst. Doch nun (sie wußten ja nur zu gut, daß jetzt die "Arbeit" anfangen würde) begannen sie sich zu beißen und anzusteigen und wild umher zu rennen. Sie waren wohl in der Hoffnung, daß ich mich so nicht an sie rantrauen würde und sie mir so "entkommen" konnten.
    Doch so leicht gebe ich natürlich nicht auf. Ich nahm mein Seil und schleuderte damit genau zwischen die beiden Ponys. So konnte ich sie trennen und Joey blieb am Zaun stehen, wo ich ihn dann ganz leicht aufhalftern und zur Wiese führen konnte.
    Sassico war, als ich dann zurück kam, so neugierig, daß er sofort zu mir kam und sich aufhalftern ließ.

    Die erste Arbeitsetappe für heute begann für Sassico und mich im RoundPen. Ich ließ ihn einige Runden frei laufen, anhalten und wenden. Das klappte super. Dann begann die Arbeit "online" (also am Seil). Weichen auf Druck, weichen auf Klopfen, Rückwärtrichten durch Seilbewegung. Er machte mit, doch war er deutlich widerspenstiger als noch bei unserer Einheit am Mittwoch. Er ist ja nicht dumm... er weiß genau, daß ich da jetzt dranbleiben will und versucht mir das natürlich madig zu machen, damit er schneller Freizeit hat. Doch so funktioniert es nicht !

    Den nächsten Teil bestritten wir am Putzplatz. Jeder Schritt den er unaufgefordert machte, wurde von mir korrigiert. Das nervt ihn natürlich immens. So daß er es dann schnell eine Nummer stärker versuchte und gleich ganz davonlief. Ich ging ihm nach, nahm das Seil und brachte ihn wieder an seinen Platz. Sooft es eben passierte. Blieb er wie gewünscht stehen, dann bekam er viel Lob.

    Um viertel nach zwölf waren wir dann soweit, daß wir losreiten konnten. Sassico lief etwas spannig. Klar es ist Winterzeit. Da setzen die frische Luft und der Mangel an Bewegung (sie werden halt nicht so viel geritten) den Ponys Flausen in den Kopf. Doch nach ein zwei Wegen schnaubte er ab und entspannte sich mehr und mehr.

    Ich hatte vor mit ihm heute wieder durch Eschweiler zu reiten, um das Zivilisationstraining fortzusetzen.
    Als ich dort ankam, fuhren mir zwei Kinder mit Fahrrad und Kettcar schreiend entgegen: "PFERDE !!!" Sassico machte erst mal Halt ! Und das mitten auf der Landstrasse. Ich bat die Kinder etwas leiser zu sein und konnte Sassico überzeugen weiterzugehen. Der Junge mit dem Junge mit dem Fahrrad sagte:" Wissen Sie, ich liebe Pferde. Ich bot ihm an, daß er Sassico mal streicheln könne, wenn er sein Fahrrad an der Seite stehen ließe. Er kam und hörte genau was ich sagte. Wir sprachen kurz über Sassico, als der Opa der Jungs mit dem Hund vom Spaziergang aus dem Feld zurückkam. Er ging vorbei und die Jungs fuhren mit ihm. Sassico stiefelte ohne Zögern hinterher und fand das Dorf plötzlich gar nicht mehr schlimm. Schon fast am Ende der Strasse hörte ich hinter mir etwas brummen. Ich schaute mich um und sah einen Motorroller. Ich hielt Sassico an und ließ ihn vorbei. Er grüßte freundlich und fuhr weiter. Danach ging es noch am Friedhof vorbei und schon ließen wir Eschweiler hinter uns. Auf dem nächsten Weg im Feld machten wir bereits wieder eine Begegnung. Ein älteres Ehepaar kam auf uns zu. Sie hielten an und die Frau sagte:" Ui der hat ja Schuhe an!" Ich klärte sie auf, daß das ein Hufschutz sei statt Hufeisen (denn das kennen die meisten Menschen ja). Sie zog ihren Handschuh aus und hielt Sassico ihre Hand hin, kraulte ihn kurz und wir spazierten jeder in seine Richtung weiter.

    Auf dem nächsten Grasweg legten wir noch mal einen Zahn zu und galoppierten ein Stück. Dann ging es auch schon auf den Heimweg und nach 1,5 Stunden wurden wir lauthals von Joey begrüßt, der einige nette Bocksprünge auf der Wiese vollführte als wir am Hof eintrafen.

    Sassico wurde versorgt und kam auf die Wiese. Die Utensilien wieder weggeräumt und Joey's ausgepackt.
    Den konnte ich direkt aufhalftern und mit nach vorn nehmen. Doch bevor ich ans Satteln denken konnte, mußte ich ihn noch von seiner eingetrockneten Lehmschicht befreien. Er hatte wirklich ganze Arbeit geleistet und sich richtig schön eingesaut.

    Um halb drei war es geschafft und wir machten uns auf den Weg ins Gelände. Als wir aus dem Hof raus waren, konnte ich oben im Feld Sonja und Nala entdecken. Ich ritt den Beiden entgegen und wir trafen uns an der Hecke. Joey und ich begleiteten die Beiden noch ein Stück. Wir quatschen und die Pferdchen liefen mehr oder weniger brav nebeneinander. Je näher wir zu Nala's Stall kamen, desto mehr mußte Joey sich anstrengen mitzuhalten, denn Nala wollte offensichtlich nach Hause.

    Wir verabschiedenten die Beiden in der Nähe ihres Stalles und machten uns auf den Heimweg. Um viertel vor vier waren wir wieder daheim und Joey und Sassico wieder vereint auf der Weide. Ich räumte noch auf und fuhr dann nach einem langen Stalltag zufrieden nach Hause.
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  • Eiswind

    Nach dem Regenritt am vorigen Sonntag erwischte uns dieses Mal ein eiskalter Wind. Ehrlich gesagt: Da werde ich lieber naß ! Wir ritten um viertel vor zwölf dick eingepackt (wie die Michelin-Männchen) los. Christian schlug die Runde um Irresheim vor und ich stimmte zu. Er murmelte noch so etwas wie :" Das werde ich noch bereuen!" und ich grinste in mich hinein. Doch das Grinsen sollte ICH noch bereuen. Unterwegs trafen wir auf Sonja und Nala. Auch Sonja beklagte den eisigen Wind. Nach einem kurzen Plausch ritten wir weiter. Den Pferden machte der Wind nichts aus und ich war sehr neidisch auf ihr dickes Fell. Als wir an Irresheim vorbei waren, schlug ich den kürzesten Weg nach Hause vor, da ich annahm, daß auch Christian ordentlich kalt sei (Gesprochen haben wir nicht viel. Dafür war mir viel zu kalt.). Doch er wollte den üblichen größeren Bogen zum Stall reiten. Erfreut stimmte ich zu. Ist ja eher selten, daß er freiwillig noch ein Stück dranhängen möchte. Doch nicht er bereute den Ritt um Irresheim, sondern erstaunlicher Weise war es meine Wenigkeit. Meine Füße waren Eisklumpen und auch die Hände und das Gesicht waren ganz starr vor Kälte. Die letzten beiden Wege stieg ich ab und ging zu Fuß, um meine Glieder wieder auftauen zu lassen. Doch das ging schlechter als erhofft. Ich lief sehr schnell, weil ich einfach nur noch nach Hause in die Wärme wollte. Joey wunderte sich scheinbar und ich mußte ihn öfter auffordern schneller zu gehen. Nachdem wir fix die Pferde versorgt hatten, ging es ab nach Hause zum Aufwärmen. Doch es dauerte noch eine ganze Weile bis ich mich wieder richtig wohlfühlte. Wir waren noch nicht lange daheim angekommen, da begann es draußen ganz fein zu schneien. Und es hielt sich bis in den späten Abend dran. Doch heute Morgen, als ich die Rolladen um sieben Uhr hochzog, war die weiße Pracht verschwunden.

    Leise rieselt der Schnee ...


    ... und bestreut alles mit Puderzucker !
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  • Total bekloppt.

    Die meisten Pferde mögen Zuckerrüben. Nala ist da unterwegs mehr der Selbstversorger.
    Aber auch Sassico lehnt sie nicht ab und beisst sich da ordentlich durch. Es wird dann um sein Maul herum entsprechend matschig... Aber das sind wir ja gewöhnt.

    Nur Joey nicht. Der mag keine Zuckerrüben. Egal ob geschüttelt oder gerührt. Er hat immer drum herum gefressen (Anm. von Kerstin: oder eher noch panisch die Flucht ergriffen und gar nichts gefressen, bis die böse Rübe aus der Futterkrippe verbannt war) ... bis zum letzten Wochenende.

    Sassico bekam von mir am Sonntag Nachmittag ein paar zurecht geschnittene Rübenstücke und fraß die auch ganz genüsslich. Joey war ganz neugierig und hat dann doch nochmal probiert.
    Kerstin war ganz erstaunt, als sie auf einmal zwei Pferde knurpsen hörte...

    Also dachte ich mir, gibt es heute nochmal Zuckerrüben. Da die Pferde ja Zähne haben und beschäftigt sein sollen, habe ich jedem ne Rübe in den Trog gelegt. Sassico fing auch direkt an, aber Joey hatte nach dem ersten Bissen keine Lust mehr....

    Was tut man nicht alles für die Tiere. Ich habe mir also das Messer geholt und Joeys Rübe klein geschnitten. Räume das Messer weg, und sehe das Joey mich immer noch unzufrieden anschaut. Ok, die Stücke waren noch nicht mundgerecht geschnitten.
    Also habe ich mir wieder das Messer genommen und die Stücke alle nochmal halbiert....
    So richtig überzeugt hat ihn das dann immer noch nicht. Erst als ich ihn dann einzeln mit der Rübe gefüttert habe, war er zufrieden.
    Dann kam er auch immer wieder und hat sich Nachschub geholt. Aber so von alleine....

    Sehr komisch dieses Pferd...
    Sassico hatte dann ürbrigens ein braunes Maul, weil ja noch Erde an der Rübe dran war. (Anm. von Kerstin: Da ist auch schon die Erklärung, warum er die ganze Rübe nicht fressen wollte. Mein Pferd ist eben ein verwöhntes Balg ;-) )
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  • Wintereinbruch

    In den Fernsehnachrichten ist heute überall vom Wintereinbruch die Rede.


    Hier ist das Wetter auch eher miserabel... Es stürmt, und regnet immer wieder. Zwischendurch war es zwar eben fast sonnig, aber toll ist das wirklich nicht...

    Nachdem ich heute morgen die Pferde gefüttert hatte, wollte ich eigentlich den Mist, den ich gestern aus den Ställen geholt habe, auf die Mistkarre scheppen. Mit der Karre wird der Mist dann regelmässig auf´s Feld gefahren...


    Obwohl es regnete, fing ich dann ganz tapfer an. Nass werden habe ich ja auch letzte Woche überlebt. Was mir aber dann zuwider war:
    Egal, wie ich mich hingestellt habe, der Mist flog mir ins Gesicht. Danke nein, Feierabend...

    Der Mist muss dann wohl bis morgen liegen bleiben....
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  • Regenreiter

    Relativ kurzfristig hatten wir uns für den heutigen Sonntag mit Sonja verabredet. Außerdem wollte auch ihre Freundin Ute mit ihrem Isländer Frami mitkommen. Sie wollte extra mit dem Hänger zu uns kommen, um mit uns einen langen Ausritt zu machen, da die Ritte bei ihr im Stall immer recht kurz gehalten werden.
    So wollten wir um elf Uhr losreiten und die Gladbacher Runde drehen. Joey und Sassico fütterten wir um halb zehn, so daß sie noch genügend Zeit hatten vor dem Ritt Heu zu schmausen. Während es sich die Beiden schmecken ließen, räumten wir alle Sachen nach vorn und bereiteten alles vor. Schnell waren wir fertig und hatten noch etwas Zeit, bis wir die Pferde fertig machen mußten.

    Christian wartet bis die Ponys satt sind


    Schließlich war es an der Zeit und die Beiden hatten auch genug gegessen. So machten wir uns daran, ihnen den reichlich vorhandenen Dreck aus dem inzwischen schon sehr dichten Winterfell zu bürsten. Punkt elf Uhr saßen wir auf und ritten zum vereinbarten Treffpunkt.

    Am Treffpunkt


    Sonja, Nala, Ute und Frami


    Joey wollte unbedingt Frami als erster begrüßen. Und auch Sassico sagte "Hallo".
    Bei wolkenverhangenem Himmel ritten wir los. Frami und Joey flott vorneweg und Nala und Sassico direkt im Anschluß.
    Als wir kurz vor Eggersheim waren, spürte ich die ersten Tropfen. Ich sah mich um in die Richtung, aus der das Wetter kommt, und bemerkte, daß nun wohl ein Schauer kommen würde. Doch statt dessen nieselte es sich langsam aber sicher ein. Zuerst nur ganz leicht.
    Am Bach entlang merkte man schon, daß es teilweise von den Bäumen heruntertropfte.

    am Bach


    Kühe vor dem grauen Himmel


    Sonja und Nala


    Als wir oben wieder aus dem "Wäldchen" hinausritten, nieselte es schon einiges stärker. Doch wir hatten ja noch einiges an Strecke vor uns.

    Die Pfützen wurden langsam größer.


    Ute, ich und die Ponys im Regen


    Die Windräder bei Poll waren in diesigen Wetter gar nicht ganz zu sehen.


    Nach etwas über zweieinhalb Stunden kamen wir in Gladbach an und machten unsere Pause. Wir legten Handtücher über die Sättel (Danke Volker!), damit sie nicht klatschnaß wurden. Die Pferdchen bekamen Möhren und auch wir stärkten uns. Nach einer halben Stunde machten wir uns abreit-fertig.
    Der Regen war inzwischen noch stärker geworden und es fielen mittlerweile dicke Tropfen auf uns nieder.
    Meine Handschuhe hatte ich vor dem Abritt gegen ein trockenes Paar getauscht, doch schnell war auch dieses durchnäßt.

    Suchbild: Wo ist das Pferd ?


    Abritt im Regen


    durch Gladbach auf den Heimweg


    Wir ritten nun den kürzesten Weg nach Hause. Doch auch der dauerte noch zwei Stunden. Den Ponys machte der Regen nichts aus. Und wir Reiter versuchten unsere gute Laune nicht zu verlieren. Was uns auch insgesamt ganz gut gelang.
    gen Heimat


    nasser Frami


    Kurz vor unserem Stall verabschiedeten wir uns von Sonja und Ute und Frami wieherte uns noch einige Grüße zum Abschied entgegen.
    Als wir in unseren Hof einritten, konnten wir am Himmel einen großen Zug Vögel entdecken, die sich gen Süden aufmachten. Kein Wunder bei diesem November-Wetter.

    Zugvögel


    nasses Putzzeug


    nasser Christian


    nasser Sassico


    Wir rieben die Pferde etwas mit Stroh trocken und fütterten eine große Portion Heu. Doch Sassico wollte lieber raus auf die Weide und grasen.
    Der Regen hatte endlich aufgehört und wir fuhren nach Hause und freuten uns auf eine heiße Dusche.
    Joey läßt es sich schmecken.


    Sassico will lieber raus
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  • Hochsitz LXIII

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