Am gestrigen Sonntag hatten wir Nebelreiter uns für einen Ausflug ohne Pferde verabredet: Wir fuhren zum Tag der offenen Tür -dem so genannten Soerser Sonntag- des CHIO Aachen.
Um elf Uhr kamen Sonja und Volker uns zu Hause abholen und wir fuhren zusammen nach Aachen. Nachdem wir das Auto abgestellt hatten, pilgerten wir mit einer Menge anderer Pferde-Fans in Richtung Soers. Sonja und Volker sind ja "alte Hasen" und waren schon oft im Rahmen des Turniers in der Soers. Für Christian und mich war es eine Premiere.
Zuerst schlenderten wir vorbei an den ersten Verkaufszelten zum Springstadion.
Von dort schlenderten wir weiter durch die Zeltstadt. Wir sahen uns die verschiedenen Stände an und waren doch amüsiert über das dargebotenen Angebot: von edlem Schmuck über noble Kleidung bis zu teurer Kosmetik war dort alles vertreten. Und auch ein paar Stände mit Pferdesportartikeln gab es

Ebenfalls natürlich die neuesten Pferdehänger und die passenden Zugfahrzeuge.
Danach suchten wir uns eine Bude, wo wir etwas zum Mittagessen fanden (davon gab es reichlich *ggg*) und machten uns dann gestärkt auf zum Abreiteplatz des Springstadions. Dort fand dann der offizielle Anstich des großen Bierfasses statt. Gezogen wurde das große Fass von 4 Percherons, die von den Aachener Stadtreitern begleitet wurden.
Die Kutsche und die Stadtreiter drehten mehrere Runden über den Platz, damit die vielen Zuschauer auf Ihre Kosten kamen.
Dann hielt die Kutsche in der Mitte des Platzes an und das Faß wurde angestochen. Dann fuhr die Kutsche wieder los und das Bier wurde an die Zuschauer verteilt. Eine nette Idee !
Als das Bier verteilt war, startete der nächste Programmpunkt: eine Führzügelklasse mit 13 Teilnehmern. Die Kinder waren unterschiedlichen Alters und ritten auf Ponys verschiedenster Rassen: sowohl ganz kleine Shetties als auch Endmaßponys waren vertreten. Zuerst wurden alle im Schritt geführt, dann trabte jeweils das erste Pony bis zum Ende der Gruppe bis alle einmal getrabt hatten. Danach noch einmal im Leichttrab (zuvor sollten die Kinder im Trab aussitzen).
Nach der Siegerehrung ging es für die gesamte Gruppe auf eine große Ehrenrunde um den Platz.
Der nächste Programmpunkt war ein A-Stil-Springen. Es gingen insgesamt 32 Reiter an den Start. Wir schauten eine ganze Weile zu und gingen dann noch einmal auf Erkundungstour durch die Zeltstadt um uns die Beine zu vertreten.
Bei unserer Tour entdeckten wir einen Stand mit interessanten Buchsbaumfiguren:
Nach einer Weile schauten wir noch einmal am Vorführungsplatz vorbei. Dort war inzwischen ein Fußballspiel zu Gange. Als Vorgeschmack auf das am Abend stattfindende Endspiel der Europameisterschaft Spanien gegen Deutschland zeigte eine Gruppe des therapeutischen Reitens Pferdefussball.
Außerdem zeigten sie noch Übungen mit Isländern oder auch westernausgebildeten Trabern oder Haflingern: Wippe, Stangen-L und eine große Runde Tölt.
Als Letztes Highlight sahen wir uns noch eine Vorführung der Reitergruppe Lobberich an. In diesem Jahr zeigten sie ein Schaubild zum ungarischen Erntedank.
Danach machten wir uns auf den Heimweg, denn wir waren ziemlich k.o. (8 Stunden im Sattel schlauchen weniger *ggg*).